Zur Homepage   Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
 
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Seiten: 1 ... 5 6 7 8 9 
Thema versenden Drucken
Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an... (Gelesen: 37542 mal)
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #90 - 12.11.03 um 09:02:05
 
Was ist denn für dich "bewiesen"? Die Masse der Erde wurde unabhängig durch verschiedene Methoden bestimmt, und man kam immer auf das selbe Ergebnis: 5.97 * 10^24 kg. Akzeptiere dies doch einfach als Tatsache!
Zu meiner "Nase" sag ich jetzt mal nichts, ich glaube, du weisst, wie da meine Meinung ist...  Laut lachend Laut lachend Laut lachend
Nun, es gibt ja die Idee, mit einer Atombombe ein Loch in die Kruste zu reissen und dann einige tausend Kubikmeter flüssiges Eisen plus eine kleine Sonde darin in die Erde abzuteufen. Das flüssige Eisen frisst sich dann den Weg in Richtung Kern... Aber ich glaube nicht, dass wir die Verwirklichung dieses Plans noch sehen werden.
Gibt es denn eine Möglichkeit, dich mit Hilfe gegenwärtiger Methoden (z.B. Erdbebenwellenanalyse) zu überzeugen? Wie müssten denn auf der ganzen Welt gemessene Erdbebenwellen deiner Meinung nach ausfallen, damit sie auf eine volle Erde hindeuten?

Ich glaube, ich verstehe langsam, was du mit 70% ziehen und 30% drücken meinst. Die resultierenden 40% entsprechen dann der "realen" Anziehung. (Übrigens wäre in diesem Fall die Masse der Erde höher, bzw. die Gravitationskonstante grösser, was ja genau in die falsche Richtung geht, wenn man argumentiert, dass die Erdmasse eigentlich kleiner sei) Nur: Wenn die Theorie des Äthers (oder eben die Theorie, dass die Leere des Vakuums drückt statt dass die Materie zieht) stimmt, dann wird eben zu 100% gedrückt! Es gibt dann keine "Anziehung" durch Masse mehr! Es ist bloss für uns etwas schwer, sich einen Satelliten vorzustellen, der auf seiner Bahn bleibt, obowhl er zur Erde gedrückt wird...
Zum Seitenanfang
 

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #91 - 12.11.03 um 09:29:01
 
Zwischenstand der Argumente gegen die Hohle Erde, die bisher noch von niemandem entkräftet werden konnten:

1. Bildung kann nicht wie beschrieben stattgefunden haben. "Waschetrommel"-Erklärung ist fehlerhaft und undenkbar von der Mechanik sowie der Drehimpulserhaltung her.

2. Die Erde hat ein Massenträgheitselement von 0.3308. Hohlkugeln haben (rein rechnerisch) ein Massenträgheitselement von mehr als 0.4, Vollkugeln eines von weniger als 0.4. Je stärker die Masse im Zentrum konzentriert ist, desto näher ist das Massenträgheitselement bei 0. Daher ist das Massenträgheitselement der Erde von 0.3308 als Hinweis auf einen dichteren Kern zu deuten.

3. Eingänge an den Polen wären längst entdeckt worden.

4. Der hydrostatische Druck verhindert die Bildung von grossen Hohlräumen in grosser Tiefe.

5. Stein-, Stein-Eisen und Eisenmeteorite zeigen, dass wir mit unserer Theorie vom Eisenkern und "Steinmantel" nicht so falsch liegen können.

6. Erdbebenwellen werden am inneren Kern reflektiert und durchlaufen ihn teilweise. Gleichzeitig verschwinden S-Wellen im äusseren, flüssigen Kern. Alles deutet auf einen festen inneren, und einen flüssigen äusseren Kern hin.

7. Ein Massenschwerpunkt ist ein Punkt, per Definition. Ein Punkt kann nicht über eine Sphäre "verstrichen" sein. Auch der Massenschwerpunkt einer Hohlkugel liegt in ihrem Zentrum.

8. Im innern einer Hohlkugel gibt es, rein mathematisch, keine Schwerkraft. Die lieben Leute der "inneren Erde" würden also ständig herumschweben.

9. Masse der Erde und Dichte lassen keinen Spielraum für grosse Hohlräume unter der Erde zu.

10. Anreicherung einiger schwerer Elemente in der Kruste wird durch "kompetentere" und "weniger kompetente" Elemente erklärt.

11. Tiefenerdbeben werden durch abtauchende Platten erklärt.

Die Liste wird immer länger... Und die Antworten?
Zum Seitenanfang
 

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
alvaricus
DEFCON 4
*****
Offline


www.vanaheim.de

Beiträge: 617
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #92 - 12.11.03 um 10:21:02
 
@bynaus:  also ich drucke mir mal deinen Fragenkatalog aus und schaue mal ... und vorab noch dieses Statement oder Zitat mit dem ich, du wirst es kaum glauben, übereinstimme. Wir sind hier keine festgefrorenen Quertreiber und Allesablehner sondern nur ein wenig offener für die Dinge, die nicht im Erwartungsbild des Erreichten stehen. :

"Mitte der 20er Jahre setzte die Quantenmechanik dem "Objektivitätsdrang" der Wissenschaftler ein jähes Ende: Im Mikrokosmos, so zeigte der deutsche Physiker Werner Heisenberg, übt jedes Experiment zugleich einen unkontrollierbaren Einfluß auf die zu untersuchenden Prozesse aus, der maßgeblich ihren Ausgang beeinflußt. Mit anderen Worten: Es gibt gar keine "rein" objektiven Messungen! Erst die theoretische Interpretation des Wissenschaftlers macht Zahlen zu Meßwerten, welche schließlich die empirische Grundlage einer Theorie bilden. Selbiges gilt im Prinzip auch für den Makrokosmos.
Die hohe Kunst, gemessene Werte zu deuten, wird wesentlich von der Erwartungshaltung des einzelnen Wissenschaftlers beeinflußt. Dabei geschehen, wie überall, wo Menschen wirken, Pannen. Dabei erliegen nicht unbedingt nur unerfahrene Forscher der Versuchung, Wünsche in wissenschaftliche Tatsachen zu verwandeln. Auch gestandene Wissenschaftler, ja sogar Nobelpreisträger haben damit bisweilen ihre Probleme: Im Jahre 1915 führten Albert Einstein und der holländische Physiker Johannes W. de Haas in Berlin ein Experiment zum Nachweis der elementaren Molekularströme durch.
Doch kein neues Element
Darin bestimmten sie für das Verhältnis des magnetischen Moments eines kreisenden Elektrons zu seinem Bahndrehimpuls, kurz gyromagnetischer Faktor genannt, den Wert eins. Und waren's zufrieden, hatten sie doch genau diesen Wert zuvor aus der klassischen Theorie berechnet. In Wirklichkeit ist der gyromagnetische Faktor aber zwei, wie andere Experimente zeigten. Wie kam diese erhebliche Differenz zustande?
Während Einstein sich darüber Zeit seines Lebens ausschwieg, erklärte de Haas später: "Die Zahlen, die wir erhalten hatten, waren 1,45 und 1,02. Der zweite Wert ist beinahe identisch mit dem klassischen Wert, so daß wir annahmen, daß es experimentelle Fehler waren, die den ersten Wert zu groß gemacht hätten." Dennoch trägt das untersuchte Phänomen heute den Namen "Einstein-de-Haas-Effekt". Weniger Glück hatte der amerikanische Kernphysiker Robert Gentry, als er im Jahre 1976, pünktlich zur 200-Jahr-Feier der USA, die Entdeckung des Elements mit der Ordnungszahl 126 bekanntgab. Er wollte es im Beschleuniger an seiner charakteristischen Röntgenstrahlung erkannt haben. Tatsächlich hatten andere Forscher zuvor die Existenz solcher superschweren Elemente theoretisch vorausgesagt. Dennoch zweifelten sie an Gentrys Ergebnissen, weil sie ihnen gleichsam "wie bestellt" vorkamen. Eine akribische Nachprüfung bestätigte: Gentry hatte ungenau gemessen und dabei kein neues Element, sondern lediglich die Umwandlung zweier bereits bekannter Elemente registriert.
Langfristig ohne Chancen
Diese Episode macht den großen Vorzug der Wissenschaft deutlich: Sie ist ein sich selbst korrigierender Prozeß. Ihre strengen Grundsätze verlangen, daß jedes Experiment überall und jederzeit reproduzierbar sein muß. Irrtümer und Betrügereien haben folglich wenig Chancen, auf Dauer unentdeckt zu bleiben. Und mag das wissenschaftliche Kontrollsystem bisweilen im Schneckentempo arbeiten, so können wir uns dennoch darauf verlassen, daß es fähig ist, über kurz oder lang gültige von falschen Ergebnissen zu trennen. "  (Zitatende)

So und jetzt nachdem wir uns mit diesem Text beide anfreunden können, denke ich mal einfach .. schaue ich mir deinen Fragenkatalog an
Zum Seitenanfang
 

Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
IP gespeichert
 
alvaricus
DEFCON 4
*****
Offline


www.vanaheim.de

Beiträge: 617
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #93 - 12.11.03 um 11:01:35
 
so und nun antworte ich pauschal auf deine pauschal gestellten Fragen:
zu 1)  Frei nach dem Vorbild unseres existierenden Mikrokosmos der soliden Photonen, Elektronen und gar Atomgerüste liegt uns die Hohlkörper oder Hüllentheorie schon vor. Genau solche Mikrokosmen waren auch für die Entstehung unseres Sonnensystems verantwortlich und bildeten den Grundstock für ein gleichgeordnetes System. Die aus dem unendlichen Kosmos stammenden Materie, Staub oder Gaspartikel verwirbelten zu einem Massezentrum mit dadurch ansteigender Anziehungskraft. Im Ursprung wird es so unserer Sonne ergangen sein und im rotierneden Schlepptau dieses Materiemagneten entstanden gleichsam weitere Unterzentren, die sich durch die rotierenden Kräfte, durch den Massezuwachs als eigene Gravitationsgröße und durch die Entfernung gegen das System der Sonne behaupten konnten. Diese Unterzentren wurden demnach unsere Planeten. Auch die Erde war somit ein Sonnensatellit dieses Gravitations-Verwirbelungsprozesses. Die Verwirbelung bildete gleichsam nach der Gravitationslogik die sphärische Form des Planeten Erde. Die Materie wurde weiter angesogen und durch Faktoren der hier entstehenden Temperaturkräfte (Expansionsfolge) und der Verwirbelungs- oder Rotationskräfte (ebenfalls Expansionsfolge) entstand aus der glühenden verdichteten Materiesammlung ein rotierender Hohlkörper, der diesen neu entstanden Kräften unterliegend sich neu formatierte. Die Expansion ließ eine Achse, durch die Rotation um sich selbst und um die Sonne voraussetzend, entstehen, die Materie vom Kern aus stärker in die Äquatorregion verteilte. Bildlich ist das wie bei einem Kreisel zu bewerten, der mit Kuchenteig gefüllt denselben stärker am Äquator als an  seinen Drehpolen verteilt. Ergo hätten wir demnach eine Erklärung für die nachgewiesene Abplattung an den Polen und einen Hinweis auf eine dickere Hülle im Äquatorbereich der Erde.
Also hier hält zwar der Kreisel her aber das Prinzip löst sich ohnehin von den gängigen Vorstellungen.
zu2) die Behauptung entsteht aus der Basis des Newtonschen Bewegungs und Gravitationsgesetzes : doch stimmen diese Grundvorausungen nicht, bzw sind nicht ausreichend definiert  (für mich ist das klassische Cavendish-Experiment immer noch der Casus Knacktus) dann ist diese Aussage nicht auf die Erde anwendbar, deshalb habe ich Frage 8 und z.T. 7 gleich mitbeantwortet. Zu 7 noch: Du sagst per Definition ist der Masseschwerpunkt ein Punkt aber nicht warum dieses zwingend ein Punkt sein muss. Ich sage diese Aufgabe übernimmt die Erdschale. und unter Berücksichtung der oben von mir getroffenen Aussage brauche ich definitivere Aussage um meine anzuzweifeln.
zu3)  das hatten wir doch schon! Was soll das?  ich mache die hypothetischen Eingänge an den Polen nicht von der Theorie abhängig   ... wir wollen uns doch nicht wiederholen... mal abgesehen von den dortigen Sonderbarkeiten an den Polen.
zu4)  siehe 2 und dann übertag deine Aussage auf die Erdschale als autakes Schwerkraftsystem, dann stimme ich dir zu.
zu5) das hatten wir auch schon und die gegenteilige Interpretation hast du anscheinend vergessen oder überlesen.
zu6) das sogenannte Klingeln deutet für mich auf etwas ganz anderes hin und du solltest merken, dass du hier von Interpretationen sprichst. Aber gut dass du das Thema ansprichst:  Siehe doch bitte den Beitrag "Tiefenerdbeben" inklusiver aller Antw. ...
zu 7 + 8 ) siehe oben  schon beantwortet
zu 9) siehe 2 Genau die vermute ich abweichend von den Erkenntnissen...
zu 10) hatten wir auch schon mit wieder wenn auch von Velikovsky stammender Interpretation ... aber mit ganz anderer Deutung und Aussagekraft
zu 11) siehe 6 und nochmal siehe den Beitrag "Tiefenerdbeben"   genau hier sehe ich überhaupt keine Argumentationskraft für das gängige Weltbild.
Also ich denke du fährst dich langsam fest... so wie ich     Laut lachend
Zum Seitenanfang
 

Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
IP gespeichert
 
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #94 - 12.11.03 um 14:07:33
 
Nee nee, so einfach kommst du mir nicht davon.
Ich weiss nicht, wo du den Text zu 1) abgeschrieben hast, aber DAS hatten wir schon:
Zitat:
Die Materie wurde weiter angesogen und durch Faktoren der hier entstehenden Temperaturkräfte (Expansionsfolge) und der Verwirbelungs- oder Rotationskräfte (ebenfalls Expansionsfolge) entstand aus der glühenden verdichteten Materiesammlung ein rotierender Hohlkörper, der diesen neu entstanden Kräften unterliegend sich neu formatierte.


Wie ich schon viel weiter oben erklärt habe, ist es völlig unmöglich, dass sich auf diese Art und Weise ein Hohlkörper bildete.

Zu 2), 4), 7), 8 ), 9): Du kannst nicht einfach die ganze Mathematik und Mechanik über Bord werfen, nur weil sich deine Theorie nicht danach richtet. Wie schon weiter oben gesagt: Die Beschreibung der Gravitation ist kein Problem mehr. Es gibt kein einziges Experiment, dass der modernen Beschreibung der Gravitation wiederspricht. Selbst wenn man diese nun durch Äther (dein berühmtes x/y) erklären würde: Die Beschreibung der Gravitation, die Beschreibung der Phänomene derselben ändern sich dadurch nicht. Akzeptiere die Mechanik so, wie sie ist. Wie schon öfters erwähnt, basiert unsere ganze Technik darauf. Die Masse der Erde wurde zweifelsfrei bestimmt, daran gibts nicht zu rütteln.
Zu 3) Das richtete sich nicht direkt an dich, sondern wiederspiegelte nur die Tatsache, dass dem noch niemand wiedersprochen hat.
Zu 5) Das müsste ich wirklich überlesen haben.
Zu 6) Soso, für dich als grossen EXPERTEN in Sachen Geophysik deutet das auf etwas anderes hin. Worauf stützt sich denn deine fachmännische Expertise? Auf jahrelange Auseinandersetzung mit der Geophysik? Auf akribische Messungen und aufwändige Rechenmodelle, die du zuhause auf deinem Computer durchgeführt hast? "Für dich..." hat hier gar nichts zu sagen. Wichtig ist, worauf diejenigen, die etwas davon verstehen, gestossen sind, nicht das, was Laien "glauben". Nenn es Arrogant, aber ich hab dir das Beispiel mit deinem Beruf ja schon erzählt, dann solltest du dir vorstellen können, was ich meine, und verstehen, dass es sicher keine Arroganz meinerseits ist.
10) Kannst du mir die Stelle zeigen, wo wir das "schon hatten"?
11) Hast du schon mal was von Manteltomographie gehört? Anscheinend nicht, wenn man deine Beiträge in diesem Thread so durchliest.
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 13.11.03 um 14:32:25 von Bynaus »  

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
alvaricus
DEFCON 4
*****
Offline


www.vanaheim.de

Beiträge: 617
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #95 - 13.11.03 um 10:09:01
 
@bynaus:  nur Kurz, weil ich unterwegs bin: (aber keine Angst ich flüchte nicht...)zur Masse der Erde : mv²/r = Gamma*m*me/r²  bzw v² = Gamma*me/r     me = v²*r/Gamma   neben dem von mir angezweifelten Cavendish-Experiment ermitteln diese M2 Formeln ebenfalls die Masse der Erde  doch auch hier hält die Gravitationskonstante her und die ist ebenso wenig auf bewiesenen Grundlagen aufgebaut. Zum Schalenbau der Erde: Die Longitudinalwellen sind durchlaufend und die Transversalvellen nicht. Wie verhält sich sich eine P-Welle bei einem Hohlkörper? Deuten die ausbleibenden S-Wellen tatsächlich auf einen flüssigen äußeren Kern von (so schätzt man ja wohl) über 2000 Km dicke hin? Zeigen die zugrundegelgten  Geschwindigkeitsmessungen korrekte Daten zur Ermittlung des tatsächlichen Verlaufes? Es ist eine reine Interpretation der Daten, dass die unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf unterschiedliche Dichtegrade der veschiedenen Mantel und Kernschichten deuten... Wären denn diese Messungen, vorausgesetzt die Erde wäre ein Hohlkörper unmöglich? Wohl nicht !
Zum Seitenanfang
 

Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
IP gespeichert
 
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #96 - 13.11.03 um 13:52:20
 
Die Gravitationskonstante kann aber auch ohne Probleme in anderen Experimenten bestimmt werden, bei der die Masse der Erde keine Rolle spielt, bzw. bei der sie sich rauskürzt. Ich werde mir jetzt dann gleich den Thread zum "Cavendish-Experiment" mal durchlesen und poste meine Antwort dann gleich hier wieder.

Transversalwellen und Longitudinalwellen können einen Hohlraum nicht durchlaufen: Transversalwellen und Longitudinalwellen, die von unten an eine Oberfläche kommen, werden einfach reflektiert. Das liegt an der geringen Dichte von Luft. Es dürfte, falls die Erde hohl ist, keine Longitudinalwellen (P-Wellen) geben, welche den Kern durchlaufen.
Modelle können verschiedene Dichten im Erdinnern simulieren. Da wäre es ein Leichtes, einen Hohlkörper einzubauen - und da kommt einfach nicht das selbe raus.
Dazu ist es ja nicht nur so, dass die S-Wellen ausbleiben: Sondern S- und P-Wellen werden in einem ganz bestimmten Muster reflektiert und refraktiert. Die erhaltenen Werte (Erdbebenzentrum, Rückkehrpunkte, Zeiträume) können gesammelt werden: Je mehr Daten vorhanden sind, desto weniger Interpretationsspielraum bleibt für die Modelle übrig. Man kann diese Daten nehmen und iterativ zurückrechnen.
Mittlerweile wird jedes einzelne regionale Erdbeben von hunderten von Erdbebenstationen auf der ganzen Welt aufgezeichnet - MILLIONEN von Seismogrammen - und alle diese Daten passen nur GENAU zu EINEM Modell: Jenem, dass die Erde einen teilweise flüssigen Kern hoher Dichte hat, der in 2900 km Tiefe beginnt und ab 5100 km fest wird.
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 13.11.03 um 14:34:34 von Bynaus »  

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #97 - 13.11.03 um 14:22:56
 
Zitat:
Das Problem mit den newtonischen Berechnungen für die Masse der Erde ist durch einer inkorrekten Annahme bei der berechnung von der G Gravitationskonstante entstanden. [...] In einem simulierten Experiment, lassen sie uns sagen, dass die Mondmasse .01 Gram, und die Erdmasse 667.259 und die Distanz bei der sie zueinander zu Beschleunigen beginnen beträgt 10000km.


Diesen Text habe ich aus der Hauptseite kopiert. Er zeigt eindeutig, dass dieser Rodney Cluff überhaupt nicht verstanden hat, worum es bei diesem Experiment geht.
Erstens: Müsste man alles in SI-Einheiten einfüllen, denn die Natur hält sich nicht an unsere Einheiten (ein Meter ist nicht universell gegeben oder so) und so müssen wir ein festgelegtes System benutzen, um Konstanten zu beschreiben: Eben das SI-System. Meter, Kilogramm, Sekunde für Strecken, Massen und Zeiten. Nur schon, dass Rodney Cluff dies falsch gemacht hat, zeigt, dass er wohl einen Fensterplatz hatte in der Physik. (Natürlich kann man schon km und Gramm verwenden, aber dann muss man genau wissen, mit welchem Faktor man dies alles korrigieren muss, damit man wieder auf das selbe kommt) Man hätte also 0.66723 kg und 0.0001 kg für die beiden Massen einsetzen müssen, sowie 10'000'000 Meter (im Quadrat, das ging bei dieser Rechnung auch vergessen...)

Zweitens: R steht nicht etwa für "die Distanz bei der sie zueinander zu Beschleunigen beginnen", sondern für den realen Abstand zwischen den Körpern. Denn Beschleunigen könnten sie auch im Unendlichen, wenn es keine Störquellen gäbe. Aber auch dann: Der reale, momentane Abstand zählt, nichts anderes.

Drittens: Warum genau soll jetzt daraus die Gravitationskonstante folgen? Gab es irgend eine Umrechnung, bei der G = ... stand? Nein. Er hat nur m * M gerechnet und durch r geteilt. Na und? Wer es sich genau anschaut, sieht auf den ersten Blick, dass diese Zahlen (667 Gramm, 10'000 km etc.) so gewählt wurden, dass dabei ungefähr der (überhaupt falsche, weil um 1'000 zu grosse: Peinlich) Wert von G rauskommt: Von Cluff so gewählt. Damit soll der Eindruck erweckt werden, die Wissenschaftler hätten G so berechnet, was aber völlig falsch ist. Dann kommt noch das Gebrabel von wegen die Wissenschaftler hätten die zweite Kugel vergessen, und er, boah, hat daran gedacht.

Nein: Das Cavendish-Experiment funtkioniert so: Durch die Anziehung zweier Massen wird ein Draht verdrillt. Diese Verdrillung bewirkt eine gewisse Gegenkraft, (der Draht will sich "entdrillen") sagen wir D. Man kann das ganze so anordnen, dass diese Gegenkraft gleich gross ist wie die Gravitationskraft der beiden Massen zueinander. (Es gibt dann keine Bewegung mehr, weil alle Kräfte sich die Waage halten) Dann gilt: D = G*M*m/r^2, also auch G = D * r^2 / (M*m). Hierbei ist r der Abstand der beiden Kugeln und M ist die Masse der grossen Kugel und m die Masse der kleinen Kugel, während D die Verdrillungsrücktreibungskraft ist. D kann durch andere Experimente so genau wie möglich bestimmt werden, womit auf der rechten Seite alle Terme bekannt sind und daraus folgt, dass G = 6.674 * 10^-11 ist. Daraus lässt sich dann die Masse der Erde bestimmen.

Dies alles kann auch noch hier nachgelesen werden. Nirgends ist die Masse der Erde erforderlich.

ENGLISCH
http://kossi.physics.hmc.edu/Courses/p23a/Experiments/Cavendish.html

DEUTSCH
http://www.gymmelk.ac.at/~the/lvn/cavend/cavend.htm
Zum Seitenanfang
 

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
alvaricus
DEFCON 4
*****
Offline


www.vanaheim.de

Beiträge: 617
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #98 - 13.11.03 um 15:19:48
 
@bynaus:
..es dürfte keine P-wellen geben welche den Kern durchlaufen.... Nein aber die Schale .    es wäre ein leichtes einen Hohlkörper einzubauen:  mit welchen Grundvoraussetzungen..? Wer kommt darauf?   Millionen von seismischen Modellen interpretieren ...das erwartete Ergebnis.... auch ich würde die Erkenntnisse dahingehend bewerten, wenn man nicht ein völlig davon losgelöstes Erdmodell in Betracht zieht. Bezogen auf die Graviationskonstante erhalten wir einen Wert x, der ´deshalb bisher nur nicht genau war, weil die ursprüngliche Meterbestimmung über dem Meridian eine ca Angabe war. Der war aber vor ca. 200 Jahren mit nur 40 000 Km bestimmt. Aus der heutigen Sicht von Präzisionsmessungen ist der Meridian 7,86291 km länger . Wenn also dieser Unterschied als Korrekturfaktor bei der Berechnung 2/c/100 beachtet wird, so kann man die Gravitationskonstante aus der Licht -geschwindigkeit errechnen. Das dürfte für die Physik weitreichende Folgen haben.
Alter Längenkreis der Erde 40 000 km
Neuer Längenkreis der Erde 40 007,86291724568 km
Differenzfaktor alt zu neu Lk. 1,000196572931142 doch sonst ist alles roger... ich meine die acht trillionen Tonnen sind ein "Damenfurz" vergilchen mit den 5,978 Sextillionen Tonnen der Erde.. Nur dann folgen die Probleme und die liegen ganau bei der Ermittlung der Gravitationskraft, welche ich nach der Einsteinschen Erklärung anzweifle. Ich sehe die Masse der Erde als noch zu klärende Größe. Aber selbst, wenn du es schaffst mich vom Gegenteil zu überzeugen, basteln wir uns einen weissen Zwerg als innere Sonne und (schwupp) stimmt die Dichte der Erde wieder ... Zwinkernd





Zum Seitenanfang
 

Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
IP gespeichert
 
alvaricus
DEFCON 4
*****
Offline


www.vanaheim.de

Beiträge: 617
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #99 - 13.11.03 um 15:48:15
 
@bynaus: wenn wir schon mal bei der Grav konstante sind: Hier folgender Textauszug aus: www.nzz.ch :
".....Ein Beispiel hierfür lieferte jüngst die schon alte Kontroverse um die Gravitationskonstante. Seit den ersten Messungen vor 200 Jahren konnte die Unsicherheit durch kontinuierliche Verbesserungen der Messtechnik um einen Faktor 100 reduziert werden. Vor wenigen Jahren gab es jedoch einen Rückschlag zu verzeichnen. Durch einen aus der Reihe tanzenden Messwert der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig sah sich das Committee on Data for Science and Technology 1998 genötigt, die Genauigkeit des international empfohlenen Werts um einen Faktor 10 nach unten zu korrigieren. Und selbst wenn man diese in Fachkreisen umstrittene Messung ausser acht lässt, gibt es Grund zur Beunruhigung. Die beiden genauesten Messungen auf der Welt - die eine in Seattle, die andere in Paris durchgeführt - liegen nämlich so weit auseinander, dass sich ihre Fehlerbereiche nicht annähernd überdecken.
Systematischer Fehler oder neue Physik?
Die geläufigste Erklärung dafür lautet, dass einige Messungen der Gravitationskonstante mit einem bisher unerkannten systematischen Fehler behaftet sind. In eine ganz andere Richtung argumentierten kürzlich jedoch Jean-Paul Mbelek und Marc Lachièze-Rey von der französischen Atomenergiekommission. In den Augen der beiden Forscher verbirgt sich hinter den abweichenden Messwerten ein neuer physikalischer Effekt. Die Gravitationskonstante sei in Wahrheit gar keine Konstante, argumentieren die beiden. Vielmehr hänge der an einem bestimmten Ort gemessene Wert vom dortigen Magnetfeld der Erde und damit von der geographischen Breite eines Ortes ab.
Auf diese Weise lässt sich erklären, warum zwischen Werten, die in Paris (48,8°) und in Wuhan (36,6°) in China gemessen wurden, eine besonders grosse Diskrepanz besteht. Und sie können auch erklären, warum eine sehr genaue Messung, die jüngst von Stephan Schlamminger von der Universität Zürich (47,4°) durchgeführt wurde, zwar sehr gut mit der Messung in Seattle (47,6°) übereinstimmt, aber von dem Pariser Ergebnis abweicht. Sehr überzeugend findet Schlamminger diese Argumentation nicht. Dafür unterschieden sich die verglichenen Orte nicht genug in ihrer geographischen Breite. In seinen Augen deutet die neue Messung aus Zürich eher darauf hin, dass das Pariser Ergebnis mit Fehlern behaftet ist.
Was Mbelek und Lachièze-Rey im Klartext postulieren, ist eine bis heute nicht beobachtete Kopplung zwischen Gravitationsfeldern und elektromagnetischen Feldern. Diese Kopplung, die in dem theoretischen Modell der Forscher durch ein ad hoc eingeführtes «Skalarfeld» vermittelt wird, ist durchaus gegenseitig. So sollte umgekehrt auch die elektromagnetische Feinstrukturkonstante durch Gravitationsfelder beeinflusst werden. Tatsächlich hat man in den letzten Jahren bei der Beobachtung von weit entfernten Quasaren Hinweise gefunden, dass diese Konstante vor elf Milliarden Jahren etwas kleiner gewesen sein könnte als heute. Mit der Theorie der französischen Forscher liesse sich das erklären.
Welche Konsequenzen eine Kopplung zwischen elektromagnetischen Feldern und dem Gravitationsfeld sonst noch haben könnte, haben die Forscher noch nicht im Detail berechnet. Insbesondere kann Lachièze nicht beurteilen, ob die Theorie pseudowissenschaftlichen Ideen Vorschub leistet, wonach das Gravitationsfeld der Erde abgeschirmt werden kann. Solche Antigravitationstechnologien erfreuen sich vor allem bei Ufologen grosser Beliebtheit. Auf dieses Terrain möchten sich die wenigsten Forscher begeben. Auch deshalb hoffen sie, dass für die abweichenden Werte der Gravitationskonstante bald eine «natürliche» Erklärung gefunden wird.
Mit gebremster Kraft voraus
Eine andere «Anomalie», die in den letzten Jahren zu Spekulationen Anlass gegeben hat, ist mit der Flugbahn der «Pioneer»-Sonden verknüpft. Anfang der 1970er Jahre gestartet, haben die beiden Sonden inzwischen die Randbereiche unseres Sonnensystems erreicht. Doch sie befinden sich nicht dort, wo man sie auf Grund von Berechnungen vermuten würde. So ist «Pioneer 10» heute 400 000 Kilometer hinter dem Soll zurück. Das entspricht immerhin dem Abstand zwischen Erde und Mond. Eine ähnliche Verzögerung hatte man auch bei «Pioneer 11» festgestellt, bevor der Kontakt zur Sonde abbrach. Es ist, als ziehe eine zusätzliche, auf die Sonne gerichtete Kraft an den Sonden. Die resultierende Abbremsung ist zwar winzig klein. Doch über die Jahre hinweg hat sich dieser Effekt summiert.
Die naheliegendste Erklärung ist auch da, dass es sich bei der anomalen Beschleunigung um ganz normale Physik handelt. In den letzten Jahren ist eine Gruppe um John Anderson vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa systematisch mögliche Ursachen für den Effekt durchgegangen. So wurde etwa untersucht, ob Gas, das aus winzigen Lecks der Sonden ausströmt, oder eine gerichtete Abstrahlung von Wärme zu einer hinreichenden Abbremsung führen könnte. Auch externe Einflüsse wie der Sonnenwind, der Strahlungsdruck der Sonne oder die vom Kuiper-Gürtel ausgehende Gravitationskraft wurden genauer unter die Lupe genommen. Keiner dieser Effekte konnte jedoch das Ausmass der Abbremsung erklären.
Verschiedene Forscher haben deshalb den Versuch unternommen, die «‹Pioneer›-Anomalie» auf unkonventionelle Weise zu erklären. So wurde etwa spekuliert, ob die zusätzliche Bremskraft von dunkler Materie herrühren könnte, die sich in den inneren Regionen des Sonnensystems verbirgt. Die benötigte Menge an dunkler Materie wäre jedoch recht gross, so dass sie sich durch ihre Gravitationswirkung bereits anderweitig hätte bemerkbar machen müssen. Ausserdem vermutet man dunkle Materie eher im Hof von Galaxien.
Eine andere Erklärung für die anomale Beschleunigung basiert auf einer Modifikation der Newton'schen Dynamik, die unter dem Namen Mond-Theorie bekannt ist. Diese Theorie hält an der Abstandsabhängigkeit des Gravitationsgesetzes fest, stellt aber die strenge Proportionalität zwischen der Gravitationskraft und der daraus resultierenden Beschleunigung in Frage. Vielmehr sollten die Satelliten in den äusseren Regionen des Sonnensystems stärker durch die Gravitationskraft der Sonne abgebremst werden, als man es gemäss Newton'scher Dynamik erwarten würde. Die Mond-Theorie kann zwar die anomale Beschleunigung der «Pioneer»-Satelliten erklären. Warum aber die äusseren Planeten des Sonnensystems auf ungestörten Bahnen um die Sonne umlaufen, bleibt ein Rätsel."

Der Text ist zwar lang aber relativiert deine fixen Darstellungen der bewiesenen Physik kräftig. Umdenken ist angesagt!



Zum Seitenanfang
 

Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
IP gespeichert
 
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #100 - 13.11.03 um 19:26:52
 
Da geht es um Korrekturen, die im Promillebereich und darunter liegen. Da geht es nicht darum, ob G 2.5 * 10^-11 ist oder 6.6 * 10^-11, sondern darum, ob es 6.6741 * 10^-11 oder 6.6742 ist. Das ändert nichts an der Masse der Erde.
Und deinen Weissen Zwerg im Kern kannst du gleich vergessen, der hat nämlich 1. ca. 1 Sonnenmasse und 2. würde das das Massenträgheitselement nicht erklären.
In ca. 30 min geht es weiter... oder doch eher morgen. sorry.
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 13.11.03 um 20:24:01 von Bynaus »  

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
alvaricus
DEFCON 4
*****
Offline


www.vanaheim.de

Beiträge: 617
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #101 - 14.11.03 um 07:52:45
 
@bynaus:    ... genau , deshalb sprach ich ja von einem Damenfurz...  und das mit dem weissen Zwerg, war doch ganz anders gemeint... Aber auch da gibt es freien Spielraum für eine überpr. Masseansammlung die einem Fusionsprozess unterliegen könnte...
Den weissen Zwerg brauchst du mir nicht erklären....  Unser Erdkern hatte nicht im Minimum mal einst die Größe eines aufgeblähten Jupiter,  dessen Masse auch fast dafür reichen würde.. 

Übrigens würd mich mal so ganz nebenbei als exkurs sozusagen interessieren was ein Schweizer Ritter für die Reinheit der Wissenschaft von jenem Fingerzeiger aus Beatenberg hält?  ... ich galub die Antwort kenn ich schon  aber mich interessiert noch das wie...


Deine Antwort geht auf Details ein -- nicht auf die Grundaussage meiner Antworten,,
Zum Seitenanfang
 

Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
IP gespeichert
 
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #102 - 14.11.03 um 17:34:40
 
Das mit Jupiter habe ich nicht ganz begriffen. Falsch ist auf jeden Fall, dass er "fast" das Zeug zum Stern hätte. Die kleinsten Sterne haben eine Mindestmasse von 80 Jupitermassen, die kleinsten Braunen Zwerge (Übergang Stern-Planet) eine von 13 Jupitermassen. Von "fast" kann also nicht die Rede sein.
Und was du mit dem Fingerzeiger vom Beatenberg meinst, weiss ich auch nicht... ???

Noch was: Du schreibst, ich hätte "fixe" Vorstellungen von Wissenschaft. Dies ist nicht wahr. Wie ich schon oft betont habe, hätte ich persönlich nichts dagegen, wenn sich die Hohle Erde oder die Erde als Scheibe oder das Geozentrische Weltbild als wahr herausstellen würde. Tatsache ist (wie schon oft erwähnt) einfach folgendes:

1. Wissenschaft erfordert wissenschaftliches Vorgehen. Nur bei einem wissenschaftlichen Vorgehen entstehen Aussagen, die überprüfbar sind. Nur, wer wissenschaftliche vorgeht, wird erstgenommen.
2. Es gibt kein "offizielles Weltbild". Das Weltbild wird ständig den neusten Erkenntnissen angepasst.

Noch etwas anderes: Der "Urmeter" war sicher so gedacht, dass er ein zehnmillionstel des Abstandes zwischen Pol und Äquator darstellen sollte. Man wusste aber schon im 19. Jahrhhundert, dass dies nicht genau stimmt, und der Meter wurde fortan nach einem Urmeter in Paris definiert, bis er dann schliesslich in den siebziger Jahren über die Lichtgeschwindigkeit definiert wurde. Du willst ja nicht im Ernst behaupten, du seist der einzige, der etwas davon wisse. Kein moderner Wissenschaftler wäre so dumm, noch immer mit der 1/10'000'000-Einteilung zu arbeiten, daher ist diese Anmerkung völlig irrelevant.
Ausserdem: Selbst wenn es so wäre, so hätte es keinen Einfluss: Bezogen auf den alten Meter wäre die erhaltene Einheit genau so richtig, denn der Meter ist kein vom Universum vorgegebenes Mass.

Was sagst du denn zu meiner Zerpflückung des "Anti-Cavendish"-Experiments? Glaubst du mir jetzt, dass daran nichts zweifelhaftes ist? Oder warum zweifelst du weiter?
Zum Seitenanfang
 

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
alvaricus
DEFCON 4
*****
Offline


www.vanaheim.de

Beiträge: 617
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #103 - 17.11.03 um 09:29:49
 
@bynaus:
zum Jupiter: Jupiters Aufbau ähnelt sehr dem der Sonne; er besteht überwiegend aus Wasserstoff und Helium. Wäre er rund 10-50 mal größer, hätte die Kernfusion angefangen zu zünden und er wäre zu einer Sonne geworden. Das ist mein fast. Also bezogen auf die Abweichungen des Erdmeridians... dann doch nicht fast  aber ich denk mal bei dieser Art von Argumentation geht es dir nicht darum. ..
...und jetzt zitiere ich dich: "Es gibt kein "offizielles Weltbild". Das Weltbild wird ständig den neusten Erkenntnissen angepasst.  "  Genau... !
..zu dem Cavandish Experiment: Habe ich geschrieben, dass Cluff meine Zweifel ausgelöst hat?  Ich denke das das Experiment, auf die eingebauten Faktoren bezogen, anwendbar ist, aber die Gravitation nicht annähernd so ausreichend erklärt, dass man eine def. Aussage treffen kann. Und genauer frage ich, ob die Masse der Aufhängung mitberücksichtigt wurde. Hier hätten wir eine relative Fehlerquelle. Diese Masse führt zu einer leichten Erhöhung von T und damit zu einer Unterschätzung von G.
Es ist weiterhin ungeklärt warum die Ulysses und Gallileo Sonde so stark abgebremst werden, was sogar zur Diskussion über eine fünfte Kraft geführt hatte... Also irgendwie stimmt da Einiges nicht... oder weißt du da näheres?
Was ist eigentlich mit deiner Aussage bezogen auf die P und S-Wellen?  Meine Argumentation auf die Anwendbarkeit ist unbeantwortet... 
Zum Seitenanfang
 

Wende dich stets der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

(chin)
 
IP gespeichert
 
Bynaus
DEFCON 4
*****
Offline


knowledge is power. (Francis
Bacon)

Beiträge: 430
Genf
Geschlecht: male
Re: Jetzt gehen wir das Ganze mal seriös an...
Antwort #104 - 17.11.03 um 10:22:37
 
Nicht 10-50 mal, sondern rund 80 mal grösser müsste Jupiter sein, damit die Wasserstoff-Fusion zündet. Ab 13 Jupitermassen gibt es Deuterium-Fusion, doch da diese nicht lange vorhält (da es nur relativ wenig Deuterium gibt), dauert eine solche Phase nur einige Jahrmillionen. Aber Zahlen sind in diesem Zusammenhang nicht so wichtig (schliesslich diskutieren wir über Grundsätze Smiley ).

Das Cavendish-Experiment versucht gar nicht, die Gravitation zu erklären (welches Experiment könnte das schon? Experimente können nur Voraussagen überprüfen). Das Cavendish-Experiment dient nur dazu, G zu bestimmen. Und wenn du ehrlich bist: Glaubst du wirklich, dass die Forscher, die sich manchmal jahrelang auf ein solches Experiment vorbereiten, zu dumm sind um den Einfluss der Aufhängevorrichtung einzuberechnen? Dass sie nicht daran gedacht haben, du aber schon? Das ist doch wirklich stark anzuzweifeln. Natürlich wurde jeder Faktor, der sich als Störquelle erweisen könnte, mit einbezogen. Ausserdem wurden unzählige solche Experimente gemacht, mit unterschiedlichen Störquellen: Wenn alle auf den selben Wert kommen, ist es doch anzunehmen, dass die Fehler mehr oder weniger einberechnet wurden.

Wegen Ulysses und Galileo: Bei den beiden habe ich noch nichts über eine solche Abweichung gehört, wohl aber bei den Pioneer und Voyager-Sonden, die wesentlich grössere Strecken zurückgelegt haben. Eine Möglichkeit wäre, dass es grössere Mengen dunkler Materie im Sonnensystem gibt. Ausserdem gab es noch die MOND-Theorie (Modfied Newton Dynamics), die aber mittlerweile in der vorgestellten Form durch Beobachtungen widerlegt wurde. Wichtig ist, dass es sich dabei um wissenschaftliche Theorien handelt, die zu überprüfbaren Experimenten führen - und nicht um persönliche Einschätzungen, die aufgrund von subjektiver Richtigkeit abgegeben wurden.

Es ist nicht möglich, dass P-Wellen, welche den Kern durchlaufen, "eigentlich" die Schale durchlaufen haben. Man kann relativ genau berechnen, wie sich solche Wellen ausbreiten: Eine HE liegt einfach nicht drin.

Ich hab noch einen guten Link für dich (Klick auf "animation")

http://www.wwnorton.com/earth/earth/

Ausserdem: Scoll bei diesem Text weit nach unten, bis die drei Illustrationen der Erde kommen:

http://www.tulane.edu/~sanelson/geol111/earthint.htm

Lies den nebenan stehenden Text. Eigentlich ist es sehr offensichtlich, warum es keine Hohle Erde geben kann.
Grüsse
Bynaus
Zum Seitenanfang
 

Es ist einfacher, ein Atom zu zertrümmern, als eine vorgefasste Meinung. (Albert Einstein)
Homepage  
IP gespeichert
 
Seiten: 1 ... 5 6 7 8 9 
Thema versenden Drucken