Tja, warum bloss?
Ich zitiere den Text von Zak auf der hohle-erde.de-Seite.
Zitat:Im Jahre 1901 wurde von französischen Wissenschaftlern eine unter dem Namen >Pendulum-Experiment< (Pendel-Untersuchung) in die Wissenschaftsgeschichte eingegangene geoätische Messung durchgeführt. Ziel dieser im Auftrag der französischen Regierung durchgeführten Messungen war, die Berechnungen zur Größe der Erde zu verbessern. Dazu wurden zwei je eine Meile tiefe Bergwerkschächte ausgesucht, in die Bleigewichte gehängt wurden. Die Schächte waren unten durch einen Stollen verbunden. Nach der Lehrmeinung, der Gravitationsmittelpunkt läge im Erdinneren, müßte der Abstand der Bleigewichte unten geringer sein als der Abstand ihrer Aufhängungen oben. Jedoch stellten die französischen Wissenschaftler fest, daß der Abstand der Bleigewichte größer war!
Amerikanische Wissenschaftler, die die Franzosen zu Rate zogen, wiederholten mehrfach diese Messungen in anderen Bergwerkschächten. Dabei wurden alle möglichen Störungen wie Luftzug oder magnetische Beeinflussungen ausgeschlossen. Das Ergebnis blieb das gleiche. Die Ergebnisse wurden daraufhin zu den Akten gelegt. Jahrzente später kamen chinesische Wissenschaftler mit dem gleichen Experiment zu identischen Ergebnissen. Auch Messungen mit Computertechnik und magnetisch sensitiven Gewichten in Polen und von der Unversität Havard brachten keine grundlegend anderen Ergebnisse. Der einzige zulässige Schluß aus diesen Experimenten ist, so Prof. Podklevnov von der Universität Tampere in Finnland, daß der Gravitationsmittelpunkt nicht im Erdinneren liegt, sondern wesentlich näher an der Oberfläche.
Auszug: "Abenteuer Innere Erde" 2001 von Heiner Gehring
Was das Pendulum-Experiment "beweist"Auf einer kugelförmigen Erde müssten, rein rechnerisch, die Pendelenden unten näher zusammen liegen als weiter oben. Dies ist aus geometrischen Gründen einfach ersichtlich, und das bestreite ich auch gar nicht.
Dies ist auch gut auf dem unten gezeigten Bild erkennbar. Auf einer kugelförmigen Erde, egal ob die Gravitation nun von einer Vollkugel oder einer Hohlkugel mit "Gravitationsmantel" (schwarz) ausgeht, die Feldlinien des Gravitationsfeldes (rot) zeigen radial weg: Bei der Vollkugel, weil man da rechnerisch ja auch davon ausgehen könnte, dass die ganze Masse im Kern konzentriert ist, bei der Hohlkugel, weil das Lot senkrecht auf dem Gravitationsmantel stehen muss. (Falls es das nicht täte, würde man nicht kugelsymetrisch zur Erde hingezogen! Bzw. ein Stein würde nicht immer senkrecht zur Erde fallen.)
Man sieht auf dem Bild gut, dass in beiden Fällen die hellblaue Strecke (an der Oberfläche) länger ist als die dunkelblaue Strecke (in der Tiefe). Der Abstand hellblaue Strecke zu dunkelblauer Strecke entspricht hier schematisch der Tiefe des Bergwerks. Man bestimmt einmal die obere, dann die untere Strecke und misst einen Unterschied.
In beiden Fällen erwartet man rein geometrisch, dass die hellblaue Strecke länger ausfällt als die dunkelblaue. Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Vollerde- und einem Hohlerde-Modell.

Vielmehr könnte die Tatsache, dass die dunkelblaue, tiefer liegende Strecke länger ist als die hellblaue, oberflächennahe Strecke darauf zurück zu führen sein, dass wir nicht auf der AUSSENseite einer Kugel leben, sondern auf der INNENseite einer Hohlkugel. In diesem Fall wäre, geometrisch gesehen, eine kurze hellblaue und eine etwas längere dunkelblaue Strecke zu erwarten. (Hier vernachlässigen wir mal die Tatsache, dass es im Innern einer Hohlkugel keine Netto-Schwerkraft zu den Wänden hin gibt.)
Soweit heisst das: WENN das Pendulum Experiment etwas beweisen würde, DANN, dass wir auf der INNENseite einer Hohlkugel leben. Das Pendulum-Experiment kann NICHT unterscheiden zwischen einer Hohlkugel und einer Vollkugel, wie man aus obiger Skizze sieht.
Man bekommt dieselbe, zusammenlaufende Geometrie der Feldlinien auf der Hohl- bzw. Vollkugelaussenseite nicht hin, ohne die Kugelsymetrie zu verletzen.
Zum Beweis der Hohlkugelform der Erde (oben rechts) im Gegensatz zur Vollkugelform (oben links) taugt das Experiment offensichtlich nicht.
Wie kommen die Ergebnisse des Pendulum-Experiments zustande?Nun, wir leben offensichtlich nicht im Inneren einer Hohlkugel - das wird wohl auch hier niemand behaupten, auch wenn ich schon Links auf eine Seite gesehen habe, die genau dies zum Inhalt hat. Aber eben: Wie kommt es dann, dass die Pendel voneinander abweichen?

Auf diesem Bild wurde in die direkte Umgebung des Experiments gezoomt. Die Feldlinien erscheinen nun fast parallel. Allerdings erkennt man in diesem Bild einen wichtigen, ja entscheidenden lokalen Effekt, der das Experiment stört. Lokale Dichteunterschiede: dunklere Farben bedeuten hier (mit Ausnahme des Schachtniveaus, das nur zufällig dieselbe Farbe hat) höhere Dichten. Aus höheren Dichten folgt eine stärkere Anziehung: Die beiden Pendelenden, die auf der höhe der dunkelblauen Ebene hängen, werden von diesen Dichteunterschieden (bzw. deren zusätzlicher Masse) angezogen - dargestellt durch die roten und orangen Linien. Man sieht hier, wie in diesem Beispiel die roten Linien (für das rechte Pendel) eine Nettokraft nach rechts-unten bewirken, was sich in einer leichten Auslenkung des Pendels nach rechts äussert. Das linke Pendel wird ebenfalls von den Dichteunterschieden angezogen, jedoch weniger stark, da die Gravitationskraft der Dichteunterschiede mit dem Abstand abnimmt. Es wird, verglichen mit dem linken Pendel, weniger stark ausgelenkt. Würden beide gleich abgelenkt, wäre der Unterschied zwischen der hell- und dunkelblauen Linie = 0. Nun, da das rechte Pendel stärker nach rechts ausgelenkt wird, wird der Abstand zwischen den beiden unteren Enden des Pendels grösser.
Auf diese Weise (und einer dazu gehörigen Abschätzung, einer Rechnung etwa, wie stark diese Dichteunterschiede ziehen, und ob sie stark genug sind, um die beobachtete Auslenkung zu bewirken) kann man die Streckenunterschiede an der Oberfläche und unter Tag elegant erklären.
Dichteunterschiede sind recht häufig, vor allem in erzreichen Gebieten, wo diese Bergwerke letztendlich auch stehen. Eine ganze Prospektionsmethode (Gravimetrische Vermessung) basiert genau auf diesen Dichteunterschieden. Mit ihnen können Erzkörper im Boden erkannt werden.
Zusammenfassung der Ergebnisse- Das Pendulum Experiment ist kein Beweis für eine Hohle Erde, weil es die selben Ergebnisse liefern sollte wie für eine Vollerde.
- Das Pendulum Experiment kann als Indiz gedeutet werden, dass wir auf der INNENseite einer Hohlkugel leben.
- Durch die einleuchtende Erklärung der lokalen Dichteunerschiede und deren rechnerische Überprüfung wird das Ergebnis des Experiments aber ebenfalls reproduziert. Die lokalen Dichteunterschiede erklären die Abweichung befriedigend.
- Solche "Abweichungen" durch Dichteunterschiede stellen die Basis einer ganzen Prospektionsmethode dar, welche "funktioniert" und tagtäglich eingesetzt wird. Die Forschung und die Industrie haben tatsächlich grosse Fortschritte gemacht seit 1901...