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Satellit soll öde Eiswüste vermessen. (Gelesen: 1697 mal)
Helium
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Satellit soll öde Eiswüste vermessen.
15.01.03 um 19:50:27
 
Habe in der gestrigen Ausgabe einer Frankfurter Lokal-Zeitung folgende Meldung entdeckt:

Vandenberg. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat zwei Satelliten in die Umlaufbahn geschickt. Der rund 300 Kilogramm schwere "Ice-Sat" soll die Eismassen am Nord- und Südpol vermessen und damit Aufschluss über einen Anstieg der Ozeanpegel geben. An Bord der Trägerrakete vom Typ Boeing Delta II war zudem ein 60 Kilogramm schwerer, kleinerer Satellit namens "Chip-Sat", der Informationen über heiße Gase zwischen Sternen liefern soll. Die Rakete samt Fracht kostete rund 280 Millionen Euro. Der Start hatte sich wegen technischer Probleme um fast einen Monat verzögert.

Was mich wundert ist, dass ich diese Meldung sonst nirgends gefunden habe.
Wenn man auf den NASA-Seiten nach Ice-Sat oder Chip-Sat sucht wird man auch nicht fündig.

Auf jeden Fall würde ich gerne die Bilder sehen, die dieser Ice-Sat aufnimmt.  Durchgedreht

Hier ist der Link:http://www.rhein-main.net/sixcms/detail.php?template=rmn_news_archiv&_id=826097
(Nach unten scrollen. Es ist die letzte Meldung.)

Helium
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Helium
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Re: Satellit soll öde Eiswüste vermessen.
Antwort #1 - 15.01.03 um 20:21:53
 
Habe doch noch was gefunden:

„Ice-Sat“ vermisst das Eis an den Polen
Nasa startet am Samstag neuen Umweltsatelliten – Laser soll auch präzise Daten zum Meeresspiegelanstieg liefern
von Dagmar Röhrlich

Vandenberg -  Mehr als 90 Prozent des Meereswassers sind in den Eispanzern der Antarktis und Grönlands gebunden. Falls diese gigantischen Süßwassermassen in Zukunft einmal abschmelzen sollten, würde das einen Meeresspiegelanstieg mit unabsehbaren Folgen auslösen. Dem soll jetzt der 282 Millionen Dollar teure Erdbeobachtungssatellit „Ice-Sat“ (Ice, Cloud and Land Elevation Satellite) abhelfen, der heute von der kalifornischen Vandenberg Air Force Base mit einer Delta-II-Rakete gestartet wird. Diese bringt noch einen zweiten Satelliten in den Orbit: „Chips“ soll untersuchen, wie der Schutt einer Supernova abkühlt und zum Rohmaterial für die Entstehung neuer Sterne wird.


Die Zahlen zu den Eismassen auf der Erde sind beeindruckend. Bliebe aller Schnee gefroren, der an den Polen fällt, sänke der Meeresspiegel pro Jahrzehnt um 7,5 Zentimeter. Allerdings wird etwa der gleiche Betrag durch das Abschmelzen von Eisbergen und Gletschern wieder frei. Seit den neunziger Jahren aber messen die Forscher einen Anstieg des Meeresspiegels um zwei Millimeter pro Jahr. Doch woher kommt dieses zusätzliche Wasser?


Dass es die durch die Klimaerwärmung abschmelzenden Pole sind, lässt sich zwar vermuten, aber es gibt bislang kaum verlässliche Daten. Wenn man von den Randzonen der Antarktis und Grönlands absieht, ist das Geschehen im Inneren der großen Eismassen unbekannt. „Ice-Sat“ wird nun in rund 590 Kilometer Höhe messen: Winter für Winter, Sommer für Sommer wird er Daten über die polaren Eisschilder liefern.


Die Fragestellung lautet: Wachsen die polaren Eiskappen oder schmelzen sie? Dazu hat die Sonde ein aktives Laserhöhenmessgerät an Bord: „Glas“ – das „Geoscience Laser Altimeter System“. Dieser Höhenmesser mache „Ice-Sat“ zu etwas Besonderem, erklärt Waleed Abdulati, Direktor des Eisforschungsprogramms der US-Raumfahrtbehörde Nasa: „Der Laser feuert 40 Mal in der Sekunde sehr, sehr kurze Pulse ab, die vom Boden reflektiert und von einem Teleskop an Bord des Satelliten aufgefangen werden.“ Aus der Laufzeit, die der Laserstrahl für diese Strecke braucht, lässt sich die Höhe errechnen. „Und zwar so genau, dass wir mit ,Glas‘ Veränderungen im Eisschild präzise erfassen“, so Abdulati weiter. „Das klassische Radar, das man für Meeresmessungen einsetzt, ist viel zu ungenau für diese Belange.“


Die Genauigkeit kommt durch „Glas“ zu Stande und durch die Flugbahn. Während über dem Äquator die Überfluglinien weiter auseinander liegen, entsteht über den Polregionen ein enges Netz mit großer Datendichte. Alle 183 Tage wiederholt „Ice-Sat“ seinen Orbit, so dass ein direkter Datenvergleich möglich wird. Das Ergebnis liegt bei einer Genauigkeit von zwei Zentimeter Höhenunterschied. Damit lässt sich sozusagen jeder Schneeschauer verfolgen. Aber auch wenn „Ice-Sat“ nicht in Polnähe fliegt, wird er messen. Rund um den Globus bestimmt er Masse und Höhe von Wolken und Aerosolen, ebenso Veränderungen in der Vegetation. Was „Ice-Sat“ beobachten wird, darüber haben Klimaforscher Vermutungen. Sie rechnen sowohl mit einer Zunahme des Schneefalls und damit einem Wachsen der Eisschilder als auch mit einem verstärkten Abschmelzen der Gletscher an den Rändern des Inlandeises. Abdulati: „Die Frage ist, welcher Effekt überwiegt.“


Artikel erschienen am 11. Jan 2003


Link: http://www.welt.de/data/2003/01/11/31894.html

Hier ist noch der Link zur Vandenberg Air Force Base : http://www.vandenberg.af.mil/.
Anscheinend ist der Server down, denn ich komme nicht durch ...
Schafft das einer von Euch?

Ein anderer Link: http://home.earthlink.net/~kd6nrp/vafbsked.htm
Und noch einer: http://www.spacedaily.com/news/icesat-02a.html

Helium
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« Zuletzt geändert: 15.01.03 um 20:49:37 von Helium »  
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Zak
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and the alien mindbenders

Beiträge: 2047
Hohle Erde
Re: Satellit soll öde Eiswüste vermessen.
Antwort #2 - 18.01.03 um 23:57:37
 
hallo

ich bin auf vandenberg-seite normal draufgekommen. ich hab leider nur das gefunden:
http://www.vandenberg.af.mil/30sw/news/news_releases_03.html
und das sind die aehnlichen angaben wie oben.

ich wuerde gerne mal die route des satelliten ice-sat sehen...

gruesse, zak
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"Eine Gesellschaft, die ein klein wenig Freiheit aufgibt für ein klein wenig Sicherheit, verdient beides nicht und wird beides verlieren." Benjamin Franklin
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