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[ÄE] Der heilige Gral (Gelesen: 64966 mal)
Sowilo
DEFCON 3
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am Limes
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Re: [ÄE] Der heilige Gral
Antwort #165 - 12.01.13 um 12:12:20
 
Zaurit1 schrieb am 26.01.12 um 21:09:12:
Ich hab mal gelesen, dass der Grals-Mythos aus dem Alt-Indischen kommt,also sehr sehr viel älter ist als die Parzival Geschichte 

Ja hab ich auch (gestern erst) gelesen:
ich versuch mal ne Zusammenfassung:

1. Die die Katharer verfolgende Inquisition der Fa./Institution "Katholische Kirche" bezeichneten etwas, das die Katharer hüteten, als ad pecuniam infinitam, was wohl so viel wie "von nicht mit Geld zu bemessendem Wert" heißen soll.

2.Was hatte es aber auf sich mit jenen Dingen, die nicht mit allem Geld der Welt aufzuwiegen waren? Okzitanien und das Langeudoc (allgemein als Katharerland  bezeichnet, obwohl diese in ganz Europa sich befanden), sind uraltes Kulturland mit keltischen und iberischen Einflüssen ebenso wie Spuren der Phönizier und Phokäer. Zu Zeiten der Westgotenherrschaft, war diese Land bereits christianisiert, in den unzugänglichen Pyrenäen, verehrten noch immer die Druiden den Lichtgott Abellio.

3. Als die christlichen Missionare auch in die Pyrenäen vorstiessen, waren es jedoch Christen, die von Ihren eigenen Glaubensbrüdern verfolgt wurden, nämlich der Sekte der Priscillianer (ca. 350 n. Chr.). Diese galten als ketzerisch und hingen einem dualistischen Glauben an, der sich im Ursprung wohl auf die persischen Feueranbeter Ahura-Mazdas zurückführen lässt.Der Mazdaismus besagt, dass von Ewigkeit zu Ewigkeit sich zwei Prinzipien bekämpfen, das des Lebens (verkörpert durch Ahura-Mazda, dem Gott des Lichtes und Feuers) und das des Todes (verkörpert durch seinen Gegenspieler Ahriman, Gott der Finsternis und allgemeinen Übels))

4. In der Glaubenslehre der Priscillianer war Jesus Christus an die Stelle Ahura-Mazdas getreten. (übrigens sein Gegenspieler Luzifer ersetzte den Ahriman des Mazdaismus).

5. dieser dualistische Glaube wies viele Berührungspunkte zur keltisch-iberischen Götterwelt auf, in der ebenfalls zwei gegensätzliche Gottheiten wirkten: Abellio, der Lichtgott und Dispater, der Herr des finsteren Totenreiches.

6. Den Priscillianern gelang es also, die Druiden zum Christentum zu bekehren und so hüteten fortan die christianisierten Nachfahren der Kelten jene dualistische Lehre, die ursprünglich in Persien begründet wurde. Aus dieser Tradition entwickelte sich im Mittelalter eine religiöse Erneuerungsbewegung, die von der Fa. kath. Kirche als häretisch verurteilt wurde.

7. Die Fa. k.K. vermochte mit Ihren Antworten, die grundsätzlichen Probleme, mit denen sich zahlreiche Gläubige konfrontiert sahen, nicht mehr zu lösen. Im Jahr 1163 benannte Eckbert von Schönau, Domherr zu Köln, diese suchenden, spöttisch "Katharer", abgeleitet vom griechischen "katharoi", was soviel wie "rein" bedeutet.

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Uranus32
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Re: [ÄE] Der heilige Gral
Antwort #166 - 26.01.13 um 23:54:28
 
Zaurit1 schrieb am 26.01.12 um 21:09:12:
Ich glaube zu wissen, dass der Gral wir sind, jeder einzelne von uns.
Der Gral verkörpert nichts „weiter“ als unsere Hülle die wir mit positiven dingen Füllen sollten und können und damit der Welt ein gutes und menschliches Gesicht verleihen.


Ich kann Dir hier folgen. So langsam habe ich auch den Eindruck daß es da eine bedeutende metaphysische Dimension gibt ~ sag ich mal. Und zwar gibt es doch da eine Belehrung aus dem religösen Bereich die da lautet:

"Er lehrt uns, so zu werden wie Er selber war:

Er war ein leeres Gefäß, ohne Ego("Ich"), ohne Falsch,
aber voll mit dem Vater.
Nur wenn wir leere Gefäße sind, kann uns der Vater mit seinem Charakter füllen und in uns wohnen!"

Es gibt noch andere, Ähnlich klingende Belehrungen die im Sinn aber gleich sind. Daß besagte "leere Gefäß" dürfte dann der heilige Gral sein.
Gemeint mit "Er" ist dort Jesu Christi/Prophet Isa ibn Yousef.

Dazu passend scheint mir die Belehrung zu sein:

"Den Weg zu studieren heißt sich selbst zu studieren,
sich selbst zu studieren heißt sich selbst vergessen.
Sich selbst zu vergessen bedeutet eins zu werden mit allen Existenzen."

( ZEN~Meister Dogen Zenji)

Und hier noch etwas zur Weisheit:

"So eigenartig es sich auch anhört, man muß sich von der Weisheit finden lassen. Und deswegen darf man auch kein festes Ziel
haben. Man denkt z.B. über etwas nach und nach einer Weile verwirfft man es um sich anderen Dingen zu widdmen. Dann in einer
Lebensituation in der man es nie erwartet hätte, kommt die Weisheit zu einem und alles ist auf einmal ganz klar und deutlich.
Dann denkt man und erinnert sich an die Zeit davor."

~~~

"Meditation bedeuted Weisheit; mangelnde Meditation bedeuted Ignoranz. Wisse was dich voran bringt oder hemmt!"

( Buddha Siddhartha Gautama )
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