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antischwerkraft (Gelesen: 9359 mal)
alvaricus
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antischwerkraft
04.08.03 um 14:49:20
 
moin,
bei dem fiktiven Bericht des vor fast hundert Jahren verstorbenen Olaf Jansen fällt eine Beschreibung einer Art Eisenbahn auf. Olaf Jansen schreibt: "Auf dem Dach eines jeden Wagens waren hochgetriebigen Flugräder, die auf ihren Seiten lagen. Sie waren so automatisch angepaßt daß, wenn die Geschwindigkeit des Wagens zunahm, die hohe Geschwindigkeit dieser Flugräder geometrisch zunahm. Jules Galdea erklärte uns, daß diese sich drehenden flächenartigen Räder auf den Dächern der Wagen den atmosphärischen Druck aufheben bzw. daß, was man allgemein unter Gravitation versteht und dadurch, durch daß diese so durchbrochen bzw. unwirksam gemacht wird ist der Wagen vor dem umkippen nach der einen oder anderen Seite oder der Seite herunterfallen von der einzigen Schiene sicher, als ob er sich in einem Vakuum befände."
Jetzt schaue man sich hierzu die Erkenntnisse des Wissenschaftlers Dr. Podkletnov an:
www.alien.de/alien/physik/antigrav/
...erstaunliche Parallelen für einen angeblich fiktiven Bericht aus dem letzten Jahrhundert. Den mit der Zunahme der Geschwindigkeit und der Anzahl der Supraleiterrotoren vermindert sich das Gewicht der Materie im Einflussbereich der Magnetanordnung/Supraleiterscheibe..
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Bergamr
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Re: antischwerkraft
Antwort #1 - 07.08.03 um 08:31:11
 
Weiß eigentlich jemand, wann der Bericht von Olaf Jansen das erste Mal aufgetaucht ist ?

Das wäre für den o.a. Vergleich sehr interessant !

Ohne jetzt Ketzerei zu betreiben, aber die Schilderungen von Jules Vernes über U-Boote etc. waren ihrer Zeit auch weit voraus ...  Laut lachend

Gruß
Bergamr
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alvaricus
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Re: antischwerkraft
Antwort #2 - 07.08.03 um 10:50:43
 
@bergamr:
Der Autor Willis George Emerson hat diese Erzählung 1908 herausgebracht und starb 1918 wenn ich richtig informiert bin...
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Zak
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and the alien mindbenders

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Re: antischwerkraft
Antwort #3 - 07.08.03 um 23:20:56
 
hallo

das mit 1908 kann ich bestaetigen, denn todestag weiss ich aber nicht.

ich kann die freudige nachricht verkuenden, dass sentra im moment an einer korrekten uebersetzung von smoky god arbeitet und ich heute auch schon das erste stueck von ihm bekommen habe.

moecht das also gleich mal hier nutzen und ihm meinen dank fuer seine arbeit aussprechen!!!

@alvaricus: der link funktioniert bei mir nicht Griesgrämig

gruesse, zak
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alvaricus
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Re: antischwerkraft
Antwort #4 - 11.08.03 um 07:54:58
 
@zak:   nicht mehr...keine Ahnung warum.. aber ein fast gleicher siehe hier: http://www.oesterreich1.com/science/Wissen2.html
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Zak
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and the alien mindbenders

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Hohle Erde
Re: antischwerkraft
Antwort #5 - 16.08.03 um 20:11:33
 
hallo alvaricus

danke. hoert sich ziemlich interessant an. laut dem link ist dieser Dr. Podkletnov anscheinend nicht mehr aufzufinden (wenn ich mich jetzt nicht verlesen habe).
hast du noch andere quellen ueber ihn und seine entdeckung? (bin zu faul zum suchen Zwinkernd)

gruesse, zak
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alvaricus
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Re: antischwerkraft
Antwort #6 - 19.08.03 um 09:47:49
 
@zak: ich auch   aber einen hab ich noch damit Du nicht traurig weinend bist.... Zwinkernd:
http://www.borderlands.de/gravity.finland.php3
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Segestus
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Syke
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Re: antischwerkraft
Antwort #7 - 01.09.03 um 09:41:08
 
aus www.pm.de:

P.M. Magazin 02/2003
 
Physik
Das Geheimnis der Gravitation




Die Schwerkraft entsteht, indem zwei Massen einander anziehen. Diese Erkenntnis kam Isaac Newton in dem Augenblick, als ihm im heimatlichen Obstgarten ein Apfel auf den Kopf fiel. (Die Geschichte stimmt zwar nicht, aber Newton verbreitete sie unverdrossen, weil sie so hübsch klang). Egal, Newtons Satz wurde in Stein gemeißelt, und alle Schüler der Welt lernten ihn als unumstößliche Wahrheit. Nun aber macht sich eine Theorie stark, die alles auf den Kopf stellt. Und nebenbei auch noch Probleme klärt, die bisher schamhaft verschwiegen wurden. »Pushing Gravity« (auf deutsch etwa: Druck-Gravitation) ist der Name der Theorie – und Titel eines soeben in Kanada erschienenen Buches, in dem diese Ideen mathematisch und konzeptionell auf den neuesten Stand gebracht wurden. Den Grundgedanken zu dieser Theorie formulierte bereits ein Zeitgenosse und intimer Freund Newtons, der Genfer Physiker und Mathematiker Nicolas Fatio de Duillier. Und sein Landsmann, der ebenfalls in Genf tätige Georges Louis Le Sage, stellte sie, mathematisch ausgearbeitet, 1756 einer eher unwilligen Öffentlichkeit vor. Danach blieb sie unbeachtet. Doch heute wissen wir mehr – und wir können die Folgen dieser Theorie besser abschätzen. Wir wollen folgende Fragen beantworten: Wozu eine neue Theorie? Was besagt sie? Welche Konsequenzen ergeben sich aus ihr für unser Weltbild und möglicherweise für unser Alltagsleben? Und: Gibt es Beweise?

Newton und Einstein haben doch, so die vorherrschende Meinung, das Geheimnis der Schwerkraft (und der damit stets verbundenen Trägheit) ein für alle Male geklärt. Nichts könnte falscher sein. Denn kaum waren Newtons Ideen bekannt (1687), da fragten seine Zeitgenossen auch schon, wie er sich denn diese geheimnisvolle Anziehung vorstelle. Wodurch werde sie bewirkt, noch dazu unendlich schnell? Worauf Newton trotzig die berühmte Antwort gab: »Ich mache keine Hypothesen!« Das stimmte aber nicht, Newton hatte sehr wohl eine Vorstellung davon, was die Schwerkraft sei, nämlich der allüberall vorhandene Atem Gottes, aber das war keine wissenschaftliche Erklärung. Ihn störte es nicht, die Zeitgenossen sehr wohl. Um es noch mal deutlich zu sagen: Newton lieferte die Formeln (das Gefäß), aber keine Erklärung (den Inhalt).
Auch Einstein trug nichts zur Klärung bei, im Gegenteil. Seine Formeln waren so kompliziert, dass sogar Rechtschreibfehler sinnvolle Resultate lieferten. Seine Theorie (1916) war nicht imstande, die einfache Anziehungskraft zweier Körper richtig zu berechnen, eine Tatsache, die erst in den Neunzigerjahren des 20. Jahrhunderts dem amerikanischen Physiker Hüseyin Yilmaz auffiel. Statt des Newton’schen Wertes kam bei Einstein »null« heraus – ein offensichtlicher Unsinn. Vor allem: Einstein lieferte keinerlei Erklärung für die Schwerkraft. Denn aus der Raumkrümmung ergibt sich keine Kraft. Die Kugel, die über das krumme Raumnetz rollt (siehe Abbildung linke Seite), kommt ja erst durch die Schwerkraft in Bewegung, die unabhängig vom Netz angenommen werden muss, sonst gibt es keine Bewegung. Außerdem: Wenn sich die Leere krümmt (der Raum ist ja leer), wie soll dann daraus etwas entstehen?
Brauchen wir überhaupt eine Erklärung, wenn doch die Formeln alles sagen? Wir brauchen sie, denn der Sinn der Wissenschaft liegt nun mal darin, uns die Welt sinnvoll und anschaulich zu erklären und ihre Ursachen und Beweggründe aufzudecken. Das Verstecken hinter reinen Formeln (deren Wahrheitsgehalt ja nie bewiesen werden kann) zeigt, wie schwer es der modernen Physik fällt, die Wirklichkeit zu erfassen.

Die Idee ist bestechend einfach: Zwei Körper ziehen einander nicht an, sie werden vielmehr zueinander gedrückt, durch unsichtbare Teilchen, die regellos durchs All schwirren. Stehen zwei Körper einander nahe, gibt es zwischen ihnen eine Art »Teilchenschatten« (analog dem Lichtschatten), sodass sich in diesem Zwischenraum weniger abstoßende Teilchen befinden. Ergebnis: Die Teilchen außerhalb des Schattens drücken die beiden Körper aufeinander zu. Die Gravitation entsteht also durch den simplen Druck (= Impuls beim Aufprall) bisher noch unbekannter Teilchen. So einfach ist das. Kann es so einfach sein?Als erstes müssen sich die Newtonschen Formeln ergeben, und das tun sie auch – jedenfalls, was das Gesetz der quadratischen Abnahme der Schwerkraft mit dem Ab-stand betrifft. Der mathematische Ausdruck für die Abhängigkeit von den Massen wird in der Drucktheorie allerdings komplizierter, was aber dem, was wir heute wissen, nicht widerspricht.

Wie kam nun Le Sage, der Schöpfer der Drucktheorie, überhaupt auf eine so einfache Idee? Er schildert seine Erkenntnis selbst: »Als ich eines Tages eine Kutsche beobachtete, kam mir die Erkenntnis: Die Kutsche wird nicht etwa von dem Pferd gezogen, sondern das Pferd drückt gegen das Geschirr um seine Brust. Der scheinbare Zug ist in Wirklichkeit ein Druck!«Diese simple Erkenntnis erklärt mit einem Schlag zwei weitere Erscheinungen der Natur, die mindestens so geheimnisvoll sind wie die Schwerkraft: die Trägheit (Körper lassen sich nur mit Gewalt aus der Ruhe bringen) und die relativistische Massenzunahme (je schneller ein Körper ist, desto schwieriger wird es, ihn noch schneller zu machen). Diese geschwindigkeitsabhängige Vergrößerung des Trägheitswiderstands wurde 1901 von Walter Kaufmann bei Versuchen mit Elektronen im Magnetfeld ex-perimentell gefunden und später von Albert Einstein theoretisch abgeleitet, weswegen man das Phänomen der Relativitätstheorie zurechnet. Deshalb wird das Phänomen der Massenzunahme als »relativistisch« bezeichnet.

Die scheinbar paradoxe Idee von Zug = Druck wird verständlicher, wenn Sie einen Ballon nehmen, der leichter ist als Luft – oder sich vorstellen, dass Sie tauchen: Scheinbar zieht eine Kraft Sie nach oben. Doch das ist natürlich falsch. Es gibt hier keine Kraft, die zieht, sondern eine Kraft, die drückt: Der Druck oben ist geringer als der Druck unten, die Druckdifferenz ergibt eine Kraft nach oben. Und die Trägheit erklärt sich so: Sie ziehen ein Netz durchs Wasser; tun Sie das sehr langsam, werden Sie kaum Widerstand spüren. Ziehen Sie das Netz aber schnell, nimmt der Widerstand zu (Analogie zur relativistischen Massenzunahme). Versuchen Sie, die gleichförmige Bewegung zu ändern, z. B. indem Sie das Netz im Wasser drehen, werden Sie ebenfalls einen Widerstand merken (Analogie zum Trägheitswiderstand aller Körper).

Immer wieder beschäftigten sich berühmte Physiker mit den Konsequenzen der Drucktheorie – und lehnten sie wegen dieser Konsequenzen ab. Doch die Ablehnung war keineswegs gerechtfertigt. Ein Beispiel dafür liefert der berühmte Mathematiker, Physiker und Astronom Pierre Simon de Laplace (1749 – 1827). Laplace war aus folgenden drei Gründen gegen die Theorie: Erstens setzte die Drucktheorie voraus, dass Materie im Grunde aus Leerräumen besteht – eine damals völlig unsinnige Annahme. Heute wissen wir, dass dies tatsächlich zutrifft, aber zu Laplace’ Zeiten gab es noch keine Erkenntnisse über Atome, die zu 99,999 % aus leerem Raum bestehen. Zweitens berechnete Laplace, dass die Teilchen schneller als Licht sein müssten, was er schlicht ablehnte. Andererseits kam Laplace durch Berechnungen zu der Erkenntnis, die Schwerkraft müsste mindestens zehnmilliardenmal schneller als Licht sein! Und drittens gefiel ihm die Theorie nicht – basta. Die Gelehrtenwelt schloss sich ihm an, die Theorie wurde vergessen. Wiederentdeckt hat sie William Thomson (Lord Kelvin) 1873, kritisiert wurde sie von dem bedeutendsten britischen Physiker des 19. Jahrhunderts, James Clerk Maxwell. Er stellte fest, dass durch die Absorption der unbekannten Gravitationsteilchen alle Körper entweder sich sehr schnell erhitzen oder an Gewicht zunehmen müssten. Maxwells Folgerung laut seinen Berechnungen: Die Körper würden so heiß werden, dass sie verdampfen – oder so schwer, dass die Planetenbahnen instabil wären. Dem hatte Kelvin nichts entgegenzusetzen, und er gab die These auf, machte sich aber weiterhin Gedanken über Teilchen, die das Weltall erfüllen und wie verknotete Schlingen aussehen (mehr dazu am Schluss).

Kelvin hatte möglicherweise zu früh das Handtuch geworfen. Denn es sieht so aus, als hätte die Drucktheorie der Gravitation mit der Erhitzung und Massenzunahme der Körper Recht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte Alfred Wegener seine These von der Kontinentalverschiebung vor, die heftigst bekämpft wurde. 1933 erweiterte der deutsche Geowissenschaftler Otto Chris-toph Hilgenberg die Wegener’sche These, indem er behauptete, die Erde müsste sich stetig ausdehnen, sonst ließen sich die Kontinente in der (jüngeren und kleineren Erde) nicht zum Superkontinent Pangäa zusammenfügen. Kontinentalverschiebung ja, so Hilgenberg, aber es sähe so aus, als würde die Erdoberfläche aufreißen – und das könne sie nur, wenn sie sich ausdehnt und dabei die Kontinentalplatte zerreißt.

Die Theorie der »expandierenden Erde« geriet jedoch in Vergessenheit, obwohl mo-dernste Computersimulationen zeigen, das die Kontinentalverschiebung tatsächlich nur funktioniert, wenn die Erde früher kleiner war, also jetzt mehr Masse besitzt. Und woher kommt diese Zusatzmasse? Mögliche Antwort: durch Absorption eines geringen Teils der Gravitationsteilchen! Erhitzung der Körper: Ein ungelöstes Problem der Astronomie ist die Wärme-Abstrahlung des Planeten Jupiter (was in geringerem Maße auch für die anderen großen Planeten gilt). Die Erde bekommt ihre Wärme durch den Zerfall radioaktiver Elemente. Bei Jupiter, Saturn und den anderen Gasriesen gibt es so etwas nicht. Wieso aber strahlt dann Jupiter mehr Wärme ab, als er von der Sonne erhält? Mögliche Antwort: Es ist die bei der Absorption von Gravitationsteilchen entstehende Hitze!

Eine weitere Konsequenz aus der Drucktheorie: Die Reichweite der Schwerkraft ist nicht unendlich. Irgendwann hört sie auf. Allerneueste Berechnungen ergeben eine Grenze bei 3000 Lichtjahren. Diese Schluss-folgerung würde ein weiteres ungelöstes Problem mit einem Schlag beseitigen, das schon Newton plagte: Die Schwerkraftwirkung aller Massen im Universum müsste so gewaltig sein, dass sich nichts mehr bewegen könnte oder alles in sich zusammenstürzen müsste. Nicht so, wenn die Reichweite der Schwerkraft endlich ist. Dann löst sich das Problem von selbst.

In der Wissenschaft ist es üblich, theoretische Annahmen durch Experimente oder genaue Beobachtungen zu erhärten. Diese Experimente führte der italienische Physiker Quirino Majorana (1871 – 1957) in den 1920er Jahren durch. Druckgravitation entsteht durch die teilweise Abschirmung von (bisher unbekannten) Teilchen. Also müss-te eine Masse, die vollständig von anderen Massen umgeben ist, an Gewicht verlieren. Genau das überprüfte Majorana: Er umgab im Verlauf seiner zehnjährigen Forschungen eine Testmasse erst mit einem Mantel von 100 kg Quecksilber, dann mit 10000 kg Blei. Ergebnis: Innerhalb der Messgenauigkeit bemerkte er tatsächlich eine Gewichtsabnahme. Die Drucktheorie der Gravitation schien experimentell bestätigt.
Wiederum waren es berühmte Gelehrte (die Astronomen Henry Norris Russel und Arthur Eddington), die seine Ergebnisse ablehnten, aber nur aus theoretischen Gründen. An der Gründlichkeit und Sorgfalt seiner Experimente zweifelte niemand – und niemand wiederholte sie. Wozu auch: Gerade in den Zwanzigerjahren war Einsteins These vom gekrümmten Raum als letzte Ursache der Schwerkraft sehr populär. Was sollten dann Experimente zur Stützung einer verstaubten Theorie von einem unbekannten Experimentalphysiker?

Majoranas Messungen waren nicht die einzigen. Schließlich gibt es auch Himmelskörper, welche die Gravitationsteilchen ab-schirmen könnten, zum Beispiel der Mond bei einer totalen Sonnenfinsternis. Nach der klassischen (Newton’schen) Theorie wird die Schwerkraft von Sonne und Mond einfach addiert, unabhängig davon, ob der Mond jetzt die Sonne abschirmt oder nicht. Nach der Drucktheorie der Gravitation müsste die Schwerkraft zunehmen, da der Mond jetzt im Bereich der Sonnenfinsternis Druckteilchen zusätzlich abhält, sodass der Außendruck stärker wird. Zahlreiche Messungen bei Sonnenfinsternissen bis in die Gegenwart ergaben unterschiedliche Resultate, aber die meisten stützten die Drucktheorie der Gravitation. Zuletzt führte eine Expedition des Instituts für Geophysik der chinesischen Akademie der Wissenschaften anlässlich einer totalen Sonnenfinsternis am 9. März 1997 in Moho (China) solche Messungen durch. Ergebnis: eine deutliche Änderung der Schwerkraft zu Beginn und Ende der totalen Sonnenfinsternis, seltsamerweise aber nicht während der Verfins-terung. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Zeitschrift »Physical Review Letters« im Jahre 2000 veröffentlicht. Beweisen sie etwas?

Die Frage ist schwer zu beantworten. Denn alle irdischen Messungen bezüglich Gravitation sind zu ungenau, da diese Kraft auf irdische Körper zu gering wirkt. Man kann die Daten immer auch anders deuten. Also müssen wir wieder in den Weltraum blicken – am besten auf den nächsten Himmelskörper, unseren Mond. Bereits im 19. Jahrhundert fiel den Astronomen auf, dass die Mondbahn reichlich irregulär und mit Newton allein nicht zu erklären ist. Der Astronom Simon Newcomb, der diese Abweichungen entdeckt hatte, widmete die letzten 30 Jahre seines Lebens der Mondbahn. Vergeblich. Selbst Einstein versuchte, die Irregularitäten zu erklären, aber auch er kam nicht weiter. Im Jahr 1910 machte sich der deutsche Astronom Kurt Felix Ernst Bottlinger (1888 – 1934) an die Arbeit, die Daten zu überprüfen. Sollte die Drucktheorie die irregulären Daten erklären können? Er untersuchte die Monddaten zwischen 1700 und 1910 und kam zu der Erkenntnis: Die Absorptions- oder Drucktheorie der Gravitation kann die Schwankungen perfekt erklären. Und wa-rum weiß keiner davon? Die Astronomen haben das Problem inzwischen selbst gelöst, auf geniale Weise. Im Jahre 1955 definierte die Internationale Astronomische Union die astronomische Zeit auf neue Art, und zwar in Bezug auf den Mond. Die Definition sieht in etwa so aus: Die Zeit wird so gemessen, dass der Mond eine regelmäßige Bahn um die Erde beschreibt. Damit sind die Unregelmäßigkeiten der Mondbahn von selbst verschwunden – per Definitionem!

Doch es gibt noch mehr Köper im Weltall, die »Gravitationsfinsternisse« erleben. Beispielsweise treten die LAGEOS-Satelliten (LAGEOS 1 ist seit 20 Jahren im Orbit) periodisch in den Erdschatten: Die Erde schirmt die Sonne ab. Untersuchungen ihrer Bahnen durch den Physiker Tom van Flanderen (einer der Autoren des zu Beginn erwähnten Buchs; siehe dazu S. 48) ergaben eine Änderung der Gravitation genau zu diesen Zeiten, was wiederum auf eine Be-stätigung der Drucktheorie hinweist – oder auf Rechenfehler oder auf unbekannte bzw. nicht berücksichtigte Einflüsse.
Interessant sind auch die Experimente des langjährigen P.M.-Lesers Dr. Walter Killer an der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich. Killer wurde durch eine Artikelserie über die Relativitätstheorie in P.M. dazu angeregt, sich selbst mit dem Geheimnis der Schwerkraft eingehender zu beschäftigen, und stieß dabei auf die Drucktheorie der Gravitation. Seine theoretischen Erkenntnisse hat er in einem Buch niedergelegt, über die praktischen Ergebnisse seiner Experimente möchte er verständlicherweise noch schweigen. Doch die bisherigen Ergebnisse sind, so Killer, vielversprechend.

Was den Anhängern der Drucktheorie noch fehlt, sind Kenntnisse über Aufbau und Beschaffenheit der Gravitationsteilchen. Woher kommen sie, wie sehen sie aus, wie wirken sie? Die einfachste Annahme wäre: die hypothetischen Gravitationsteilchen sind Neutrinos, jene Teilchen (fast) ohne Masse, die überaus zahlreich das All durchschwirren und Materie fast vollständig durchdringen. Derzeit wird ihre Wirkung durch eine Reihe von im Eis versenkten Sonden in der Antarktis erforscht – aber nicht im Hinblick auf die Schwerkraft. Zweite Möglichkeit: Gravitationsteilchen sind äußerst langwellige Radiowellen. Nach der Einstein’schen Formel E = mc2 besitzt Strahlung auch Masse, die sie auf andere Körper überträgt, wenn sie von ihnen absorbiert wird. Langwellige Strahlen durchdringen Materie fast ungehindert, darum wären sie als Gravitationsteilchen gut geeignet. Aber auch hier das Problem des Nachweises.
Weil einfache Teilchen oder Strahlen einige subtilere Erscheinungen der Schwerkraft nicht so gut erklären können, dachten sich manche Autoren verknotete Wirbel als Gravitationsteilchen aus. Schon Descartes arbeitete mit solchen Vorstellungen. Mathematisch untersucht wurden Knotenwirbel dann von Helmholtz und Kelvin um 1900. Seitdem tauchen sie immer wieder in der Literatur auf: Mathematiker und Physiker sind fasziniert von ihren Eigenschaften. Mit ihnen kann man abstoßende und scheinbar anziehende Kräfte ebenso erklären wie die »Quantelung« der Mikrowelten, wo nur bestimmte Energiestufen möglich sind, Zwischenstufen dagegen nicht. Helmholtz war erstaunt über ihre Stabilität in Flüssigkeiten und Gasen (man denke an Rauchwirbel oder den Großen Roten Fleck des Planeten Jupiter, der nichts anderes darstellt als einen jahrhundertealten Wirbelsturm).

Die Drucktheorie könnte uns eine Reihe von Vorteilen bringen. So meint einer der Autoren des Buchs, Erdbebenzyklen mithilfe dieser Theorie vorausberechnen zu können. Und: Sollte sich die Wissenschaft (oder die NASA) mit der Drucktheorie ernsthaft auseinander setzen und selbst Experimente durchführen, könnte eines Tages der Traum vom Schweben Wirklichkeit werden: Wir spannen einen Schirm auf, der die Gravitationsteilchen abhält – und heben vom Boden ab. Wie Mary Poppins. Oder wie ein Raumschiff, das ohne Antrieb den Mond erreicht. Das hat übrigens schon der britische Visionär H. G. Wells vorausgesehen: Mithilfe eines Metalls namens »Cavorit« erreicht eine Gruppe britischer Gentlemen durch Aufhebung der Schwerkraft den Mond. Nachzulesen in dem Sciencefiction-Roman »Die ersten Menschen im Mond«, erschienen vor über 100 Jahren.

Autor(in): Peter Ripota

Persönliche Anmerkung von mir:

1. Wurde uns allen immer etwas sehr falsches bezüglich der Erdanziehungskraft erzählt?

2. Und wenn ja, warum?

3. Um von einer hohlen Erde abzulenken?
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Re: antischwerkraft
Antwort #8 - 01.09.03 um 11:01:52
 
Hallo,
ich kannte den PM Artikel noch nicht aber der geht gut runter... ich denke dass die Ansätze zur Wahrheit führen Step by Step   wir müssen am Ball bleiben.. solange man uns lässt
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Re: antischwerkraft
Antwort #9 - 01.09.03 um 11:29:43
 
moin,
und hier noch mal nachgeschoben: aus www.wissenschaft.de :
"Forscher: Schlechte Karten für Quantenschaum
Untersuchungen kosmischer Ausbrüche von Gammastrahlen widerlegen Theorien der Quantengravitation
Ob die uns umgebende vierdimensionale Raumzeit aus kleinsten, unteilbaren Einheiten besteht, ist unbekannt. Obwohl die mit Erfolg angewandten Relativitätstheorien Einsteins davon ausgehen, dass Raum und Zeit kontinuierlich in immer kleinere Abschnitte eingeteilt werden können, versuchen Forscher seit langem, diese Theorien mit der Quantenmechanik in Einklang zu bringen. Neue Untersuchungen von Gammastrahlausbrüchen im All haben nun ergeben, dass einige dieser Versuche wohl auf Eis gelegt werden müssen. Darüber berichtet der Nachrichtendienst Science Now.
Seit Millikans berühmt gewordener Entdeckung der Quantelung der elektrischen Ladung in seinem zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts durchgeführten Tröpfchenversuch haben Forscher immer mehr physikalische Größen gefunden, die sich aus fundamentalen, nicht teilbaren Einheiten zusammensetzen. Nur die Gravitation – beschrieben durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie – widersetzt sich bisher hartnäckig allen Versuchen, sie mit der Quantenmechanik in Einklang zu bringen.
Zwei amerikanische Forschergruppen um Floyd Stecker vom Goddard Raumflugzentrum der NASA und Ted Jacobson von der Universität von Maryland in College Park haben nun Gammastrahlausbrüche im Weltall auf Spuren einer Quantelung der Raumzeit untersucht. Dazu bestimmten sie die Energieverteilung der Gammastrahlen und verglichen sie mit Vorhersagen von Quantengravitationstheorien.
Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen keine Anzeichen für das Vorhandensein einer Quantelung der Raumzeit auf. Daher scheint der von Quantenmechanikern postulierte "Quantenschaum“ nicht in der bisher postulierten Form zu existieren.
Die große Bedeutung dieser Studien liegt nicht nur in diesem Null-Resultat, sondern auch darin, dass hier erstmals Vorhersagungen von Quantengravitationstheorien getestet werden konnten. Dies könnte eine Verfeinerung dieser Theorien hin zu einer "Theorie für Alles“ mit sich bringen – oder einen radikalen Umsturz der bisherigen Ansätze."
also das fügt sich doch wunderbar in den PM Artikel ein:
es tut sich was...hoffe ich


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Hohle Erde
Re: antischwerkraft
Antwort #10 - 01.09.03 um 23:59:01
 
hallo

interessante texte.

es ist wichtig, dass wir endlich von alten dogmen abstand nehmen und nach neuen (oder wie man sieht auch alten) alternativen ausschau halten, um unsere welt und den rest besser zu verstehen. ob die erde nun hohl ist oder nicht, ist dabei m. e. nicht der ausschlaggebende punkt, sondern das endlich allgemein (!) angefangen wird zu hinterfragen.

die hohlkoerper-skeptiker sollten sich also nicht nur auf die widerlegung dieser theorie versteifen, sondern dadurch erkennen, dass es noch viele andere dinge gibt die man hinterfragen sollte!
wobei ich es gut finde das diese hohlkoerper-theorie hinterfragt wird (aber auch nach loesungsansaetzen gesucht wird), da man nur so wege zur erklaerung oder widerlegung finden kann. schliesslich ist das hauptthema dieser homepage diese theorie und somit eine plattform sich damit kritisch auseinander zu setzen.

gruesse, zak

ps: nehmt euch ein beispiel an pfeiler, der stellt fast alles in frage Zwinkernd
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Erde
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Re: antischwerkraft
Antwort #11 - 02.09.03 um 21:55:47
 
moin
hätte da auch noch was-was einige wissendschafler herrausfanden-oder besser astronomen,
und zwar das sich der raum(all) nicht geradlinieg ausdehnt, wie man meinte, sondern von allen seiten gleichzeitig-aus teilchen die man bissher nicht kannte.weil mann dachte das im all absolut nichts ist-es aber doch etwas da war, das alles gleichmäsig in alle richtungen ausseinanderdrückte.
daduch kann doch auch eine art gravitation enstehen oder? kahm mal vor langer zeit abends auf arte.
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Syke
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Re: antischwerkraft
Antwort #12 - 12.10.03 um 19:36:11
 
Wenn ich mal davon ausgehe, dass die Gravitation von Teilchen erzeugt wird,
die von außen auf die Erde einwirken, woran ich fest glaube, wie erklärt es
sich dann, dass die Planeten eine unterschiedliche Anziehungskraft haben?

Und hier nun meine Theorie:

Die Teilchen, welche die Gravitation bewirken, entstehen beim
Kernfusionsprozess der Sonne. Wir wissen, dass die Sonne eine ganze Menge an
verschiedenen Teilchen verströmt. Das ist der sogenannte sonnenwind. Dabei
sind auch die Teilchen, welche die Gravitation erzeugen. Ich glaube, das
diese Teilchen mit zunehmender Entfernung von der sonne an
"Gravitationskraft" verlieren. Dies würde vieles erklären. Zum Beispiel das
Phänomen, das die Venus, welche ja ungefähr erdgroß ist, eine viel größere
Schwerkraft hat, als die erde. Die erde befindet sich einfach im günstigen
Gravitationsbereich. Nach meiner Theorie müsste Merkur, der ja der bisher
bekannte sonnennächste planet ist, die größte Schwerkraft haben. Diese
Theorie würde auch erklären, warum die äusseren Planeten sogenannte
Gasriesen sind. Dort, weit entfernt von der sonne, haben die von der sonne
ausgehenden Gravitationsteilchen einfach nicht mehr die kraft, schwere teile
wie Gestein und so weiter zu einem Planeten zu ballen...

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Syke
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Re: antischwerkraft
Antwort #13 - 12.10.03 um 19:49:45
 
Manchmal lohnt es sich, mal wieder das vielleicht (?) vergessenen Alte zu
lesen.
Aus Ist unsere Erde hohl? Eine hypothetische Abhandlung von Gerry Forster:

Die seltsame Sache mit den Pendelgewichten Als etwa um 1901 der Versuch
gemacht wurde, die Größe der Erde mit höherer Genauigkeit festzustellen,
damit man unsere Entfernung von der Sonne besser berechnen könnte, kamen die
Geologiespezialisten der französischen Regierung auf eine neue Idee. Sie
fanden eine Methode, um die Distanz (an beiden Enden) von zwei stark
verlängerten vertikalen parallelen Linien zu messen. Da keine Struktur in
der benötigten Länge auf der Erdoberfläche errichtet werden konnte, hatte
ein heller gallischer Kopf den brillanten Gedanken, einen eine Meile tiefen
Minenschacht zu benutzen, in den zwei lange Pendelgewichte gehängt werden
konnte, und zwar Seite an Seite in geringer Entfernung voneinander. So
konnten sie die Differenz der Distanz zwischen beiden Enden der Pendel
messen, und zwar sowohl an der Erdoberfläche als auch eine Meile darunter.
Man hatte erwartet, dass die Pendelgewichte unten etwas näher zusammenstehen
würden als oben, und aus der Differenz wollten sie die Linien geometrisch
ins Erdinnere projizieren und den exakten Punkt errechnen, an dem die Linien
zusammentreffen würden. Auf diese Weise wollte man das Gravitationszentrum
entdecken und einen ziemlich akkuraten Radius für unseren Planeten
errechnen. Das Experiment zeitigte jedoch sehr seltsame Ergebnisse. Man
entdeckte, dass die Pendelgewichte unten in der Mine weiter auseinander
waren als oben. Erneute Versuche führten zu den gleichen Resultaten, also
setzten sie sich in ihrer Verzweiflung mit einem berühmten Physikprofessor
in Verbindung, Dr. McNair vom Michigan College in Mines, USA. McNair
wiederholte das Experiment, und als er dasselbe Ergebnis bekam, überlegte
er, ob die Pendelgewichte sich nicht magnetisch abstoßen würden und doch
besser Bleigewichte verwendet werden sollten. Dies brachte jedoch auch keine
Veränderung - die Resultate waren noch immer genau dieselben. Ein anderer
amerikanischer Professor an der Columbia University war mittlerweile auf die
Sache aufmerksam geworden, und zwar Professor Hallock. Er glaubte, es seien
die beiden aus Klavierdraht bestehenden Schnüre, die sich gegenseitig
anziehen würden, und ließ ein neues Experiment in den Tamarack-Minen bei
Calumet, Michigan, durchführen. Natürlich brachte das nicht den leisesten
Unterschied, und obwohl die Gewichte in zwei weit auseinanderliegenden, eine
Meile tiefen Minenschächten, die miteinander durch einen vollkommen
horizontalen Tunnel unten verbunden waren, gehängt wurden, kam es wiederum
zu dem gleichen unglaublichen, unlogischen und unbegreiflichen Resultat. Die
Pendelgewichte standen unten weiter auseinander als oben und zeigten an,
dass sich die geometrisch verlängerten Linien in 6.500 Kilometern Höhe im
Weltall treffen würden, würde man sie in Gedanken nach oben hin verlängern
statt nach unten. Eine verrückt machende Folgerung Man folgerte daraus, dass
das Gravitationszentrum der Erde nicht an einem einzelnen Punkt 6.500
Kilometer tief im Innern der Erde war, sondern an jedem Punkt 6.500
Kilometer weit oben im Himmel. Dies bedeutet, das irdische
Gravitationszentrum müsse in Wirklichkeit in kugelförmiger Konfiguration von
etwa 26.000 Kilometer Durchmesser existieren und die Erde wie ein
unsichtbarer Gravitationsschild umgeben. Die ganze Sache brachte viel Unruhe
in geophysikalische Kreise, und das amerikanische Geodätik-Forschungsteam
brachte weitere zwei Jahre mit Experimenten zu, von denen eines die
Oberflächenmessung eines großen Sees in Florida umfasste. Man nahm an, sein
stilles, flaches Wasser müsse mit der Krümmung der Erde übereinstimmen und
ihr demnach folgen. Man nahm eine sehr lange, schnurgerade Art von
Wasserwaage, um eine echte Sichtlinie zu projizieren. Doch auch das führte
zu einem erstaunlichen Ergebnis: Die unbewegte Oberfläche des Sees schien
sich in allen Richtungen nach oben zu biegen statt wie erwartet nach unten!
Die Wissenschaftler scheinen sich völlig verblüfft zurückgezogen zu haben;
vielleicht haben sie versucht, die ganze Sache einfach zu vergessen.

Erstens: Das scheint ja eine äußere Gravitation zu beweisen!

Zweitens: was ich mich frage ist, braucht man für dieses Experiment wirklich
einen fast 2 Kilometer tiefen Schacht? Ließe sich dieses Experiment nicht im
kleinen Rahmen wiederholen. Zum Beispiel im Treppenhaus eines von einem
Forummitglied bewohnten Hochhauses? Ich wohne leider in einem haus, welches
nur drei Stockwerke hat, aber trotzdem. Am 31. Oktober, ein Freitag, habe
ich Urlaub und bin morgens ganz alleine im Haus, weil alle anderen
Hausbewohner zur Arbeit sind. Dann werde ich soweit wie möglich oben zwei
Kunststoffschnüre mit zwei Kunststoffkugeln anbringen und diese bis knapp
über dem Kellerboden herunterlassen. Mal sehen ob diese unten eine
Winzigkeit mehr zusammenstehen als oben. Oder möchte ein Forumsmitglied
dieses Experiment bei sich zu hause machen, weil er in einem höheren haus
wohnt?

Drittens: noch eine Anmerkung zu der Sache mit dem See. Jeder See und jeder
Fluss und jeder Kanal ist in der Mitte tiefer als außen! Wäre die Erde, oder
die Gravitation so, wie es im allgemeinen dargestellt wird, müsste das
meiste wasser doch außen sein! Kennt jemand das buch "warum fließt der Nil
bergauf?" vielleicht Fliessen ja alle Flüsse immer zur tiefsten stelle der
erde hin? Ich habe das Gefühl, dass 90 % aller Flüsse in mitteleuropa sich
von Südosten nach Nordwesten bewegen...

Allerdings muss ich noch auf einen Fehler aufmerksam machen!!
In "Ist unsere Erde hohl? Eine hypothetische Abhandlung von Gerry Forster"
wird gesagt, dass ein "Professor Lowell am 7. Juni 1894 ein künstliches
Licht aus einem Marspol hat kommen sehen. Hier liegt eine Verwechselung vor.
Lowell war ein Bostoner Kaufmann, der ein Teleskop besaß. Ein Stephan
Javelle sah dieses Licht! Zitat aus www.astrnomie.de:
<http://www.astrnomie.de:> ;

Interessant ist bei Javelle eine Kuriosität, die hier perfekt ins Bild
passt: Er berichtete von einem seltsamen, künstlichen Licht, das er 1894 auf
dem Mars gesehen haben will. Das brachte ihm die zweifelhafte Ehre ein, in
H. G. Wells' "Krieg der Welten" von 1898 als "Lavelle of Java" aufzutauchen!

Übrigens fand Javelle die Objekte IC 606 (18.04.1893) bzw. IC 730
(22.03.1893) mit einem Refraktorteleskop, welches in Nizza stand.

Persönliche Anmerkung von mir: Und auch dies ist wieder ein Beispiel, dass
vieles an der hohlen erde mit sehr heißer Nadel geschrieben worden ist. Wenn
man mal etwas genauer recherchiert, trifft man immer wieder auf
Verwechselungen von Namen und Daten, siehe Thema "Moltke". Damit erweisen
wir der Sache keinen dienst. Schade...

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Zak
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and the alien mindbenders

Beiträge: 2047
Hohle Erde
Re: antischwerkraft
Antwort #14 - 13.10.03 um 22:08:07
 
Zitat:
Persönliche Anmerkung von mir: Und auch dies ist wieder ein Beispiel, dass vieles an der hohlen erde mit sehr heißer Nadel geschrieben worden ist. Wenn man mal etwas genauer recherchiert, trifft man immer wieder auf Verwechselungen von Namen und Daten, siehe Thema "Moltke". Damit erweisen wir der Sache keinen dienst. Schade...

hallo

deswegen gibt es ja uns. einer muss ja die ganze sache mal aufrollen und kritisch betrachten.

und zum pendulum eigenexperiment: der vorteil einer langen strecke duerfte wohl die leichtere ueberpruefung der abstaende sein. bei ca. 5 metern wird es sicherlich schwierig einen abstandsunterschied festzustellen.

ich werde gerry auch noch auf seinen namensfehler hinweisen...

gruesse, zak

ps: freut mich uebrigens, dass du so bei der sache bist
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"Eine Gesellschaft, die ein klein wenig Freiheit aufgibt für ein klein wenig Sicherheit, verdient beides nicht und wird beides verlieren." Benjamin Franklin
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