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ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal (Gelesen: 30011 mal)
HAUNEBU7
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UNSERE ERDE IST HOHL

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ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
21.08.03 um 22:39:51
 
Eine sehr wage aber durchaus denkbare theorie ist dass sich ein zugang im thüringer Jonastal aufhalten könne!

Das Jonastal is bekannt für seine unterirdischen Bunkersysteme die die Nazis für Geheimprojekte benutzt haben.

Es gibt aber keinen eindeutigen Nachweis für waffen projekte! womöglich hatten die nazis anderes im sinn!

mysteriös ist auch das als die gegend von den amerikanern eingenomen wurde , US soldaten merkwürdige lichter am himmel sahen und merkwürdige geräusche wahrnamen die von den einwohnern heute noch manchnmal davon berichten.

ein weiteres indiz könnte sein das die behörden noch keine genehmigung erteilt haben die anlagen zu betreten.

was denkt ihr darüber
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Nicklas
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #1 - 22.08.03 um 06:35:33
 
Das Jonastal sollte Hitlers letztes Hauptquartier werden. Liest man überall. Mich wundert nur was die SS dort verbergen wollte. Da sie ja einen Teil der Stollensysteme selbst gesprengt haben.

Ich war in letzter Zeit oft dort. In ein paar angefangene Stollen kann man noch rein. Ist allerdings nichts besonderes.

Interesanter wäre zu wissen wie man in den von der SS gesprengten Anlage kommt. Die meisten Akten zum Jonastal sind ja leider unter Verschluß.

Meine Meinung, dort wurde an der deutschen Atombombe gearbeitet welche von den Amis erbeutet wurde. Diese Wurde dann auf die Japsen geschmissen.
Ganz einfach nachzuvollziehen, da die Amis selbst zu damaliger Zeit nicht genug Waffenfähiges Uran hatten um Ihre Bombe fertig zu stellen. Dies ist auch schon in mehreren Dokumentarfilmen berichtet worden.

Aber macht Euch darüber selber einen Kopf.

Cu Nick
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #2 - 22.08.03 um 12:05:20
 
Das Jonastal steht heute unter Verwaltung der BW und soweit ich weis ist der Zugang verboten.

Die Mythen ranken sich von Atombomben, Interkontinentalraketen mit ebensolchen Gefechtsköpfen, über Teilchenbeschleuniger, einer immer noch lagernden Panzerarmee bis hin zu abstrusesten Ideen.

Ich glaube kaum das es "die" oder bessere "eine" deutsche Atombombe gab. Ich könnte mir durchaus vorstellen das Uran ob nun Erz oder mit hohem Reinhaltsgehalt nach Amerika geschafft wurde, die Amis hatten akuten Uranmangel, aber ob das Uran noch wirklich Japan gesehen hat und ob es aus dem Jonastal kam? Ich glaube nicht, die Atombombe auf Hiroshima fiel im August, bis das Uran in Deutschland gesichert wurde und schließlich verschifft, in die USA, in eine Bombe integriert wurde, ich glaube das braucht länger als 4-6 Monate.

Es gibt übrigens noch andere unterirdische Anlagen die vor Kriegsende von der SS so geschickt gesprengt wurden das man sie bis heute nicht betreten kann, und die nicht auf einem Truppenübungsplatz liegen der zur Zeit der Niederlage bereits seit fast 50 Jahren existierte (ja das Jonastal!!) was evtl. etwas auffällig für eine Supersondergeheim Aktion wäre.

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HAUNEBU7
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #3 - 22.08.03 um 12:24:03
 
DAS WAS IHR ANSPRECHT IST JA ALLGEMEIN BEKANNT,
ABER ES IST AUCH NICHT NACHEGEWIESEN DASS DIE DEUTSCHEN DORT AN WAFFENPROJEKTEN BAUTEN.

WOMÖGLICH, WENNS AUCH SEHR WAGE IST  KÖNNTE DAS TUNNELSYSTEME IRGENDTETWAS ANDERES BEDEUTEN ( IM ZUSAMMENHANG MIT HE???).

ICH WAR SCHON DORT UND AUCJ EINE MERKWÜRDIGKEIT DIE ICH FESTGESTELLT HABE IST DIE EXTREM HOHE ANNSAMMLUNG VON FUNKSTATIONEN
und ALS ROTKREUZWAGEN GETARNTE LKWs.

AUSSERDEM HATTE OTTO SKORZENY (MUSSOLINIS BEFREIER) IMMER KONTAKT DORTHIN.

DESWEITEREN GIBT ES HINWEISE DARAUF DASS GERAUBTE KUNSTSCHÄTZE DORTHIN GEBRACHT WURDEN. ???
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #4 - 22.08.03 um 13:18:29
 
Zitat:
DAS WAS IHR ANSPRECHT IST JA ALLGEMEIN BEKANNT,
ABER ES IST AUCH NICHT NACHEGEWIESEN DASS DIE DEUTSCHEN DORT AN WAFFENPROJEKTEN BAUTEN.

Eben, die Anlage zumindest die Unterirdische ist ja auch noch nicht allzu alt gewesen als das dort großartig was entstanden sein könnte, grade nicht in einer Zeit der Knappheit.
Zitat:
WOMÖGLICH, WENNS AUCH SEHR WAGE IST  KÖNNTE DAS TUNNELSYSTEME IRGENDTETWAS ANDERES BEDEUTEN ( IM ZUSAMMENHANG MIT HE???).

Das spekulieren überlasse ich euch ich sehe da nicht einen Hinweis auf HE.
Zitat:
ICH WAR SCHON DORT UND AUCJ EINE MERKWÜRDIGKEIT DIE ICH FESTGESTELLT HABE IST DIE EXTREM HOHE ANNSAMMLUNG VON FUNKSTATIONEN

Inwieweit viele? Bitte Präzisieren. Was für Funkstationen? Zivil, BW?
Zitat:
und ALS ROTKREUZWAGEN GETARNTE LKWs.

Wie soll ich das verstehen? Ein 20 Tonner wie ein Krankenwagen angemalt? Nicht gerade perfekt getarnt oder??
Zitat:
AUSSERDEM HATTE OTTO SKORZENY (MUSSOLINIS BEFREIER) IMMER KONTAKT DORTHIN.
DESWEITEREN GIBT ES HINWEISE DARAUF DASS GERAUBTE KUNSTSCHÄTZE DORTHIN GEBRACHT WURDEN. ???

Keine Ahnung mit der Kunst, aber einige Vermuten natürlich das Bernsteinzimmer dort...
Otto Skorzeny war übrigens auch beim Auslandsnachrichtendienst unter anderem sehr Loyal dem Leithammel gegenüber, Zerschlagung von Stauffenbergs revolte usw.
Da man offiziell annimmt das der Bunker im Jonastal ein Führerhauptquartier werden sollte, nehme ich jetzt einfach mal an (ich spekuliere) das der Mensch dort eine Funktion gehabt hat in Richtung überwachung, darin war er ja sehr gut... vorausgesetzt du sagst mir woher du weist das er Kontakte dorthin hatte.

Gruß
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #5 - 22.08.03 um 13:51:55
 
Zitat:
Inwieweit viele? Bitte Präzisieren. Was für Funkstationen? Zivil, BW?


Nein nein ich meinte im zweiten weltkrieg!
durch recherchen und enen besuch hab ich herausgefunden das die SS und die Wehrmacht extrem viele funkstaionen hatten.

Zitat:
Wie soll ich das verstehen? Ein 20 Tonner wie ein Krankenwagen angemalt? Nicht gerade perfekt getarnt oder??


nein auch im krieg, als RK-Wagen getarnte hleinlaster vermutlich um so geschützt geheim sachen zu transportieren zu können
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #6 - 22.08.03 um 13:56:42
 
moin, 
Das das Jonastal eine übergeordnete Bedeutung hatte scheint wohl klar zu sein...doch da gibt es ja gleich ein ganzes Sammelsurium an möglichen Stollen und Bunkeranlagen die unter höchster Geheimhaltung von den Nazis unterhalten wurden. Ich verweise z.B. auf die Bunkeranlagen Zeppelin und Maybach bei Wünsdorf, die als reine Nachrichten und Verwaltungsbunker (ich glaube) 8 Stockwerke in die Tiefe ragen und vor Eintreffen der russ. Armee geflutet wurden. Die Sprengversuche der Russen schlugen fehl und zeigten fast keine Wirkung und nur die oberen drei Stockwerke konnten leergepumpt werden. Was die da genau veranstaltet haben, steht wohl in den Sternen oder sonstwo in "nicht öffentlichen Dokus" und dann gibt es ja noch die Spekulationen über die riesigen Stollen an der Porta Westfalica, sowie die Höhlen in Ungarn, die Aktivitäten am Untersberg, Obersalzberg und im sonstigen Salzkammergut, wie auch in Ungarns Höhlen und wo auch immer...Ich glaube es ist verdammt schwer diesen Dschungel zu lichten und nachschauen ist ja nicht erlaubt!  ob die, die nachschauen dürfen nur darauf achten, dass keiner nachschaut oder selber gucken -- steht dann auch wieder in den Sternen..
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #7 - 22.08.03 um 14:05:01
 
@HAunebu

Zitat:
ICH WAR SCHON DORT UND AUCJ EINE MERKWÜRDIGKEIT DIE ICH FESTGESTELLT HABE IST DIE EXTREM HOHE ANNSAMMLUNG VON FUNKSTATIONEN
und ALS ROTKREUZWAGEN GETARNTE LKWs.


Du mußt zugeben das wenn du das so schreibst das man davon ausgeht das du selbst so etwas gesehen hast!!  Laut lachend

Gruß
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #8 - 22.08.03 um 14:07:20
 
Ja entschuldigung für diese schreibweise Zwinkernd
natürliche sind die stationen nicht mehr vorhanden! Smiley

Ich versuche objektiver zu schreiben Laut lachend
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Berserker
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Erde
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #9 - 22.08.03 um 22:06:01
 
hatte man nicht angefangen dort die new-york rackete zu bauen? (2stufige v2)mit atomsprengkopf...
und wenn ich mir die wasserfall anschaue-war dies mehr als wunschdenken  sondern schon fast einsatzfähig Zwinkernd
Gruß
Berserker
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #10 - 23.08.03 um 02:39:52
 
Zitat:
hatte man nicht angefangen dort die new-york rackete zu bauen? (2stufige v2)mit atomsprengkopf...

Pläne dafür gab es, Anhaltspunkte dafür das dort bereits ein Testmuster gebaut wurd gibt es meines Wissens nicht. Im übrigen bringt es nix eine Rakete dieser Sorte herzustellen, bis so ein Teil wirklich Perfektionsreife erreicht bedarf es mehrerer Testversuche und Starts(man siehe Brasiliens Weltraumprogramm...) g
erade bei Mehrstufigen Raketen, ich glaube kaum das man da gleich einen Atomsprengkopf geopfert hätte ohne die Rakete auch nur einmal auf Flugfähigkeit zu testen.
Zitat:
und wenn ich mir die wasserfall anschaue-war dies mehr als wunschdenken  sondern schon fast einsatzfähig Zwinkernd
Gruß
Berserker

Traurig
Zunge
Recherchieren Berserker, mehr Recherchieren!
Die EMW Wasserfall war eine Boden Luft Rakete, eine Flakunterstützungsrakete. Sie war fast einsatzbereit, das war wohl so, dennoch sah sie wohl nie einen Bomberschwarm. Im übrigen war sie völlig unwirtschaftlich, zumindest wenn man noch keine Ergebnisse von Abschüssen hatte.
(Oder wolltest du auf eine B-L Rakete anspielen, wenn ja warum??)

Im Gegensatz dazu war die A4 einsatzfähig und wurde auch eingesetzt. Die Wasserfall mag zwar mit ihren Flügeln den Verdacht auf eine weitreichende Rakete hegen, aber dem war nicht so, sie war immerhin fast doppelt so klein wie die A4 und hätte wenn man sie als Boden-Boden Rakete hätte einsetzen wollen völlig umkonzeptionieren müssen was völlig abwegig wäre. Ich empfehle für deutsche Raketentechnik das Buch "Die deutsche Luftfahrt: Flugkörper und Lenkraketen" isbn 3-7637-5284-6, leider ziemlich teuer, alternativ taugt auch die Seite www.luftarchiv.de etwas.

Gute Nacht
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Syke
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #11 - 23.08.03 um 19:21:20
 
Aus www.spiegel-online.de:

Spiegel Ausgabe 33/2003

"Hell wie hundert Blitze"

Spinner und Schatzsucher überlaufen das thüringische Jonastal. In den Stollen eines zerstörten Führerhauptquartiers vermuten sie das Bernsteinzimmer, Kunstschätze und Hitlers erste Atombombe.

 
DER SPIEGEL


Es gibt Tage, an denen rauben die Geheimnisse des Dritten Reichs dem Hauptmann Andreas König noch den letzten Nerv. Immer wieder klingelt an solchen Tagen das Telefon: Entweder ist dann einer von Königs Wachdienst dran, weil eine Streife einen weiteren dieser Schatzsucher aufgegriffen hat. Oder es rufen zunächst noch vernünftig klingende Menschen an, die sich mit König dann dringend über jene Atombombe unterhalten wollen, die unter seinen Füßen vergraben liege.
Der geplagte Offizier ist Kommandant des thüringischen Truppenübungsplatzes Ohrdruf, und auf dessen Gelände liegen Teile eines besonders verwunschenen Areals: des Jonastals. Die wilde Schlucht beflügelt wie kaum ein anderer Ort Deutschlands die Phantasie einer internationalen Gilde von Verschwörungstheoretikern und Schatzsuchern. Sie vermuten an dem magischen Ort unermessliche Kunstschätze, das Bernsteinzimmer, riesige Hallen mit einsatzbereiten Panzern - und die erste deutsche Atombombe samt gewaltiger Trägerrakete.

In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs nämlich hatten Hitlers Getreue im Jonastal tatsächlich ein komplexes Netz aus unterirdischen Gängen und Gewölben anlegen lassen. Es sollte das letzte Führerhauptquartier werden. Tausende KZ-Häftlinge mussten 25 Stollen in die Muschelkalkfelsen treiben. Dazu bauten sie auch einen Bunker, mehrere Stockwerke tief, der, voll gestopft mit Technik, als Nachrichtenzentrale dienen sollte.

 
DER SPIEGEL

Hitler (mit Göring auf dem Balkon der Reichskanzlei


Von hier aus wollten die Top-Nazis ihren letzten Kampf kämpfen - und so wurden sie denn auch nahezu alle in ihren letzten Wochen mal in der Nähe gesichtet, als das Geheimprojekt "S III" erste Baufortschritte zeigte: Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop, Heinrich Himmler.

Doch die finale Schlacht um die Höhlen-Festung im Jonastal fand ohne Hitler und seine Paladine statt. Und die siegreichen Alliierten sorgten dafür, dass der Mythos um das Höhlensystem so richtig gedeihen konnte. Unterlagen von US-Militärs, die das Tal 1945 durchkämmten, will Washington noch Jahrzehnte unter Verschluss halten. Die Sowjetarmee, die das Gelände von den Amerikanern übernahm, erklärte es sofort zum Sperrgebiet und nutzte es dann als Truppenübungsplatz - den die Bundeswehr nach der Wende übernahm.

Mangels harter Informationen hangeln sich die Schatzsucher der Moderne, über das Internet bestens verbunden, umso lustvoller an spärlichen historischen Quellen und geheimnisvollen Zeitzeugen entlang. Immer wieder neue Bücher heizen die Abenteuerlust weiter an. Die Folge ist der helle Wahnsinn im beschaulichen Tal: Fast an jedem Wochenende fallen Hobbyforscher in die Region ein, ausgerüstet mit Metallsonden, Satelliten-Navigationsgeräten und Grabwerkzeugen - natürlich illegal: Wer im Sperrgebiet erwischt wird, muss Bußgeld zahlen.

Hauptmann König hat Dokumente des Bunker-Wahns zwischen Aktendeckel gepresst und nennt das Konvolut aus Papieren über die Geheimnisse des Tals "meine X-Akte". Der Herr über 5000 Hektar Gelände hat es am Anfang durchaus noch mit Argumenten versucht. Als ein paar Schatz-Freaks eine rötlich-orange Wolke über dem Tal sahen und glaubten, da würde jemand mit Hitlers geheimen Flugmaschinen durch die Gegend karriolen, ordnete der Kommandant das Phänomen doch zielsicher einem Testschießen mit Bodenleuchtkörpern zu. "Das waren Reflexionen am Himmel."

Doch dem armen Mann glaubt keiner der Glücksritter. Deshalb mag König sich auch nicht mehr mit jedem Spinner auseinander setzen: Auf die Erkenntnisse eines Hobbyforschers etwa, der 480 bis 520 Kampfpanzer in unterirdischen Hallen geortet haben will, mochte er erst gar nicht eingehen.

Pendel- und Wünschelrutengänger waren schon auf dem Platz, ein Tornado-Aufklärer hat darüber seine Kreise gedreht, die Gamma- und Beta-Strahlung wurde gemessen. Nur gefunden wurde nichts.

 
DER SPIEGEL

Unterirdisches Stollensystem im Jonastal um 1945


Zumindest nicht von Bundeswehrexperten. Weil König ein offener Mann ist, ließ er eine Hamburger Erkundungsfirma aufs Gelände, die anhand von Luftbildern die Umrisse einer riesigen Rakete im Boden ausgemacht haben wollte. Die Hamburger warnten vor einer möglichen Atomexplosion - auch wenn von der Rakete dann beim besten Willen nichts zu sehen war.

Selbst Tourismusfirmen haben Königs militärischen Sperrbereich für sich entdeckt - fast wie in Amerika die berühmte Area 51, über der Freaks immer wieder, wie auch im Jonastal, seltsame Flugkörper sichten wollen. Ein sächsisches Reisebüro warb für zweitägige Exkursionen ins Jonastal unter der Rubrik "Flugscheiben". Angeboten wurde die Begehung "in Begleitung eines Insiders". Kaum verwunderlich, dass Kommandant König schon einen ganzen Kleinbus mit Touristen auf seinem schwer munitionsverseuchten Gelände aufbrachte. Die Neugierigen hatten die Absperrungen einfach umfahren.

Manchem konnte der Offizier aber auch weiterhelfen - etwa einem jungen Mann, der bei einer illegalen Erkundungstour in einem alten Stollen tief unter Tage Motorgeräusche ausmachte. Völlig verstört riskierte er das Bußgeld und informierte die Bundeswehr. König konnte die Lärmquelle rasch identifizieren: Es war mitnichten ein überlebender Nazi-Boss, der unter Tage seinen Panzer spazieren fuhr, sondern der Bagger in einem benachbarten Kieswerk.

Kaum zur Vernunft zu bringen sind freilich die selbst ernannten Atomexperten. Da ist etwa Thomas Mehner, Vorstandsmitglied der so genannten Jonastal-Gesellschaft und Autor des Buchs "Das Geheimnis der deutschen Atombombe". Mehner ist überzeugt, dass die Deutschen und nicht die Amerikaner die erste Atombombe bauten. Und dass die noch immer unter thüringischer Erde schlummern könnte.

Der Autor schlängelt sich geschickt durch belegbare Fakten, um sie dann mit reichlich Interpretation anzufüttern. So gilt als sicher, dass in den vierziger Jahren Atomforscher um Kurt Diebner und Walther Gerlach im benachbarten Stadtilm ein Forschungslabor unterhielten, um der Atomenergie auf die Spur zu kommen.

Auch ließen DDR-Offizielle 1962 Zeitzeugen vernehmen, die im März 1945 Atomtests auf dem Übungsplatz gesichtet haben wollen. So versicherte Cläre Werner, inzwischen verstorbene Verwalterin der benachbarten Veste Wachsenburg, sie habe am 4. März 1945 gegen 21.30 Uhr ein gleißendes Licht gesehen, hell "wie Hunderte von Blitzen" - innen rot, außen gelb. Dann sei eine mächtige Sturmböe über die Berge gefahren. Am nächsten Tag hätten sie und andere Menschen in der Umgebung Nasenbluten, Kopfschmerzen und Druck auf den Ohren gehabt. Am 12. März um 22.15 Uhr habe es erneut gekracht.

Was dort explodiert war, fand nie jemand heraus. Doch die Indizien reichen Mehner und Gesinnungsgenossen als Beleg, dass Hitler im Tal an der Bombe bauen ließ - und dass Einzelexemplare womöglich noch dort herumliegen.

Die These beschäftigte neben dem Militärischen Abschirmdienst allen Ernstes auch den thüringischen Staatsschutz. Wochenlang ging ein Ermittler allen erdenklichen Hinweisen nach - ohne Ergebnis.

Auch schon die DDR-Führung kannte die Legenden und ließ ihre Staatssicherheit im Jonastal schnüffeln. Der Stasi-Ermittler Paul Enke etwa verbrachte sein halbes Leben mit der Suche nach dem Bernsteinzimmer, sein Weg führte ihn auch ins Jonastal. Enkes Fazit: Die intensive Suche in Archiven habe Hinweise auf Kunstschätze ergeben, "die von Ostpreußen nach Thüringen verbracht" wurden. Dabei bringt Enke an zentraler Stelle die Ruine des letzten Führerhauptquartiers ins Spiel.

Gefunden hat der inzwischen verstorbene Stasi-Mann freilich weder die kostspielige Wandverkleidung aus Zarskoje Selo noch irgendetwas anderes, was sich zu Geld machen ließe. Seine Hinweise sorgen jedoch bis heute mit für den Run auf die Stollen im Muschelkalk - der den Freistaat Thüringen schließlich dazu nötigte, Ende 1991 jene Eingänge zumauern zu lassen, die nicht schon von der SS und den Alliierten gesprengt worden waren.

"Selbst Bohrungen in den Stollen haben nichts ergeben", versichert Dieter Zeigert, Autor des Jonastal-Buchs "Hitlers letztes Refugium". Zeigert war fünf Jahre lang Kommandant des Truppenübungsplatzes und kennt jeden Stollen und jeden Betonrest, der im Gebiet aus dem Boden ragt. Er glaubt nicht, dass die Gewölbe noch irgendetwas von Interesse enthalten.

Doch auch sein Urteil kann die Geheimnis-Freaks aus Deutschland nicht bremsen. Regelrechte Expeditionen verabreden sich auf der Internet-Seite www.schatzsucher.de - dabei reichen manchen Leuten schon zwei Plastikstäbe, ein Dübel und ein Stück Draht, um Schätze von Weltrang zu finden. Zusammen ergeben sie eine passable Wünschelrute, mit der Martin Stade - Autor des Buchs "Vom Bernsteinzimmer in Thüringen und anderen Hohlräumen" - gern Geschichtsinteressierte durch das Jonastal führt. Stade, selbstverständlich Beisitzer im Vorstand der Jonastal-Gesellschaft, hat Wissen, das sonst niemand hat.

Auf einem unscheinbaren Parkplatz im Tal etwa schlägt seine Rute regelmäßig aus: Stade glaubt, in den Bunkern unter dieser Stelle habe Hitler Ufo-ähnliche Flugscheiben entwickeln lassen - "im Volksmund Reichssuppenschüssel genannt". 174 davon wähnt er noch unter der Erde.

Stade glaubt auch, dass des Führers Telefonanlage im Stollensystem noch am Netz hängt. Er ist sogar ganz tief in die Archivalien der Reichspost abgetaucht - und dort will er auch die Nummer gefunden haben. Es ist die 03624-1200500.

Die Nummer ist erreichbar. Nur ist beim Führer dauernd besetzt.

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Nicklas
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #12 - 25.08.03 um 22:19:21
 
Den Text kenne ich. Ist schon gut geschrieben wie sich manche dort aufführen. Mich pers. Interesiert nur die BAuart der Stollen und Anlagen. Schon bemerkenswert was da in kürzester Zeit geleistet wurde.

Zitat:
In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs nämlich hatten Hitlers Getreue im Jonastal tatsächlich ein komplexes Netz aus unterirdischen Gängen und Gewölben anlegen lassen. Es sollte das letzte Führerhauptquartier werden. Tausende KZ-Häftlinge mussten 25 Stollen in die Muschelkalkfelsen treiben. Dazu bauten sie auch einen Bunker, mehrere Stockwerke tief, der, voll gestopft mit Technik, als Nachrichtenzentrale dienen sollte.



Wo die 25 Stollen sind weiß ich ja, aber kann mir jemand verraten wo ich nach dem mehrere Stockwerke tiefen Bunker schauen müsste.
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RagnarT.
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..freue dich und lächle,es
könnte schlimmer kommen

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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #13 - 27.08.03 um 12:33:23
 
Noch ein Wort zu dem nicht vorhandenen angereicherten U-235, welches für die "Bombe" notwendig war:
Vor Portsmouth wurde seinerzeit ein deutsches U-Boot (Ich glaube U 234) aufgbracht, das neben anderen Spezialitäten auch 500 kg Uran-235 für eine japanische Nuklearbombe an Bord hatte.
Schon seit einiger Zeit wird vermutet, daß die Japaner das U-235 dann doch noch bekommen hätten, allerdings von oben. Die beiden Atombombenkörper sollen angeblich aus dem Jonastal stammen.
Beste Grüße
Ragnar
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Re: ZUGANG IM JONASTAL - AWO_SIII_OLGA_Berich Jonastal
Antwort #14 - 27.08.03 um 13:13:04
 
Und genau das ist die Gefährlichkeit von Halbwissen!!! (ich meine Ragnar T), es war kein reines Uran 235!!

Es war eine halbe Tonne Uranoxid, das ist beim besten willen kein reines Uran! Aus so einer Menge hätte man soweit ich weis ca. 800 bis 1000 Gramm reines Uran 235 herstellen können. 500 Kg reines Uran würden doch eine nicht unbedenkliche Strahlenquelle darstellen!!!

Es ist durchaus möglich das es in deutschland genug waffenfähgies Uran gab das für ne A-Bombe gereicht hätte, aber:
Auch wenn es einem immer so vermittelt wird, ist es nicht damit getan 20-40kg Uran zu haben. Man muß eine exakte Sprenganlage haben die die Hälften zu ner kritischen Masse zusammenbringt oder aber die ne Neutronenquelle einbringt.
Das ist auch mal eben so gesagt, es bedarf komplizierter Berechnungen und eigentlich auch Versuchen bis man es schafft ne A-Bombe zu bekommen, die Amis haben ja auch net ihre erste Bombe gleich auf Japan geworfen. (Kommt jetzt nicht damit das man im Jonastal ne A-Bombe gezündet hat....).


Nur weil die deutsche Technik zu der Zeit "wirklich großartig" war, muß das doch net heißen das andere Länder nichts geschafft haben, es kam doch nicht alles aus Deutschland. Der Leithammel und sein Stab war doch immer kritisch gegenüber technischen Neuentwicklungen wie Raketen oder der A-Forschung!

Das erste Strahltriebwerk kam aus Großbritannien, die A-Bombe aus den USA, die erste strategische Mittelstreckenrakete aus Deutschland.

Gruß
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« Zuletzt geändert: 27.08.03 um 16:35:59 von Pfeiler »  

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