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[ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürtel (Gelesen: 12408 mal)
Azatoth
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[ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürtel
30.03.04 um 19:41:36
 
Hallo,
ich höre grade das Hörbuch Prometheus von Franz Fühmann. Kennt das von euch Griechenexperten noch jemand ? Ich hab es noch nicht ganz durch, aber u.A. wird da folgendes erstaunliches gesagt.

Als Zeus sich mit den anderen Titanen verbündet hat um ihren Vater Kronos zu stürzen, entbrennt ein 10 Jahre andauernder Kampf der irgendwann auch auf einen Planeten aus purzem Quarz führt, welcher aber durch den Kampf in Stücke gerissen wird. Dessen Überreste bilden heute den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.

Das Hörspiel ist ja nun eine moderne Interpretation, aber von dem was ich eh schon über die Griechen weiss, hält sich das doch recht nah an der Vorlage.
Das mit dem Asteroidengürtel - welcher im Original, falls er vorkommt- sicher anders heissen würde, wäre ja mehr als nur eine Interpretation.
Kommt der Asteroidengürtel denn überhaupt bei den Griechen vor ? Soweit ich weiss, wussten sie nicht mal, dass Planeten weit entfernte Objekte im Weltraum sind, die um die Sonne kreisen.


Änderung:
von zak: zur leichteren unterscheidung im titel [ÄE] (=Äußere Erde) eingefuegt
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« Zuletzt geändert: 09.07.05 um 17:20:08 von Zak »  

 
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Uranus32
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Mark Brandenburg
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Re: Griechische Mythologie und der Asteroidengürte
Antwort #1 - 13.04.04 um 11:47:33
 
Hallo!

Es gibt die Vermutung, das dies einmal ein Planet namens "Pheaton" oder so ähnlich war. Vielleicht ist dies eine griechische Überlieferung?

Gruß Uranus32!
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Zwirni
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Re: Griechische Mythologie und der Asteroidengürte
Antwort #2 - 13.04.04 um 20:49:09
 
Zitat:
Kommt der Asteroidengürtel denn überhaupt bei den Griechen vor ? Soweit ich weiss, wussten sie nicht mal, dass Planeten weit entfernte Objekte im Weltraum sind, die um die Sonne kreisen.


Direkt genannt wird bei der griechischen Mythologie sicherlich nie das reale Bild dessen was da umschrieben wird. Der "Sturz des Phaeton" könnte in heutiger Zeit erst als Sinnbild für den bisher nicht nachgewiesenen, nur hypothetisch einst existierenden Planeten (genannt Phaeton (http://de.wikipedia.org/wiki/Phaeton), verstanden worden sein. Aber eine interessante Theorie, dass die Griechen ein derartiges Himmelsereignis beschrieben Smiley

Meinst du bei dem Hörbuch vielleicht diese Story http://www.hipark.austin.isd.tenet.edu/mythology/phaeton.html ?
Für diejenigen die das Hörbuch auch interessiert: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3895847399/ref%3Dnosim/glmy-21/028-4818165...
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Azatoth
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Re: Griechische Mythologie und der Asteroidengürte
Antwort #3 - 15.04.04 um 01:22:34
 
Genau das von Amazon ist das Hörbuch  Smiley
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WGS
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Die Geschichte der Erde
verlief anders

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Re: Griechische Mythologie und der Asteroidengürte
Antwort #4 - 05.07.04 um 03:58:45
 
Zitat:
Direkt genannt wird bei der griechischen Mythologie sicherlich nie das reale Bild dessen was da umschrieben wird. Der "Sturz des Phaeton" könnte in heutiger Zeit erst als Sinnbild für den bisher nicht nachgewiesenen, nur hypothetisch einst existierenden Planeten (genannt Phaeton (http://de.wikipedia.org/wiki/Phaeton), verstanden worden sein. Aber eine interessante Theorie, dass die Griechen ein derartiges Himmelsereignis beschrieben Smiley

Meinst du bei dem Hörbuch vielleicht diese Story http://www.hipark.austin.isd.tenet.edu/mythology/phaeton.html ?
Für diejenigen die das Hörbuch auch interessiert: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3895847399/ref%3Dnosim/glmy-21/028-4818165...


Servus Zwirni,

Interssant das du grad das erwähnst das es bei den Griechen vorkommen kann, "gg". Du weist das es ja ein Schwerpunkt von uns ist das grad zu beweisen, an die anderen teilt uns doch bitte Mythen und Quellen dazu mit.

Bayrische Grüsse
WGS
PS: Wenn es geht erstmal im Chat  Laut lachend
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Zak
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and the alien mindbenders

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Hohle Erde
Re: Griechische Mythologie und der Asteroidengürte
Antwort #5 - 05.07.04 um 22:33:06
 
Zitat:
PS: Wenn es geht erstmal im Chat Laut lachend

hoert nicht auf den zwanghaften chatter, der labert euch nur das ohr weg Zwinkernd
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TrisMeg
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #6 - 13.02.06 um 09:57:38
 
Schaut euch mal die Arbeiten an von Zacharia Sitchin, wenn man mal alle Mythologien vergleicht kommt doch immer alles aufs selbe raus. Griechen - Römer - Germanen - Assyrer usw.

Alles passierte auf dem selben Planeten, immer waren es die gleichen Protagonisten...nur die Namen änderten sich. Irgendwann werden wir erkennen was denn nu wirklich unsere Herkunft und unsere Bestimmung ist.
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Uranus32
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Mark Brandenburg
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #7 - 13.02.06 um 14:52:42
 
Diese geistige Entwickelung spielt sich ja letztendlich in unsere Psyche ab. Und die Mytologie bezieht sich immer auf innerpsychische Vorgänge. Man nutzt hier Geschichten der äußeren Welt als Gleichnis.

Noch etwas zum Zusammenhang zum Astrologiegürtel; dem Thema "Planet X Nibiru : Scheisse passt es wirklich ?" entnommen: http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1087213096/16#16

Zitat:
"Many of you have heard of the planet Maldek. Maldek was destroyed and shattered and became our asteroid belt some ten million years ago. One part of Maldek which still revolves around our Sun is known as Chiron. In astrological terms, Maldek represented “Unconditional Truth,” and in her shattering, the truth of our solar system was lost. In the shattering of Maldek, a solar unconscious was born, and our entire solar system went into polarity."


>> Viele von Ihnen haben vom Planet Maldek gehört. Maldek wurde vor etwa zehn Millionen Jahren zerstört und zerbrochen und aus ihm entstand unser Asteroidengürtel. Ein Teil von Maldek, der immer noch unsere Sonne umkreist, ist bekannt als Chiron. Im astrologischen Sinn repräsentierte Maldek die 'bedingungslose Wahrheit', und durch sein Zerbrechen ging die Wahrheit unseres Sonnensystems verloren. Durch den Zusammenbruch Maldeks entstand eine solare Unbewußtheit, und unser gesamtes Sonnensystem veränderte sich zur Polarität. <<

http://karljahn.tripod.com/Maldek.htm

Gruß Uranus32!
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sowelu
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #8 - 06.03.06 um 20:10:10
 
Hi,
Zum Thema Asteroidengürtel habe ich auch etwas gefunden:

"... Außerdem wollten die Plejadier sämtliche Mineralien vom Mars entfernen, um die Mineralien zu ersetzen, die sie in ihrem fehlgeschlagenen Experiment verloren hatten.  Die Bewohner von Maldek haben Einspruch erhoben und es kam zum Krieg.  Die Plejadier haben gewonnen und Maldek wurde durch ein Raumschiff zerstört und wurde zu eurem Asteroidengürtel.
Anschließend wurden alle Mineralien vom Mars entfernt, die scheinbar auf alle dritt-dimensionalen Planeten der gesamten Plejaden verteilt worden sind.  Und schließlich haben die Plejadier einen der Planeten eures Sonnen-Systems entfernt, der als Nibiru bekannt ist und haben ihn durch eine Art Raumschiff ersetzt.  Man könnte das, was im Orbit von Nibiru zurückgelassen ist mit einem Satelliten vergleichen.  ..."

Entnommen http://www.flow-of-life.org/at2/at2_01.htm

Langer Artikel in dem es eigentlich um die "Überwindung der Persönlichkeit des Egos und des Negativen Egos" ... aber wenn man ab den Abschnitt "Die Geschichte der Persönlichkeits-Wesenheiten" liest, findet man obigen Ausschnitt.

Gruß
Sowelu
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Indem du auf andere zugehat,
entdeckst du dich selbst
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Erutan
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RESISTO

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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #9 - 02.05.06 um 17:21:30
 
Hi,

zu diesem Thema empfehle ich, die Enuma Elish (Das "hohe Lied der Schöpfung") zu lesen. Dabei handelt es sich möglicherweise zwar auch nicht um den Urtext zu diesem Thema aber um den ältesten bisher gefundenen.

Der Mythos wurde von dort nach Ägypten und von Ägypten nach Griechenland getragen. Dabei änderte sich zwar nicht der Sinnzusammenhang (der änderte sich erst in der jüngsten Kopie, dem alten Testament) aber kleinere Abweichungen finden sich schon.

Zitat:
Tafel 1: Das Chaos
     Als droben die Himmel nicht genannt waren.
     Als unten die Erde keinen Namen hatte,
     Als selbst Apsu, der uranfängliche, der Erzeuger der Götter,
     Mummu Tiâmat, die sie alle gebar,
  5 Ihre Wasser in eins vermischten,
     Als abgestorbenes Schilf noch nicht angehäuft, Rohrdickicht nicht zu sehen war,
     Als noch kein Gott erschienen,
     Mit Namen nicht benannt, Geschick ihm nicht bestimmt war,
     Da wurden die Götter aus dem Schoß von Apsu und Tiâmat geboren.
10 Lachmu, Lachamu traten ins Dasein, wurden mit Namen benannt.
     Äonen wurden groß und erstreckten sich lang,
     Anschar, Kischar wurden geboren, sie überragten jene,
     Die Tage wurden lang, die Jahre mehrten sich.
 
     Anu (Himmel) war ihr Sohn, ebenbürtig seinen Vätern.
15 Anschar machte Anu, seinen Erstgeborenen, sich gleich;
     Anu erzeugte sein Ebenbild Nudimmud.
     Nudimmud war seiner Väter Herrscher.
     Umfassend an Wissen, weise, an Kräften gewaltig,
     Übertraf er bei weitem an Kraft den Erzeuger seines Vaters, Anschar.
20 Nicht hatte er seinesgleichen unter den Göttern, seinen Brüdern.
 
     Es kamen zusammen die Brüder, die Götter,
     Zu stören Tiâmat durch ungeordnetes Treiben.
     Sie verwirrten tatsächlich Tiâmats Gemüt,
     Da sie tanzend umhersprangen inmitten der Himmelswohnung.
25 Sie dämpften ihr Geschrei nicht einmal inmitten des Apsu.
     Tiâmat schwieg angesichts ihrer,
     Doch ihr Treiben war peinlich,
     Ihr Wandel mißfiel ihm, sie waren erwachsen.
     Da begann Apsu, der Vater der großen Götter,
30 Mummu, seinen Boten, zu rufen und sagte zu ihm:
     «Mummu, mein Bote, der du mein Herz erfreust,
     Komm, zu Tiâmat wollen wir gehen!»
     Sie gingen hin, und vor Tiâmat ließen sie sich nieder.
     Die Angelegenheit berieten sie wegen der Götter, ihrer Erstgeborenen.
35 Apsu tat seinen Mund auf,
     Mit lauter Stimme sprach er zu Tiâmat:
     «Unerträglich ist mir ihr Verhalten.
     Tagsüber kann ich nicht ruhen, nachts kann ich nicht schlafen.
     Ich will sie vernichten, um ihrem Treiben ein Ende zu machen.
40 Stille soll herrschen, damit wir schlafen können!»
 
     Als Tiâmat diese Worte vernahm,
     Begann sie gegen den Gatten zu schmälen,
     Einen Schmerzensschrei stieß sie aus, wütend in ihrem Alleinsein,
     Ließ das Böse ein in ihr Herz:
45 «Was? Vernichten sollten wir, was wir geschaffen haben?
     Gewiß, ihr Verhalten ist peinlich, doch laßt uns mit Sanftmut gedulden.»
 
     Mummu sprach nun, Apsu zu beraten.
     Mummus Rat war voll Gewalt und Feindseligkeit:
     «Zerstöre, Vater, diese trüben Umtriebe,
50 Damit du tagsüber ruhen, damit du nachts schlafen kannst.»
     Als Apsu dies hörte, glänzte sein Antlitz.
     Weil er Böses plante gegen die Götter, seine Söhne,
     Umarmte er Mummu,
     Nahm ihn auf seine Knie und küßte ihn.
 
55 Alles, was sie bei ihrer Zusammenkunft geplant hatten,
     Den Göttern, ihren Erstgeborenen wurde es erzählt.
     Als die Götter es hörten, wurden sie erregt,
     In ihrer Bestürzung blieben sie stumm.
     Doch der sehr kluge, der weise, der mächtige,
60 Der allwissende Ea erkannte ihre Absichten.
     Er ersann und schuf gegen ihn eine Form für das All,
     Er machte kunstvoll gegen ihn eine gewaltige Beschwörung,
     Und sein Spruch ließ sie auf den Wassern bleiben.
     Er goß einen Schlaf über Apsu aus, der sanft schlummerte.
65 Er betäubte ihn, da er den Schlaf über ihn ausgoß.
     Mummu, der Ratgeber, war unfähig, sich zu bewegen.
     Er beraubte ihn seiner Kleider, zog ihm die Tiara ab,
     Seinen Glanz nahm er weg und bekleidete sich damit.
     Nachdem er Apsu gefesselt hatte, erschlug er ihn.
70 Er sperrte Mummu ein, schob den Riegel vor über ihm.
     Und auf Apsu schlug er seine Wohnung auf.
     Den Mummu packte er und hielt ihn am Zügel.
     Nachdem er seine Feinde siegreich bezwungen hatte,
     Nachdem er, Ea, seinen Triumph gesichert hatte über seine Widersacher,
75 Ruhte er beruhigt inmitten seines Gemaches,
     Er nannte es Apsu und bestimmte die geweihten Stätten.
     An diesem Orte gründete er seinen Wohnsitz.
     Ea und Damkina, seine Gemahlin, lebten dort in Herrlichkeit.
 
     Da wurde im Gemach der Geschicke, im Heiligtum der Urbilder,
80 Ein Gott gezeugt, der mächtigste und weiseste von allen.
     Im Schoß des Apsu wurde Marduk geboren.
     Im Schoß des reinen Apsu wurde Marduk geboren.
     Es zeugte ihn Ea, sein Vater.
     Seine Mutter, Damkina, die ihn gebar,
85 Ließ ihn an den Brüsten der Göttinnen saugen.
     Ein Wächter wachte über ihn, erfüllte ihn mit furchtbarer Herrlichkeit.
     Prächtig war seine Gestalt, funkelnd der Blick seiner Augen.
     Erwachsen bei seiner Geburt, besaß er von Anbeginn all seine Macht.
 
     Als Anu ihn sah, der seinen Vater erschaffen hatte,
90 Erglänzte frohlockend sein Herz, wurde freudevoll.
     Er vollendete ihn, gab ihm ein doppelt göttliches Sein.
     Gewaltig erhöht über sie ist er, beherrscht sie nach allen Seiten.
     Unbegreiflich kunstvoll waren seine Formen,
     Er überstieg das Verstehen, man konnte ihn kaum ansehen.
95 Vierfach war sein Blick, vierfach sein Gehör.
     Wenn seine Lippen sich bewegten, erglühte Feuer.
     Vierfach wuchs in ihm das Verständnis,
     Und seine Augen ebenso erschauten alles.
     Erhob er sich, so überstieg seine Gestalt die der Götter,
100 Mit riesenhaften Gliedern überragte er sie alle an Größe.
      «Mein Kind, mein Kind!
     Mein Sohn! Sonne! Sonne der Himmel!»
     Bekleidet ist er mit dem Glanz von zehn Göttern, höchst stark,
     Alle Schrecken sind auf ihn gehäuft.
 
105 Dann rief Anu die vier Winde ins Dasein,
     In seine Hände legte er ihre mächtige Meute,
     Er ersann den Staub und ließ ihn vom Sturme tragen.
     Er schuf die Wellen, um Tiâmat zu stören.
     Und Tiâmat, wirklich gestört, war Tag und Nacht in Bewegung.
 
110 Die Götter, der Ruhe beraubt, mühten sich ab im Wind;
     Hin und her überlegten sie Böses in ihrem Herzen,
     Sie sprachen zu Tiâmat, ihrer Mutter:
     «Als sie Apsu töteten, deinen Gemahl,
     Dachtest du nicht daran, ihm zu helfen, abseits hieltest du dich ohne ein Wort.
115 Nun schuf er den vierfachen Schreckenswind,
     Dein Herz soll ermatten davon, und wir alle können jetzt nicht mehr schlafen.
     Denke an Apsu, deinen Gemahl,
     Und an Mummu, der in Ketten gelegt ward! Du bleibst allein.
     Und irrst angstvoll umher.
120 Liebst du uns nicht mehr?
     Unsere Augen sind geschwollen
     [...] unaufhörlich, damit wir schlafen können.
     [...] zum Kampf, räche sie!
     [...] vernichte sie!»
 
125 Als Tiâmat es hörte, gefiel ihr diese Rede.
     «[...] gabt ihr. Laßt uns Ungeheuer schaffen.
     [...] die Götter inmitten der himmlischen Wohnung.
     [...] Laßt uns die Götter bekämpfen» [...]
     Sogleich fallen sie ab und erheben sich zur Seite Tiâmats.
130 Voll Zorn schmieden sie Pläne, ruhelos bei Tag und Nacht.
     Sie nehmen den Kampf auf, toben, rasen,
     Bilden eine Rotte, den Kampf vorzubereiten.
     Die Abgrund-Mutter, die alles erschafft,
     Schuf überdies unwiderstehliche Waffen, gebar entsetzliche Schlangen,
135 Mit spitzem Zahn, erbarmungslosen Kiefern,
     Mit Gift anstatt mit Blut füllte sie ihren Leib.
     Wütende Drachen bekleidete sie mit Furchtbarkeit,
     Mit übernatürlichem Glanz belud sie sie, machte sie wie Götter:
     «Wer sie sieht, den sollen sie vor Schreck vernichten!
140 Sie sollen springen, ohne ihre Brust zu wenden!»
     Sie schuf die Viper, den roten Drachen und die Sphinx,
     Den großen Löwen, den tollen Hund, den Skorpionmenschen,
     Wütende Dämonen, Fischmenschen und Kentauren,
     Die schonungslose Waffen tragen, die Schlacht nicht fürchten.
145 Gewaltig waren ihre Weisungen, unwiderstehlich waren sie.
     Elf Arten schuf sie so in Eile.
 
     Unter den Göttern, ihren Erstgeborenen, die ihren Anhang bildeten,
     Erhöhte sie Kingu, machte ihn groß unter ihnen,
     Voranzuziehen an der Spitze des Heeres, die Truppe zu führen,
150 Die Waffe zum Kampfbeginn zu erheben, zum Angriff aufzubieten,
     Die allerhöchste Führung in der Schlacht,
     Alles vertraute sie seiner Hand an, sie ließ ihn in der Ratsversammlung sitzen:
     «Ich habe einen Zauber über dich gesprochen,
     In der Versammlung der Götter dich erhöht!
155 Du seist erhaben, mein Gatte, Auserwählter du!
     Dein Wort soll man erhöhen über alle Anunnaki!»
     Sie gab ihm die Schicksalstafel, brachte sie an seiner Brust an:
     «Dein Gebot sei unveränderlich, fest stehe dein Wort!»
     Jetzt war Kingu erhöht, im Besitze der Anuschaft,
160 Für die Götter, seine Söhne, bestimmte er die Geschicke:
     «Ein Wort aus eurem Munde wird die Flammen löschen
     So mächtig sie auch sei, wenn man sie schwingt,
     Soll er die Machtwaffe ins Wanken bringen!»

Tafel 2 und 3: Inhaltsangabe
 
Ea, der Weisheitsgott, berichtet Anschar, daß Tiâmat, die Salzflut,  den Aufstand vorbereite. Anschar fordert Ea auf, Tiâmat anzugreifen, doch dieser will weise im Hintergrund bleiben. Also beauftragt Anschar den Himmelsgott Anu mit diesem Kriegszug; doch Anu fühlt sich nicht stark genug, den Kampf aufzunehmen. Er beruft die Versammlung der Götter ein und bittet Marduk, für die ratlosen Götter in den Kampf gegen Tiâmat und Kingu einzutreten. Marduk erklärt sich bereit, fordert aber die höchste Macht.
Anschar schickt seinen Boten Gag zu Lachmu und Lachamu, um sie über die Lage der Dinge in Kenntnis zu setzen. Danach kommen die Götter zu einem großen Fest zusammen.
 
Die Tafel 4 beginnt damit, daß die Götter das Schicksal des Marduk bestimmen; dieser gibt einen Beweis seiner Zaubermacht, indem er durch sein bloßes Wort ein Gewand erscbeinen und verschwinden läßt.
Dann bereitet er sich vor und besteigt seinen Kampfwagen.
 
Tafel 4: Der Sieg der neuen Kräfte
59 Der Herr lenkt seinen Weg geradeaus
60 Und wandte sich zu Tiâmat, die wütend tobte.
     Auf den Lippen hatte er eine Beschwörung,
     Mit den Händen umschloß er die Pflanze, die das Gift vertreibt.
     An jenem Tage liefen sie, die Götter, ja sie liefen voll Angst um ihn,
     Die Götter, seine Väter, liefen, ja die Götter liefen voll Angst um ihn.
65 Es nahte sich der Herr, der Tiâmat Vorkehrungen zu beobachten,
     Und die Absichten Kingus, ihres Gatten, zu erforschen:
     Beim ersten Blick schwankt sein Gang,
     Sein Geist wird kraftlos, seine Gebärden ohne Zusammenhang,
     Und die Götter, seine Helfer, die ihm zur Seite gehen,
70 Sehen den tapferen Helden, und ihr Blick wird verwirrt.
     Er warf, doch Tiâmat wandte das Haupt nicht,
     Auf ihren Lippen trug sie grobe Lügen:
     'Du bist wichtig; dein Vorgehen ist das des Herrn der Götter!
     Von ihrer Stätte begaben sie sich zu deiner.'
75 Der Herr erhob den Zyklon, seine gewaltige Waffe,
     Und der Tiâmat, die Versöhnung heuchelte, rief er zu:
     'Warum sprichst du überfreundliche Worte,
     Da du dich innerlich zum Angriff rüstest?
     Die Söhne haben sich getrennt, ohne Achtung vor ihren Vätern,
80 Denn du, die sie geboren, hast jedem mütterlichen Sinn entsagt.
     Du wähltest diesen Kingu dir als Gatten,
     Rechtswidrig hast du ihn mit allerhöchster Macht bekleidet,
     Wider Anschar, den König der Götter,
     hast du feindliche Pläne geschmiedet,
     Wider die Götter, meine Väter, hast du deine Bosheit gerichtet.
85 Deine Truppe mag sich ausrüsten oder dir die Waffen anlegen!
     Begegnen wir uns lieber und kämpfen im Zweikampf!'
     Als Tiâmat dies hörte,
     Geriet sie außer sich, verlor den Verstand.
     Sie stieß gegen ihn ein solches Gebrüll aus,
90 Daß ihre Beine von oben bis unten gegeneinander schlotterten.
     Sie sagte eine Beschwörung und warf einen Zauberspruch aus,
     Indes die Götter des Kampfes ihre Waffen schärften.
     Da traten zusammen Tiâmat und Marduk, der weiseste der Götter,
     Stürzten sich aufeinander und begegneten sich im Kampf.
95 Es breitete der Herr sein Netz aus, fing sie darin,
     Er ließ vor ihr los den schlimmen Wind, den er aufbewahrt hatte,
     Als Tiâmat das Maul auftat, um ihn zu verschlingen,
     Warf er den Sturm hinein, damit sie ihre Lippen nicht wieder schließen könne.
     Die grimmigen Winde füllten ihren Leib.
100 Ihr Leib blähte sich auf, und ihr Maul blieb offen.
     Er schoß einen Pfeil ab, zerriß ihr den Bauch,
     Ihr Inneres zerriß er und durchbohrte ihr Herz.
     Als er sie bezwungen hatte, tilgte er ihr Leben aus,
     Ihren Leichnam warf er zu Boden und stellte sich darauf.
105 Als er Tiâmat, die Anführerin, erschlagen hatte,
     Zerbrach er ihre Rotte, ihr Heer zerstreute sich.
     Und die Götter, ihre Helfer, die ihr zur Seite gingen,
     Erzitterten, fürchteten sich, wandten sich rückwärts.
     Sie versuchten zu entweichen, ihr Leben zu retten,
110 Doch sie waren umgarnt, jede Flucht war ihnen versagt.
     Er band sie und zerbrach ihre Waffen.
     Sie waren in Netze geworfen, sie blieben im Garne gefangen,
     Zusammengedrückt in Winkeln waren sie voll Wehklagen.
     Sie erlitten ihre Strafe und blieben im Gefängnis.
115 Die elf, die sie mit Furchtbarkeit beladen hatte,
     Die Rotte der Dämonen, die zu ihrer Rechten eingesetzt war,
     Warf er in Fesseln, band ihre Glieder.
     Zur Strafe für ihren Aufruhr trat er sie nieder.
     Und Kingu, der an ihre Spitze gestellt worden war,
120 Fesselte er und setzte ihn unter die Zahl der toten Götter.
     Er nahm ihm die Schicksalstafel, die ihm nicht gebührte,
     Mit einem Siegel versiegelte er sie und heftete sie an seine Brust.
     Nachdem er seine Feinde so bezwungen,
     Den frechen Gegner versklavt hatte,
125 Den Triumph Anschars über den Feind endgültig gewonnen hatte,
     Nachdem er, Marduk, der Tapfere, den Wunsch des Ea erfüllt hatte,
     Machte er über die gefangenen Götter gewaltig seine Haft
     Und kehrte zurück zu Tiâmat, die er bezwungen hatte.
     Es stellte der Herr seinen Fuß auf Tiâmats Kreuz,
130 Mit seinem schonungslosen Dolch spaltete er ihren Schädel,
     Durchschnitt ihre Adern,
     Und der Nordwind entführte das Blut in die Ferne.
     Als seine Väter es sahen, freuten sie sich, jubelten,
     Brachten ihm Geschenke und Gaben.
135 Es ruhte der Herr und beschaute ihren Leichnam.
     Aus dem geteilten Ungeheuer wollte er Kunstvolles schaffen.
     Er schnitt es also entzwei wie einen getrockneten Fisch,
     Der einen Hälfte bediente er sich, das Himmelsgewölbe zu machen,
     Zog den Riegel, setzte Wächter ein
140 Und schärfte ihnen ein ihre Wassers nicht herauszulassen.
     Er ging durch die Himmel, durchforschte ihre Gegenden,
     Um dort ein Gegenstück des Apsu zu errichten als Wohnung Nudimmuds.
     Es maß der Herr die Ausmaße des Apsu,
     Einen Palast nach seinem Bild, errichtete er dort, den Escharra.
145 Der Palast Escharra, den er erbaute, war der Himmel.
     Anu, Enlil und Ea ließ er an ihren Stätten wohnen.»
Tafel 5: Die Ordnung der Weisheit
     «Er ersann Standorte für die großen Götter.
     In Sternbildern ordnete er ihre Entsprechungen, die Sterne.
     Er bestimmte das Jahr, teilte Abschnitte ab,
     Für jeden der zwölf Monate bestimmte er drei Sterne.
 5 Nachdem er so die Zeiten des Jahres festgesetzt hatte durch Zeichen,
     Begründete er den Standort des Nibiru, um ihre Beziehungen zu bestimmen,
     Damit keiner einen Fehler oder eine Unterlassung begehe.
     Daneben stellte er die Orte Enlils und Eas auf,
     Dann öffnete er Tore zu beiden Seiten,
10 Feste Riegel machte er links und rechts.
     In den Bauch der Tiâmat setzte er den Zenit.
     Er ließ Nannar erglänzen und vertraute ihm die Nacht an.
     Er machte ihn zum Schmuck der Nacht, um die Zeit zu bestimmen:
     'Alle Monate, unaufhörlich, mache ein Zeichen der Krone.
15 Am Anfang des Monats, wenn du zu leuchten beginnst über die Länder,
     Sollst du an den Hörnern erglänzen, um anzuzeigen sechs Tage,
     Am siebten Tage die Hälfte der Krone.
     Wenn Vollmond ist, stehe in Opposition: das ist die Hälfte des Monats.
     Wenn die Sonne am Horizont dich wieder eingeholt hat,
20 Verkleinere deine Krone und beginne abzunehmen.
     Am Neumondtage nähere dich wieder der Sonnenbahn.
     Stehe wieder in Opposition zur Sonne!'
     [...]
48 Marduk schuf einen Wind [...]
     Er sammelte die Wasser und ließ sie in Wolken dahinziehen.
50 Das Aufstehen des Windes, den frischen Regen,
     Den Hauch der Nebel, die Ströme ihres Speichels
     Ordnete er und nahm das Ganze selbst in die Hand.
     Er gab ihrem Kopf einen Platz; darüber häufte er ein Gebirge
     Er machte die unterirdischen Wasser frei, die Flut ergoß sich.
55 In ihren Augen schloß er den Euphrat und den Tigris auf,
     Er verstopfte ihre Nasenlöcher und ließ [...]
     Er häufte auf ihrer Brust fruchtbare Hügel an.
     Er bohrte einen Wasserspiegel an, um eine Quelle zu schaffen.
     Aus einer Schlinge ihres Schwanzes schuf er das Band des Himmels und der Erde.
60 [...] den Apsu unter ihren Füßen.
     [...] ihr Hintergestell (?) der Himmel.
     Er spannte das Gewölbe aus und festigte die Erde.
     [...] Er schüttete Staub in das Innere der Tiâmat.
     [...] Er breitete sein Netz aus
65 Und trennte den Himmel von der Erde ...
     [?] ihre Verknüpfungen, damit sie für immer hielten.
     Nachdem er seine Regeln entworfen, seine Gesetze verfaßt hatte,
     Gründete er die Heiligtümer, ließ Ea dort wohnen.
     Er brachte die Tafel der Schicksale, deren Kingu sich bemächtigt hatte,
70 Er nahm den Resch tamarti weg und gab ihn Anu wieder.
     Die Götter der Schlacht jubelten und krönten ihn.
     [...] vor seinen Vätern.
     Den elf der Geschöpfe, die Tiâmat erschaffen hatte [...]
     Zerbrach er die Waffen, fesselte sie zu seinen Fußen.
75 Nachdem er sie in Statuen verwandelt hatte,
     Ließ er sie die Tore des Apsu tragen.»
Angesichts dieser Wunder ergehen sich die Götter in Lobsprüchen, und Marduk teilt ihnen seine Absicht mit, Babylon zu erbauen. Die Götter billigen es und stellen Fragen an ihn, deren Inhalt verlorengegangen ist, die sich jedoch auf ihr Schicksal bezogen haben.
 
Tafel VI: Der Mensch
     «Als Marduk das Wort der Götter hörte,
     Beschloß er, ein großes Werk zu schaffen.
     Er ergriff das Wort und sprach mit Ea,
     Um seine Meinung zu erfahren über den Plan, den er ersonnen hatte:
 5 'Ein Gewebe von Blut will ich machen, Gebein will ich bilden,
     Um ein Wesen entstehen zu lassen: Mensch sei sein Name.
     Erschaffen will ich ein Wesen, den Menschen.
     Ihm auferlegt sei der Dienst der Götter zu ihrer Erleichterung.
     Weiter will ich die Wege der Götter gestalten.
10 Übereinstimmend seien sie verehrt, in zwei geteilt.'
     Es antwortete ihm Ea, indem er zu ihm das Wort sprach;
     Zur Erleichterung der Götter, teilte er ihm seinen Plan mit:
     'Einer von ihren Brüdern soll ausgeliefert werden.
     Dieser soll sterben, damit die Menschheit entsteht.
15 Die großen Götter aber, versammelt, (sollen entscheiden),
     Ob ein Schuldiger ausgeliefert werden muß, damit sie bestehen bleiben.'
     Marduk versammelt die großen Götter,
     Lenkt sie verständig gibt ihnen Weisung.
     Seinen Worten schenken die Götter Aufmerksamkeit.
20 Zu den Anunnaki spricht der König das Wort.
     'War euer erstes Bekenntnis wahrhaftig,
     So sagt mir die Wahrheit und schwört.
     Wer ist es, der den Krieg erregt,
     Tiamat zur Revolte aufgereizt, den Kampf begonnen hat?
25 Wenn der am Kriege Schuldige mir ausgeliefert wird,
     Will ich ihm seine Strafe auferlegen, ihr aber sollt in Frieden bleiben.'
     Da antworteten ihm die Igigi, die großen Götter,
     Ihm, Lugaldimmerankia, dem Berater der Götter, ihrem Herrn:
     'Kingu war's, der den Krieg erregt,
30 Tiâmat zur Revolte aufgereizt, den Kampf begonnen hat.'
     Als sie ihn gebunden hatten, brachten sie ihn vor Ea.
     Sie ließen ihn seine Strafe erleiden, seine Adern durchschnitten sie.
     Aus seinem Blute schuf er die Menschheit.
     Er schrieb ihr den Dienst der Götter vor, um diese zu befreien.
35 Nachdem Ea, der Weise, die Menschheit erschaffen,
     Ihr den Dienst der Götter auferlegt hatte,
     - Ein Werk war es, nicht auszudenken,
     Von Nudimmud vollbracht dank Marduks Ränken -
     Teilte Marduk, der König der Götter, in zwei Gruppen
40 Die Gesamtheit der Anunnaki, oben und unten.
     Und er trug Anu auf, über seine Befehle zu wachen.
     Dreihundert Götter stellte er als Wächter in den Himmel,
     Dann grenzte er die Wege der Erde ab.
     Im Himmel und auf Erden setzte er so sechshundert Götter ein.»
Die Tafel endet mit der Erbauung des Esagil, der Vergöttlichung der Waffen Marduks und der Verkündigung seiner Namen.
Die ganze Tafel 7 ist der Aufzählung von Namen und ihrer mystischen Auslegung gewidmet.


Der Text enthält leider moderne Deutungen, die ich nicht alle entfernt habe.

Laut Sitchin beschreibt der Text die Entstehung unseres Sonnensystems. Bei den genannten "Göttern" handelt es sich insofern um Planeten. Es gibt ein paar interessante Parallelen, die diesen Schluß nahelegen und die sich auch im alten Testament wiederfinden.

Ich greife hier mal nur die Teile heraus bei denen es um die Erschaffung der Erde geht. Wen die ganze Deutung interessiert sollte "Der 12. Planet" von Sitchin lesen.´

Tiamat war demnach ein heute nicht mehr existierender Wasserplanet unseres Sonnensystems, größer als die Erde. "Marduk" heißt hier der Planet Nibiru, der mit Tiamat zusammenstößt und sie in zwei Teile zerschmettert. Aus dem größeren der beiden Teile entstand die Erde, aus dem kleineren der Asteroidengürtel.

Die Enuma Elish ist - wie schon erwähnt - sicherlich nicht das älteste Werk, das diese Geschichte beschreibt. Sie stammt aus babylonischer Zeit und ist dementsprechend dem höchsten babylonischen Gott (Marduk) gewidtmet.

Daß sie eine Abschrift älterer Texte ist, läßt sich schon daran erkennen, daß sie einen kleinen Abschnitt enthält, der vom Atramchasis abgeschrieben und stark gekürzt wurde.

Zitat:
Ein Gewebe von Blut will ich machen, Gebein will ich bilden,
     Um ein Wesen entstehen zu lassen: Mensch sei sein Name.
     Erschaffen will ich ein Wesen, den Menschen.
     Ihm auferlegt sei der Dienst der Götter zu ihrer Erleichterung.


Anders als im noch viel später entstandenen alten Testament ist hier noch immer eindeutig die Rede davon, daß der Mensch als Arbeiter für die Götter erschaffen wurde.
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« Zuletzt geändert: 03.05.06 um 12:24:50 von Erutan »  
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #10 - 03.05.06 um 22:51:16
 
Hai Erutan  Zwinkernd ,

den Sitchin find ich sehr interessant, obwohl ich seine Bücher z.T. sehr verwirrend finde vom Schreibstil und seiner Logik.

Weißt Du mehr über die Fortführung der 'alten' Geschichten, wie dort z.B. der Sündenfall oder die Figur 'Lilith' beschrieben wird?

Gruß
Bergamr
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #11 - 04.05.06 um 12:34:23
 
Zu Lilith kann ich Dir aus dem Stehgreif nichts sagen aber wenn ich drüber stolpere dann stelle ich es hier rein.

Zum Sündenfall des alten Testaments gibt es mehrere mesopotamische Texte. Der ausführlichste Text ist das sog. Atramchasis (auch Atra Hasis). Siehe Anhang.

Es beginnt mit der Landung der Anunaki auf der Erde vor...laß mich nicht lügen, ich hab' im Büro keine Nachschlagewerke....ich glaube 435.000 Jahren.

Es beschreibt einen Aufstand der niederen Anunaki (Igigi, die Nephilim des alten Testaments) denen die Arbeit zu schwer ist.

Die Anunaki beschließen daraufhin einen Arbeiter zu erschaffen, der (wörtlich) "ihr Joch trägt".
Der Mensch wird erschaffen von 3 Anunaki, Enki, Ninhursag und Enkis Frau Ninki. Dem Gelingen gehen einige Fehlaschläge voraus, die sich aber in noch größerer Zahl in anderen Texten finden.

Das erschaffene Wesen ist schließlich ein Hybrid, eine Kreuzung aus Anunaki und einer irdischen Affenart.

Das war vor rund 200.000 Jahren.

In der Folge wird der Mensch im Ab.Zu (der "Unterwelt", einem Untertagebau in Afrika) für schwerste Arbeiten eingesetzt. Der Leiter des Ab.Zu ist Enki.

Sein Halbbruder Enlil, der in Mesopotamien regiert, neidet die vielen Arbeiter da die Anunaki in Mesopotamien alle Arbeiten selber erledigen müssen. Als Enki ihm keinen der "Schwarzköpfigen" (Originalausdruck) geben will, bricht Enlil im Ab.Zu ein und raubt einige Arbeiter. Diese setzt er zum Arbeiten in E.Din ein.

Nun beginnt die eigentlich Urform des "Sündenfalls":

Die menschlichen Hybridwesen können sich nicht selber fortpflanzen und werden von den Anunaki regelrecht produziert. Doch es treten Nachschubprobleme auf und Enki beschließt, den Menschen die Fortpflanzung zu ermöglichen.

Sein Halbbruder Enlil ist strikt dagegen. Er will keine flächendeckende unkontrollierte Ausbreitung der Menschen. Sie sollen ausschließlich als Arbeiter für die Anunaki dienen.

So einigt man sich darauf, daß man den Menschen zwar die Fortpflanzung ermöglicht, ihre Lebenszeit jedoch beschränkt.

Die Anunaki werden häufig als unsterblich dargestellt. Möglicherweise leben sie hundertausende von Jahren. Es ist anzunehmen, daß auch die ersten Menschen als unsterblich galten.

Nun wird verständlich, daß das alte Testament seinen Gott sagen läßt, die Menschen würden sterben wenn sie Erkenntnis erlangten. Atheisten nutzen diese Stelle immer dazu, nachzuweisen, daß Gott gelogen hat. Hat er gar nicht.

Als Adam und Eva (stellvertretend für diese spezielle Generation Menschen) vom Apfel aßen, sahen sie, daß sie nackt waren.

Im alten Testament wird der Begriff Erkenntnis immer als Synonym für Sexualität gebraucht.

Wenn Adam auf Eva kletterte schreibt die Bibel: "Und Adam erkannte abermals sein Weib".

Das Atramchasis endet hier nicht. Es beschreibt die Geschichte weiter bis zur "Sint"flut vor etwa 13.000 Jahren.

Es wäre aber zu umständlich, alles in einem Thread unterzubringen.

Interessant im Zusammenhang mit dem "Sündenfall" ist noch folgendes:

Enki ist der "Mit"schöpfer der Menschen. Er ist einer der biblischen Elohim (plural von Illu = Herren).
In der Bibel wird er wohlweislich nicht namentlich erwähnt wie auch die anderen Elohim nicht. In der christlichen Form wurde aus "Herren" GOTT.

Im biblischen Sündenfall ist er allerdings der böse Gegenspieler Gottes, die Schlange (Enki wird meistens mit oder als Schlange dargestellt) während der fiese Enlil im späteren Monotheismus als der allmächtige Gott betrachtet wird.

Enlil wurde der Jupiter zugeordnet; hebräisch Johve. Er ist der griechsiche Zeus, der germanische Odin, der römische Jupiter, der jüdische Jahweh, der hinduistische Shiva (bzw. Pruna in vedischer Zeit).

In Ägypten kommt er nur ganz kurz vor. Ägypten war das Reich Enkis. Er ist der ägyptische Gott Ptah, der Amon-Ra (babylonisch Marduk) zeugte. In Griechenland heißt er Poseidon.

Grüße
Erutan
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« Zuletzt geändert: 04.05.06 um 19:22:04 von Erutan »  
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #12 - 06.05.06 um 12:10:08
 
Zitat:
den Sitchin find ich sehr interessant, obwohl ich seine Bücher z.T. sehr verwirrend finde vom Schreibstil und seiner Logik.


An seiner Logik kann ich keine Schwachstellen finden. Was seine Bücher so schwer und mühsam zu lesen macht, ist eine ungewöhnliche Gliederung.

Man sollte seine Bücher am besten 3 oder 4 mal lesen damit man sieht was zeitlich zusammengehört.

Wenn man sich außerdem für das Thema wirklich interessiert, sollte man sich die überlieferten Texte selber mal ansehen. Die meisten Tontafeln befinden sich im Britischen Museum und im Pergamonmuseum. Beide Museen stellen auf Anfrage auch gerne Übersetzungen zur Verfügung. Die Übersetzungen im Internet beinhalten leider meistens schon Deutungen und sind oft ein bißchen "zurechtgebogen".

Daneben ist es aber hilfreich, sich selber wenigstens ein bißchen in die Keilschrift(en) einzuarbeiten und (zum besseren Verständnis des alten Testaments) ein paar Grundbegriffe des Hebräischen zu lernen.
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #13 - 09.05.06 um 16:33:25
 
Erutan schrieb am 06.05.06 um 12:10:08:
An seiner Logik kann ich keine Schwachstellen finden. Was seine Bücher so schwer und mühsam zu lesen macht, ist eine ungewöhnliche Gliederung.


Da geb ich Dir recht, das wollte ich eigentlich sagen.   Zwinkernd

Weshalb ich das mit Lilith fragte: nach den jüdischen und christlichen Überlieferungen ging doch Kain, nachdem er Abel erschlagen hatte, in das Land Nur, wo seine angebliche Mutter Lilith wohnte und nur Ausgestoßene, Ehrlose oder Dämonische beheimatet waren. Und Sitchin beschreibt doch die 'Raketengegend' in den Bergen östlich des Zweistromlandes als quasi 'verbotene Zone'.

Kannst Du da einen Zusammenhang entdecken?

Gruß
Bergamr
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Re: [ÄE] Griech. Mythologie und der Asteroidengürt
Antwort #14 - 15.05.06 um 14:49:29
 
Das Hauptproblem mit Sitchin ist die Tatsache, das er häufig falsch zitiert oder sogar Abbildungen aktiv fälscht. Ebenso hat er (wenigstens früher) in seinen Bücher behauptet, das er studiert habe, das er ein Sprachgelehrter sei, ein Experte für semitische Sprachen und Sumerische Schriften. Ungüngstigerweise stimmt das nicht - Sitchin hat gerade mal den Bachelor für "Economics History". Diese beginnt zeitlich im Jahre 1704...

Nimmt man sich Sitchins Bücher und macht sich mal die Mühe, bei den genannten Zitaten und Abbildungen das Original herauszukramen, wird man so manche Überraschung erleben. Nicht umsonst gilt Sitchin nicht nur der etablierten Wissenschaft, sondern auch Leuten wie z.B. Erich von Däniken oder Walter Jörg Langbein als Persona non grata. Denn wer einmal lügt, dem glaubt man nicht... und wer mehrfach lügt sowieso nicht Zwinkernd

ciao

JM

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