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Tiefenerdbeben (Gelesen: 16622 mal)
alvaricus
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Tiefenerdbeben
26.08.03 um 11:34:22
 
moin;
aus "wissenschaft.de: "Die seismischen Wellen tiefer Erdbeben können weitere Erdstöße in einigen hundert Kilometern Entfernung hervorrufen. Dieser Effekt war bislang nur bei flachen Beben bekannt. Das berichten amerikanische Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature (Bd. 424, S. 893 u. 921).
...und so gehts weiter:
"Erdbeben, die in mehr als hundert Kilometern Tiefe auftreten, sind auf solche so genannten Subduktionszonen beschränkt. Wodurch sie ausgelöst werden, ist noch umstritten."

Warum wohl?  Weil die Annahme der festen Erdkugel mit ihrer Dichte eigentlich diese Versätze an Materie nicht zulassen. Da reicht auch eine langsam nach unten driftene Platte als Auslöser nicht aus..ich glaub da eh nicht dran Zunge..   ...doch weiter:

"Der Geophysiker Harry Green von der University of Riverside vermutet jedoch, dass in diesem Falle eine plötzliche Umwandlung der Kristallstruktur vom Mineral Olivin zu Spinell die Ursache war. Bei anderen Mechanismen, die von Forschern in Erwägung gezogen werden, dauert es Modellen zufolge wesentlich länger, bis ein Folgebeben auftritt."

Ich frage mich hierbei nur wie die Übertragung unmerklich bei der angenommen Tiefenstruktur stattfinden soll und dann punktuell in ähnlicher Tiefe zu einem weiteren Erdbeben führt. Ich sehe hier einen Widerspruch der "Annahmen" da die Umwandlung nur in Subduktionszonen stattfinden soll und dort zu einer seismischen Übetragung führt, die in 300 Km Entfernung auch auf eine kristalline Umwandlungszone trifft..???, welche aber demnach ausserhalb der direkten Subduktionsdrift liegt... Also womit soll dieser Dominoeffekt eigentlich funktionieren? ich glaube das ist Müll was die Forscher da so zu Papier bringen. Aber unser Weltbild muss ja irgendwie stimmen...


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asgardman
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Beiträge: 11
Re: Tiefenerdbeben
Antwort #1 - 31.08.03 um 22:54:05
 
Ich hab da ne Idee.

Wenn wir von der Hohlkugel ausgehen und auch davon ausgehen, dass das Beben dadurch entstanden ist, dass eine Platte abwärts driftet, dann könnte es doch sein, dass diese abwärts driftende Platte eine Paltte auf der Innenseite bedrängt, die sich spannt und weiter entfernt dann im Erdmantel ein weiteres Tiefenbeben bewirkt.

Nur so als Einwurf, bin grad im Stress Smiley

Gruß,

Asgi
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alvaricus
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #2 - 01.09.03 um 09:01:50
 
hallo asgardman:
ich sage ja, ..die Beben sprechen eher für einen Hohlkörper, denn die Masseannahme einer Vollkugelerde würde diese Erdbeben bedingt durch die vermutete Dichte eigentlich nicht zulassen. Erst bei einer hohlen Erde wäre die Dichte nicht so bedeutsam und könnte diese Tiefenerdbeben produzieren. Aber eine hohle Erde setzt für mich eine expandierende Erde voraus, die keine schwimmende Platten besitzt die abtauchen (Subduktion) oder aufschieben (Obduktion) sondern die erkaltete Kruste der Erdoberfläche reisst wie eine Asphaltdecke bei großer Hitze an ihren Schwachstellen auf und bildet somit die Trennlinie zwischen den Kontinenten. Die höher gelegenen Flächen waren somit weniger Widerstandfähig als die tieferen. Die Erdbeben sind Folge eines sich aufbauenden Drucks der sich entweder durch Vulkanismus entlädt oder halt durch Beben.
Aber selbst wenn eine Platte abtauchen sollte (was ich nicht glaube, und wenn dann geschieht das nur partiell am untern Krustenrand) würde sie dieses im unmittelbaren Oberflächenbereich tun und dann wären es (hypothetisch) immer noch 800 bis 1000 Km zur gegenüberliegenden auf der (hypothetischen) Innenseite. Da würde meiner Meinung kein Zusammenhang mehr bestehen. Aber den Gedankenansatz finde ich dennoch nicht schlecht, weil bei einer anderen Masseannahme eine reflektierende Wirkung ohne das Abtauchen einfach nur durch den Entladungsvorgang des Überdrucks entstehen könnte ...  ??
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Cruser
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #3 - 03.09.03 um 19:35:41
 
SOSO
Subduktionszonen wurden aber schon mehrfach bewiesen!
Ich könnte dir sehr viele Beispiele nennen die auf eine Subduktionszone hinweisen.
Allein schon der Vulkanismus ist ein Beweis für Subduktionszonen!
Man kann aber auch den Grad herrausfinden wie die Subduktionszone einfällt, denn da die abtauchende ozeanische Platte mit der kontenintalen reibt gibt es an der Nahtstelle Erdbeben die mit weiterer Entfernung vom Tiefseegraben immer Tiefer stattfinden.
Diese Erdbeben werden dort zu Tausenden registriert.
An Passiven Rändern, an denen ozeanische mit kontinentaler ohne subduktionszone übergeht gibt es kein Vulkanismus und keine Erdbeben und Tiefenerdbeben.
Hier die Erdbebenzone verschiedener Subduktionszonen:
...

hier sieht man das links von südamerika der Meeresboden sehr jung ist, je röter desto jünger. Am pazifischen Rücken wird sehr schnell gespreizt und die Platte verschwindet auch sehr schnell unter Südamerika.
...

Aber ihr seit ja Fanatiker, euch aknn man durch nichts überzeugen, so scheints.
So isses aber überall. Ich war mal auf ner Seite da wollt ener den anderen beibringen das die Erde maximal 10000 Jahre alt sein kann und hatte auch wie ihr Argumente dafür gebracht.
Es gibt noch emrh solche Fanatiker die sich irgendwas ausdenken weil sie das normale Weltbild zu langweilig finden.

Gruß,
Cruser
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LOKI
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KOYAANISQATSI

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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #4 - 03.09.03 um 20:28:42
 
Grüß dich cruser!

>>Aber ihr seit ja Fanatiker, euch aknn man durch nichts überzeugen, so scheints. Es gibt noch emrh solche Fanatiker die sich irgendwas ausdenken weil sie das normale Weltbild zu langweilig finden.<<

Und warum "verschwendest" du deine Zeit auf einer HP auf der es sowieso nur "Fanatiker" gibt "die sich von nichts überzeugen lassen"? ??? ???

Loki





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Cruser
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Skeptiker

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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #5 - 03.09.03 um 20:39:32
 
Vielleicht liegts daran das es mich amüsiert was ihr euch da so ausmalt. Oder isses die Enttäuschung das es auf der Welt Leute gibt die die Wissenschaft für Müll hält und sich durch irgendwelche Theorien ein anderes Weltbild ausmalt.

Gruß,
Cruser
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Zak
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and the alien mindbenders

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Hohle Erde
Re: Tiefenerdbeben
Antwort #6 - 03.09.03 um 20:53:24
 
hallo cruser

vielleicht hast du auch ein problem damit, sonst wuerdest du dich nicht so reinsteigern.

ich gehe jetzt mal von mir aus. diese forschung im (grenz)wissenschaftlichen bereich ist mein hobby, ich mache das in meiner freizeit. mir bereitet es keine probleme wenn andere ein anderes weltbild als ich habe, aber ich will fuer mich selber erforschen, erkennen und glauben.
wenn man sich das allgemeine weltbild anschaut und mal etwas tiefer taucht kommen immer ungereimtheiten ans tageslicht, die man hinterfragen sollte. es ist natuerlich immer leichter die anderen als fanatiker, paranoide oder spinner abzustempeln. wer aber die augen offen haelt der wird auch immer wieder erkennen wie leute die eine machtposition inne habe diese natuerlich behalten wollen und auch mal gerne unsaubere tricks einsetzen.

wie du vielleicht in dem anderen thema nachgelesen hast, ist es fuer mich nicht ausschlaggeben ob die erde nun hohl ist oder nicht. ob sie expandiert oder nur einfach die platten vor sich herschiebt.
es geht darum sich allgemein kritsch mit dem ausseinander zu setzen was uns einfach als tatsachen vorgesetzt wird. wenn ich also den weg ueber dieses thema gewaehlt habe ist das meine persoenliche einstellung den dingen auf den grund zu gehen. sonst koennte ich auch einfach nur nachzuplappern damit ich (theoretisch) ruhig schlafen kann!

gruesse, zak
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"Eine Gesellschaft, die ein klein wenig Freiheit aufgibt für ein klein wenig Sicherheit, verdient beides nicht und wird beides verlieren." Benjamin Franklin
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LOKI
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KOYAANISQATSI

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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #7 - 03.09.03 um 20:59:39
 
Grüß dich cruser!

>>Vielleicht liegts daran das es mich amüsiert was ihr euch da so ausmalt.<<

Vielleicht würde dich dein eigenes Umfeld ebenfalls "amüsieren" wenn du nicht so lange und so oft auf "fanatischen Seiten" surfen würdest. Vielleicht könntest du die Zeit nutzen um dich mit Freunden zu "amüsieren". Oder dein Umfeld besser kennen zu lernen. Nur so ein Tip am Rande. Zwinkernd

Loki
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alvaricus
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #8 - 04.09.03 um 08:58:13
 
hallo cruser,
also zu deiner netten Profilzeichnung: und zu deiner schönen Karte :   Die seismischen Messungen sind Tatsache, aber hast du dich schon mal gefragt ob die Profilsicht der seismischen Aktivitäten an den Plattenrändern eine definitive Aussage darüber ist, ob hier eine Subduktion vorliegen muss? Stell dir doch nur mal vor, die Ursache läge in einer Expansionsdrift dieser labilen Krustenabschnitte,  dann wäre doch der Ablauf ein ganz anderer und die Zeichnungen könnten dann umgekehrt ihren Dienst leisten. Also wenn du Beweise nennen kannst, die nicht auf Auslegung beruhen (so wie diese Zeichnungen -  die sagen zur Tektonik nämlich garnix aus) dann bin ich da mal sehr gespannt. Ich sehe den Vulkanismus überhaupt nicht als Beweis an... da bin ich auch gespannt, wie du das erklären willst. Wir haben in diesem Forum schon oft über Expansion vs Plattentekt. diskutiert oder gefaselt - aber wenn ich mir die Beiträge nochmal durchlese finde ich keinen Beweis oder nur ansatzweise Etwas worüber ich nachdenken musste...Beweis heisst: Ausschluss von Annahmen, Ausschluss von Experimenten der Annäherung durch Annahmen.
und jetzt nochmal eine wichtige Frage an die Tektoniker:
wenn es einst Pangäa gab (für mich ist das völliger Blödsinn!) so muss doch einst in der Geburtszeit dieses Urkontinents dieser angefangen haben seine Masse durch Subduktion (Aufschmelzung) nach allen Seiten hin zu verlieren. Wenn ich die heutige Beschaffenheit der Kontinente zurückrechne und den Masseverlust aufaddiere, den diese über Jahrmillionen durch Aufschmelzung und durch Erosion abgegeben haben kommt ein "Mons Olympus" hoher Kontinent Pangäa zustande, der ein derartiges Ungleichgewicht der Erde erzeugt hätte, dass diese in die ewigen Jagdgründe geeiert wäre ...überleg doch einfach mal! das passt doch hinten und vorne nicht. Auch die Plattentektonik unterliegt einer globalen Erosion hinsichtlich ihrer Funktion. Wir haben hier kein ausgeglichenes Verhältnis zur angen. Obduktion somit gehen die Vorgänge nicht auf ... aber erklär mir mal,ich bin gespannt ...wie die Fanatiker der "irgendwann alten Lehre"  argumentieren.
und auch noch : wieso gehst du dann nicht auf die eigentliche Problematik der Tiefenerdbeben ein, nämlich die punktuelle Übertragung der seismischen Aktivitäten über viele hundert Kilometer in einer Tiefe in der laut Masseannahme eigentlich nur noch Umwandlungen in andere kristalline Formen die Tektoniklehre stützen könnten. Wie soll bei der angenommenen Temperatur und Beschaffenheit eine Übertragung stattfinden?
übrigens: das normale Weltbild ist nicht langweilig sondern falsch! Aber das sehen die Vertikalnicker ja anders..
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Cruser
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #9 - 04.09.03 um 17:31:57
 
Hallo

Ich weis ja nich wie du auf die Rechung kommst das es mal einen Olympos Mons hohen kontinenten Pangäa gab.
Pangäa war ein riesieger Kontinent umgeben von einem riesigen Ozean.
Warum sollte er seine Masse durch Subduktion verlieren?
Es kann nur ozeanische Kruste subduziert werden! Kontinentale Kruste besteht aus leichtem Gestein und kann nicht in den dichteren Mantel eintauchen. Wenn zwei kontinente aufeinanderprallen entstehen riesige Gebirgsketten wie der Himalaya!
Wie erklärst du dir zB Meersedimente auf Berggipfeln im Himalaya? Und warum stehen sie senkrecht und liegen nicht wagrecht?  Schockiert/Erstaunt
Ganz einfach, bevor Indien auf Asien krachte befand sich dort eine Subduktionszone( Beweis: Tertiäre Vulkanite in Tibet).
An der Naht wurden die Tiefseesedimente vor der Subduktion teilweise abgeschabt und es entstand hinter der Subduktionszone eine Sedimentfächer, nun kam Indien auf Asien und schob die Sedimente zusammen und faltete sie nach oben, dabei wurden sie gedreht und senkrecht gen himmel gedrückt.
Nun war die Subduktion von ozeanischer Kruste zu Ende und der Vulkanismus endete dort im Tertiär.
Wie erklärt ihr euch das, dass die Sedimente senkrecht und nicht wagrecht dort sind? Warum hörte der Vulkanismus im Tertiär dort auf?  Augenrollen

Gruß,
Cruser
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alvaricus
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #10 - 05.09.03 um 08:07:34
 
also cruser:   eine Drift der Bestandteile eines ehemaligen Urkontinents Pangäa beinhaltet eine Subduktion der Plattenränder (ozeanische Kruste)
an Pangäa und eine "erhebliche" Erosion der dahindriftenden Kontinente. Wie kannst du die Erosion einfach negieren. Nur ein expandierender Erdkörper lässt die Kontinente in ihrer Ursprungsform (deshalb passt das Puzzle heute noch). Und ausgehend von einer expandierenden Erde, die demnach einst logischerweise kleiner war, sagen wir einfach mal die Erde war einst halb so groß, müssen wir uns die Frage stellen, wo sich einst das auf der Erde vorhandene Wasser gewesen sein musste? Die Antwort lautet: Auf der Erde : Das vorhandene Wasser hat einst die wesentlich kleinere Erde vollständig bedeckt. (Anm.: heute reicht das vorhandene Wasser aus die Erde 2500m hoch zu bedecken) Daher finden sich auch die Meeresablagerungen im Himalaya wieder und sie stehen senkrecht weil das Himalaya durch Expansion einer dynamischen Obduktion unterlag und die Meeressedimente nach oben hin aufbrachen. Der tertiäre Vulkanismus ist ein mit dem heutigen nicht vergleichbarer, da er weitaus aktiver einzuordnen ist als der heutige. Das liegt an der langsam auskühlenden Erdkruste und der nachlassenden Expansionsdrift der Erde.
Also ich finde, die Expansionslehre erklärt die von dir genannten Phänomene sehr viel besser als dieser Tektonikkram   Zunge   und ich vermisse immer noch eine Erklärung für die Erosionsreduktion zu einem eigentlich superhohen Pangäa und die Erklärung der Tiefenerbebenübertragung.
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Cruser
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #11 - 05.09.03 um 16:21:56
 
Hallo,

erstmal zu der Erosion. Klar das der Urkontinent Pangäa auch unter Erosion stand wie heute die Kontinente. Ich weis nicht, wie stark du glaubst das der Kontinent erodiern müsste.
Klar das die Sedimente ins Meer gespült werden, dort werden sie entweder angelagert oder subduziert. Aber der Kontinent selbst wächst ja  wieder durch Magmaintrusionen(Magma das wenige km unter der Oberfläche stecken bleibt und nicht zum Vorschein kommt aber die Landmassen darüber hochdrückt). Durch Erosion kommen solche Kammern an die Oberfäche wenn sie abgekühlt sind. zB ist der ganze Schwarzwald zusammen mit den Vogesen eine uralte Magmakammer.
Achja, siehst du auf wenn du auf die Karte blickst das sofort alle Kontinente zusammenpassen, ich seh nur das Afrika mit Südamerika zusammenpasst und Nordamerika an Europa lag. Dort sind die Spuren aber ganzschön verwischt.
Zur Zeit des Tertiär war der Vulkanismus (bis auf ein paar seltene Ausnahmen) nicht stärker als der heutige, er verlagert sich nur mit den Subduktionszonen.
"Der tertiäre Vulkanismus ist mit dem heutigen nicht vergleichbar"--> Das ist bis auf ein paar kleine Ausnahmen, die aber heutzutage auch passieren können, der selbe Vulkanismus mit den selben Vulkantypen und in etwa der selben Vulkanmenge.
Sehr staren Vulkanismus gabs zur Kreidezeit, zur "Super Plume Zeit", einen Superplume kann es aber durchaus auch in der Zukunft geben.

Der Himalaya ist das jüngste und  höchste Faltengebirge der Erde, wieso gibt es nur dort die Meeresablagerungen(sie sind ca.40mio Jahre alt) und nicht in dem niedrigen Deutschland?

Im Nordosten Arabiens gab es eine Subduktionszone die in einer Obduktion endete. Hier schob sich eine ozeanische Platte unter die andere, doch dann kam die kontinentale Platte und beim unterschieben unter die ozeanische hob es sie nach oben und die ozeanische liegt mit 45° Neigung an der oberfläche. Man hat dort einen schönen Blick in das innere einer Ozeanischen Kruste. Wie entsteht das deiner Meinung nach?

Nun zu den Tiefenerdbeben.
Zwischen dem Olivin und dem Spinell gibt es eine Übergangsphase in der der heise sich bewegende Mantel in Ruhe sich umwandeln kann(bei langsamer aber stetiger Bewegung) Nun taucht hier die Platte ein und in ihrem relativ noch kühlem inneren durchtstreift sie diese Grenze. Unter der Grenze ebsteht sie in ihrem Inneren teilweise immernoch aus Olivin das hier unter diesem starken Druck mit ungeheurer Gewalt geändert wird. Dies erzeugt die Beben.

Noch was zum Tertiären Vulkanismus. Vor allem in Deutschland hat vom Tertiär an der Vulkanismus stark nachgelassen, das liegt zum Teil aber auch daran das die Alpen zum Ende ihrer Entstehung kommen.
Es ist dennoch möglich das am Oberrheingraben(ein kontinentales Rift System, der Graben senkt sich jährlich um 1mm ein und die beiden Seiten entfernen sich im Jahr um 1/2mm) Vulkane entstehen könne. Unter dem Oberrheingraben ist aufgrund der Absenkung und Ausweitung eine Ausdünnung der Kruste entstanden die es erlaubt größere Mengen Magma entstehen zu lassen. Es braucht aber mehrere Faktoren die ein durchbruch des Magmas erlauben.
An mehreren Stellen gab es solche Durchbrüche: Am Kaiserstuhl, und am Vogelsberg. (mal von den kleineren abgesehen(Odenwald, Vogesen, Schwarzwald))
In wenigen Million Jahren wird der Vulkanismus wahrscheinlich wieder stärker werden und neue Flutbasalt Episoden kommen....

Gruß,
Cruser
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Cruser
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #12 - 05.09.03 um 16:44:01
 
achja nochwas.
Die Vulkane über den Subuktionszonen speien auserordentlich viel Wasser aus.
zB in Südamerika.
Dort fand man herraus das die Vulkane das Wasser des pazifischen Ozeans auspeien, das Wasser gelangt durch Subduktion in den Mantel, löst dort partielle Schmelzen aus udn wandert dann an die Oberfläche und kommt in Vulkanen zu Tage.
Auch die Meeressedimente werden teilweise subduziert und kommen in den Vulkanen an karbonatreichen Magma zutage und es wird viel Stickstoff ausgespuckt.

Vulkane die nicht an Subduktionszonen stehen speien nicht mal 10% soviel Wasser aus.

Woher kommt das Ganze Wasser in den Subduktionszonenvulkane? Warum zeigen sie Spuren maritimen Lebens?

Gruß,
Cruser
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #13 - 06.09.03 um 12:46:42
 
M Smileyin,
also zunächst zur Pangäaerosion : ich finde du negierst weiter, da die die Passgenauigkeit der Kontinente schon da ist (am Atlantik stimmst du ja zu ) und ein (überleg mal wie lange wirklich), ein Kontinente verschiebender, Prozess diese eigentlich stark verändert haben müsste. Die Erosion ist auch bei einer expandierenden Erde nicht wegzudenken und gleiches gilt ebenso für den Vulkanismus. Auch sind die Mechanismen für vulkanische und geologische Prozesse die gleichen. So ist es zwar lehrreich zu erfahren ,was es mit dem Schwarzwald und den Vogesen auf sich hat, von mir aus können wir den jüngeren Vulkanismus des Kaiserstuhls und des Massiv Central auch noch besprechen (da trau ich dir auf jeden Fall mehr Kompetenz zu) -
, aber hat das etwas mit dem eigentlichen Auslöser der beiden Prozesse zu tun: kann nicht ebenso eine Expansion des Erdenkörpers diese Prozesse einleiten und jegliche Phänomene adäquat erklären?
Auf deine Argumente eingehend:
In Deutschland finden sich ausreichend Zeugen verschiedenster Vegetationsstufen und Meeresfossilien..
wie auch in der Sahara, Australien und Nordamerika. Das Meer ist überall nachweisbar. Auch eine Expansionsdrift der Erde beinhaltet geologische Prozesse die solche Spuren verbergen oder zu Tage bringen.
Zum Nordosten Arabiens : Wenn eine ozeanische Platte oder ich sag einfach mal Kruste durch Expansion hochgedrückt wird (Obduktion mit Expansionsmotor) dann hat man genau diese Einblicke. Ich will jetzt nicht mit dem alten Lederfussball anfangen - aber... es sind Vorgänge die Krustenstrukturen aus dem Meeresspiegel herausdrücken und diese Struktur dann aufzeigen.
Nun zu deiner Erklärung Tiefenerdbeben: Hä?? wo ist da die Erklärung der punktuellen Übertragung? wenn ich es richtig verstanden habe taucht die Platte unter eine andere ab und erzeugt auf der ganzen abtauchenden Fläche punktuell Beben und daneben halt nicht.. Also ich denke eine expandierende Erde erklärt diese Beben besser aufgrund der unterschiedlich labilen Struktur der Erdkruste. (aber eventuell habe ich das nicht richtig verstanden...)
Dann zum Vulkanismus (da bist du ja Fachmann) ... ich sehe zu diesen Vorgängen keinen Widerspruch zur Expansionslehre (wieder einmal), denn ,wichtig, auch eine expandierend Erde beinhaltet Prozesse der Absenkung bestimmter Landmassenbereiche und partielle Subduktion bestimmter Krustenabschnitte. Wobei die Fläche der Obduktionsprozesse eine angenommen größere im Vergleich zur Tektóniklehre ist.
...und dann noch zu deinem Nachschub: umgedacht sind Subduktionszonen besonders labile Krustenabschnitte in denen die Erdkruste aufreisst oder aufplatzt... im Zeitraffer betrachtet.. hier haben wir es mit der grössten Wahrscheinlichkeit zu tun das Meereswasser in die Prozesse der durch diese Struktur entstandenen Vulkane gelangt... also gleiche Argumentation für eine andere Grundvorausetzung   
und nu wieder Du...
(monday back)
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Re: Tiefenerdbeben
Antwort #14 - 07.09.03 um 19:03:04
 
Hallo,
Mal zu den Meeresablagerungen,
die deutschen Meeresablagerungen sind über 100mio Jahre alt, die des Himalayas nur ca die hälfte. Müsste es daher in Deutschland nicht noch jüngere Ablagerungen geben, zumal wir auch sehr viel tiefer liegen?

Wie soll deiner Meinung nach die Kontinente aussehen wenn die Erosion so stark sein soll wie du meinst? Doppelt so breit und nur wenige Meter hoch?

Die Überschiebung im Nordosten Arabiens liegt auf der kontinentalen Platte auf und fällt zum Norden hin ins Meer ab, ich finde das ist das beste Bild für eine ehemalige Subduktionszone.

Zu den Tiefenerdbeben:
In der oberen Zone 0km-200km einer Subduktionszone entstehen die Beben durch Verhackungen der aufeinandertreffenden Platte.
In der mittleren Zone von 200km-500km beginnt die Ausscheidung von Wasser, es löst partielles Schmelzen aus, es entstehen Gesteinsschmelzen die aufsteigen und Vulkanite und Plutonite entstehen lassen. In dieser Tiefe werden die mitransportierten Tiefseesedimenten aufgelöst und im Magma mit nach oben transportiert.
in der tiefen Zone 500km-600+km wird nun die verbliebene Kruste und Lithosphäre enormen drücken ausgesetzt. Die Lithosphäre ist im vergleich zum umgebenden Mantel sehr viel kälter wird nun aber von außen nach innen umgewandelt Olivin->Spinell. Die Lithosphäre durchstreift die Übergangszone, die Drücke werden immer größer. Nun vermutet man das manche Olivin bereiche plötzlich in Spinell umgewandelt werden und durch dieses kollabieren eine Schockwelle entsteht(ein Teifenerdbeben). In Laborversuche konnte man winzigen Olivin proben solchen Drücken aussetzen und dabei sehen wie die olivin Kristallstruktur zertrümert wird und daraus Spinell entsteht.
...

Nun zu deiner Subduktions-Vulkan Erklärung.
Wie? Nach deiner Erklärung läuft also Wasser durch Spalten in den Erdmantel und kommt dann in Vulkanen wieder raus? Na ja so logisch klingt das nicht. Zumal die Vulkane 300km-400km hinter der Subduktionszone liegen. Wie kommen dann nach dieser Erklärung Tiefseesedimente in die Vulkane? Laufen die auch durch Spalten zusammen mit dem Wasser in die Tiefe?

Hier eine Animation zum großen Erdbeben an der Juan-de-Fuca Platte. Durch das Abtauchen verklemmte sich der Bereich an der Küste und wurde dadurch im Inland um mehrere Meter gehoben, dann löste sich diese Verklemmung und in einem Beben sackte das Inland wieder ab und die Küste stieg mehrere Meter aus dem Wasser.
...

Gruß,
Cruser
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