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Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung (Gelesen: 14597 mal)
Asgard
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Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
23.09.03 um 10:49:08
 
Die Fahrt des Kreuzers Moltke in die Polöffnung, Fakt oder Fake?

Vor kurzem fand ich einen sehr interessanten Bericht über die Fahrt des Kreuzers Moltke in die hohle Erde, in dem Buch, Die innere Welt, das Geheimnis der schwarzen Sonne von Jan Udo Holey, S.132. Interessanterweise wir hier auch detailliert die Nordpassage in die hohle Erde beschrieben. Es geht in dem Bericht um die Reise des deutschen Kreuzers Moltke welcher zufällig einige hundert Kilometer am Nordpol ins Erdinnere fuhr. Im Jahr 1922 verarbeitete einer der Schiffsoffiziere, Leutnant von Tirpitz, seine Erfahrungen auf dieser Reise, in dem Buch ,Die Memoiren des Großadmiral Tirpitz.  Leider war dies eines der Bücher welches im Jahr 1936 der Verbrennung durch die Nationalsozialisten zum Opfer viel. Ich habe mal versucht dieses Buch aufzutreiben. Leider fand ich bisher nur die überarbeitete Neuauflage und dort stand leider nichts über die Fahrt der Moltke drin.
Doch nun auszugsweise zum  Fahrtweg der Moltke in Holeys Buch:

Im März 1913 verließ der deutsche Kreuzer Moltke den Kieler Hafen für eine streng geheime Mission. Es ging darum die Nordwestpassage zu finden. Ebenso wie andere Länder versuchte Deutschland  einen Weg durch die Beringstraße zum Pazifik zu finden. Der drohende Krieg machte es notwendig, die Sache geheim zu halten. Das Schiff stand unter dem Kommando von Kapitän von Jagow. Leutnant von Tirpitz befand sich ebenfalls an Bord. Die Moltke fuhr unter Kapitän von Jagow zuerst nach Island. Dann ging es an der Südspitze von Grönland vorbei in nordwestliche Richtung, entlang der Westküste Grönlands zum kanadischen Baffin Island. Ende Mai ging das Schiff vor der Nordküste von Baffin Island, etwa 70 Grad Länge und 60 Grad Breite vor Anker, um auf die Eisschmelze zu warten. Innerhalb von zwei Wochen öffnete sich statt der besser bekannten westlichen Route im Lancaster Sund, die als Nordwestpassage bekannt ist und zum ersten Mal 1903 von Roald Amundsen erwähnt wurde, eine Fahrrinne durch das Eis, die nach Norden ging. Das Eis brach und ermöglichte der Moltke die Fahrt in die offenen Gewässer weiter im Norden. Die offene Fahrrinne nach Norden war breiter als die Deutschen es erwartet hatten. Während sie weiterfuhren, verbreiterte sich die Rinne immer mehr. Schließlich sah man bis zum Horizont nur noch offenes Meer. Ende Mai fuhr das Schiff immer noch in wärmeren Gewässern. In der Luft flogen Wanderdrosseln und auf den Inseln an denen man vorbei kam, konnte man Renntiere und Schwarzbären sehen, die aus dem Norden kamen. Das deutsche Schiff fuhr langsam weiter, während man ständig die Tiefe maß. Dabei war es 24 Stunden am Tag hell. Dann fiel der erstaunten Mannschaft auf, dass die Sonne tief am Himmel stand und immer tiefer fiel je weiter man fuhr. Ende Juni war sie ganz verschwunden und es herrschte tiefe Dunkelheit. Der Kompass spielte völlig verrückt und der magnetische Norden war nicht mehr auszumachen usw....................

Die Moltke fuhr nicht allzu weit in die Öffnung hinein (ca. 600 Kilometer), jedoch weit genug um Tiere und Pflanzen zu entdecken, die eigentlich seit Millionen Jahren ausgestorben sind. Am 10.Juli begann die Heimreise und am 1.August 1913 lief das Schiff im Heimathafen ein. Wer weiß eventuell mehr darüber.
Nun vielleicht wäre der Reiseweg der Moltke ein Ansatzpunkt für eine Nordpolexpedition?
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alvaricus
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #1 - 23.09.03 um 11:01:35
 
Hallo Asgard,

unter :http://www.zvab.com findest du unter dem Suchwort "Großadmiral Tirpitz" noch genügend dieser Bücher im Original. In dem Inhaltsverzeichnis kann ich aber kein Kapitel entdecken, dass diese Reise enthalten könnte...

Gruß
Alvaricus
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Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
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Segestus
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Syke
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #2 - 03.10.03 um 16:11:05
 
Einiges scheint nicht zu stimmen. Wie in der folgenden Biographie zu lesen
ist, war von Tirpitz bereits seit November 1911 Großadmiral und somit wohl
kaum 1913 Leutnant zur See.

Am 1. April 1865 legte Alfred Tirpitz in Berlin die Seekadettenprüfung ab
(Crew 65) und trat am 24. Juni 1869 in die Preußische Marine ein. Am 22.
September 1869 erfolgte die Beförderung zum Leutnant zur See. Von 1877 bis
1889 war er maßgeblich am Aufbau der Torpedowaffe beteiligt, gehörte zwar
zur Admiralität, war aber zugleich Mitglied der Torpedoversuchs- und
-prüfungskommission, dabei zeitweise Kommandant des Avisos und
Torpedoschiffs Zieten sowie Erster Offizier und dann Kommandant der
Gedeckten Korvette (zugleich Torpedoversuchsschiff Blücher ( 1877 - 1885).
Am 17. September 1881 vorzeitig zum Korvettenkapitän befördert, war er von
Januar 1885 bis März 1886 Dezernent für Torpedoangelegenheiten bei der
Admiralität, anschließend von April 1886 bis April 1889 erster Inspekteur
des Torpedowesens. Von 1885 bis 1887 war er zugleich Chef der
Torpedobootsflottille. Am 24. November 1888 wurde er zum Kapitän zur See
befördert. Von April 1889 bis Mai 1890 war er Kommandant des Panzerschiffes
Preußen, von Mai bis September 1890 führte er das Panzerschiff Württemberg.
Weitere Stationen waren: Chef des Stabes der Marinestation der Ostsee von
Januar 1891 bis Januar 1892, Chef des Stabes beim Oberkommando der Marine
von Januar 1892 bis September 1895 und Chef der ostasiatischen
Kreuzerdivision von Juni 1896 bis April 1897. Während seiner Zeit als Chef
des Stabes bei der Marinestation der Ostsee war er zugleich auch Chef des
Stabes der jährlich zusammengestellten "Herbstübungsflotte". Hierbei
erarbeitete er mit Unterstützung des Kommandierenden Admirals, Freiherr von
der Goltz, die Grundlagen der taktischen Verwendung und den Einsatz der
Flotte, später bekannt als "Dienstschrift IX". Am 13. Mai 1895 wurde Tirpitz
zum Konteradmiral befördert. Im Juni 1897 wurde Alfred von Tirpitz
Staatssekretär des Reichsmarineamtes. Dieses Amt bekleidete er bis März
1916. Mit dem 28. März 1898 wurde er auch preußischer Staatsminister, am 5.
Dezember 1899 folgte die Beförderung zum Vizeadmiral. Mit dem 12. Juni 1903
wurde er Admiral. Die Ernennung zum Großadmiral erfolgte am 27. November
1911. Als von Tirpitz am 15. März 1916 in den Ruhestand versetzt wurde, war
er Träger des Schwärzen Adlerordens (verliehen am 27. Januar 1907) und des
"Pour le Merite" (verliehen am 10. August 1915).

Also wenn Tirpitz diese reise als Leutnant zur See mitgemacht hat, dann kann
sie nur zwischen 1869 und 1877 stattgefunden haben!

Oder könnte es sein, dass hier etwas mit dieser Expedition verwechselt
worden ist? Siehe die Namensgleichheit der Schiffe! 1882-1883 Deutschland
Internationale Polarjahr-Expedition  Überwinterung in der Royal-Bucht in
Südgeorgien (Schiffe: Moltke, Marie)

Ich versuche gerade herauszufinden, ob das Schiff "Moltke", welches 1882
eine Südpolexpedition gemacht hat, bereits zwischen 1869 und 1877
existierte. Wenn dies so ist, spekuliere ich einmal folgendes: Die "Moltke",
übrigens ein Segelschiff (!) unternimmt zwischen 1869 und 1877 mit dem
Schiffsoffizier Tirpitz eine Forschungsreise zur Nordwestpassage. Fünf Jahre
später unternimmt dieses im Eis erprobte Schiff die Expedition nach
Südgeorgien. Da für Jan Udo Holey weder ein Segelschiff noch ein nicht
bevorstehender Krieg interessant ist, wird das ganze auf einen Kreuzer kurz
vor beginn des ersten Weltkrieges verlegt...

Es seien mir noch zwei persönliche Bemerkungen gestattet:

1.    Bei Jan Udo Holey habe ich immer den Eindruck, dass er es erstens
seine Quellen nicht mit einer zweiten Quelle überprüft und er zweitens immer
alles dem Militär zuschustert.

2.    Da ich ja in Kiel wohne, werde ich mal versuchen etwas über die
"Moltke" 1913 in Kiel herauszufinden...

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Syke
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #3 - 03.10.03 um 16:16:02
 
Auch scheint der Kapitänsname "von Jagow" nicht zu stimmen. Wie an dem
folgenden "Lebenslauf" des Schiffes "Moltke" zu sehen ist:

Schlachtkreuzer "Moltke"

Benannt nach Graf Helmuth von Moltke, Preußischer Generalfeldmarschall,
gestorben 1888

Gebaut bei Blohm und Voss in Hamburg, Kiellegung 7.12.1908
Stapellauf 7.4.1910
Indienststellung 13.9.1911
Gesunken in Scapa Flow 21.6.1919
Baukosten 42,6 Millionen Goldmark

Und hier die Kapitäne:

9.1911-1.1913: Kapitän zur See Ritter Mann Edler von Tiechler
1.1913-1.1916: Fregattenkapitän/Kapitän zur See Levetzow
1.1916-9.1916: Kapitän zur See Karpf
9.1916-12.1918: Kapitän zur See Gygas
5.1918-9.1918: Korvettenkapitän Humann/Korvettenkapitän Schirmacher
12.1918-6.1919: Kapitänleutnant Crelinger

Ich möchte hier erneut eine persönliche Bemerkung machen: Das der Name des
Kapitäns nicht stimmt, dies scheint mir auch ein Indiz auf eine schlampige
Recherche zu sein. Leider! Vielleicht stimmt die Geschichte, aber die
nachprüfbaren Fakten Drumherum nicht. Und das stört mich. Den Lebenslauf des
Schiffes habe ich übrigens aus www.deutsche-marine.de
<http://www.deutsche-marine.de>; . Somit kann dies jeder hier nachprüfen. Als
nächstes werde ich versuchen, etwas mehr über den zweiten Kommandanten,
Fregattenkapitän/Kapitän zur See Levetzow, welcher das Schiff in der
fraglichen Zeit, 1.1913-1.1916, führte, herauszufinden.

Eine Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen:

So recherchiert man, Herr Jan Udo Holey...

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Syke
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #4 - 03.10.03 um 17:14:26
 
Wie an der folgenden Einsatzplanung der "Moltke" zu sehen ist, wurde das Schiif 1913 Flaggschiff des 1. aufklärungsgeschwaders. ich glaube kaum, dass man ausgerechnet das flaggschiff abgezogen hat für eine streng geheime operation!!

10.09.1911:   Shipyard trials.
30.09.1911:   Moltke is commissioned.
-01.40.1912:   Training and trials.
11.05.1912:   Together with the small cruiser Stettin , the Moltke leaves Kiel for a visit to the USA.
03.06.1912:   Arrival at Hampton Roads.
08-13.06. 1912:   Visit to New York.
24.06.1912:   Moltke returns to Kiel.
04-06.07.1912:   Escort ot the Imperial Yacht Hohenzollern to Baltischport.
09.07.1912:   Moltke becomes flagship of the 1st Reconnaissance Group.
-Aug 1914:   Fleet services and exercises..
Aug 1914:   Part of the 1st Reconnaissance Group (1. Aufklärungsgeschwader) at the outbreak of the war.
28.08.1914:   Unsuccessful search for British battlecruisers in the German Beight.
03.11.1914:   Operation J1: Coastal bombardment of Yarmouth.
16.12.1914:   Operation J2: Coastal bombardment of Hartlepool.
24.01.1915:   Battle at the Doggerbank against British battlecruisers.
19.08.1915:   Operations near Riga: Hit by torpedo of British submarine E1 28-30 miles west off Irben Strait. Moltke sent to Hamburg for repairs with 450ts water in the ship.
05-06.03.1916:   Operations at the Hoofoten.
24.04.1916:   Coastal bombardment of Yarmouth and Lowestoft.
31.05.1916:   Battle of Jutland: Moltke was hit four times.
-29.07.1916:   Repairs at Blohm & Voß in Hamburg.
19.08.1916:   Unsuccessful raid in the North Sea.
17-20.10.1916:   Unsuccessful raid in the North Sea.
05.11.1916:   Unsuccessful raid in the North Sea.
Sep 1917:   Operations off the Baltic Islands.
17.11.1917:   Unsuccessful raid in the Western North Sea.
23.04.1918:   Unsuccessful raid in the Northern North Sea, heavily damaged near Stavanger.
25.04.1918:   While being towed by BB Oldenburg , Moltke is hit by a torpedo fired by the British submarine E42 , floddings cause 2100 ts water in the ship.
24.11.1918:   Interned at Scapa Flow.
21.06.1919:   Scuttled by own crew.
1927:   Wreck raised.
-1929:   Broken down at Rosyth.
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Segestus
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Syke
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #5 - 12.10.03 um 19:29:53
 
Irgendwie lässt mich dieses Thema nicht los: der Kreuzer Moltke war im
Sommer 1912 in New York, wie ich aus mehreren unabhängigen Quellen
recherchiert habe. Warum soll das schiff von Kiel nach New York fahren, von
da wieder nach Kiel und dann wieder über Island nach nordamerika?? Und dies
alles innerhalb von knapp neun Monaten? Wäre es nicht einfacher gewesen, das
schiff gleich von New York nach norden zu schicken? Bei meinen
Nachforschungen bin ich aber auf ein schiff gleichen namens gestoßen: der
Passagierdampfer S/S Moltke! Hier die technischen Daten:
Länge: 160.3 m
Breite: 19 m
BRZ: 12.335 t
Gebaut: Blohm 1901 U. Voss, Hamburg, Deutschland
Rederei: Hapag
Geschwindigkeit: kn 16
Passagiere: 1.170

Ab 1915 ein neuer Name: Pesaro 1915-25
Das schiff wurde für den Weg Neapel - Genua - neues York gebaut.
Sie wurde in Genua am 05-25-1915 aufgebracht durch die italienische
Regierung und dann auf der werft Sabaudo interniert.
Die S/S Moltke wurde in Genua 1925 ausrangiert.

Dieses Schiff wurde auf der gleichen werft wie der kreuzer gebaut!

Und wie ich herausgefunden habe, wurde dieses schiff nicht nur für die fahrt
von Neapel nach New York eingesetzt, sondern, und nun kommt es, auch für
Kreuzfahrten in die Nordpolregion!! "Nordpolarfahrt" nannte man das damals.
Es gibt ein Photo des Passagierschiffes "Moltke" von 1912 in einem
isländischen Fjord!

Ich spekuliere mal: auf einer Nordpolarfahrt entdeckt das Passagierschiff
Moltke, aus Zufall oder vielleicht auch mit einem geheimen Auftrag, denn es
soll ja eine ganz nette Zusammenarbeit zwischen Regierung, Militär und den
Chefs der Reederei gegeben haben, diesen Kanal zur hohlen erde. Den
Passagieren wird dies als besondere Attraktion (Mittsommernacht oder
ähnliches) verkauft, aber das Gerücht von diesem ungewöhnlichen Ereignis,
wenn es auch nicht ganz in seiner tragweite verstanden wird, macht in den
Hafenkneipen die runde. Und wie das so ist, wird aus dem Kreuzfahrtdampfer
"Moltke", der schlachtkreuzer "Moltke", den es ja auch gibt, der aber nie in
der nähe des Nordpols war! vielleicht ist auch ein Besatzungsmitglied des
Passagierschiffes im oder vor dem ersten Weltkrieg auf das Kriegsschiff
gewechselt und hat dann in der Erinnerung die schiffe verwechselt...



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Segestus
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Syke
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #6 - 12.10.03 um 19:44:06
 
Als Beweis, das das Passagierschiff S/S Moltke auch Nordpolarkreuzfahrten
unternommen hat, kann man auf der Seite www.jotes.de/postkarten/ post13.htm
<http://www.jotes.de/postkarten/post13.htm> ; eine Postkarte von 1914 sehen,
auf der die S/S Moltke vor der Stadt Digermuhlen auf den Lofoten liegt. Die
Lofoten sind eine norwegische Inselgruppe in der nähe des Nordkaps.
Übrigens: 21.Juli 1889 Der deutsche Kaiser und Norwegen-Freund Wilhelm II.
besucht erstmals Digermulen. Kaiser Wilhelm legt mit diesem Besuch den
Grundstein für den Lofottourismus und macht Digermulen über die Grenzen
Norwegens hinaus bekannt. In den Folgejahren besucht der deutsche Kaiser des
öfteren Digermulen, um unter anderem den 350 Meter hohen Digermulkollen zu
besteigen.

Aber einiges kommt mir hier komisch vor: 1914, ganz kurz vor beginn des
ersten Weltkrieges wurden noch Vergnügungsfahrten zu den lofoten
unternommen? Eine Spekulation von mir: diente die S/S Moltke vielleicht als
Spionageschiff oder Truppentransporter? Andere frage: wie war Norwegen,
beziehungsweise die lofoten, in den ersten Weltkrieg verwickelt? Mir war
bisher auch nicht bekannt, dass Wilhelm II. begeisterter Bergwanderer war!?
Und wieso besteigt er mehrmals diesen berg, dieser digermulkollen? Der ja
mit seinen 350 Metern nun nicht so besonders ist.

Einmal darf ich auch etwas wild spekulieren: es gab schon vor der
Neuschwabenlandexpedition Verbindungen der deutschen zu den Bewohnern der
hohlen erde. Vor und während des ersten Weltkrieges eher in Richtung Nordpol
und dann, kurz vor dem zweiten Weltkrieg eher in Richtung Südpol.

Könnte es sein, dass man Wilhelm II. von diesem berg auf den lofoten einen
Eingang oder eine künstliche Insel oder irgendetwas in der art gezeigt hat,
was auf die hohle erde hindeutet? Oder war dieser berg selbst der
Treffpunkt? Brachen nach dem ersten Weltkrieg vielleicht die Kontakte zu den
Bewohnern der hohlen erde ab und wurden erst dann kurz vor dem zweiten
Weltkrieg wieder aufgenommen? Diesmal auf der anderen Seite der erde?

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Uranus32
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Das Ganze ist mehr alsr /> /> /> /> /> /> die
Summe /> seiner /> />
Teile! /> />
/> /> /> /> /> />

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Mark Brandenburg
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #7 - 24.03.04 um 14:10:27
 
Hallo Segestus(auf baldige Rückehr!)!

Norwegen war im ersten Weltkrieg neutral. So jedenfalls, sagt es das deutsche auswertige Amt. Ich selbst habe auch nie etwas von Verwickelungen Norwegen´s im Ersten Weltkrieg gehöhrt.

Zu Kaiser Wilhelm II. habe ich noch etwas erfahren. Ich hab begonnen Montauk V "Die Schwarze Sonne" zu lesen. Montauk liegt ja am nördlichen Ende von Long Island/ BS New York/ USA. Bekannt geworden durch den Militär- oder Geheimdienststützpunkt.
Kaiser Wilhelm II. soll von Montauk fasziniert gewesen sein. Es wimmelte in der Gegend wohl nur so von Deutschen. Der Kaiser soll dort auch ein Tunnelsystem errichten haben lassen. Auch sollen dort des öffteren Zeppeline gelandet sein.

Gruß Uranus32!
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urbayer
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Glückliche Sklaven sind /> /> Feinde der Freiheit /> !!!

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Bavaria
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #8 - 26.03.04 um 08:34:10
 
Jetzt wirds langsam interessant. Man müsste mal an Logbücher rankommen, aber ich denke dafür haben wir nicht die benötigten Informanten Smiley
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Segestus
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Syke
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #9 - 26.03.04 um 18:03:52
 
Long Island scheint für Deutsche sowieso eine starke Anziehungskraft zu haben:

1913 errichtet TELEFUNKEN in Long Island, nur 40 km entfernt von New York, Nauen 2, die große Funkgegenstation zu Nauen mit leistungsstarken Sendern. Doch auch hier war Marconi schon vorher da. Seit Kriegsbeginn wird die Telefunken-Station auf amerikanischem Boden von den Deutschen auch für verbotene Geheimnachrichten benutzt. Mit technischer Raffinesse umgehen die Deutschen die amerikanische Anweisung nur im Klartext zu funken, indem sie High-Speed funken, was die Amerikaner noch nicht lesen können. So wird der Ozeanriese "Lucietania" aus New York, vollgepackt mit Munition am 7. Mai 1915 versenkt. 1198 Männer, Frauen und Kinder finden den Tod, eine der größten Kriegskatastrophen.

Und dann dies:
http://www.newsday.com/extras/lihistory/7/hs729a.htm

Was ja auch merkwürdig ist, ist diese ganze Geschichte um die Handelsunterseeboote:

http://www.handels-u-boote.de

Hatte man wirklich nur den Handel im Auge? Wer sagt denn, dass diese U-Boote nicht auch Dinge für das Höhlensystem transportierten? Die Fahrten fanden unter strenger Geheimhaltung statt und erst kurz vor dem Zielhafen, dem Handelshafen, tauchte man auf. So viel Gefahr für so wenig Gewinn? Und mal heißt es, dass U-Boot "Bremen" sei in New York aufgetaucht, mal die "Deutschland", je nach Quelle.

Ich will mal spekulieren: Es gab bis 1917 eine Zusammenarbeit zwischen Amerikanern und den Kaiserdeutschen. Ziel vielleicht das Höhlensystem, oder Technologieaustausch oder Weltherrschaft. Um die fortschrittlichen technischen Apparate, vielleicht Flugmaschinen, erreichen zu können, wird diese riesige Funkanlage errichtet. Als sich der erste Weltkrieg seinem ende nähert und um die Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten, kommt man auf die Idee mit diesen Handelsunterseebooten! Später dann wird aus den vielleicht ehemaligen Mitarbeitern und deren Kindern die amerikanische Nazipartei gegründet...

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Hiram_Abiff
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #10 - 26.03.04 um 19:28:31
 
Jan Udo Holey =  Jan van Helsing

Wer dessen Buch "Geheimgesellschaften" kennt,  und selbst auch nur ein bisschen seriösen Research in dieses Thema unternommen hat, dem wird klar sein, dass van Helsing gar nicht recherchiert, sondern in erster LInie (von tendenziell sehr zweifelhaften Quellen) abschreibt.

Obwohl ich grundsätzlich seine Grundthese, dass es Bestrebungen zur Errichtung einer "Neuen Weltordnung" gibt, nicht abstreiten will, muss ich doch anbringen, dass sein Buch gespickt ist mit groben Fehlern, Falschaussagen und unbeweisbaren Behauptungen, zu denen nicht einmal Indizien, geschweige denn Beweise geliefert werden. 

Ich warne vor diesem Autor und könnte mir sogar vorstellen, dass er gezielte Desinformation zwecks Diskreditierung seriösen Researches verbreitet (siehe auch meinen Post zum Thema "Dracos etc.").

Für mich ist diesbezüglich ein wichtiges Indiz, dass er es riskiert, mit verschiedenen Informationen sich in die Ecke des Antisemitismus stellen zu lassen, was nicht nötig gewesen wäre.
Das dient ja seiner Kernbotschaft nicht, sondern im Gegenteil, es "beschmutzt" die Grundaussage und macht damit das Gesamte noch unglaubwürdiger.


Wer ein weit seriöseres, aber auch etwas anspruchsvolleres Buch zum alten Thema Weltverschwörung sucht, dem empfehle ich das weit weniger bekannte

"Das Schwarze Reich" von E.R. Carmin,

ein dickes Buch, das auch sehr viel mehr geopolitisches Wissen, jahrelanges Monitoring und sehr viel realitätsbezogeneres Know-how über existierenden Elite-Netzwerke vermuten lässt, dafür weniger von Flugscheiben und jüdischen Bankiers fabuliert. 

Und mit ca. 25% Fussnoten und Quellenangaben daherkommt.


Beste Grüsse.
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Aude - Vide - Tace.
 
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LOKI
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KOYAANISQATSI

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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #11 - 27.03.04 um 14:04:40
 
Grüß dich Hiram_Abiff!

Ich würde die 2 von dir genannten Bücher nicht miteinander vergleichen, da in Carmins Buch es viel mehr um "handfeste/greifbare" Erklärungen geht und bei dem von Jan van geschriebenen doch mehr um "feinstoffliche/weniger greifbare" Erklärungen.
Nicht zu vergessen, daß Carmin ebenfalls all zu gern ins Antisemitische Lager gesteckt wird.

Loki
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Ilum
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #12 - 19.08.10 um 19:59:54
 
Speziell zum Thema Moltke hab ich Jan Udo Holey einmal direkt angeschrieben,
und er hat wie ich finde ausführlich und ehrlich geantwortet:


Sehr geehrter Herr X,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Generell muss ich zum Buch "Die innere Welt" bemerken, dass es einen Grund dafür gibt, wieso dieses im Gegensaz zu meinen anderen Büchern als "Roman" veröffentlicht wurde: Da die Quellen teilweise recht fragwürdig waren! Ich kann Ihnen versichern, dass ausser der "Drumherum-Geschichte" mit der Autofahrt nichts erfunden ist. All die Berichte und Beschreibungen zum Thema "Hohle Welt" basieren auf Eigenerlebnissen von mir, stammen von sekundären Quellen oder aus Interviews mit Personen, die behaupten, dort gewesen zu sein - zum Beispiel Sharula aus der unterirdischen Stadt "Telos".

Das Problem war und ist jedoch, dass viele dieser Augenzeugen nicht wirklich glaubhaft und vor allem deren Behauptungen nur schwer nachzuprüfen sind. Aus diesem Grund hatte ich das Buch als Roman veröffentlicht, da die "Fakten" für ein Sachbuch nicht ausreichten.

Was den Fall Moltke angeht, so stammen die Informationen von einem US-Amerikaner, dem daher nachzusehen ist, dass er vielleicht nicht alle Details richtig aus dem Kopf darlegen konnte wie zum Beispiel, dass Tirpitz als Leutnant und nicht als Großadmiral angegeben wird. Das Interview mit dem Amerikaner führte ich zu einer Zeit, als es noch kein Internet gab, wo man das hätte schnell nachprüfen können.

Wie aus dem Text ja hervorgeht, handelte es sich um eine Geheimmission. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass man darüber viel herausfinden wird - vor allem nicht übers Internnet... Für mich persönlich war es allerdings beachtlich, wie viele Details mir dieser Mann als Nicht-Deutscher nennen konnte.

In meinem neuen Buch "Geheimgesellschaften 3" habe ich zwei weitere, neue Berichte zum Thema veröffentlicht. Kennen Sie diese schon?

Im Frühjahr war ich zusammen mit Stefan Erdmann in Südafrika und Botswana, wo wir auch nach einem Eingang suchten - leider ergebnislos. Im November geht es wieder nach Südamerika - unter anderem nach Uruguay und Paraguay, wo wir nähere Angaben zu Eingängen in unterirdische Tunnelsysteme haben. Mal schauen, was daraus wird...

Generell kann ich sagen, dass es eine Station mit Flugscheiben in der Antarktis gibt, so wie es im neuen Buch beschrieben ist. Die Quelle ist ein ehemaliger MAD-Mann. Und dort sind Deutsche mit Hakenkreuz-Unifomen stationiert - im Jahre 2010!

Vor 5 Jahren wollte ein Freund, der Flugkapitän ist und sein Sohn Tornado-Pilot bei der Bundeswehr, einen Flug zum Südpol arrangieren und mich mitnehmen. Es gab keine Chance, so etwas genehmigen zu lassen. Und es wurde ihm gesagt: "Wenn Sie ohne Genehmigung fliegen, werden Sie abgeschossen!"

So viel zum Thema "Da oben gibt es nur Eis..."

Mit freundlichem Gruß,

Ihr

Jan Holey

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Birkenweg 4
74579 Fichtenau
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Internet: www.amadeus-verlag.com
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jumbo
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Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #13 - 19.08.10 um 21:49:36
 
ilum

dann hättest du das thema im anderen thread ja nicht mehr bringen brauchen.
du weißt, dass der ganze ausgangspunkt falsch ist, der autor hat auch gesagt das es quark ist, dann kann man es doch in der tonne lassen.

macht man es nicht und bringt es mit all den fehlern, von denen man weiß, dann ist das ein fragwürdiges motiv ...
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Zak
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and the alien mindbenders

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Hohle Erde
Re: Die Fahrt der Moltke in die Polöffnung
Antwort #14 - 20.08.10 um 21:23:12
 
hi jumbo

der autor hat doch gar nichts von quark erwähnt.

Zitat:
All die Berichte und Beschreibungen zum Thema "Hohle Welt" basieren auf Eigenerlebnissen von mir, stammen von sekundären Quellen oder aus Interviews mit Personen, die behaupten, dort gewesen zu sein - zum Beispiel Sharula aus der unterirdischen Stadt "Telos".

Das Problem war und ist jedoch, dass viele dieser Augenzeugen nicht wirklich glaubhaft und vor allem deren Behauptungen nur schwer nachzuprüfen sind. Aus diesem Grund hatte ich das Buch als Roman veröffentlicht, da die "Fakten" für ein Sachbuch nicht ausreichten.


kann man also sehen wie man will. wer fakten, nen rechnungsweg und nen offizielles statement von der UNO braucht, wird diese aussagen nicht akzeptieren. und wer keine wissenschaftlichen schranken akzeptiert wird dies als weitere hinweise aufnehmen.

schaden wird es im endeffekt keinem von beidem, da sich die welt trotzdem weiterdreht, egal ob hohl oder voll.

grüße, zak
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"Eine Gesellschaft, die ein klein wenig Freiheit aufgibt für ein klein wenig Sicherheit, verdient beides nicht und wird beides verlieren." Benjamin Franklin
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