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Innensonnenentstehung ist möglich. (Gelesen: 22683 mal)
Brueter
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #45 - 21.07.05 um 13:42:30
 
Zitat:
@brueter:

OK Bitteschön:

Antwort 12+14 deuten die Hypothese an…



Genau darum geht es mir: Nur Andeutungen machen eine Theorie noch lange nicht bewiesen oder beweisbar! Lass doch mal einer die Zahlen sprechen!

So stellen sich mir bspw. die Fragen:

Auch wenn der Beweis noch aussteht ... Mal vorausgesetzt, der Hohlraum bildet sich wirklich (was ich vom physikalischen Standpunkt aus eher bezweifle ... aber es soll ja nicht darum gehen, was ich denke, sondern was sich berechnen und damit mathematisch/physikalisch beschreiben und begründen lässt) und es bildet sich ein frei schwebender Kern in dessen Mitte. Und auch angenommen, dass magnetische und/oder andersartige Kräfte (Gezeitenkräfte der äußeren Hülle vielleicht? Dynamoeffekte durch die Rotation der äußeren Hülle um den Kern?) durch das ständige „durchkneten“ des Kerns bewirken, dass dieser sich aufheizt und verflüssigt und seine Energie abstrahlt. So vermutet bzw. nachgewiesen bei einigen Monden unseres Sonnensystems, die von ihren Zentralplaneten und deren Gezeitenkräften regelrecht durchgeknetet und aufgeheizt werden und daher starke vulkanische Aktivität besitzen.

Wir nehmen also an, es handele sich also nicht um eine fusionsgetriebene kleine Sonne sondern um einen Magma-artigen glühenden Kern. (Ich hoffe, ich habe das so richtig verstanden!)

Bleiben zwei, drei Fragen, die es ernsthaft zu überdenken und zu berechnen gilt:
Wie hell muss dieser Kern strahlen, also welche Energie muss de facto abgestrahlt werden, um ein uns bekanntes menschenähnliches Leben zu ermöglichen (samt Tieren und Pflanzen, wie wir sie kennen ... nur eben ja noch viel größer)?
Ich bin leider kein Physiker, aber das lässt sich bestimmt ermitteln ... Faktoren sind Entfernung von der Oberfläche, Größe des Kerns, geschätzte benötigte Energiemenge zur Versorgung der Oberfläche mit ausreichend Energie (Licht).
Ich stelle mir dabei die Fragen: Würde unter diesen Prämissen der natürliche Dynamo (Erdkern & Erdmantel) ausreichen, um die nötige Energie zu produzieren? Funktioniert ein derartiger „Dynamo“ auf diese Weise?

Ich gehe davon aus, dass dieser Kern mehr als nur rötlich schimmern muss, um menschenähnliches Leben zu ermöglichen. Immer unter der Voraussetzung, dass das innerirdische Leben dem unseren ähnelt, oder besser, wir ja wohl von den Inneren abstammen: Ein breites Spektrum an Licht wird hierfür benötigt! Pflanzen und manche Tiere (Insekten)  brauchen bspw. kurzwelliges UV-Licht, Menschen und Tiere brauchen „normales“ sichtbares Licht und nicht zuletzt langwelliges „rotes“ Licht = Wärmestrahlung. (Ich hoffe, ich bin noch auf dem Pfad des Nachvollziehbaren!) Das alles in einem ähnlich ausgewogenen Verhältnis wie Außen, sonst würde die Evolution andere Wege gehen - wie es vielleicht auf manch anderem Planeten der Fall ist.
Stellt sich hier also wieder die Frage: Kann dieser vermeintlich schwach rötlich schimmernde Kern dies leisten? Ist Magmaleuchten ausreichend, um diese Art von Leben zu ermöglichen? Vielleicht strahlt er auch viel heller! Wie hell müsste er dann sein und wie hoch ist die Energie die er abstrahlt, ja abstrahlen kann, um nicht alles zu verbrennen, was sich auf der Innenseite befindet? Kann diese Energie mithilfe von Kraftfeldern, Magmen oder  Dynamoeffekten erzeugt werden?

Um als „innere Sonne“ betitelt zu werden (die sich ja dem einen oder anderen Innenwelt-Erkundler nach eigenen Aussagen gezeigt hat) muss meiner Meinung nach das Glühen also eher in die Richtung gelblich/weißes Festkörperglühen gehen. Um auf die beschriebene Distanz von, was waren es 2900 km? den inneren Bogen mit genügend Energie zu versorgen ist also wohl auch ein ordentliches Feuerchen vonnöten. Zwinkernd

In diesem Zusammenhang stellt sich aber immer noch das Problem eines thermischen Staus, denn die Öffnungen an den Polen scheinen mir nicht groß genug (auch nicht, wenn man alle vermeintlichen Höhlensysteme dazu nimmt), um den zwangsläufigen Treibhaus- oder vielmehr Dampfkesseleffekt auf Dauer zu verringern oder auszugleichen. Wir reden hier davon, dass diese ganze Gebilde über Jahrmilliarden (nach letzten Berechnungen ca. 6 Mrd. Jahre --> klar kann oder muss man natürlich auch direkt anzweifeln!), zumindest aber seit einigen Millionen Jahren (Menschheitwerdung) in einem Gleichgewichtszustand mit relativ stabilen Werten existiert.
Und ich mache unter all diesen Prämissen die kühne Behauptung, dass ein heißer Kern, welcher derart hell strahlen muss, es in relativ kurzer Zeit schafft einen Hohlraum der beschriebenen Größenordnung eher in das Abbild der christlichen Hölle zu verwandeln, als in das Sinnbild des christlichen Garten Edens...  Das Ding musste an den Polöffnungen pfeifen wie ein Wasserkocher unter Hochdruck!

Zitat:
@brueter:
Energie trifft auf Oberfläche und wandelt um.. bitte beachten es handelt sich hier um keinen fusionierenden Körper , bzw Sonne...


Das Argument, dass Energie umgewandelt wird, ist auf den ersten Blick kein schlechtes, zumindest eines, über das man sich hierbei ernsthafte Gedanken machen sollte.
Wir haben es hier mit einem quasi-geschlossenen System zu tun, vergleichbar einem Hohlspiegel, der nach allen Seiten geschlossen ist. (Polöffnungen und Höhlensysteme aufgrund von Geringfügigkeit mal außer acht gelassen) Energiestrahlung, Rückstrahlung, Aufschaukelungseffekte, Interferenzen ... das alles und noch viel mehr würde sich hier also sicher bemerkbar machen.
Es gibt die bekannten Energieformen (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Energie#Energieformen) Es ist möglich bspw. thermische Energie (Wärme) in Licht umzuwandeln (bspw. Festköprerglühen), Licht in Wärme zurückzutransferieren (bspw. Laser, Sonne o.ä.), kinetische Energie in Wärme und/oder Licht umzuwandeln (bspw. Prinzip der Bremsen) und viele andere Transformationsarten ... Alle diese Transformationen leben aber nach den grundlegenden physikalischen Gesetzen (die hier bitte nicht angezweifelt werden sollten!) und lassen ein Verschwinden von Energie in einem geschlossenen System nicht zu. Es gibt Transformationsverluste, die wir eben als „Verluste“ wahrnehmen (so gibt eine Glühbirne bspw. ca. 80-90 % der eingegebenen Energie nicht als erwünschtes Licht sondern als Wärmestrahlung ab). Fakt ist aber, dass Energie nicht verloren geht, nur eben andere Formen annimmt. Und da nicht zuletzt seit Einstein Energie und Masse zwei Seiten ein und derselben Medaille sind, erfährt gerade ein beständig strahlender Körper Energie- und damit Masseverluste.
Stellt sich mir also die Frage, in WAS wird die überschüssige Energie umgewandelt? Oder wenn wir nicht nur von Umwandlung sprechen, sonder vielleicht von einem Ableiten an der Oberfläche: Wie wird diese Energie auf der Innenseite aufgenommen? Das Argument des „Ableitens“ der Energie in das Innere der äußeren Schale könnte Erklärung für die bei uns beobachtbare Vulkanität sein. Doch wie sähe es auf der Innenseite aus, wenn die unter Verlusten (da sind sie wieder!) in den Erdmantel abgeleitete Energie trotzdem immerwährend auf die innere Oberfläche strömt ... Sorry, aber das Bild der „Hölle“ lässt mich in diesem Zusammenhang nicht mehr los...

Zitat:
@brueter:
So ... nichts wird hier ad absurdum geführt es ist ein Modell, eine Hypothese mit Hilfe der Physik.


Sorry, aber bis jetzt habe ich wirklich nur halbgewalkte Erklärungsversuche gefunden. Von einer "Hypothese mit Hilfe der Physik" kann bei weitem nicht die Rede sein. Da fehlt mir ein bisschen zu viel "Physik" in der "Hypothese"!


So, das ist jetzt doch ganz schön lang geworden. Ich hoffe aber, zum argumentieren angeregt zu haben. Und bitte nicht einfach auf irgendwelche bereits gestellten Thesen zurückgreifen, sondern physikalisch begründet und mathematisch nachvollziehbar argumentieren! Denn nirgendwo habe ich bis jetzt eine auch nur ansatzweise nachvollziehbare Begründung für die Theorie der hohlen Erde gefunden. Aber nur auf diese Weise ließe sich eine These untermauern, halten und ausbauen!

In diesem Sinne ... Viel Spaß beim Lesen, Nachdenken und Antworten!

Euer Brüter
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #46 - 21.07.05 um 15:14:14
 
moin brueter,

also erst einmal vorab: es ist sicherlich nicht falsch dieser Hypothese äußerst kritisch zu begegnen. Doch wünsche ich mir schon einen Gleichstand hinsichtlich der Bringschuld. Tradition hin,Knigge her... alle Sichtweisen sind in der gleichen Bringschuld! Also müssen hier nicht 100% erbracht werden, während beim jetzigen offiziellen Weltbild 25% reichen (Bsp. Kosmoswidersprüche, Erdaufbau, Gravitation)
so und nun zur Sache: Zitat:
Wir nehmen also an, es handele sich also nicht um eine fusionsgetriebene kleine Sonne sondern um einen Magma-artigen glühenden Kern. (Ich hoffe, ich habe das so richtig verstanden!)
Jein, Ja hinsichtlich der fusionierenden Sonne. Die Masse reicht einfach nicht aus, um diesen Zustand zu erreichen.. Nein, hinsichtlich des Durchwalkens. Ja der Io unterliegt sicherlich einer Kraft x, die vom Jupiter ausgeht.. und der eigenen Last / Gravitation y die sich dazu gesellt. Doch dieser Erklärungsversuch der Physik entstand, weil Io selbst eigentlich zu klein ist und Vulkanismus nicht erwartet wurde... doch der weiter entfernte Mond Europa besitzt offensichtlich auch einen nennenswerten Vulkanismus - wird er auch durchwalkt?
Was ist mit dem Mars oder dem Mond? Wer walkt hier? Ergo kann man vermuten, dass die Eigengravitation - oder ich sage mal verständlicher Masselast ausreicht, um Magmen zu erzeugen. Und dieses Magmen erzeugen hängt ja nicht allein von der jeweiligen Größe des Planeten/Mondes ab, sondern auch von der Zusammensetzung, die der Wissenschaft ja nunmal nicht bekannt ist. Denn Rotationsverhalten, Spektralanalysen und Gravitationsmessungen reichen einfach nicht um ein geschlossenes Bild des Himmelskörpers zu erhalten. Also steht der hypothetische Schwermasserest der Urkollision Thetys-Erde als Fragezeichen hinsichtlich der wirklichen Zusammensetzung dar. Es ist vermessen, im wahrsten Sinne des Wortes, dieses bestimmen zu wollen, wo uns doch nur Spektralanalysen und lächerliche 15km des Erdinneren zur Verfügung stehen. Somit ist das Aufglühen eine Vermutung, die ganz einfach eins von 10000 Modellen ist. Doch dieses Modell lässt die Hypothese zu und deshalb wird es hier erwähnt.
Das Aufglühen kann in einer Form x entstehen, die schwach rötlich sicherlich zu keiner ausreichenden Vegetation bzw Helligkeit führt...also eventuell heller ist in einem Maße, dass kein Kochtopf oder eine Höllenbrut entsteht, sondern die Umwandlung den ausreichenden Energieverlust produziert. Energie trifft auf ein Hindernis und wandelt sich dort um...Bei 2900 Km muss es also kein Sonnenfeuer sein ... der geschlossene Raum, die fehlende Weltraumkälte lassen die Flamme klein ausfallen. Die Ableitung funktioniert trotzdem, da Energie aufgenommen und damit umgewandelt wird. Es ist alles eine Frage der Dosierung, ganz wie hier oben auf der Erde... Nur lächerliche 15 Grad mehr oder weniger und unser Lebensraum wäre dahin. Zitat:
Alle diese Transformationen leben aber nach den grundlegenden physikalischen Gesetzen (die hier bitte nicht angezweifelt werden sollten!) und lassen ein Verschwinden von Energie in einem geschlossenen System nicht zu.
Wo ist dieses System geschlossen... auch ohne Polöffnungen, die ich persönlich für Unmöglich halte.. Energie setzt sich fort, auch durch Materie. Der Herd bleibt die Gravitation und dieser findet ja auch im Kochtopf Erde statt. Wenn ich vom offiziellen Bild der Erde ausgehe, haben wir es mehr als mit nur einem Kochtopf zu tun. Dieser brodelnde Magmenriese von nahezu 12800km Durchmesser wird von einer Lithosphäre bedeckt, die zwischen 20 und 180km dick ist... reichlich wenig  erst recht bei den zu verzeichenden Vulkanausbrüchen, die auf die Größe des Kochtopfs bezogen auch reichlich harmlos ausfallen.... Der Widerspruch ist hier größer und führt unweigerlich zu größeren Diskussionen...
So ist mit Hilfe der Physik, Geologie auch dieses Modell möglich ... Zitat:
Sorry, aber bis jetzt habe ich wirklich nur halbgewalkte Erklärungsversuche gefunden. Von einer "Hypothese mit Hilfe der Physik" kann bei weitem nicht die Rede sein. Da fehlt mir ein bisschen zu viel "Physik" in der "Hypothese"!
  Wo fehlt sie denn? Wo fehlt sie bei dir? Wo fehlt sie im offiziellen Weltbild?  ich bediene mich der Physik und wenn etwas fehlt antworte ich gerne... Wir landen unweigerlich wieder bei der Bringschuld... Doch die ist ebenso auf der anderen Seite zu suchen...
Gruß
Alvaricus
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(chin)
 
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #47 - 22.07.05 um 09:35:54
 
Hi,

ich finde unsere Diskussion sehr interessant und anregend und ich will das Ganze zwar nicht zu einer Physik- oder Astronomie – Stunde machen, aber es ist nun mal leider nötig, sich mit einigen Daten auseinanderzusetzen.

Also mal kurz was zum Jupiter und seinen Begleitern ... Auf  http://www.meta-evolutions.de/pages/science_corner_ssdc_jupiter.html heißt es gemäß dem einigermaßen aktuellen Forschungsstand:

„Er [Jupiter] hat ein 1.400-mal größeres Volumen als die Erde, aber eine nur 318-mal größere Masse.“

zu seinem Magnetfeld heißt es weiter:
„Jupiters Magnetfeld hat seinen Ursprung in diesen innersten Schichten. An seiner Oberfläche ist es 14-mal stärker als das Erdmagnetfeld. Dieses Magnetfeld ist für die gewaltigen Strahlungsgürtel verantwortlich. In ihnen sind geladene Teilchen eingeschlossen, die den Planeten in einem Abstand von bis zu zehn Mio. km umrunden.“
Es werden einige Daten über die 63 bekannten Jupitermonde gegeben; über Io heißt es da bspw.:
„Am bemerkenswertesten unter den Jupitermonden ist zweifellos Io. [...] Io wird von vulkanischen Vorgängen erschüttert. Diese rühren von der Gezeitenwirkung infolge der häufigen nahen Vorbeiflüge des Mondes Europa her. [...] Die restlichen Jupitermonde sind sehr viel kleiner und weniger gut erforscht als die vier Galileischen Monde. Die acht äußeren Monde bilden zwei Gruppen zu je vier Monden und könnten Himmelskörper sein, die beim Vorbeiflug durch die Gravitationswirkung des Jupiters eingefangen wurden.“
Auf  http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=159771 wird etwas zum Energietransfer zwischen Mond und Zentralplanet erwähnt:
„Zwischen Io und den Polen von Jupiter fließt ein elektrischer Strom. Der wird durch ein gewaltiges elektrisches Potential von 400.000 Volt verursacht, das durch die Bewegung Ios in Jupiters Magnetfeld erzeugt wird. Dieser Strom lenkt geladene Teilchen zu Io. Sobald sie auf die dünne Atmosphäre treffen, regen sie die Moleküle zum Leuchten an - ganz wie bei Polarlichtern auf der Erde. [...] Je länger Io sich im Jupiter-Schatten aufhält, desto schwächer wird das Leuchten. Ein Teil der Io-Atmosphäre stammt aus Schwefeldioxid-Eis auf der Oberfläche, das bei Kälte wieder kondensiert. Die Atmosphäre "kollabiert" dann teilweise, schreiben die Forscher. Das blaue Glühen, das mit den Vulkanen zusammenhängt, verstärkt sich allerdings noch. Das könnte bedeuten, dass der Strom zwischen Jupiter und Io durch das Innere des Mondes fließt - insbesondere dann, wenn die Atmosphäre verschwunden ist.“
Io wird nach aktuellem Stand der Forschung als der Himmelskörper mit der stärksten vulkanischen Aktivität in unserem Sonnensystem bestätigt.

Zitat:
... doch der weiter entfernte Mond Europa besitzt offensichtlich auch einen nennenswerten Vulkanismus - wird er auch durchwalkt?


Ich denke nicht, dass es einen nennenswerten Unterschied zwischen Io und Europa gibt. Die ca. 1,6fache Entfernung Europas im Vergleich zu Io sollte immer noch Erklärung genug sein, für ein „durchwalken“ durch den Riesen Jupiter, der mit seiner etwa 318fachen Masse der Erde und der etwa 2,6fachen Oberflächenschwerkraft ein wahres Monster unter den Planeten unseres Sonnesystems ist.

Hier noch ein paar Fakten zu Jupiter und den Monden Io und Europa und dann is aber auch gut zu dem Thema:

Jupiter:
Äquatordurchmesser (relativ zur Erde) 142.984 km (11,0)
Masse (relativ zur Erde) 1.898,80×1024 kg (318,0)
Dichte 1,33 g/cm3
Oberflächenschwerkraft relativ zur Erde 2,64

Io: Durchmesser: 3.643 km Abstand zu Jupiter: 421.800 km
Europa: Durchmesser: 3.122 km Abstand zu Jupiter: 671.100 km


Zitat:
Was ist mit dem Mars oder dem Mond? Wer walkt hier? Ergo kann man vermuten, dass die Eigengravitation - oder ich sage mal verständlicher Masselast ausreicht, um Magmen zu erzeugen.

Bei Mars und Erde kann man aufgrund der beträchtlich geringeren Ausmaße davon ausgehen, dass zwar auch Gezeitenkräfte wirken (nicht nur in eine Richtung, wie wir an unserer irdischen Ebbe und Flut sehr gut sehen können), diese aber bei weitem nicht ausreichen, um die Trabanten derart durchzukneten.

Zitat:
Und dieses Magmen erzeugen hängt ja nicht allein von der jeweiligen Größe des Planeten/Mondes ab, sondern auch von der Zusammensetzung, die der Wissenschaft ja nunmal nicht bekannt ist. Denn Rotationsverhalten, Spektralanalysen und Gravitationsmessungen reichen einfach nicht um ein geschlossenes Bild des Himmelskörpers zu erhalten.

Nicht nur ich denke, dass aber genau diese Daten, Beweise und Indizien doch aber sehr gute Rückschlüsse auf deren Zusammensetzung zulassen und das allg. Verhalten mithilfe dieser Erklärungen sehr gut in das kopernikanische/newton’sche/einstein’sche/hawking’sche und vor allem beobachtbare Weltbild passt.

Zitat:
Also steht der hypothetische Schwermasserest der Urkollision Thetys-Erde als Fragezeichen hinsichtlich der wirklichen Zusammensetzung dar. Es ist vermessen, im wahrsten Sinne des Wortes, dieses bestimmen zu wollen, wo uns doch nur Spektralanalysen und lächerliche 15km des Erdinneren zur Verfügung stehen. Somit ist das Aufglühen eine Vermutung, die ganz einfach eins von 10000 Modellen ist. Doch dieses Modell lässt die Hypothese zu und deshalb wird es hier erwähnt.

Erwähnen darf man alles! Zwinkernd Was Du mit den ersten beiden Sätzen meinst, kann ich nicht ganz nachvollziehen, jedoch gebe ich Dir Recht, dass man mit unvollständigen Daten auch immer nur unvollständige Modelle entwickeln kann. Passen diese Modelle jedoch trotz allem gut zu den beobachteten natürlichen Phänomenen, dann ist ein Modell so gut, wie es zu diesem Zeitpunkt nur sein kann. Und unter dieser Prämisse ist es nicht notwendig, ein neues Weltbild zu erschaffen, weil aktuelle, allgemein akzeptierte (populärwissenschaftliche) Modelle eine sehr gute Vorhersage zur beobachteten Realität zulassen.

Zitat:
Das Aufglühen kann in einer Form x entstehen, die schwach rötlich sicherlich zu keiner ausreichenden Vegetation bzw Helligkeit führt...also eventuell heller ist in einem Maße, dass kein Kochtopf oder eine Höllenbrut entsteht, sondern die Umwandlung den ausreichenden Energieverlust produziert. Energie trifft auf ein Hindernis und wandelt sich dort um

Ich bin mir nicht sicher, welche Art von Umwandlung Du meinst und ich denke, Du bist es selber nicht, daher sprichst Du immer sehr zurückhaltend von dieser Umwandlung. Nennen wir das Kind doch bei dem Namen:
Lass uns mal ein wenig physikalische Grundannahmen treffen und mit tagtäglich beobachtbaren Grundsätzen vermengen! Eine wie auch immer entstandene Energie in der Größenordnung, wie sie auf der Außenwelt auf jeden Quadratmeter pro Zeiteinheit auftrifft ist vonnöten, um irdisches Leben zu ermöglichen. Diese Zahl X (kann die bitte jemand nennen oder berechnen!?!) trifft also ebenso permanent auf die gesamte Fläche der Innenwelt. Sie wird bereits zum Teil innerhalb der Atmosphäre, die sicher auch dort existieren soll, in thermische Energie (Wärme) umgewandelt. Die restliche Strahlung trifft auf die Oberfläche der inneren Erde und wird auch dort hauptsächlich in Wärme umgewandelt. Es gibt, wie auf der äußeren Erde auch, Rückstrahlungen und Aufschaukelungseffekte (der viel gescholtene böse Treibhauseffekt) und anders als auf der äußeren Erde kann hier im Inneren die Energie nicht in höhere Atmosphärenschichten und schließlich in den Weltraum abgeleitet werden. Und spätestens da fängt das Ganze an, kritisch zu werden! Das ist der Punkt, wo sich dieses geschlossene System mit permanenter Energiezufuhr unweigerlich immer weiter aufschaukeln und erhitzen wird. Um also nennenswerte thermische Ableitung zu erfahren, müsste die gesamte innere Oberfläche die Energie doch aber erstmal aufnehmen. Das thermische Leitverhalten von Materialien ist ein sehr gut beackertes wissenschaftliches Feld, so dass man von gesicherten Daten sprechen könnte, wenn man weiter überlegt. Um effizienten Wärmetransfer, der meiner Meinung nach sehr hohen permanent zugeführten Energiemenge zu bewerkstelligen, müsste die Oberfläche bspw. aus Metall, vorzugsweise Kupfer, sein, denn wir wissen: kaum ein natürliches Material leitet Energie so effizient und zuverlässig wie Kupfer. Keine schöne Welt, so komplett mit kupferner Oberfläche. Doch selbst wenn dies nicht stimmen sollte, müsste jedes Material die Wärme zuerst aufnehmen, um sie, wo auch immer hin, ableiten zu können. Dies hieße also, dass die Oberfläche selbst so heiß würde, dass sich menschliches Leben auf ihr schon deswegen nicht besonders wohl fühlte.

Übrigens: was ist mit Tag und Nacht? Gibt es die? Braucht man die für irdisches Leben? Oder sind das nur Gimmicks, die zwar schön, aber nicht unbedingt nötig für irdisches Leben sind?

Zitat:
Bei 2900 Km muss es also kein Sonnenfeuer sein ... der geschlossene Raum, die fehlende Weltraumkälte lassen die Flamme klein ausfallen.

Die Energiezufuhr und auch die Helligkeit müssen mindestens so groß sein, dass irdisches Leben möglich ist. In Abhängigkeit von der Entfernung der Energiequelle und der Beschaffenheit ihrer unmittelbaren Umgebung ist die aufzubringende Energie, um außer-erdische („außerirdisch“ klingt ja nicht ganz korrekt!) Verhältnisse herzustellen, sicherlich berechenbar.

Daher die Bitte an alle Mathematiker, Physiker, Atmosphären- und Klimaforscher: Welche mittlere Energiemenge ist pro qm und ZE vonnöten um irdisches Leben zu ermöglichen?!?!

Zitat:
Die Ableitung funktioniert trotzdem, da Energie aufgenommen und damit umgewandelt wird. Es ist alles eine Frage der Dosierung, ganz wie hier oben auf der Erde... Nur lächerliche 15 Grad mehr oder weniger und unser Lebensraum wäre dahin.

Eben und aus letztgenanntem Grund bezweifle ich, dass es eine innere „Sonne“ samt darunter (oder ist es in diesem Fall darüber?!?) florierendem Leben gibt.

Zitat:
Wo ist dieses System geschlossen... auch ohne Polöffnungen, die ich persönlich für Unmöglich halte.. Energie setzt sich fort, auch durch Materie.

Eben! Aber gerade thermische Energie wird nicht von Materie absorbiert ohne die Oberfläche zu beachten! Thermische Energie trifft zuerst immer auf der Oberfläche auf, erhitzt diese, bevor der Vorgang des Ableitens einsetzt. Bei impulsartiger oder einmaliger Erhitzung ist eine zwischenzeitliches Abkühlen der Oberfläche möglich, doch bei permanenter Energiezufuhr, wird es hierzu eben nicht kommen und die Oberfläche selbst wird sich (im Laufe der Zeit auch über ein lebensfreundliches Maß hinaus) erwärmen.

Der sog. Energieerhaltungssatz ist der wichtigste Erhaltungssatz in der klassischen Physik und sagt aus, dass die Gesamtenergie eines Systems durch Prozesse, die ausschließlich innerhalb des betrachteten Systems stattfinden, nicht verändert werden kann. Das heißt, es ist unmöglich, innerhalb eines abgeschlossenen Systems Energie zu erzeugen oder zu vernichten. Die Energie ist damit eine Erhaltungsgröße. In der Thermodynamik ist der Energieerhaltungssatz eine Formulierung des ersten Hauptsatzes.

Über diesen sog. Energieerhaltungssatz findet sich eine kleine Zusammenfassung unter http://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz

Fazit:
Wir befinden uns also mit unserem Disput an dem Punkt, an dem es wichtig, ja nötig ist, zu erfahren, wie hoch die auf die innere Oberfläche auftreffende Energie minimal sein muss und maximal sein darf und wie sich die hiermit korrelierende Helligkeit ergibt, um irdisches Leben zu ermöglichen. Und bevor wir dies nicht wirklich in Erfahrung bringen, lohnt sich ein weiteres Diskutieren eigentlich nicht wirklich ... ich versuch mal ein paar Physiker an meiner Uni zu befragen...

In diesem Sinne: Schönes Nachdenken!

Euer Brüter


PS: Ganz interessant, da vom physiklischen Hintergrund sehr ähnlich gestrickt sind die Ausführungen von Freeman Dyson zu den sog. Dyson-Sphären. Dabei geht es um ein Gedanken-Experiment zum Thema künstliche, von einer hochtechnisierten Kultur,  erschaffene kugelförmige Hohlgebilde um ein Zentralgestirn. Erste Ausführungen zum Thema unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dyson_Sph%C3%A4re ... näheres lässt sich leicht durch googlen herausfinden. Viel Spaß!
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« Zuletzt geändert: 22.07.05 um 12:49:24 von Brueter »  
 
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #48 - 22.07.05 um 12:54:03
 
@brueter: Zitat:
ich will das Ganze zwar nicht zu einer Physik- oder Astronomie – Stunde machen, aber es ist nun mal leider nötig, sich mit einigen Daten auseinanderzusetzen.
  nun -  ich habe nichts dagegen... es klingt fast so. als ob ich ein Gegner der  Fakten oder der Physik sei.. es bedarf keiner Entschuldigung... ganz deiner Meinung
Deine Erklärungen betreffend des Jupiters sind nett...haben aber mit dem Einflussfaktor hinsichtlich des Durchwalkens nicht immer etwas zu tun.. Aber es ist Fakt,  dass Jupiter seinen Einfluss hinsichtlich seiner Gravaitation auf IO und Europa zeigt und ausübt. Nur worauf ich hinaus will und darauf gehst Du nicht wirklich ein ist: Der eigens produzierte Vulkanismus! Die Beschaffenheit des Mondes IO/Europa reicht für Magmenbildungen und Jupiter hilft und wirkt als ein weiterer Faktor x mit. Doch genau hier bringe ich die Zusammensetzung mit, denn die Saturnmonde Thetys oder Dione müssten einer ähnlichen Durchwalkung des Riesen Saturn unterliegen, wenn diese sog. Durchwalkung der allein entscheidende Faktor wäre...
Und daher: Zitat:
Bei Mars und Erde kann man aufgrund der beträchtlich geringeren Ausmaße davon ausgehen, dass zwar auch Gezeitenkräfte wirken (nicht nur in eine Richtung, wie wir an unserer irdischen Ebbe und Flut sehr gut sehen können), diese aber bei weitem nicht ausreichen, um die Trabanten derart durchzukneten.
  folgende Frage: wieso gibt es dann einen nachgewiesenen Vulkanismus auf dem Mars? Müsste hier die logische Antwort nicht Gravitation heißen? Auch wenn Mars und Mond als erkaltet gelten, ist man sich nicht sicher wie die innere Zusammensetzung genau ausschaut. Und unabhängig davon gab es ja einen lang andauernden Vulkanismus, der nicht durch Entstehung oder Kollision erklärbar wäre... ERGO : Eine Masse x reicht aus um Magmen zu bilden. X ist dabei nicht weit von IO Europa oder dem Mars entfernt. Mars ist hier die Referenz. IO und Europa weitere Stützen. Wenn der hypothetische Kern der Erde auch bedingt durch seine Zusammensetzung x überschreitet, bildet er Magmen die Struktur bedingt auch die Oberfläche aufschmelzen können und den Körper aufglühen lassen ...
Zitat:
Ich bin mir nicht sicher, welche Art von Umwandlung Du meinst und ich denke, Du bist es selber nicht,
Hier bin ich mir nicht sicher, wie du das meinst... drücke ich mich zu pauschal aus? da binich nicht allein Zwinkernd ...
Zitat:
und anders als auf der äußeren Erde kann hier im Inneren die Energie nicht in höhere Atmosphärenschichten und schließlich in den Weltraum abgeleitet werden. Und spätestens da fängt das Ganze an, kritisch zu werden! Das ist der Punkt, wo sich dieses geschlossene System mit permanenter Energiezufuhr unweigerlich immer weiter aufschaukeln und erhitzen wird.

Hier bitte ich die Energiezufuhr von der Sonne zu beachten, eine gewaltige Größe !! , die uns ohne die Ableitung in das Weltall verbrennen ließe.. wir vergleichen hier, immer mit dem Faktor Entfernung berücksichtigt (ganz wichtig!) dennoch David mit Goliath. Bildlich verbeispielt: Eine Kerze in einem Dixiklo wärmt unentwegt und obwohl das Dixiklo gut und fest isoliert vor sich hin erwärmt wird, leitet der gut isolierte Korpus soviel Wärme an die Außenwelt ab, dass sich der Innenraum nicht weiter erwärmt. Der Korpus Erde ist dabei die gut isolierende Hülle und verarbeitet die auftreffende geringe Energie als Leiter fungierend ab, dass sich innen nichts weiter aufschaukelt... somit ist Kupfer nicht von nöten... die geringe Energie schaukelt gerade mal die erforderliche Temperatur so vor sich hin.. und die Mutter Erde nimmt auf und und und...
zurück zur Physik: Der Ausgangsfaktor Energieabgabe wird entweder von dir über oder unterbewertet (Hölle - Dunkelkammer)
Zitat:
Übrigens: was ist mit Tag und Nacht? Gibt es die? Braucht man die für irdisches Leben? Oder sind das nur Gimmicks, die zwar schön, aber nicht unbedingt nötig für irdisches Leben sind? 
  An die Faktoren Tag und Nacht hat sich unsere oberirdische Flora und Fauna im Laufe der Mill. Jahre angepasst... Erkenntnisse aus der Tiefsee und längst Andere haben bewiesen, dass eine Dauerbestrahlung durchaus üppigstes Leben zulässt...
Zitat:
Daher die Bitte an alle Mathematiker, Physiker, Atmosphären- und Klimaforscher: Welche mittlere Energiemenge ist pro qm und ZE vonnöten um irdisches Leben zu ermöglichen!
Genau - aber genauer Oberirdisches... es gibt, du scheinst zu vergessen, unterschiedliche Anpassungen an ein System... (Tiefsee)
Zitat:
Wir befinden uns also mit unserem Disput an dem Punkt, an dem es wichtig, ja nötig ist, zu erfahren, wie hoch die auf die innere Oberfläche auftreffende Energie minimal sein muss und maximal sein darf und wie sich die hiermit korrelierende Helligkeit ergibt, um irdisches Leben zu ermöglichen.
Bitte differenzierter betrachten... Es gibt unterschiedliche Anpassungsformen - Die Natur kann mehr als das,was uns bekannt ist...
Zitat:
In diesem Sinne: Schönes Nachdenken! 
  Genau

Gruß
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #49 - 22.07.05 um 15:03:37
 
Zitat:
Erkenntnisse aus der Tiefsee und längst Andere haben bewiesen, dass eine Dauerbestrahlung durchaus üppigstes Leben zulässt...
Genau - aber genauer Oberirdisches... es gibt, du scheinst zu vergessen, unterschiedliche Anpassungen an ein System... (Tiefsee)
Bitte differenzierter betrachten... Es gibt unterschiedliche Anpassungsformen - Die Natur kann mehr als das,was uns bekannt ist...

Nur in Kürze (kann ja nicht immer auf jeden Satz eingehen und solche Aufsätze schreiben Zwinkernd :
Ich gebe Dir völlig recht, dass unter gänzlich anderen Bedingungen die Evolution auch gänzlich anders verlaufen wird. Immer wieder zeigt sich eine selstsame Art von Leben an Orten, die uns selbst lebensfeindlicher nicht erscheinen können. Jedoch ist wohl, wenn ich mich recht entsinne und nichts falsch verstanden habe, Ausgangspunkt oder Anlass der Hypothese der hohlen Erde, dass es offenbar Kontakte von Inneren und Äußeren Bewohnern gab (oder noch gibt) bzw. die Inneren (so will ich sie mal nennen) soetwas wir unsere Vorfahren sind und dort unten ein reicher Garten Eden von uns unentdeckt vor sich hin schlummert ...

Wenn wir aber nun davon ausgehen, dass die Lebensbedingen derart anders sind, als auf der äußeren Hülle, dann ist doch die Ausgangsannahme von vornherein sinnlos, denn dann brauchen wir doch keine Erklärung für die vermeintlichen Kontakte und Sichtungen etc., da es ja wohl niemanden gibt (außer ein paar hitzbeständigen Algen) mit dem es sich lohnte Kontakt aufzunehmen.

Jedes andere Phänomen (Erdbeben etc.), dass jemanden über die Beschaffenheit der Erde nachdenken lässt, wird früher oder später auch mit den bereits bekannten oder noch zu entwickelnden Mitteln der Physik, Chemie, Mathematik oder mit was weiß ich erklärt werden können ... Ich denke, dass wir also die (wesentlich kompliziertere  und erklärungsbedürftigere) Theorie hohler Planeten nicht wirklich brauchen ... auch wenn sie vielleicht sogar vom physikalischen Standpunkt her möglich wären. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung ... Lasst Fakten sprechen!!!

Und was das Energie- und Lichtquantum zur Versorgung der inneren wie äußeren Erde anbelangt, versuche ich mich wirklich schlau zu machen ... Dann lass uns weiter diskutieren!

Bis dahin ...

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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #50 - 22.07.05 um 17:20:18
 
@brueter: Zitat:
Ausgangspunkt oder Anlass der Hypothese der hohlen Erde, dass es offenbar Kontakte von Inneren und Äußeren Bewohnern gab (oder noch gibt) bzw. die Inneren (so will ich sie mal nennen) soetwas wir unsere Vorfahren sind und dort unten ein reicher Garten Eden von uns unentdeckt vor sich hin schlummert ... 
das ist ein komplexes Thema  und ich halte nichts von den Phantastereien die andere Dimensionen brauchen um Kontakte zu erklären...  Um einen Bezug zu den Biblischen Geschichtsinhalten zu stricken bediene man sich folgender Zitate:
Zitat:
In der Genesis 1,6-7 steht: „Und Gott sprach, es werde eine Feste (Gewölbe) zwischen den Wassern und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste.“

Zitat:
„Genesis 6,4: In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Göttersöhne mit den Menschentöchtern eingelassen hatten und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer.“

Zitat:
In den Offenbarungen 21+22 (Auszüge) stehen folgende Sätze über den Wiedereinzug in das verlorene Paradies: "Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten." , ... "Nacht wird es dort nicht mehr geben." ,...„Es wird keine Nacht mehr geben und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne."


Das sind zumindest mythologische Fundamente für eine solche Sichtweise... natürlich auch anders interpretierbar... aber komisch, dass diese so gut passen... und der Dauerbeschuss an Tageslicht führt in biologischen Versuchen zu Größenwachstum, auch durch den erhöhten Sauerstoffgehalt, der damit einhergeht... ganz zu schweigen von der höheren Lebenserwartung, die auch im alten Testament zu genüge erwähnt wird....

Also - kurzum: Wenn irgendwelche Spinner behaupten, dass Hitler da immer noch rein und raus düst, weil er nach dem 2 .WK in die HE geflüchtet sein soll und ja immer noch lebt  Traurig hat das wenig mit einem geschlossene Bild bzw einer Hypothese zu tun sondern eher mit Hirnschädigung bzw schadet, evtl bewußt, dieser Hypothese..

Also bitte den Schwachsinn von den möglichen Hypothesen trennen.

Zitat:
Jedes andere Phänomen (Erdbeben etc.), dass jemanden über die Beschaffenheit der Erde nachdenken lässt, wird früher oder später auch mit den bereits bekannten oder noch zu entwickelnden Mitteln der Physik, Chemie, Mathematik oder mit was weiß ich erklärt werden können
genau  früher oder später -  aber leider noch nicht jetzt... die Wissenschaft ist vielerorts noch nicht so weit aus den Vermutungen herauszutreten...

Zitat:
Ich denke, dass wir also die (wesentlich kompliziertere  und erklärungsbedürftigere) Theorie hohler Planeten nicht wirklich brauchen ... auch wenn sie vielleicht sogar vom physikalischen Standpunkt her möglich wären.
also die Widersprüche der heutigen Kosmologie sind nicht ohne... ich weiß nicht welches Weltbild komplizierter ist ...

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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #51 - 14.10.05 um 23:51:22
 
Eine Innensonne dürfte es wohl kaum geben. Unsere Sonne z.B. ist 332.946 mal so schwer wie die Erde.
Eine Solche Masse im Inneren würde die Hülle zum Kollabieren bringen und sie in die Innensonne reissen. Leider weiß ich im Moment nicht wie schwer eine Sonne mindestens sein muss. Es gibt aber eine Mindestmasse für Sonnen , sonst kommt der Fusionsprozess nicht in Gang. Und wenn ich mich richtig entsinne ist unsere Sonne eher ein Leichtgewicht. (Werde gerne berichtigt!)

Damit bleibt also nur noch eine Innere Lichtquelle anderer (???welcher???) Art.
Und kommt bitte nicht mit dem Leuchtpilz aus dem Expiditionsthread, denn der
braucht die Sonne um seine Energie zu gewinnen die er Nachts abgibt ( kennt Ihr
bestimmt von den klebe Sternen für übers Bett).

Bleibt also noch eine Quelle die nicht Fusion, sondern Kernspaltung nutzt, da man dann
nicht so viel Masse braucht, aber dann wäre das Erdinnere mächtig verstrahlt und es wäre
wenig empfehlenswert sich dort hinein zu begeben.

Zitat:
Jedes Andere Phänomen ( Erbeben etc. ) ...

Was ist denn eigentlich an Erdbeben soooo unerklärlich? Tektonik erklärt das doch wunderbar,
und in Ländern die entsprechende Einrichtungen haben ist damit mittlerweile eine Vorhersage von
Beben ( wenn auch noch recht zeitnah ) durchaus möglich.
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #52 - 15.10.05 um 12:15:24
 
Hallo!

Ich denke Kernsplatung und Fusion könnten als Beispiele helfen. Soweit ich weiß, gibt es auf unserem Mond einen Rohstoff( glaube ist ein Isotop) in größeren Mengen, mit dem man ein Fusionskraftwerk betreiben könnte. Es ist daher wohl nicht notwendig eine bestimmte Masse haben zu müssen um eine Fusionsreaktion zu aktivieren.
Aber ich kenne auch die Theorie, das unser Jupiter eine Sonne hätte sein können, mit mehr Gasmasse. Laut Theorie wäre es so zu einer Fusionsreaktion gekommen.
Und unsere Sonne erzeugt auch Strahlung, genau wie ein Kernkraftwerk.

Gruß Uranus32!
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #53 - 15.10.05 um 16:43:25
 
Zitat:
Hallo!

Ich denke Kernsplatung und Fusion könnten als Beispiele helfen. Soweit ich weiß, gibt es auf unserem Mond einen Rohstoff( glaube ist ein Isotop) in größeren Mengen, mit dem man ein Fusionskraftwerk betreiben könnte. Es ist daher wohl nicht notwendig eine bestimmte Masse haben zu müssen um eine Fusionsreaktion zu aktivieren.
Aber ich kenne auch die Theorie, das unser Jupiter eine Sonne hätte sein können, mit mehr Gasmasse. Laut Theorie wäre es so zu einer Fusionsreaktion gekommen.
Und unsere Sonne erzeugt auch Strahlung, genau wie ein Kernkraftwerk.


Ein Kraftwerk braucht aber selber zunächst eine Energiequelle um die Fusion in Gang zu bringen. Und dazu sind gigantische Energiemengen nötig. In der Natur braucht man eben eine mindestmasse damit es zur Fusion kommt, da diese durch die riesige Gravitation einer Sonne ausgelöst wird.
Für einen Fusionsreaktor braucht man auch keine Isotope vom Mond. Derzeit beginnt man damit in Frankreich einen Test-Fusions-Reaktor zu bauen und dieser kann sehr gut mit irdischem Brennstoff arbeiten.
Wenn du der Meinung bist in der HE gäbe es keine natürliche Sonne sondern einen künstlichen Fusionsreaktor als Energiequelle - klar das geht natürlich.

Jupiter könnte auch zur Sonne werden, aber eben mit mehr Masse. Mit mehr Massse kann aber ALLES zu einer Sonne werden, wenn der Druck im inneren so groß ist das aussreichend Energie zur Fusion entsteht. Denn mit genug Energie kann man jedes Element zu einem anderen verschmelzen (fusionieren). Obwohl, beim allerschwersten Element könnte auch damit Schluss sein.

Unsere Sonne erzeugt Strahlung - klar! Aber wir sind im vergleich zu den Masstäben im Erdinneren unendlich weit davon entfernt. Wären wir von der SOnne nur einen Erddurchmesser entfernt würde uns die Strahlung töten. Deshalb ist eine natürliche Sonne im Inneren der Erde einfach unmöglich. Jedenfalls wenn dort irgendeine Form von Leben existieren soll!
Ausserdem müssten die Temperaturen im Inneren dann höher sein als die die bisher gemessen wurden.

Fazit: Eine natürliche Fusions oder Spaltungsenergie Quelle im Inneren der Erde ist auszuschliessen.
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #54 - 15.10.05 um 21:09:00
 
Nimm doch mal nicht den Leuten ihre Illusionen.   weinend


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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #55 - 28.10.05 um 18:21:54
 
DerEine schrieb am 15.10.05 um 16:43:25:
[quote]
Unsere Sonne erzeugt Strahlung - klar! Aber wir sind im vergleich zu den Masstäben im Erdinneren unendlich weit davon entfernt. Wären wir von der SOnne nur einen Erddurchmesser entfernt würde uns die Strahlung töten. Deshalb ist eine natürliche Sonne im Inneren der Erde einfach unmöglich. Jedenfalls wenn dort irgendeine Form von Leben existieren soll!
Ausserdem müssten die Temperaturen im Inneren dann höher sein als die die bisher gemessen wurden.


Ich glaube nicht, das man das so einfach sagen kann. Diese Sonne muß ja nicht zwangsläufig so hohe Strahlungsmengen freigeben, das sie lebende Zellen gefährdet oder zerstört. Und beim Thema Temperatur denke ich, das sie mit einem violetten Licht wesentlich geringere Temperaruren erzeugen könnte.

Gruß Uranus32!
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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #56 - 31.10.05 um 10:12:36
 
also wir können festhalten, dass eine Sonne in dem uns bekannten Sinne wohl nicht in unserer Erde schlummern kann. (Anmerkung: wäre der Jupiter eine wenig größer geraten, würde seine Gravitation Ihn selbst zur Sonne werden lassen. Wir sind uns klar dass diese Masse nicht in unserer Erde sein kann)
Also komme ich (mal wieder) zurück auf das geschlossene Gravitationsprinzip der Magmenbildung:
Ist ein Himmelskörper (Bsp: Ios, Europa, Venus) groß genug für eine Gravitation x, entstehen Magmen. (will heißen: Die Last/Gravitation schmilzt Gestein) Die Erde besitzt diese Magmen bis knapp unter der Oberfläche. Der Jupitermond IO ebenso. Die Venus besitzt im Gegensatz zur Erde zu wenig Vulkanismus, was die Wissenschaft daraus schliessen lässt, dass diese irgendwann Ihre Oberfläche (Kochtopfprinzip)aufschmilzt und dann die Venus unter Ihrer Wolkendecke glühen lässt. Gleiches Prinzip könnte man für den Kern der Erde anwenden. Magmen entstehen in einem 1500km großen Himmelskörper. Gravitation machts möglich. Haben wir es im Innern der Erde auch mit einer Venussituation zu tun (Fehlende Weltraumkälte verhindert eine Krustenbildung wie bei dem Mond Europa oder auch der Erde) gilt der Aufschmelzvorgang bis hin zur Oberfläche und der Kern glüht rötlich bis gelb und erwärmt ohne Fusionsprozesse den Innenraum. Die eigentlich minimale Energie reicht durch das geschlossene System für eine Versorgung aus. Die Schale selbst ist durch Ihren Durchmesser (1000km oder mehr) ebenfalls der Gravitation unterlegen und schmilzt Gestein zu Magmen. Daher der Vulkanismus....
So und kaum anders hätten wir eine theoretische Innensonne im nicht herkömmlichen Sinne

Gruß
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Antwort #57 - 31.10.05 um 15:10:40
 
Zitat:
Ist ein Himmelskörper (Bsp: Ios, Europa, Venus) groß genug für eine Gravitation x, entstehen Magmen. (will heißen: Die Last/Gravitation schmilzt Gestein) Die Erde besitzt diese Magmen bis knapp unter der Oberfläche.


Das stimmt so nicht.
Dauerhaft wirkt diese "Anfangserhitzung" nicht siehe Energieerhaltungssatz.
Wobei diese "Anfangserhitzung" weniger als "Last/Gravitation" zu beschreiben ist sondern
als "Kollisionsenergie".

http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie

Zitat:
Geothermie stammt zum geringeren Teil (30 Prozent) aus der Restwärme aus der Zeit der Erdentstehung (Akkretion), zum größeren Teil (70 Prozent) aus radioaktiven Zerfallsprozessen, die in der Erdkruste seit Jahrmillionen kontinuierlich Wärme erzeugt haben und heute noch erzeugen. Ganz oberflächennah kommen Anteile aus der Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche und aus dem Wärmekontakt mit der Luft dazu.


Bei den Jupitermonden spielen die Gezeitenkräfte des Jupiters eine Rolle.
Bei der Venus, und in geringeren Masse der Erde, der Treibhauseffekt.

Als Beleuchtungsquelle reichen die Zerfallsprozesse im Innern der Erde jedoch nicht.
Die Hitze wird in dem Ausmaß nur gehalten durch die isolierende Funktion der
Erdkruste.

Zitat:
Die Leistung, die aus dem radioaktiven Zerfall resultiert, beträgt etwa 16 · 1012 Watt. Bei einem mittleren Erdradius von 6 371 km beträgt die geothermische Leistungsdichte des radioaktiven Zerfalls an der Erdoberfläche etwa 0,032 Watt pro Quadratmeter Erdoberfläche


Um mehr zu erreichen müsste der Zerfall größer sein damit auch die freiwerdende Radioaktive
Strahlung wo wir wieder bei den Problemen wären die andere schon damit hatten.

Ich sag ja bei der Beleuchtung von unterirdischen Hohlräumen führt kein Weg daran vorbei:

http://www.mykonet.ch/Leuchtpilze.htm

...


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Re: Innensonnenentstehung ist möglich.
Antwort #58 - 31.10.05 um 17:26:05
 
wieso Anfangserhitzung? Wieso Kollisionsenergie. Ich habe von der Gravitation geschrieben. Die Erdentstehung passt in die o.g. Themen (Tethys-Kollision) Zitat:
Bei den Jupitermonden spielen die Gezeitenkräfte des Jupiters eine Rolle.
Bei der Venus, und in geringeren Masse der Erde, der Treibhauseffekt.

Ich denke das Magmenentstehung wohl nichts mit einem Treibhauseffekt zu tun hat, oder?. Bei Io geht man davon aus, nichts ist bewiesen, dass Jupiter ihn durchwalkt... Europa ist dafür ein wenig zu weit weg. Selbst der Mond steht in der Vulkanismusdiskussion. Alles in allem deuten diese Umstände auf ein Umdenken hin wie der Einfluss von Gravitation zur Magmenbildung führt. Das Prinzip ist einfach.
Die offizielle Version lautet in etwa so: Zitat:
In den Anfangsstadien ihrer Geschichte vor 4.6 Milliarden Jahren war die Erde ein homogener Planet, der überall im Inneren ungefähr die gleiche stoffliche Zusammensetzung aufwies. Nach nur relativ kurzer Zeit - innerhalb der ersten hundert Millionen Jahre - kam es aufgrund der steigenden Erwärmung (durch Akkretion einfallender Materie, Verdichtung des Erdkerns, radioaktiver Zerfall) zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Erde. Nachdem sie sich ungefähr auf ca. 2000 °C (Schmelzpunkt des Eisens) erwärmt hatte, sammelte sich das flüssige Metall in Tropfen. Da Eisen schwerer ist als die anderen häufigen Bestandteile der Erde, sank ungefähr ein Drittel der Erdmaterie zum Zentrum und bildete dort den Eisenkern, während gleichzeitig leichteres Material aus dem Kernbereich verdrängt wurde. Bei diesem gewaltigen hochtemperierten Verdrängungsprozeß wurden auch andere Bestandteile der Erde teilweise aufgeschmolzen. Im Gegensatz zum Eisen waren diese Schmelzen jedoch leichter als das Ausgangsmaterial von dem sie sich abtrennten, und sie stiegen deshalb zur Oberfläche auf, wo sie abkühlten und eine Kruste bildeten. Im Zentrum entwickelte sich also ein dichter Erd-Kern aus Eisen, außen eine Erd-Kruste aus leichtem Material (Sauerstoff, Silizium, Aluminium, Calcium, Natrium u.a.) und dazwischen der sogenannte Erd-Mantel aus Gesteinen mit einer mittleren Dichte (Magnesium-Eisen-Silikate). Schließlich bildeten sich große Kontinente aus leichterem Material, die wie Schollen auf dieser Kruste schwammen.
und genau hier gibt es zig Ansatzpunkte ads ganze Konstrukt in den Abfalleimer zu werfen.
Eine homogene Ur-Erde ist aus meiner Sicht nicht möglich. Die erklärten Prozesse sind konstruiert und vernachlässigen die Gravitation, welche Himmelskörper in Abhängigkiet Ihrer Masse, auf sich selbst wirken lässt.
Beispiele: Die Marsmonde haben auf Grund Ihrer geringen Größe zu keiner Kugelform gefunden. Die Masse reicht weder für ein geschmolzenes Inneres noch für die Symetrie.
Der Mond hat diese (Ab 500km Durchmesser) und genau hier wird ganz leise über einen erloschenen Vulkanismus diskutiert... Der Jupiter verbirgt unter seiner Gasschicht eine Masseansammlung die einen festen Zustand nicht zulassen könnte. Gleiches gilt für die Sonne. Schwarze Löcher=Extrem große Masseansammlungen also Sonnen, die selbst das Massearme Licht zu halten vermögen.
Die Logik zeigt sich im Weltall. Der eingeschlagene Weg ist seit Einstein der falsche.
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Antwort #59 - 31.10.05 um 17:55:46
 
Zitat:
wieso Anfangserhitzung? Wieso Kollisionsenergie. Ich habe von der Gravitation geschrieben.


Und gerade das war falsch. Entschuldige das ich mich zu höflich ausgedrückt habe,
als ich vorhin auf den Fehler hingewiesen habe.

Zitat:
Ich denke das Magmenentstehung wohl nichts mit einem Treibhauseffekt zu tun hat,


Du hattest in Bezug auf Venus vom Aufschmelzungsprozeß der Venus geschrieben.
Das der in der Vergangenheit erfolgt ist, ist  ziehmlich sicher, einige Wissenschaftler
nehmen an das es periodisch passiert, darauf hast du dich bezogen.
Bei diesem Vorgang spielt der Treibhauseffekt aber leider nun mal eine Rolle.  Zwinkernd

Der wichtigste Satz den ich geschrieben hatte war der hier:

Zitat:
Dauerhaft wirkt diese "Anfangserhitzung" nicht siehe Energieerhaltungssatz.


um konkreter zu werden:

Zitat:
Energieerhaltungssatz



Du:
Zitat:
und genau hier gibt es zig Ansatzpunkte ads ganze Konstrukt in den Abfalleimer zu werfen.


Es ist wie mit allen wissenschaftlichen Theorien - sie werden mit der Zeit ergänzt werden
oder durch besser Geeignete ersetzt werden. Das was du die offizielle Version in der
Wissenschaft nennen würdest, ist halt die im Moment Plausibelste.

Durch Einstein (den du nicht leiden kannst) ist Newton nicht irrelevant geworden.
Wissenschaft ist halt ein Prozeß und nichts was endgültige Wahrheiten erzeugt.
Besser, als ich, hat das natürlich Newton selbst formuliert:

Zitat:
"Ich weiß nicht, wie ich der Welt erscheinen mag; aber mir selbst komme ich nur wie ein Junge vor, der am Strand spielt und sich damit vergnügt, ein noch glatteres Kieselsteinchen oder eine noch schönere Muschel als gewöhnlich zu finden, während das große Meer der Wahrheit gänzlich unerforscht vor mir liegt."

"Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich auf den Schultern von Giganten stand."


Und jetzt nicht traurig sein, hätte ja selbst gerne ein ordentliche Höhlenbeleuchtung. Cool
Aber mit denen geht es ja auch:
...


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