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Hohle Erde >> Mythologie und Überlieferung >> Yggdrasil
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Beitrag begonnen von Germane am 25.12.02 um 18:24:28

Titel: Yggdrasil
Beitrag von Germane am 25.12.02 um 18:24:28
Ich habe mal ne kleine These aufgestellt und mich interessiert was ihr davon haltet.

Aus Atlantis sollen die Arier angeblich stammen...
Was wäre wenn Atlantis der Norpol ist?

Im heidnischen glauben gibt es einen Ort der sich Yggdrasil nennt. Dort soll sich der Weltenbaum befinden der zu 9 Ebenen führt.

Nehmen wir einmal an Yggdrasil befindet sich in Atlantis(Nordpol) und dort ist der Weltenbaum (Polöffnung).

Was haltet ihr davon?

Korrigiert mich bitte wenn ich irgendwo falsch liege!

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von LOKI am 25.12.02 um 18:41:10
Grüß dich Germane?!

>>Im heidnischen glauben gibt es einen Ort der sich Yggdrasil nennt.>>

Nicht der Ort sondern der Baum heißt Yggdrasil. Dabei handelt es sich um den den Weltenbaum, indem sich die gesamte Welt spiegelt. An diesen Baum wurde Odin (Göttervater des nordischen Glaubens) gehenkt und mit einem Speer durchbohrt (Christianisierung-Jesus am Kreuz).

Bis bald
Loki

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Germane am 25.12.02 um 18:51:06

Zitat:
Die neun Welten verteilen sich auf drei Ebenen, deren Achse die Weltesche Yggdrasil ist. Auf der ersten Ebene liegt Asgard, die Welt der Asen, die  hauptsächlichen Götter unserer Ahnen. Ebenfalls finden wir auf dieser Ebene  Vanaheim, das Reich der Wanen, ein wohl älteres Göttergeschlecht. Darüber hinaus enthält diese Ebene noch Alfheim, das Land der Lichtelfen, einer Göttergleichen Rasse von Elfen. Diese Erste Ebene ist mit der zweiten durch Bifrost, einer flammenden Regenbogenbrücke aus schimmerndem Licht verbunden.

Auf der zweiten Ebene liegt Midgard, die Heimat der Sterblichen und ebenso Nidavellir (Land der Zwerge), Swartalfheim (Land der Dunkelelfen) und Jotunheim (Land der Riesen). Auf der dritten Ebene befindet sich Nifelheim, das dunkle und bitterkalte Reich der Toten, und auch Muspelheim, die Feuerwelt. Yggdrasil hat drei große Wurzeln, die sich jeweils in die drei Ebenen versenkt haben.


OK hätte mich vorher etwas besser Informieren sollen :/

@Loki Mir ist auf die schnelle kein anderer Nick eingefallen also wunder dich nicht ;-)

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Zak am 26.12.02 um 12:50:39
hallo

die wurzeln von yggdrasil werden auch von einem drachen (name leider auf die schnelle nicht gefunden) angefressen.

der mythologische zusammenhang ist leider nicht immer leicht zu erkennen. zuviele einfluesse haben sich in der zeit mit den urspruenglichen quellen vermischt. das christentum mit seiner einverleibung der heidnischen sagen und braeuche ist nur ein teil davon!

auf der homepage findest du einen text "kamen die asen aus der hohlen erde" von mir, der sich etwas mit dem thema beschaeftigt.

werd ihn aber mal wieder ueberarbeiten muessen...

gruesse, zak

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von RagnarT. am 01.01.03 um 11:43:10
Der Drache, bzw. die Schlange die Yggdrasils Wurzeln anfrisst, ist die MIDGARDSCHLANGE. Durch sie wird nach der nordischen Sage meines Wissens auch Yggdrasil fallen und die Götterdämmerung ausgelöst
Beste Grüße

Ragnar

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von OdinsKrieger am 13.01.03 um 20:41:17
Die Midgaardschlange hieß Nidhögg (auf Deutsch: Neiddrache). Der Drache besaß ein Eichhörnchen mit dem Namen Ratatoskr, das er ausschickte um Unruhe zu stiften.
Nidhögg ernährte sich von Kriegern die zur Weltenesche kamen. Irgendwann fing er auch an, an den Wurzeln von
Yggdrasil zu nagen. Dadurch wird aber nicht die Götterdämmerung ausgelöst. Denn während des Ragnarök verstecken sich die Menschen Lif und Lifthrasir
in dem Baum, um nachdem Ende der Götterdämmerung die Erde neu zu bevölkern. Zudem symbolisiert die Weltenesche den Kosmos, also kann sie nicht fallen.

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Zak am 13.01.03 um 23:11:28
hallo

schoen das wir mal jemanden haben der sich in der mythologie besser auskennt.

wuerde mich auf einen kommentar und anregungen zu meinem versuch freuen:
http://www.hohle-erde.de/asgard.html

gruesse, zak

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von urbayer am 14.01.03 um 08:16:40
ich hab das buch "Die Sagen der Germanen" echt interessant das Teil. Allerdings total komplex und ein absolut dicker Wälzer. Wenn ich nur mehr Zeit zum lesen hätte  :-(

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von OdinsKrieger am 14.01.03 um 16:34:07
@Zak

Der Text ist nicht schlecht, und von der mythologischen Seite auch völlig richtig. Nur über die Deutung kann man sich streiten. Soweit ich das richtig verstanden habe, vermutest du, das die Riesen, aus dem Erdinneren stammen und von den Asen bekriegt werden, weil diese sich gegen die Naturgebote auflehnen. In der Edda wird es aber anders herum dargestellt. Die Asen (und auch Wanen) sind die unbestrittenen Herrscher über die Pflanzen- und Tierwelt. Dies passt aber den Riesen nicht, denn sie wollen selber die Macht über die Natur erlangen. Deshalb besteht ein Konkurrenzkampf zwischen den Göttern und den Riesen, wobei die Götter gut und Die Riesen böse dargestellt werden.
Nach deiner Theorie müssten also die bösen Riesen aus dem Erdinneren stammen.

Zur Verteilung der neun Welten:
Asgard (Wohnsitz der Asen)
Wanaheim (Wohnsitz der Wanen)
Alfheim (Land der Lichtelfen)
Diese drei Welten befinden sich im Himmel.

Jötunheim (Land der Riesen)
Midgaard (Reich der Menschen)
Nidavellir (Land der Zwerge)
Diese Welten sind auf der Erdoberfläche, und folgende im Erdinneren:

Svartalfheim (Land der Dunkelelfen)
Hel (das Reich der unwürdigen Toten)
Nilfheim (das kälteste und am weitesten im Erdinneren glegene Land)

@Germane

Die nordische Mythologie ist wirklich sehr umfangreich. Ein großes Problem sind auch die vielen verschiedenen Namen der Sagengestalten. Allein das Oberhaupt der Asen hat 170 verschiedene Namen, wobei Odin(nordgermanisch) und Wotan (Südgermanisch) wohl die bekanntesten sind.



Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Zak am 14.01.03 um 21:13:40
hallo

@odinskrieger: danke fuer deine anregungen. das mit den riesen werde ich nochmal ueberarbeiten.

vielleicht war das reich der riesen ja in der woelbung der poloeffnung angesiedelt?

aber mir fehlen da brauchbare quellen um da genauer darauf eingehen zu koennen. :(

gruesse, zak

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von OdinsKrieger am 14.01.03 um 21:22:27
@ZAK
Möglich ist alles, aber die nordische Mythologie ist wirklich sehr schwer zu entschlüsseln. Sicher ist auf alle Fälle, dass die alten Sagen eine wahren Kern besitzen.
Diesen herauszufiltern und zu belegen, dürfte aber sehr schwer sein.

Die einzige brauchbare Quelle zu dieser Thematik ist die Edda, wobei es bei dieser auch Schwierigkeiten mit dem Übersetzen gab. Viele alte Mythen sind nach der Christianisierung wohl für immer verloren gegangen.

Hier ist eine Online-Version der Edda zu finden:
http://www.amanita.de/home/edda/


Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von OdinsKrieger am 14.01.03 um 21:26:52
Hier ist nochmal eine Erklärung zur Edda:
http://www.werkos.de/edda1.htm

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von RagnarT. am 25.01.03 um 20:27:21
Recht hat er, unser Einheerer! Nidhögg heißt das Viech! Und auch Yggdrasil überdauert den Endkampf, wobei Götter als auch das gesamte Riesengeschlecht getötet werden.  
Man sollte halt vor dem Versenden noch Mal kurz den schwarz auf weißen Besserwisser fragen. Also ich kann nur eins dazu sagen: wenn man sich nicht intensiv damit beschäftigt, kommt man bös durcheinander.

Mögest du ewig deinen Met trinken, Germane
Ragnar

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Jung am 10.03.03 um 19:27:11
"Nidhögg" ist nicht identisch mit der "Midgardschlange"!

Ein anderer name für ebendiese ist "Jörmungandr".

Grüße, Jung

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Tirpitz am 14.02.04 um 10:53:29
Ist nicht nidhögg der drache der die wurzeln anknabbert, und die midgardschlange einer der drei weltfeinde? nidhögg ist nicht alleine, bei ihm sind ein dutzend (glaub ich) andere kleine schlangen, nicht jedoch die midgardschlange

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Heinrich am 14.02.04 um 11:52:18
Wirklich ein harter Stoff zum einsteigen, respeckt. :-[

Ich brauch noch ne Zeit. ???

Beim lesen von Lokis Text viel mir schon wieder auf, dass Wasser immer ein Weg ist damals und heute. Vieleicht hilft das später mal.

Hat schon mal jemand das verhalten des Wassers in Zusammenhang mit der Schwerkraft/Fliehkraft der HE erörtert ?

Grüsse Heinrich

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Alexandra am 15.02.04 um 13:20:13
NIDHÖGG- die Schlange (Drache)
Das Schlangenungeheuer Nidhögg (wird auch sehr oft als der Drache Nidhögg bezeichnet), nagt beständig an einer der drei mächtigen Wurzeln des Weltenbaums, in Niflheim, die Welt des kosmischen Eises. Sie ist so alt wie die Weltenesche selbst. Nidhögg pumpt ihr ätzendes Gift in deren Wurzeln, um die Esche -und damit die Welt- zu zerstören. In der Lieder Edda findet man auch einige Textzeilen, das sie sie auch entseelte Menschenleiber verzehrt.
Aber auch der Begriff Neidschlange taucht immer wieder in Beschreibungen dieses Wesens auf. Dies kommt daher, das die Schlange voller Neid auf die hohe Position des weitblickenden Adlers Aar, der hoch oben im Wipfel der Weltenesche haust, während sie sich unten an einer der Wurzeln schlingelt, ist. Sie übermittelt ständig, mit Hilfe des Eichhörnchens Ratatösk, neckende und boshafte Botschaften an den Adler; der wiederum lässt sich seinerseits über die "niedere" Schlange aus. So ist das ein ständiges hin und her zwischen Nidhögg und Aar


Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Zweistein am 06.03.04 um 01:45:14
Kann jemand damit was anfangen?

...Und das war in der nordischen Mythologie schon genau so: in den Lexika steht, Yggdrasil sei die Weltesche und nicht die Urziege. Aber tatsächlich sitzt letztere in der Krone der ersteren und suggeriert uns mit ihrem Ziegenhirn, daß sie, Yggdrasil, in die Esche geschlüpft sei und diese somit mit Yggdrasil angeredet werden müsse. Denn sie hat was Diabolisches, die Urziege.

Grzzz

2stone

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Zak am 10.03.04 um 16:21:01
wo hast du denn das her 2stone? verdreht ja irgendwie alles :-/

gruesse, zak

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Zweistein am 10.03.04 um 16:39:06
Von Dr. Vogelsang aus dem JoCoForum.

Kam mir auch etwas komisch vor aber ich kenn mich mit dieser Materie gar nicht aus.

Grzzz

2stone

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Zak am 12.03.04 um 22:01:13

Zitat:
Von Dr. Vogelsang aus dem JoCoForum.

alles klar, jetzt muss ich mir wenigstens keine weiteren gedanken dazu machen ::)

gruesse, zak

ps: erinnert mich an "bevoelkerungsreduktion" geschichte von vogelsang ;D

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Chiquetet am 14.11.04 um 16:44:41
Die links funktionieren hier nie

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Yossarian am 14.11.04 um 18:10:48
Das mit den Links ist deshalb so (zumindest in diesem thread), weil sie schon vor etwa 18 Monaten gepostet wurden. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die Zielobjekte nicht mehr da sind.

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von HRognir am 26.11.04 um 17:42:37
Kleine Heidenkunde: Yggdrasil=Lebensbaum

Krone= Asgard=Götterwelt (Asen)
drunter= Alfenheim/Lichtelfenheim= Lichtelfenwelt (in manchen Quellen ist sie teils in Midgard und teils in Asgard)
Mittelschicht=Midgard=Menschenwelt
Erdboden aus Jötunheim= Welt der Riesen (im Norden=Niflheim=Reifriesen; im Süden=Muspelheim= Feuerriesen[in manchen Übersetzungen auch Funkriesen])
und Wanaheim=Welt der Wanen(anderes Göttergeschlecht, die mit den Asen bei der Schöpfung in Konflikt gerieten)
zwischen Jötunheim und Wanaheim ist Ymirs Augenbraue als Wall und als kleiner Duchgang breitet sich in beiden Welten Utgard aus= Welt der Zwerge
Unterm Erdboden=Schwarzelfenheim=Schwarzelfen
viel weiter drunter=Hel= Welt der Toten und Gequälten

Übrigens sind an den Wurzeln von Yggdrasil drei Brunnen:
Nidhöggrs Brunnen( das ist die Schlange, die den Baum kaputt machen will) aus ihm schöpfen die Norne(weibliche Wesen) Brunnen, um die Wunden heil zu machen= Brunnen des Lebens.
Urds Brunnen (Urd ist ne irre Norne, die das Schicksal bestimmt über Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit)=Schicksalsbrunnen
Mimirs Brunnen (Mimir ist ein vereinsamter Riese, den niemand wollte, er bewacht Mimirs. Rognir[Odin] wollte mal reinschauen und musste als Pfand sein Auge da lassen, manche sagen auch es ist kaputt gegangen, als er reinschaute[tja Pech, falsche Übersetzung, man sollte sich doch die neue Version der Edda holen])= Brunnen der Weisheit.

Übrigens das Atlantis des Nordens heißt Thule und mit ihm sind die "Arier" ersoffen und verrottet. Schaut mal in den Fernen Osten, nach Tibet, da sind die wahren Arier, die die Deutschen als Arbeitsvolk misbrauchen wollen, zurecht, wie ich finde. Wir sind ihrer nicht würdig.

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Yossarian am 26.11.04 um 22:18:35

Zitat:
Wir sind ihrer nicht würdig.


Sprich für dich ;)

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Uranus32 am 26.11.04 um 22:55:35
>>zurecht, wie ich finde. Wir sind ihrer nicht würdig. <<

Was glaubst du, was rechtfertigt denn deinen Hass? Und warum sollten die Tibeter "besser" als das Deutsche, oder welche Volk ist denn besser als ein anderes?

>>Anarchie ist der einzige Ausweg zur Natürlichkeit. <<

Anarchie ist gleichbedeutent mit Chaos. Willst du ernsthaft dein Leben in Chaos verbringen? Sich natürlich zu geben oder anders Selbst Natur zu sein, mit ihr zu verschmelzen(gedanklich) ist der Weg zur Natürlichkeit.

Uranus32!

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von alvaricus am 30.11.04 um 11:09:45
@HRognir:
Deine kleine Heidenkunde bringt nicht wirklich Licht in die Sache... Die Edda zu interpretieren ist eine Aufgabe für sich... Deine Auflistung kann ganz anders aussehen...
siehe: http://www.erdexpansion.de/leseproben.htm viertes Kapitel z.B. oder auch wieder ganz anders..

Zitat:
Übrigens das Atlantis des Nordens heißt Thule und mit ihm sind die "Arier" ersoffen und verrottet.
Thule kommt aus der Griechischen Mythologie und ist somit kein Begriff der sogenannten "Arier". Vielmehr benutzt du Begriffe der selbst ernannten Arier:
Zitat:
ersoffen und verrottet
... Ob die sogenannten "wahren Arier" aus Tibet oder aus den Gefilden des nördlichen Afghanistan, bzw des Oberlaufes des Hindus sei ebenfalls mal dahingestellt...
Ferner würde mich mal interessieren wo denn Thule gelegen haben soll...?
Zur Anarchie und deiner Person: Wenn Freimaurertum bedingt durch tiefere Erkenntnis eine Lehre für's Sein beinhaltet, bleibt dem zu entgegnen, dass alles falsch verstanden wurde uns somit die eigentliche Basis fehlt bzw. dem Falschen dient.  Es gibt mehr als diese Erkenntnis!
Lux lucet in Liberi...
Die Anarchie ist von Anfang an auf das Abstellgleis geschickt worden und befindet sich da heute noch, somit ist Urbayer zuzustimmen..
Es gibt kein würdigeres Volk. Die größte Irrlehre der Religionen!!!
Gruß
Alvaricus

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von urbayer am 30.11.04 um 17:20:17
bei was stimmtst du mir zu alvaricius ???

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von alvaricus am 30.11.04 um 17:25:14
:o
moin urbayer... ich glaub ich werde langsam älter...  :-[
sorry ich meinte "uranus32"     ... zumindest der Anfangsbuchstabe war richtig ... ;)
Gruß
Alvaricus

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Yggi am 09.10.11 um 13:17:45
Ich habe da auch eine These und würde gerne wissen was ihr davon haltet und zwar symbolisiert ja Yggdrassil den Kosmos, was wäre denn wenn die neun welten nicht auf der Erde Exesterten was viel denken sondern die neun welten verschiedene PLaneten in verschiedenen Sonnesystemen in unserer Galaxis darstellen und die erde midgard ein teil davon ist so könnte man  ja auch die Schöpfungsgeschichte interpretieren >>> Zu Beginn der Zeit gab es nichts als Dunkelheit, Unordnung und Chaos. Inmitten von diesem Chaos gab es eine riesige Spalte. Sie bildete einen riesigen Abgrund, der so tief war, dass man nicht bis zum Grund schauen konnte.Diese Spalte hieß Ginnungagap.

Nördlich von Ginnungagap liegt Niflheim, die finstere Nebelwelt, die frostige Welt des Eises. Dort entspringt auch die Quelle Hvergelmir, die heilige Quelle, die elf Flüsse speist. Diese Flüsse enden in Ginnungagap. Dort gefrieren die Flüsse auch sofort zu Eisblöcken.

Manchmal wird die Spalte Ginnungagap auch mit der Welt des Eises Niflheim gleichgestellt. Denn es wurde auch oft berichtet, dass die Wände der Spalte aus purem Eis waren und alles was dort hineinfiel sofort zu Eis wurde.

Südlich von Ginnungagap lag Muspellsheim, die Welt des Feuers und des ewigen Lichtes.

Außer dieser Spalte und der Welt des Feuers und des Eises gab es nur den unendlichen Raum. In diesem lebte ein Gott, welcher Allvater heißt. Er ist unsichtbar und es gab ihn von Anbeginn der Zeit. Dieser Gott schuf Ginnungagap, Muspelheim, Nifelheim und Surtr, den Feuerriesen. Surtr war das erste lebende Wesen des Universums. In manchen Überlieferungen gibt es keinen Allvater als allmächtige Kraft und in anderen Überlieferungen sind die Welten und das erste Lebewesen durch eine andere unbekannte Kraft entstanden. Darüber lässt streiten.

Surtr lebt in Muspelheim, der Welt des Feuers. In Muspellsheim trainierte Surtr, der Feuerriese, seine Geschicklichkeit im Umgang mit dem Flammenschwert. Dabei schleuderte er große Funken und Flammen ins ewige Eis von Ginnungagap. Dieses Feuer traf auf das Eis. Dabei stiegen riesige Dampfwolken in die Kälte empor. Dort gefror die Feuchtigkeit sofort wieder und sank auf den Grund der Spalte hinab.

Aus diesem Frost entstanden nach einiger Zeit zwei Kreaturen. Zum einen war es Ymir, der Urriese, und zum anderen war es Audhumla, eine gewaltige Kuh.

Eine andere Überlieferung deutet darauf hin, dass nicht durch Surts Flammenschwert Ymir und Audhumla entstanden sind sondern durch das Zusammentreffen vom Feuer aus Muspelheim und den eisigen Strömungen aus Niflheim. Aber diese beiden Möglichkeiten sind fast identisch.

Ymir stillte seinen Hunger mit der Milch von Audhumla. Die Kuh dagegen hatte nichts als Frost, um sich zu ernähren. So leckte sie aus dem Eis den Gott Buri frei, den Stammvater der Asen.

Ymir schlief, von Audhumlas Milch gesättigt, ein und bemerkte nicht, dass neben ihm eine weitere Flamme von Surtrs Schwert einschlug. Diese war so heiß, dass Ymir anfing zu schwitzen. Aus seinem Schweiß entstand Thrudgelmir, ein hässlicher, sechsköpfiger Riese, der Großvater der Eisriesen, welche die größten Feinde der Asen waren.
Es entstanden noch zwei weitere Riesen aus Ymirs Schweiß, deren Namen aber nicht überliefert sind.

Der Urgott Buri bekam kurz nach seiner Geburt einen Sohn, den Gott Bor. Bor nahm sich die Riesin Bestla zur Frau, die Tochter des Riesen Bølthorn, und sie gebar ihm die drei Söhne Odin, Vil und Ve. Diese drei Götter waren die ersten Asen und verkörpern das Gute.

Die vom Charakter widerlichen und bösen Riesen um Thrudgelmir versuchten nun die Macht des Guten zu zerstören. So führten die Götter und die Riesen einen langwierigen Krieg, aber keine der Parteien konnte gewinnen.

Odin, Vil und Ve lauerten schließlich dem Urriesen Ymir auf und töteten ihn. Ymirs Leichnam blutete aus allen Wunden und ertränkte so auch die restlichen Riesen, bis auf Bergelmir und seine Frau. Diese retteten sich in einem Boot und ließen sich in einem Land namens Jöthunheim nieder. Hier entstand die neue Generation von Riesen.

Nachdem Ymir tot war, warfen Odin, Vil und Ve seinen Körper ins Ginnungagap. Sie beschlossen, aus diesem Leichnam die Welt zu formen. Ymirs Blut bildete schon die Ozeane. Aus seinem Fleisch wurde Midgard geschaffen. Aus den Knochen machten sie Berge und Täler, aus den Zähnen wurden Klippen, Ymirs Haare wurden zur Pflanzenwelt und der Schädel der Himmel. Und aus dem Rest des Gehirns entstanden bauschige Urwolken. Die Augenbrauen bildeten einen Wall, der Midgard, das Land der Menschen, gegen das Meer und die Riesen schützen sollte.


Aus Muspellsheim holten die Götter Funken von Surtrs Schwert, um die neu entstandene Welt zu beleuchten. So entstanden Sonne, Mond und Sterne. Für den Mond und die Sonne wurden Kutschen gebaut, damit diese über den Himmel gezogen werden können.

Als die neun Welten erschaffen waren, wuchs die mächtige Weltenesche Yggdrasil, die mit ihrer Krone hoch über das Himmelsgewölbe hinausragt und ihre Äste über die ganze Welt ausbreitet und mit ihren Wurzeln Hel, das Reich der Gewesenen, deckt.

Eines Tages fanden die Götter am Rand des Meeres zwei umgestürzte Bäume, eine Ulme und eine Esche. Odin hauchte diesen Bäumen Leben ein, Vil erfüllte sie mit Geist und Wissensdurst und Ve schenkte ihnen die Gabe der fünf Sinne. So entstanden Abbilder der Götter, die ersten Menschen. Der Mann entstand aus der Esche und die Frau aus der Ulme. Sie hießen Ask ("Esche" der Mann) und Embla ("Ulme" die Frau).

Als alles erschaffen war, bemerkten die Götter weitere Lebewesen in Ymirs Fleisch. Es waren Maden. Aus diesen wurden die Zwerge gemacht, und aus den gutmütigen Wesen wurden Feen und Elfen.
was haltet ihr davon?

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Leviathan am 11.10.11 um 00:01:09
Na wenigstens kennt sich einer besser aus, die Bildsprache der Mythen ist heute halt sehr schwer zu verstehen. Das ist so wie mit dem Book of Hopi.
Wenn Zeitabschnitte über Jahrtausende beschrieben werden kann die Information nur schwer nachvollzogen werden.

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von pazion am 30.01.13 um 21:51:56
bin neu hier also erstmal hallo
und gleich mal sorry schweife immer vom thema ab
hab da ja auch mal ne hypothese aufgestellt. ist keine erklärung sondern eine andere auslegung, sagt mir was ihr davon haltet also. finde das sich alle Mythen in unserer welt wiederspiegeln und auslegung ansichtssache ist
also der drache knabbert den lebensbaum an bzw eine der drei ?wurzeln habe auch etwas von einem neidischen eichhörnchen gelesen also ist nur meine meinung
also die drei wurzeln stehen für 3 welten und die verbindung zu einer wird gekappt, wenn man sich durch neid (oder anderen todsünden) verführen lässt habe mich ein kleines bisschen mit schamanismus beschäftigt und glaube hier liegt eher der ursprung dieser geschichte( kurze erklärung um das geisterreich zu betreten musst du im einklang mit deiner seele sein und das funktioniert nicht wenn du nur die dinge der anderen siehst) und die sache mit dem lebensbaum ist ja auch nur auslegungssache wenn ich alle drei welten betreten habe (innere unsere und geistige) bin ich dann der lebensbaum. der alle welten in sich wiederspiegelt und diese "reisen" werden dich sicher prägen also werden sich die drei welten dann auch in mir wiederspiegeln.das mit der urziege ist glaube ich auch nur eine andere auslegung des lebensbaumes wenn du die kraft des  urpentagrammes kennst

Titel: Re: Yggdrasil
Beitrag von Sowilo am 11.05.13 um 11:53:58
Habt ihr euch schon mal das Buch "Germanische Mythologie" vom Prof. Golther reingezogen? Das Buch stammt von 1895, ist sehr spannend (wenn auch etwas langatmig) und lehrreich.
zum Thema Yggrasil heisst es u.a.:

"... Ein völlig verschiedenes Weltbild bietet sich im Weltbaume dar, welcher unter mehreren Namen alsYggdrasil, Mimameid, Lärad vorkommt. Von Ihm hören wir in der Volospo, im Grimmnirlied und in den Fjolswinnsmol; einiges trägt die Gylfaginning nach. Die Seherin kannte den Baum schon in Urzeiten, als er ein Schössling war, der noch nicht über den Erdenboden heraufgetrieben hatte..."

Also ziemlich starker Tobak, aber wenn man sich an den Stil von Golther gewöhnt hat, kann ma das alles ganz gut versthen.

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