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Die Wahrheit ist da draußen!
Artikel und Meldungen über Datenschutz, den gläsernen Mensch, Überwachung und Verschwörung
[ 1998-2000 ] - [ 1-4.2001 ] - [ 5-8.2001 ]
2001 Januar bis April
[ 23.4.2001 - Forderung nach Handyüberwachung ]
[ 5.4.2001 - Jacob besorgt über Telefonüberwachung ]
[ 5.4.2001 - Interview mit Bill Joy (Extra Seite) ]
[ 27.3.01 - Datensicherheit / Bundestagsabgeordnete von ARD-Magazin “abgehört” ]
[ 27.3.01 - Adressenklau im Netz ]
[ 27.3.01 - PC-Geldkarten / Neue Terminals sollen E-Commerce ankurbeln ]
[ 11.3.01 - Unionspolitiker fordern Zwangstest ]
[ 9.3.2001 - Datenschützer warnen vor gläsernem Internet-Nutzer ]
[ 16.2.01 - BUNDESTAG / Zustimmung fuer digitale Unterschrift ]
[ 2/2001 - Der glaeserne Surfer ]
[ 25.1.01 - Ueberwachung per Satellit / BGH haelt sie fuer zulaessig ]
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Schwäbische Zeitung 23.4.2001 Forderung nach Handyüberwachung
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Stuttgart (Isw) - Zur Bekämpfung des organsierten Verbrechens hat der baden-württembergische Landespolizeipräsident Erwin Hetger bessere Überwachungsmöglichkeiten von
Mobiltelefonen gefordert.
Die Netzbetreiber müssten gesetzlich verpflichtet werden, richterlich genehmigte Abhöraktionen von Handy-Anschlüssen kurzfristig auch am Wochende durch einen
Bereitschaftsdienst sicherzustellen, sagte Hetger. Dazu müsse die Telekommunikations-Überwachungsverordnung auf Bundesebene geändert werden. Der Präsident wante sich auch gegen die
Kritik des Bundesdatenschutzbeauftragten Joachim Jacob an der gestiegenen Zahl der Telefonüberwachungen. Hetger sagte: “Im Bereich des organisierten Verbrechens nutzen die Täter modernste
technische Möglichkeiten, um ihre Taten zu planen und auszuführen. An diese Kriminellen kommen wir nur heran, wenn wir verstärkt die Telekommunikation überwachen.” Die gestiegene Zahl der
Überwachungen begründete Hetger auch mit der massiven Zunahme von Mobiltelefonen. Zudem habe die Polizei gerade in Baden-Wurttemberg die Bekämpfung der organisierten Kriminatlität
erheblich ausgeweitet: “Wir haben die Zahl der zuständigen Dezernate von früher 15 um 12 erhöht und damit fast verdoppelt.” Im Drogenhandel und in der Wirtschaftskriminalität
beobachtet die Polizei nach Hetgers Worten eine immer stärkere Abschottung auch innerhalb der Verbrecherorganisationen: “Die Drahtzieher, Hintermänner und Großdealer sind durch
konventionelle Ermittlungen kaum mehr zu erreichen.” Die Telefonüberwachung sei deshalb, wie auch in den Gesetzen vorgesehen, oft das letzte Mittel. Nach dem Datenschutzbericht von
Jacob nahm die Zahl der Telefon-Abhöraktionen bundesweit zwischen 1995 und 1999 von 4675 auf 12.651 zu. Zwischen Mein und Bodensee wurden 1999 nach Hetgers Angaben 1565 Telefonanschlüsse
überwacht. 1996 waren es nur 788. Die Zunahme betrug von 1998 bis 1999 gut 24 Prozent. “Etwa im gleichen Maß dürfte auch im vergangenen Jahr die Zahl der Überwachungen angestiegen sein”
, fügte Hetger hinzu. Genauere Angaben könne er erst machen, wenn der Landtag unterrichtet sei. Seitdem sich ein Untersuchungsausschuss 1994 mit der Praxis der Telefonüberwachung im
Südwesten befasste, muss das Innenministerium dem Parlament jährlich über die Abhörmaßnahmen berichten. Hetger sprach sich auch dafür aus, dass die Mobilfunkbetreiber die
Verbindungsdaten von Handyanschlüssen nachträglich schneller als bisher zur Verfügung stellen. Sie seien zwar verpflichtet, diese Daten für Ermittlungszwecke herauszugeben, würden aber
bisher häufig auf ihre begrenzten Kapazitäten verweisen. Als Beispiel nannte Hetger den spektakulären Fall des Mordes an einem Stuttgarter Taxifahrer vor wenigen Wochen. Es habe 22 Tage
gedauert, bis die Verbundungsdaten des Handys vorlagen, das der Täter dem Opfer vermutlich entwendet hatte. Mit einer schnelleren Information durch den Netzbetreiber wäre die Fahndung
nach Ansicht Hetgers wesentlich erleichtert worden.
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Man koennte die Thematik auch als Teufelskreis bezeichnen. In einer Gesellschaft mit offensichtlichen Sittenverfall ist es kein Wunder das kriminelle Aktivitaeten zunehmen.
Vor allem wenn wir den Sittenverfall noch von unseren angeblichen Vorbilder den Politikern vorgelebt bekommen. Ehebruch, Homosexualitaet, Drogenkonsum und Steuerhinterziehung sollen hier
nur als Beispiel genannt werden. Das bei unserer heutigen Jugend der Alkohol- und Drogenmissbrauch so hoch wie nie ist, spricht fuer sich. Aber das Ganze der organisierten Kriminatlitaet
in die Schuhe zu schieben und dort den Suendenbock zu suchen duerfte wohl der falsche Weg sein. Denn nur eine Gesellschaft ohne Werte kann so etwas hervorbringen! Also werden wie so oft
nur die Symptome und nicht die Ursache bekaempft. Bei dem staendigen im Kreis drehen wuerde ich am liebsten KOTZEN!!!
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ARD-Videotext 5.4.2001 Jacob besorgt über Telefonüberwachung
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Der Bundestagbeauftragte für Datenschutz, Jacob, hat sich besorgt über die zunehmende Zahl von Telefonüberwachungen geäußert. Seit 1995 sei diese von knapp 4700 auf über 12600
gestiegen. Offenbar wurde die Telefonüberwachung als Standardmaßnahme bei der Aufklärung von Straftaten gesehen. In seinem Bericht beklagte Jacob außerdem die Veröffentlichung
von Bildern und Videoaufnahmen im Internet. Häufig wüssten die Betroffenen nichts davon und hätten auf keinen Fall ihre Zustimmung gegeben.
Der Datenschutzbeauftragte forderte auch ein Verbot heimlicher Gentests.
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Bei den Angaben zur Telefonueberwachung handelt es sich meines Wissens nach um jaehrliche Angaben. Wobei sich diese innerhalb von 5 Jahren fast verdreifacht
haben! Da wundert es nicht wenn Jacob von einer Standardmassnahme spricht. Was urspruenglich als Ausnahmeregelung in speziellen Faellen gedacht war, wird nun immer mehr zum Teil des
alltaeglichen Lebens. Es wird sich zeigen ob es sich aehnlich bei den heimlichen Gentests verhaelt. Ist schon ein Schocker wenn sich ein Datenschuetzer ueber heimliche Gentests
beschwert und deren Verbot fordert. Leider wurde auch hier mit Informationen gespart und es ist nicht klar wer diese Test durchfuehrt. Aber die werden wahrscheinlich in 5 Jahren auch
offen an jedermann gehandhabt.
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Die Welt 5.4.2001 Interview mit Bill Joy (Extra Seite)
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“Es wird keine vertraulichen Gespräche mehr geben”
[ Hier geht´s zum Interview mit Bill Joy ]
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Kommentar
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Auf Grund der groesse des Interviews hab ich es auf eine extra Seite verfrachtet!
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Die Welt 27.3.01 Datensicherheit / Bundestagsabgeordnete von ARD-Magazin “abgehört”
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Einem Team des ARD-Wirtschaftsmagazins “Plusminus” ist es gelungen, die Bundestagsabgeordnete Angelika Beer über das Mikrofon in ihrem Labtop abzuhören. Die rüstungspolitische
Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen war mit dem “Lauschangriff” einverstanden. Das “Plusminus”-Team musste dazu nicht einmal in ihre Räume eindringen. Auf Beers Rechner wurde mit einer
E-Mail von Ferne ein kleines Programm installiert, das aus dem Computer einen Sender machte. Die Abhöraktion gelang auch dann, wenn der PC nicht mehr mit dem Internet verbunden war. (ots)
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Das ist der Abschuss!!! Hier ist leider der technische Vorgang nicht ersichtlich, aber ich hoffe das dazu noch Artikel auftauchen werden oder jemand von euch dies genauer
beschreiben kann.
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Süddeutsche Zeitung 27.3.01 Adressenklau im Netz
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Webseiten registrieren Namen Die Namen und E-Mail-Adressen von Internet-Nutzern sind begehrte Handelsware. Doch da die Menschen selten freiwillig damit herausrücken,
gibt es jetzt eine neue Technik, mit der sich zumindest amerikanische Seitenbetreiber hohlen, was sie wollen.Judi Wolfson, ein Imobilienmaklerin in Pennsylvania etwa hat auf ihrer
Internetseite einen Java-Script Code versteckt. Surft jemand diese Adresse an, dann gibt der Rechner automatisch den Namen des Nutzers an die Maklerin weiter; Caller ID heißt die Software.
Setzt sich diese Technik durch, dann rollt eine neue Online-Werbewelle auf die Internet-Nutzer zu. Sie haben dann auch nicht mehr die Wahl, wem sie ihre E-Mail-Adresse geben wollen.
Alles halb so schlimm, findet Judi Wolfson. Schließlich können sich ihre “Kunden” gleich wieder von der Liste streichen lassen. Sie empfiehlt, eine Warnfunktion zu installieren. Der
Rechner informiert dann den Nutzer, dass dieser gerade im Begriff ist, seine E-Mail-Adresse weiter zu leiten. Richard Smith, Datenschützer aus Denver, hält das für unzureichend.
Erstens bestätigten die meisten Menschen solche Warnung, ohne sie zu lesen und zweitens würden sie auch nicht informiert, dass eine Flut von Werbung erwartet. “Nachdem ich die Seite von
Judi Wolfson aufgerufen hatte, bekam ich sieben E-Mails in zwanzig Minuten. Keine sagte mir, wie ich mich von der Liste streichen lassen kann”, berichtete er. (ibc)
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Wer heutzutage persönliche (nicht oeffentlich bestimmte) Daten auf seinem PC besitzt sollte ihn besser vom Netz fern halten. Das koennte aber bedeuten, dass er bald auch
dem Stromnetz fern bleiben muss. Denn ueber dies sind ja ebenfalls Internetverbindungen geplant und damit waere man dem Netzwerk voellig ausgeliefert. Wer dann noch wert auf
Datensicherheit legt, muss sich nen Dieselgenerator in den Keller stellen oder irgendwie anderst seinen eigenen Strom erzeugen!
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Die Welt 27.3.01 PC-Geldkarten / Neue Terminals sollen E-Commerce ankurbeln
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Auf der Suche nach sicheren Bezahlmöglichkeiten für den elektronische Handel (E-Commerce) im Internet ist die alt bewährte Geldkarte wieder ins Gespräch gekommen. Erstmals
werden auf der Computermesse Cebit marktreife Geldkarten-Terminals für den Heim-PC gezeigt. Anderst als mit der Kreditkarte können Internet-Nutzer ihre Einkäufe damit anonym und ohne
großes Sicherheitsrisiko bezahlen. Die neuen Geräte sind vor allem für das Bezahlen kleinerer Beträge gedacht und sollen nach Angaben der Hersteller überwiegend von Banken vertrieben
werden. Online-Händler hoffen durch die neuen Systeme auf den längst erwarteten Schub des E-Commerce in Deutschland. Lange Zeit war der Einsatz der Geldkarte für den E-Commerce an den
strengen Sicherheitsvorschriften des Zentralen Kreditausschuss (ZKA) des deutschen Kreditgewerbes gescheitert. (dpa)
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Da wuerde mich doch erstmal interessieren warum die Geldkart jetzt doch zugelassen wird. Zweitens frage ich mich warum dieses Verfahren anonym sein soll? Ohne die Daten des
Konsumenten findet die Bestellung niemals zu ihm und ohne die Daten des Händlers wandert keine Kohle auf sein Konto! Was ist daran bitte anonym?
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ARD-Videotext 11.3.01 Unionspolitiker fordern Zwangstest
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Zahlreiche Unionspolitiker haben sich dafür ausgesprochen, genetische Daten aller in Deutschland lebenden Männer beim Wiesbadener BKA (Bundeskriminalamt) zu erfassen. Auch
wenn es da zu Unannehmlichkeiten für Unverdächtige komme, gehe der Schutz der Gemeinschaft vor. Der Gentest schrecke ab und könne somit Verbrechen verhindern, so der CDU-Abgeordnete
Helias. Bedenken dagegen kommen von Datenschützern. Zwangstests würden unterstellen, daß jeder verdächtig sei. Zudem sei dies ein Verstoß gegen die Verfaßung so der stellvert. Hamburger
Datenschutzbeauftragte Schaer.
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Und wieder wird alles und jeder kriminalisiert! Nachdem uns die Medien mit der Kindesentfuehrung erweicht hatten, weil ein Arschloch seine Perversionen auslebt, war die
Zeit natuerlich passend das die Union diesen Hammer auf den Tisch legt. Wer jetzt nicht erkennt, dass durch massives Breittreten von wenigen schrecklichen Themen und hasserzeugenden
Meldungen wir fuer eingreifende Gesetzte in unsere Privatsphaere gefuegig gemacht werden sollen, kann sich gleich seine Barcode-Tätowierung abholen! Ich Frag mich ausserdem wie das
obige Projekt umgesetzt werden soll? Um alle maennlichen Bewohner registrieren zu koennen muessten in einem Einwanderungsland wie hier und dazu noch offene EU-Grenzen ja regelrechte
Kontrollzentren aufgebaut werden, welche den wechselnden Maennerfluss ueberwacht!
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RZ-Online 9.3.2001 Datenschützer warnen vor gläsernem Internet-Nutzer
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder sehen die Anonymität im Internet in Gefahr. Es drohe der gläserne Internetnutzer, warnten die
Datenschützer heute zum Abschluss ihrer dreitägigen Konferenz in Düsseldorf. Sie kritisieren vor allem Forderungen der Innenminister zur Kriminalitätsbekämpfung. Demnach sollen
Internetanbieter die digitalen Spuren der Nutzer aufzeichnen und aufbewahren. Eine pauschale Registrierung greife unverhältnismäßig in das Persönlichkeitsrecht ein. dpa nm
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China zeigt ja vor, wie man das richtig macht. Wer die Regierung uebers Netz kritisiert, wird eingebunkert. Aber eigentlich koennte unsere Regierung auch bei ihren
Ami-Kumpels unsere eMails und Diskussionsbeitraege bekommen. Schliesslich faengt der CIA und/oder die NSA ja das ganze Aufkommen ab (und nicht nur das) und eine dieser Anlagen steht sogar
in Bayern! Da obiges aber EU-Richtlinien sind (siehe Computer&Co 2/2001 - Der glaeserne Surfer) wird sich
zeigen wann dieses Gesetz doch umgesetzt wird. Ansonsten koennte unsere Rechtsstaat mal kurz von der EU ad acta gelegt werden und wir haetten die selbe Frechheit wie in Oesterreich bei
uns. Dort wurde eine frei gewaehlte
Regierung von der EU nicht anerkannt und boykottiert. Und das ist, egal in welche (scheinbare) Richtung diese tendiert, einfach eine Untergrabung des Volkes!
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Südkurier 16.2.01 BUNDESTAG / Zustimmung fuer digitale Unterschrift
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Berlin (dpa) Die elektronische Unterschrift gilt kuenftig als gleichwertige Alternative zur handschriftlichen Unterzeichnung. Der Bundestag beschloss ohne Gegenstimmen
ein Gesetz zur Regelung elekronischer Signaturen. Nach der neuen Regelung wird die handsignierte Unterschrift in einer Zerifizierungsstelle hinterlegt, bevor der Unterzeichnende seine elektronische Signatur erhaelt. Das Signaturgesetz schaffe
die Grundlage fuer einen sicheren europaweiten elektronischen Geschaeftsverkehr, sagte Wirtschaftsminister Mueller,
Deutschland setze die EU-Signaturrichtlinie als einer der ersten Staaten um.
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Tja, war ja nur eine Frage der Zeit bis Deutschland ihrem Busenkumpel USA gleichzieht (siehe Meldung zum 1.7.00)!!! Und sogar unsere Bundestagabgeordneten waren sich
mal alle einig. Man koennte fast meinen es waere eine Abstimmung ueber die Diaetenerhoehung gewesen. Aber wegen dem sicheren Geschaeftsverkehr sollten wir uns mal die naechste Meldung
ansehen, welche ich auf der Computer&Co Homepage gefunden habe:
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Computer&Co Homepage Experte: E-Signatur-Gesetz begünstigt Missbrauch
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Hamburg (dpa) - Das von der Bundesregierung am Donnerstag beschlossene Gesetz zur elektronischen Unterschrift öffne nach Ansicht des Hamburger Informatik-Professors Klaus
Brunnstein kriminellem Missbrauch Tür und Tor.
Das Gesetz weiche bisherige Regelungen zur Zertifizierung von Stellen auf, die elektronische Signaturen vergeben dürfen, sagte
Brunnstein am Freitag. Begünstigt würden «Scharlatane», die diese Prüfungen nicht bestanden oder mangels Aussicht gar nicht erst beantragt hätten. Darüber hinaus fehlen dem Hamburger
Sicherheitsexperten zufolge Anforderungen an die Systeme, auf denen diese Signaturen erstellt würden. «Viren und andere Formen bösartiger Software wie trojanische Pferde können die
Verfahren der elektronischen Unterschrift leicht unterlaufen», bemängelte Brunnstein. Behauptungen von IT-Unternehmen über die Sicherheit dieser Technik seien «Täuschungsmanöver»,
warnte der Professor. Probleme wie etwa das Verfahren zum Widerruf ungültiger Schlüssel seien nicht ausgereift. Brunnstein rät Verbrauchern daher von der Nutzung der elektronischen
Signatur ab. Die Liberalisierung in der Informationswirtschaft führe zu einer Art «BSE-Effekt», bei dem Verbraucher nicht ausreichend über die Risiken aufgeklärt würden. Die
elektronische Unterschrift gilt künftig als gleichwertige Alternative zur handschriftlichen Unterzeichnung. Nach der neuen Regelung wird die handsignierte Unterschrift in einer
Zertifizierungsstelle hinterlegt, bevor der Unterzeichnende seine elektronische Signatur erhält. Die Bundesnotarkammer in Köln empfiehlt Verbrauchern angesichts der entfallenen
staatlichen Prüfung dieser Stellen nur solche Dienste in Anspruch zu nehmen, die sich freiwillig einer Kontrolle unterzogen haben. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos)
hatte das Signaturgesetz bei seiner Verabschiedung als Grundlage für einen sicheren europaweiten elektronischen Geschäftsverkehr bezeichnet. Deutschland sichere sich damit seine
Vorreiterrolle in Europa. © Copyright dpa - Deutsche Presse Agentur
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Und nochmal tja, da lobt unser Wirtschaftsminister mal wieder etwas wovon er “anscheinend” keinen Plan hat. Oder es steckt mal wieder mehr dahinter und dies ist einer der
Bausteine der zum glaesernen Menschen fuehrt.
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Computer&Co 2/2001 Der glaeserne Surfer
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Ab 1. April muessen Internet Service Provider in den Niederlanden Hard- und Software installieren, mit deren Hilfe Behoerden den Datenverkehr verdaechtiger Personen
mitschneiden koennen. Die Hollaender kommen damit der “Cybercrime Convention” des Europaeischen Rates nach. Diese Richtlinie der EU muss auch die Bundesregierung umsetzen.
Die Konferenz der Innenminister der Bundeslaender hat bereits gefordert, Provider und Betreiber von Servern per Gesetz dazu zu zwingen, Internet-Adressen und Nutzungszeitraeume
eine angemessene Aufbewahrungszeit zu speichern. Die Datenschutzbeauftragten der Laender (ausser Thueringen) halten eine solche Vorschrift hingegen fuer verfassungswidrig. Sie liesse sich
“vergleichen mit einer Verpflichtung der Post, saemtliche Absender- und Empfaengerangaben im Briefverkehr fuer Zwecke einer moeglichen spaeteren Strafverfolgung zu speichern und fuer
den Zugriff der Sicherheitsbehoerden bereitzuhalten”, heisst es in einer Pressemitteilung der Datenschutzbeauftragten. Weiterfuehrende Informationen ueber Rechte als Surfer und
Techniken zum Selbstschutz unter www.datenschutz.de
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Wenn die europaeische Vereinigung solche Opfer von allen fordert, damit wenige
geschnappt werden. Und diese wenigen fuer ihre (ekelhaften) destruktiven Taten dann nur Bewaehrungsstrafen oder ein paar Jaehrchen bekommen. Was soll das ganze dann und wieso lassen
wir uns so verarschen?
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Südkurier 25.1.01 Ueberwachung per Satellit / BGH haelt sie fuer zulaessig
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Karlsruhe (dpa) Eine Ueberwachung von Straftaetern ueber Satelliten sind in einem Ermittlungsverfahren zulaessig. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BHG) in Karlsruhe im
Verfahren ueber die Sprengstoffanschlaege der linksextremmistischen “Antiimperialistischen Zelle” (AIZ) (AZ: 3 StR 324/00). Das Oberlandesgericht Duesseldorf hatte im Septemper 1999
die damals 31 und 32 Jahre alten Physikstudenten Bernhard Falk und Michael Steinau wegen versuchten Mordes in vier Faellen und Verabredung zu einem weiteren Mord zu Freiheitsstrafen von
13 beziehungsweise neun Jahren verurteilt. Die dagegen von Falk eingelegte Revision wurde vom BGH verworfen. Falk, der in Koeln inhaftiert ist, hatte in der massiven, der Verhaftung
vorangegangenen Ueberwachung - unter anderem mit dem Satelliten gestuetzten Navigationssystem GPS - einen unzulaessigen Eingriff in seine Privatsphaere gesehen. Nach Auffassung der
Richter kann der Einsatz des GPS zusammen mit anderen Ueberwachungsmassnahmen zwar gegen den Grundsatz der Verhaeltnismaessigkeit verstossen. Hier habe aber keine Totalueberwachung
stattgefunden. Ausserdem seien die Mittel angesichts der Schwere der Straftaten und erwarteter weiterer Anschlaege angemessen gewesen.
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Kommentar
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Wenn sie uns also nur ein bischen Ueberwachen ist das voellig legitim und “Privatsphaere” bald das Unwort des Jahres!
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