Zur Homepage   Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
 
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Seiten: 1 2 3 
Thema versenden Drucken
Freier Wille oder doch alles Bestimmt? (Gelesen: 4859 mal)
dark_knight13
DEFCON 4
*****
Offline



Beiträge: 837
Hamburg
Geschlecht: male
Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
23.09.04 um 21:25:02
 
Hallo!
(Ist mein erstes Thema, bin mir nicht sicher, ob es hier wirklich hingehört, gehört aber zur äußeren Erde und ist auch eine Theorie)
Hab in der aktuellen Spiegelausgabe folgendes gelesen:

Zitat (aus SPIEGEL 39/04, Gespräch mit Teilchenphysiker Brian Greene):
...
Spiegel:
Unser Glaube daran, daß die Vergangenheit festgelegt, die Zukunft aber offen ist - auch nur eine Illusion?
Greene:
Einstein jedenfalls hat es so gesehen. Unser Geist scheint zwar unfähig, sich die Welt vorzustellen, ohne ihr diese Struktur von Zukunft und Vergangenheit überzustülpen. Aber diese Begriffe sind so subjektiv, daß es schwer fällt, eine fundamentale Bedeutung darin zu erkennen.
Spiegel:
Wollen sie damit sagen: Der US-Präsident des Jahres 2100 liegt ebenso unverrückbar fest wie der des Jahres 1900?
Greene:
Einige Physiker zumindest gehen so weit. Intuitiv haben wir ja das Gefühl: Zukunft ist die Richtung der Zeit, in der die Dinge noch offen sind; in Richtung Vergangenheit dagegen sind sie entschieden oder festgelegt. Es ist jedoch äußerst schwierig, für dieses Konzept von "festgelegt sein" irgendeine Heimat innerhalb der Gesetze der Physik zu finden. Sosehr sie auch suchen: Sie finden keinen Zeitpfeil in den fundamentalen Gesetzen der Physik. Deshalb ist ja auch der freie Wille so ein problematisches Phänomen: Im Grunde läßt die Physik dafür keinen PLatz.
Spiegel:
Auch die Quantenmechanik hilft nicht heraus aus diesem Dilemma?
Greene:
Leider nicht wirklich. Richtig ist: Die Gleichungen der Quantenmechanik sagen nicht eindeutig vorher, was in der Zukunft geschehen wird; sie geben nur Wahrscheinlichkeiten dafür an, daß etwas passieren wird. Deshalb liegt es nahe zu fragen: Hat sich die Unbestimmtheit der Zukunft vielleicht in diesen Gleichungen versteckt? Kommt also da der freie Wille ins Spiel? Das Problem ist nur: Sie dürfen nicht nur nach der Zukunft, Sie müssen auch nach der Vergangenheit fragen. Und da stellen sie fest: Die Gleichungen der Quantenmechanik geben auch darüber nur Wahrscheinlichkeiten an.
Spiegel:
Sie sind also wieder so klug wie zuvor?
Greene:
Sie sagen es. Das Kardinalproblem besteht darin, daß die Gleichungen der Physik - die klassischen, aber auch die quantenmechanischen - in keiner Weise zwischen Zukunft und Vergangenheit unterscheiden. Deshalb ist es extrem schwierig zu erklären, warum Zukunft und Vergangenheit verschieden sind - es sei denn, wir könnten erklären, warum es einen Moment gegeben hat, zu dem das Universum sehr speziell, nämlich extrem ordentlich war, und alles, was wir heute sehen, ist Folge dieser Ordnung.
...
Zitat Ende

Die Frage ist nun, da Zukunft und Vergangenheit das selbe zu sein scheinen, die Vergangenheit aber bestimmt ist, oder zumindest zu sein scheint (sonst könnten wir alle Geschichtsbücher getrost wegwerfen), ist die Zukunft dann genauso vorherbestimmt und damit der freie Wille nur Illusion? Oder ist die Unbestimmbarkeit der Vergangenheit ein Beleg für Paralleluniversen, und damit alle Prophezeiungen und Vorhersehungen nutzlos (widerspricht hier sogar meiner eigenen Erfahrung, es sei denn es war nur Einbildung)?

Würd gerne eure Meinung dazu wissen.
bis denn!
dark knight13
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
Rinnsal
Ex-Mitglied


Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #1 - 24.09.04 um 08:09:15
 
solche theorien zu widerlegen ist arg schwer wenn man die Zukunft nicht vorhersagen kann!  Laut lachend Die ganze Diskussion ist damit eigentlich hinfällig. Wie sagte nochmal irgendwer berühmtes: "Man kann das Leben nur rückwärts begreifen."

Und selbst wenn die Zukunft nicht offen ist, dann ist sie offen im Bezug auf das, was passieren wird. Weis ja keiner oder? Dadurch ergibt sich, dass  das was passiert ist bereits vorgeplant war und deshalb genau aufgeschrieben wird/wurde. Ist sozusagen wie eine Messlatte von der man nur ein Stück zu sehen kriegt (beispielsweise wenn sie durch ein Loch in der Decke geschoben wird). Man weis nicht wirklich, wann da ein Fleck auf der Latte kommen wird, überhaupt kommt oder ähnliches. insofern kann man das ganze System als "offen" betrachten obwohl alles vorherbestimmt ist. Interessant wirds erst richtig, wenn jemand im Zimmer drüber die Messlatte beeinflussen kann *g*

Sorry wenn ich viel stuss geschrieben hab (mir kommts zumindest so vor Laut lachend )
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
HCFatLiveDE
DEFCON 3
****
Offline


schwarzes Loch

Beiträge: 199
Daheim
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #2 - 24.09.04 um 15:07:09
 
Hallo miteinander!

Ich würde sagen die Freiheit liegt in der Begrenztheit.
Es gibt einen bestimmten Weg, ein bestimmte Zukunft, aber doch unbestimmt-bestimmt.

Die Zukunft steht auf jeden fall fest, wenn man in die lage dazu kommt, ist sie so einfach zu lesen wie ein Kinderbuch!

Der Haken ist nur, es gibt da "verzweigungen".
Wenn ich also "im Buche der Zukunft lese", so kann ich daraufhin, durch das erkannte, einfluss darauf nehmen.
Der Einfluss ist aber durch diese möglichkeiten begrenzt, die gegeben sind.
Somit habe ich in einem gewissen maß den freien Willen.

Was ich aber auch machen kann ist, daß ich  gewissermaßen alles hinnehme,
-egal wie gut ich darum weiss, ich renn ins verderben,
-egal ich darum weiss, ich verzichte auf das große glück,
aber auch,
-egal wiesehr ich verderben erfahren möchte, ich suche es nicht,
-egal wiesehr ich auf verzicht aus bin, ich lehne die gaben nicht ab.

Man kann selbst also in grunde sich nicht fortbewegen, auch wenn zeit verstreicht und man lebt und sich dort bewegt.
Das Leben und die erfahrung formen uns.
Jeder Augenblick ist erlebt und bringt demnach zwangsmäßig erfahrung, genauso wie sich jeder Augenblick auf die Zukunft auswirkt.
Wenn ich nun aber nicht mitgehe, mich nicht formen lasse, also auf "Null" bleibe, als "Null" kann man "Alles" sein, so kann ich mich mit diesem "Alles" beliebig teilen, beliebig viele wege gehen und erfahrungen in ...wahren unmengen sammeln.
Der Erfahrungsschatz wird auf diese Weise nicht angewendet( nicht auf sich und seine entwicklung), somit lässt sich vermeiden, daß illusionen und fehlkunstruktionen errichtet werden die mühselig wieder abgebaut werden müssen.
Vielmehr ist dann der Erfahrungsschatz wie "Visuel" und beliebig formbar.
Das lösst im ganzen eine Kettenreaktion aus die das Erfahren, und sei es nur das Augenblickliche, beschleunigt und beschleunigt.
Je mehr es wird um so mehr bringt, um so mehr ist es und um so mehr bringt es ..... und so weiter.

Dies erlaubt einen "gezielt" die Vollkommenheit zu erarbeiten.
"Gezielt", weil man nicht wirklich gezielt dorthin "gehen" kann, sondern aus seinem Erfahrungsschatz herraus jede aus diesem mögliche Form erstellen kann.
Ist die vollkommene Forme erreicht, kann nicht mehr an der Form gearbeitet werden und die Erfahrung baut automatisch auf dem Sein auf.
Die fertige Vollkommene Struktur braucht nurnoch auf sich angewendet zu werden und man kann DANN beginnen sein Sein höherzuentwickeln, denn NUN hat man nicht mehr die Zeit sondern die Ewigkeit dafür zur verfügung.

Ich hoffe mich ausreichend verständlich artikuliert und weitestgehend vielen Lesern damit eine Hilfestellung zu sein.

Mit freundlichsten Grüßen, Prema Yoni Viraha
Zum Seitenanfang
 

IM NAMEN DER ROSE

Meine Farbe ist rot;
Meine Füllung ist gelb;
Meine Fesseln sind grün;
Meine Fantasien sind blau.

(c) HCFatLiveDE (google mich) http://youtube.de/hausfriedenthal
Homepage HCFatLiveDE HCFatLiveDE (google mich) streit4URight HCFatLiveDE 275296559  
IP gespeichert
 
Heinrich G.
DEFCON 4
*****
Offline


...the owner of the Storybord

Beiträge: 561
Eurasische Kontinentalplatte
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #3 - 25.09.04 um 20:11:26
 
.
Zitat:
Sorry wenn ich viel stuss geschrieben hab (mir kommts zumindest so vor Grin )


...oder Du hasts verstanden! Laut lachend


Zitat:
Ich hoffe mich ausreichend verständlich artikuliert und weitestgehend vielen Lesern damit eine Hilfestellung zu sein.


...wenn sogar ich es begriffen hab! Laut lachend So komme auch ich noch mit Traurig

Kontrolle ist also eher ein Wunsch des Menschen!?

Gehört dies zur geistigen Entwicklung, zu verstehen weshalb man nach Anfang und Ende such und doch weiß, daß es nicht wirklich ist? Traurig

Wenn man nun Rinnsals Meßlatte nimmt und den Boden und die Decke in einer pyramidenartigen Strucktur darstellt
( vieleicht drei Räume übereinander Zwinkernd ),

Wer steht dan in welchem Raum!?

Und gibt es einen unter Mir!?

Lasset Euch nicht aufhalten
Heinrich G
Zum Seitenanfang
 

Wenn wir ehrlich sind ... , ... sind wir alle Lügner !
A well running system always changes itself
 
IP gespeichert
 
Rinnsal
Ex-Mitglied


Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #4 - 26.09.04 um 14:46:28
 
Vllt ist die Messlatte auch nicht "gerade" sondern "kreisförmig" Zwinkernd
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
dark_knight13
DEFCON 4
*****
Offline



Beiträge: 837
Hamburg
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #5 - 29.09.04 um 14:43:40
 
Hallo nochmal!

TV-Tip zum Thema:
jeweils Di, NDR, 23.00 Uhr (Wdh. Do, NDR, meist ~1.45 Uhr)
Was Einstein noch nicht wußte
Physiker Brian Greene erklärt neue Theorien zum Aufbau der Dinge
(Ich weiß, etwas spät, erster Teil lief gestern)

Zum Thema:
Zitat:
Der Haken ist nur, es gibt da "verzweigungen".
Wenn ich also "im Buche der Zukunft lese", so kann ich daraufhin, durch das erkannte, einfluss darauf nehmen.
Der Einfluss ist aber durch diese möglichkeiten begrenzt, die gegeben sind.
Somit habe ich in einem gewissen maß den freien Willen.

Wer sagt dir, daß nicht vorhergesehen wurde, oder sogar vorherbestimmt war, daß du im Buch der Zeit liest und diese Einflußmöglichkeiten, die du glaubst zu sehen, nicht in der Absicht plaziert wurden, um dir die Illusion eines freien Willens zu geben? Wenn alles vorherbestimmt ist, ist auch die Verzweigung vorherbestimmt, die du glaubst "freiwillig" zu gehen.
Mal abgesehen davon: wie kann es einen "in gewissem Maß freien Willen" geben? Ist er jetzt frei oder nicht? Klingt wie ein bißchen schwanger.
(Zur Info, ich weiß um deine Ansichten (zumindest ein wenig, hab gerade "Auf ein Wort" beendet (echt interessant, wie z.Z. aus allen möglichen Richtungen diese Frage des Willens auftaucht) und beginne einiges bis alles zu teilen))
Aber mal als philosophische Nebenfage: Wenn du "Auf ein Wort" gelesen hast und es sogar in einigen Foren weiterempfiehlst (warum eigentlich nicht hier?), wieso versuchst ausgerechnet du einen, zumindest bedingt, freien Willen zu verteidigen?
Somit ist mir auch deine Anmerkung um die gespaltenen Persönlichkeiten, zum Zwecke maximaler Erfahrung, ein Begriff, war hier aber nicht gemeint.
Das Thema war tatsächlich physikalisch gemeint, basierend auf dem Spiegel-Bericht, wobei ein philosophischer Hintergrund mich dabei wohl gelenkt hat.

Jetzt, mit zusätzlichem Hintergrund, könnte ich die Frage auch so formulieren:
Ist unsere Zukunft vorherbestimmt, und wir damit nur Zuschauer unseres Lebens, aus Gründen der (Selbst-)Erfahrung (im Sinne von GOTT erfährt sich selbst), oder gibt es unendlich viele, parallele, Welten, die sich in jedem Moment bilden, da sie sich aus den verschiedenen Möglichkeiten ergeben, die ich gehen könnte, in jedem Moment meines Seins, alle real, nur in verschiedenen Dimensionen, aber nicht (!) zum Zwecke der maximalen Erkenntnis, sondern als Ergebnis eines Naturgesetzes (aus Atheistischer Sicht in Kombination mit der Quantenmechanik), wobei diese parallelen Welten in keinem Bezug zu einander stehen.
(Die mögliche Kombination beider Möglichkeiten zum Zwecke maximaler Erfahrung in kürzester Zeit klammere ich hier mal bewußt aus, u.a. mit der Begründung, daß das sich selbst Erkennende nicht in Zeitdruck ist, es hat in gewissem Sinne "alle Zeit der Welt")

Nochmal zur Philosophie: wie kommst du darauf, das Allumfassende könnte sich vervollkommnen, impliziert ja, daß das Allumfassende unvollständig sei, die Frage ist doch eher:Was mit der Vollkommenheit (Allmacht) anfangen? Und vor allem: wie, ohne in die falsche Richtung zu verfallen? (Ja, ich bin noch nicht erwacht)

@ Rinnsal
Bin mir nicht im klaren, was du genau mit deinem "Meßlattengleichnis" sagen willst.
Verstehe es in etwa so:
Da wir nicht wissen, was kommt, spielt es für uns eigentlich keine Rolle, ob etwas vorherbestimmt ist oder nicht. Somit scheint alles, was wir tun, aus unserem eigenen Willen heraus zu geschehen, obwohl es in Wirklichkeit bestimmt ist. Somit können wir glauben, wir hätten ihn, ohne das es wirklich so ist.
Hab ich das so in etwa zu verstehen?

bis denn!
dark knight13
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
HCFatLiveDE
DEFCON 3
****
Offline


schwarzes Loch

Beiträge: 199
Daheim
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #6 - 29.09.04 um 19:47:51
 
Zitat:
Wer sagt dir, daß nicht vorhergesehen wurde, oder sogar vorherbestimmt war, daß du im Buch der Zeit liest und diese Einflußmöglichkeiten, die du glaubst zu sehen, nicht in der Absicht plaziert wurden, um dir die Illusion eines freien Willens zu geben? Wenn alles vorherbestimmt ist, ist auch die Verzweigung vorherbestimmt, die du glaubst "freiwillig" zu gehen.
Mal abgesehen davon: wie kann es einen "in gewissem Maß freien Willen" geben? Ist er jetzt frei oder nicht? Klingt wie ein bißchen schwanger.
(Zur Info, ich weiß um deine Ansichten (zumindest ein wenig, hab gerade "Auf ein Wort" beendet (echt interessant, wie z.Z. aus allen möglichen Richtungen diese Frage des Willens auftaucht) und beginne einiges bis alles zu teilen))
Aber mal als philosophische Nebenfage: Wenn du "Auf ein Wort" gelesen hast und es sogar in einigen Foren weiterempfiehlst (warum eigentlich nicht hier?), wieso versuchst ausgerechnet du einen, zumindest bedingt, freien Willen zu verteidigen?
Somit ist mir auch deine Anmerkung um die gespaltenen Persönlichkeiten, zum Zwecke maximaler Erfahrung, ein Begriff, war hier aber nicht gemeint.
Das Thema war tatsächlich physikalisch gemeint, basierend auf dem Spiegel-Bericht, wobei ein philosophischer Hintergrund mich dabei wohl gelenkt hat.

Was das Weltgeschehen so betrifft, da ist wohl kaum noch einer frei. Ich verstehe es aber ganz gut mich da durchzubewegen ohne bemerkt zu werden.
Ansonsten: Es gibt einen Ausgangs- und einen Ziel-punkt, wie dort hingelangt wird ist frei.
Alle wege führen nach rom, äh zum ziel.

Bitte vorsicht!!! Nur für dich, was ich schreibe, ist was ich schreibe. Meine Ansicht aber, ist meine Ansicht, die kennt keiner und die zeige ich nicht - ist besser so...

Was "Auf ein Wort" betrifft, ich konnte nicht mehr in den anderen foren darauf hinweisen, weil ich keinen Anschluss mehr zur verfügung hatte. Ist nun aber nachträglich geschehen.
Außerdem, es wird dich wundern, ich habe es nicht gelesen.
Hab gestern abend die ersten zig seiten gelesen.
Ja, und trotzdem weiß ich was es birgt, wusste es schon bevor ich  es überhaupt hatte und hätte reinschauen können.
Dies Buch ist wohl eine "Hilfe" und von wirksamkeit, sofern sich der Bürger daran traut, ja durchtraut!
Nun, werd dieses schöne Werk natürlich auch lesen, nur ob und was es bei mir wohl bewirkt...
Zitat:
Jetzt, mit zusätzlichem Hintergrund, könnte ich die Frage auch so formulieren:
Ist unsere Zukunft vorherbestimmt, und wir damit nur Zuschauer unseres Lebens, aus Gründen der (Selbst-)Erfahrung (im Sinne von GOTT erfährt sich selbst), oder gibt es unendlich viele, parallele, Welten, die sich in jedem Moment bilden, da sie sich aus den verschiedenen Möglichkeiten ergeben, die ich gehen könnte, in jedem Moment meines Seins, alle real, nur in verschiedenen Dimensionen, aber nicht (!) zum Zwecke der maximalen Erkenntnis, sondern als Ergebnis eines Naturgesetzes (aus Atheistischer Sicht in Kombination mit der Quantenmechanik), wobei diese parallelen Welten in keinem Bezug zu einander stehen.
(Die mögliche Kombination beider Möglichkeiten zum Zwecke maximaler Erfahrung in kürzester Zeit klammere ich hier mal bewußt aus, u.a. mit der Begründung, daß das sich selbst Erkennende nicht in Zeitdruck ist, es hat in gewissem Sinne "alle Zeit der Welt")

Nochmal zur Philosophie: wie kommst du darauf, das Allumfassende könnte sich vervollkommnen, impliziert ja, daß das Allumfassende unvollständig sei, die Frage ist doch eher:Was mit der Vollkommenheit (Allmacht) anfangen? Und vor allem: wie, ohne in die falsche Richtung zu verfallen? (Ja, ich bin noch nicht erwacht)

Nun, was die Welten betrifft,:
Code:

Das Universum finde ich im Geiste wieder, es ist nicht unendlich, nur alles darin kann nicht seine grenze erreichen, da es gerade zu groß ist, wie sein beherbergtes bewusstsein.
D.h. das Universum befindet sich im unendlichen, grenzenlosen Leeren Raum und dehnt sich soweit aus, wie man es halt ausbaut, es hat in diesem Sinne also keine grenzen, ist unendlich.
Dieser Leere Raum drumherum, in dem es sich befindet, ist für mich gleichzusetzen mit meinem bewusstsein.
Ja - schon komisch, ich befinde mich in meinem Bewusstsein, in etwas, was ich mir vorstelle oder vorstellen kann, kann mit dem Körper im Universum umhergehen und es erleben und diesen Körper verlassen um den Appart bei seiner arbeit und in seinem agieren zu betrachten.

zur vollkommenen sache:
Code:

etwas vollkommenes steht am Anfang, es ist eines und ist nicht, etwas vollkommenes folgt, es ist eines und ist alles,
etwas vollkommenes entsteht, es ist eines wie keines und ist sowohl alles als auch nichts.


...Bin auch nicht 'erwacht', muß mit diesem Körper und seinem Verstand auskommen...
...hab alles wissen und kann doch nichts akzeptieren...

Ich denke ich werde alles rekonstruieren müssen, dem Verstand die gewonnene 'form' einspeisen und ende...
Jede auch noch so fortgeschrittene 'form' bringt den Verstand um, ist einfach nicht für ihn vertretbar, die fertige aber verschont diesen, obwohl mit größerem fortschritt der 'form' es für diesen schwieriger ist.

Bin eigentlich schon soweit, daß beides bestens zusammenarbeitet und miteinander auskommt, freund ist.
Doch bei der Ausführung bzw. der umsetzung in dieser Verstandeswelt hapert es, da der Verstand verbietet die zwar erkannte und akzeptierte, unbegrenzte möglichkeit darauf anzuwenden.
Was andere Dimensionen oder Seins-Erscheinungsformen anbelangt, da spielt er nicht mehr mit...

Zitat:
Da wir nicht wissen, was kommt, spielt es für uns eigentlich keine Rolle, ob etwas vorherbestimmt ist oder nicht. Somit scheint alles, was wir tun, aus unserem eigenen Willen heraus zu geschehen, obwohl es in Wirklichkeit bestimmt ist. Somit können wir glauben, wir hätten ihn, ohne das es wirklich so ist.

Anfang und Ziel sind gesetzt, der Weg darf von dem Individuum bestimmt werden.
Entscheidet man sich für etwas, das geschieht jeden augenblick, zu verändert dies das möglichkeitsgefüge.
Nach jeder entscheidung wird also der Weg zum Ziel neu berechnet und gegebenfalls die optionen angeglichen.
Wer weit genug schauen und gut berechnen kann, könnte also über ein gezieltes handel dafür sorgen, das alle abläufe so erfolgen, das er das Ziel erreicht.
Das hieße also jede handlung, quasi alles zu erfassen, ob vergangenheit, gegenwart oder zukunft, und einen richtigen "schaltplan" aufzustellen.

Es gibt viele Rechenzentren, mit Computern, die alles bisher bekannte, ach was sag ich, was ist schon das bekannte, -Computer, die in ganz anderen Dimensionen arbeiten, aber selbst diese Rechner schaffen und schaffen es einfach nicht.
Der Mensch aber, er hat die möglichkeit.
Dazu aber, was ist Mensch? Mensch ist nicht gleich Mensch!

Mit besten Grüßen, Prema Yoni Viraha
Zum Seitenanfang
 

IM NAMEN DER ROSE

Meine Farbe ist rot;
Meine Füllung ist gelb;
Meine Fesseln sind grün;
Meine Fantasien sind blau.

(c) HCFatLiveDE (google mich) http://youtube.de/hausfriedenthal
Homepage HCFatLiveDE HCFatLiveDE (google mich) streit4URight HCFatLiveDE 275296559  
IP gespeichert
 
dark_knight13
DEFCON 4
*****
Offline



Beiträge: 837
Hamburg
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #7 - 30.09.04 um 01:57:27
 
Hallo Namenloser!

Kurz zum Buch:
Stimmt, deinen Aussagen entnehme ich, daß du es noch nicht gelesen hast, könnte aber durchaus interessant werden (war es jedenfalls für mich, muß aber auch sagen, daß dies mein erster wirklicher Kontakt mit indischer Lehre war). Vielleicht könnte dich das Ende überraschen und der Anfang ermüden, ich glaube sogar, du könntest die ersten beiden Kapitel übergehen, will hier aber nicht dem Autor in den Rücken fallen, er empfiehlt es und es hat wohl auch durchaus einen Grund (du wirst sehen, was ich meine).
Hoffe es hilft dir, eventuell fehlende Teile zu finden und das Ganze zu sehen, aber die Akzeptanz mußt du schon versuchen aufzubringen. Für mich persönlich war es eine der einleuchtenderen Erklärungen, die wissenschaftliche mit einbezogen.
Ach ja, Jesus und auch Platon sagen dasselbe, hab durch das Buch auch endlich Platons leidiges Spiegelgleichnis [Korrektur: Höhlengleichnis] verstanden (nach 10 Jahren, und daß, wo ich es eigentlich immer als Unsinn abgetan habe und auch nie wieder darüber nachgedacht hatte)

Nebenbei, wirklich komisch, wie sich ein Thema in kürzester Zeit in mehrfacher Ausführung einem annähert, erst der Spiegel-Artikel am Montag letzter Woche, dann, am Donnerstag derselben Woche meine Frage dazu, dann, ab Dienstag dieser Woche, die dreiteilige Serie mit dem Physiker aus dem Magazin und am selben Tag, am Morgen, lese ich in "Auf ein Wort" eine (mögliche) Erklärung auf diese Frage. Zufall? Resonanz? Gesteigerte (oder sogar selektive) Wahrnehmung? Oder sogar ein Fingerzeig? Wirklich merkwürdig.

Hab ansonsten aber leider irgendwie das Gefühl, daß wir aneinander vorbeireden, deine Welten sind interessante philosophisch/theoretische Konstrukte, ich meinte aber den "realen" Raum, das Multiversum, wie es Einstein bezeichnete, also Raum in Raum an gleichem Ort, zur gleichen Zeit, nur unterschieden durch eine jeweils andersartige Schwingung (Frequenz und/oder Wellenlänge) der Elemtarteilchen bzw. der Energie. Ganz ohne transzendentale Dinge.

Muß ansonsten natürlich zugeben, daß die Fragestellung in Wirklichkeit eine philosophische ist. Quasi mein naturwissenschaftlicher Weg, um akzeptanz zu erlangen.
Eng zusammengefaßt könnte man auch fragen: Ist das Universum multidimensional, ein freier Wille also möglich und ein Gott zur Erklärung nicht zwingend nötig (auch nicht zu dessen Entstehung, denn "nichts" ist in diesem Fall nur die Auslöschung vorhandener Gegensätze, deren Gleichgewicht aber in Schwingung ist, also mal positiv, mal negativ, die Summe ist aber 0) oder ist der Wille nicht frei, also eine lenkende Kraft existent (GOTT?) ?

bis denn!
dark knight13
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 30.09.04 um 17:55:21 von dark_knight13 »  
 
IP gespeichert
 
Uranus32
DEFCON 4
*****
Offline


Das Ganze ist mehr als /> /> die Summe seiner
Teile! /> />

Beiträge: 1705
Mark Brandenburg
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #8 - 30.09.04 um 12:31:26
 
Zitat:
Anfang und Ziel sind gesetzt, der Weg darf von dem Individuum bestimmt werden.



Genau! Das Universum beinhaltet ja auch das Irrationale und so gehen wir den Weg nicht nur einmal, sondern unendlich oft, jedesmal ein bißchen anders.
Der Inhalt , das was wir lernen und unseren Fähigkeiten hinzufügen sollen, ist vorgegeben. Wann und Wie bestimmen wir.

@ Dunkler Ritter

>>Muß ansonsten natürlich zugeben, daß die Fragestellung in Wirklichkeit eine philosophische ist. Quasi mein naturwissenschaftlicher Weg, um akzeptanz zu erlangen.
Eng zusammengefaßt könnte man auch fragen: Ist das Universum multidimensional, ein freier Wille also möglich und ein Gott zur Erklärung nicht zwingend nötig (auch nicht zu dessen Entstehung, denn "nichts" ist in diesem Fall nur die Auslöschung vorhandener Gegensätze, deren Gleichgewicht aber in Schwingung ist, also mal positiv, mal negativ, die Summe ist aber 0) oder ist der Wille nicht frei, also eine lenkende Kraft existent (GOTT?) ? <<

Die lenkende Kraft ist schon existent. Bloß sie ist doch rein objektiv. Es gibt eben nicht nur die Welt der Polarität + und -, sondern auch die der Einheit. Dazu Folgendes:
"Einheit spaltet sich im menschlichen Bewußtsein polar auf. Die beiden Pole ergänzen(kompensieren) sich gegenseitig und benötigen daher zu ihrer Existenz ihren Gegenpol. Die Polarität bringt die Unfähigkeit mit sich, die beiden Aspekte einer Einheit gleichzeitig zu betrachten, und zwingt uns so zum Nacheinander, wodurch die Phänomene "Rhythmus", "Zeit" und "Raum" entstehen. Will ein polares Bewußtsein Einheit sprachlich umschreiben, so kann es dies nur mit Hilfe einer Paradoxie. Der Vorteil den uns die Polarität beschert, ist die Erkenntnisfähigkeit, welche ohne Polarität nicht möglich ist. Ziel und und Sehnsucht eines polaren Bewußtseins ist es, sein durch die Zeit bedingtes Un-heil-Sein zu überwinden und wieder hei, d.h. ganz zu werden.
Jeder Heilsweg oder Ein-weihungsweg ist der Weg aus der Polarität in die Einheit. Der Schritt aus der Polarität in die Einheit ist eine so radikale, qualitative Veränderung, daß sie für das polare Bewußtsein schwer bis gar nicht vorstellbar ist. Alle metaphysischen Systeme, Religionen und esoterischen Schulen lehren einzig und allein diesen Weg aus der Zweiheit in die Einheit. Daraus ergibt sich zwingend, daß all diese Lehren nicht an einer "Verbesserung der Welt" interessiert sind, sondern am "Verlassen dieser Welt".
Genau dieser Punkt ist der große Ansatzpunkt für alle Kritiker und Gegner dieser Lehren. Sie weisen auf die Ungerechtigkeiten und Nöte dieser Welt hin und werfen den metaphysisch orientierten Lehren vor, wie unsozial und lieblos sie diesen Herausforderungen gegenüber wären, weil sie nur an ihrer eigenen, egoistischen Erlösung interessiert seien. Weltflucht und mangelndes Engagement heißen die Schlagworte der Kritik. Leider nehmen sich die Kritiker niemals die Zeit, eine Lehre erst einmal ganz zu begreifen, bevor sie sie bekämpfen, und so vermischt man vorschnell die eigenen Ansichten mit ein paar mißverstandenen Begriffen einer anderen Lehre und nennt diese Ungereimtheit dann "Kritik".
Diese Mißverständnisse reichen wit zurück. Jesus lehrte allein diesen einen Weg, der aus der Zweiheit zur Einheit führt - und er wurde nicht einmal von seinen eigenen Jüngern ganz verstanden(Johannes ist die Ausnahme). Jesus nannte die Polarität diese Welt und die Einheit Himmelreich oder die Wohnung meines Vaters oder auch ganz einfach Vater. Er betonte, daß sein Reich nicht von dieser Welt sei, und lehrte den Weg zum Vater. Doch all seine Äußerungen wurden immer zuerst konkret und materiell verstanden und auf diese Welt bezogen. Das Johannes-Evangelium zeigt Kapitel für Kapitel diese Mißverständnisse: Jesus redet vom Tempel, den er in drei Tagen wieder aufbauen will - dabei denken die Jünger an den Tempel Jerusalems, er aber meint seinen Leib. Jesus redet mit Nikodemus von der Wiedergeburt im Geiste, doch dieser denkt an Kindsgeburt. Jesus erzählt der Frau am Brunnen vom Wasser des Lebens, sie denkt an Trinkwasser. Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen, Jesus und seine Jünger haben ganzlich verschiedene Bezugspunkte. Jesus versucht, den Blick der Menschen auf die Bedeutung und Wichtigkeit der Einheit zu lenken, während seine Zuhöhrer sich krampfhaft und ängstlich an der polaren Welt festklammern. Wir kennen von Jesus keine einzige Aufforderung, die Welt zu verbessern und in ein Paradies umzugestalten - aber in jedem Satz versucht er, die Menschen zu ermutigen, den Schritt zu wagen, der zum Heil führt."
(Auszug "Krankheit als Weg" von Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke)
Zum Seitenanfang
 

 
IP gespeichert
 
Uranus32
DEFCON 4
*****
Offline


Das Ganze ist mehr als /> /> die Summe seiner
Teile! /> />

Beiträge: 1705
Mark Brandenburg
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #9 - 30.09.04 um 12:58:53
 
Zeit und Raum sind also nur Bestandteile der Außenwelt. Im Inneren sind wir Allgegenwertig, wir sind "der Augenblick der immer bleibt" und empfangen jederzeit unsere Gedanken und Gefühle im Gegenwertigen. Deswegen sind wir Bewußt-sein(Wahres Selbst) und bleiben es auch wenn wir den physischen Körper wieder abgeben. Dazu noch folgende Erklärung:

"Den vorhergehenden Kapiteln konnten wir entnehmen, daß Körper und Seele nur als Hülle oder Gewand des Geistes dienen, also vergänglich sind. Deshalb ist nur der Geist der unsterbliche Teil und das Ebenbild Gottes.  -- Aus dem höhsten Urprinzip (Akasha), der Urquelle alles Seins, aus dem Urgeiststoff ist der Geist, das geistige Ich mit den vier spezifischen Elemente-Eigenschaften hervorgegangen, die dem unsterblichen Geist, der nach dem Ebenbilde Gottes erschaffen wurde, eigen sind. -- Das feurige Prinzip, der impulsive Teil, ist der Wille. Das luftige Prinzip zeigt sich im Intellekt (Verstand), das wässerige Prinzip im Leben respekttive im Gefühl und das erdige Prinzip als Vereinigung aller drei Elemente im Ich-Bewußtsein. Alle anderen Eigenschaften des Geistes haben diese vier Urprinzipien als Grundlage."   (aus Franz Bardon´s "Der Weg zum wahren Adepten")
Die benannten drei Teile des Menschen stehen auch während der pysischen Verkörperung dauernd in Kontakt mit den drei Welten, der geistigen, der astralen und der physischen. Zur Verdeutlichung der Analogien zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos habe ich die Grundprinzipien in der folgenden Tabelle noch einmal gegenübergestellt:

Gottheit - Makrokosmos:

1. Akasha - Ätherprinzip, Urprinzip   (Sein und Nicht-Sein)

2. Feuer: Allmacht, Wille
3. Luft: Allwissenheit, Weisheit
4. Wasser: Liebe, Leben, Unsterblichkeit
5. Erde: Allgegenwertigkeit, Kosmisches Ich-Bewußtsein 

Menschlicher Geist - Mikrokosmos:

1. Akasha - Ätherprinzip, Urprinzip

2. Feuer: Wille
3. Luft: Intellekt, Verstand (Denken)
4. Wasser: Liebe, Leben (Gefühl)
5. Erde: Ich- oder Selbstbewußtsein (Realempfinden)


Die Lehren der Hermetik machen ganz klar: Wenn man die Ursachen für irgendwelche Wirkungen aufsuchen will, dann wird man diese immer zuerst in der geistigen Welt suchen müssen. 
<-Auszug aus "Theosophie und Antroposophie im Licht der Hermetik" von Dieter Rüggeberg-> 
Dazu noch die Gesetze der drei Welten: geistige Welt - Raumlos und Zeitlos(unbegrenzt vorhanden), astrale Welt - Raumgebunden und Zeitlos, pysische Welt - Raumgebunden und Zeitgebunden. 

Gruß Uranus32!
Zum Seitenanfang
 

 
IP gespeichert
 
dark_knight13
DEFCON 4
*****
Offline



Beiträge: 837
Hamburg
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #10 - 30.09.04 um 18:57:17
 
Hallo!

@Uranus32
Klasse Ausführung, wenn auch nicht unbedingt nötig, da ich mittlerweile (oder auch nur zur Zeit, aber das ist eine andere Geschichte) diese Ansicht teile. Hab zwar kaum eines der betreffenden Bücher gelesen (tatsächlich nur "Auf ein Wort"), aber meine Beschäftigungen der letzten 2 Monate mit der Thematik/Problematik haben mich zu dieser Ansicht geführt.

Möchte hier mal kurz noch einen Link angeben, quasi mein erster Einstieg (ist ein Text vom jungen C.G. Jung):
http://www.lucifer.de/texte/ex001.htm
Dazu noch ein zweiter Link, muß aber sagen, das ich den Text immer noch nicht richtig verstanden habe, erklärende Erläuterungen wären also durchaus gewünscht:
http://www.lucifer.de/texte/ex002.htm

Ansonsten noch eine Frage:
Zitat:
am 29.09.04 um 19:47:51, schrieb Namenloser :

Anfang und Ziel sind gesetzt, der Weg darf von dem Individuum bestimmt werden.



Genau! Das Universum beinhaltet ja auch das Irrationale und so gehen wir den Weg nicht nur einmal, sondern unendlich oft, jedesmal ein bißchen anders. 
Der Inhalt , das was wir lernen und unseren Fähigkeiten hinzufügen sollen, ist vorgegeben. Wann und Wie bestimmen wir. 

Könnte es hier auch sein, daß auch das Wann und Wie durch unseren Entwicklungstand bestimmt wird? Also wir dann neue Dinge lernen, wenn wir "bereit" dazu sind und auf eine Art und Weise, die ebenfalls durch unseren Bereitschaftsgrad bestimmt wird? Ich meine, daß in diesem Entwicklungsprozeß ein freier Wille durchaus eine Gefahr darstellen kann, da er es einem auch ermöglicht, sich in vollkommen "falschen" Ansichten zu verrennen, z.B. zu glauben, man wäre selbst das "Allmächtige". Sicher könnte man jetzt sagen, daß die "Seele" in einem solchen Fall eine "Läuterungsextrarunde" machen muß, aber Bestrafung kann auch das genaue Gegenteil dessen erreichen als eigentlich vorgesehen, also die falschen Ansichten, getrieben durch "negative" Einflüsse, verstärkt werden. Somit wäre ja auch ein dauerhafter "Fall" (im Sinne von Abfall (nicht Müll!)) möglich. Also quasi der Antichrist dauerhaft den Christen verdrängt oder sogar in sich aufnimmt und pervertiert, bzw. vernichtet. Oder hab ich was falsch verstanden, bzw. fehlen mir hier noch ein paar Puzzleteile?
Um das nochmal etwas anders auszudrücken: wenn es einen dauerhaften Weg zum Licht gibt, so muß es doch auch einen dauerhaften Weg in die Dunkelheit geben, oder nicht?

bis denn!
dark knight13
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
HCFatLiveDE
DEFCON 3
****
Offline


schwarzes Loch

Beiträge: 199
Daheim
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #11 - 01.10.04 um 01:14:26
 
@dark_knight13

Ja, das Buch ist in einer weise mühselig für mich, auch wenn ich hier und da mal was neues erfahre, eigentlich ist es nur ein bewusstwerden von etwas, was ich schon weiss.

Trotzdem lese ich es von Anfang bis Ende, ganz wie erwünscht.
Es kann ohnehin nie schaden irgendetwas wieder-durchzukauen und wieder und wieder...


Was ist den bitteschön real?
Also, wenn ich was ganz real betrachten soll, ist das weit ab von DIESER sogenannten Realität.
Der Raum im Raum, ist der Real?
Für mich ist in Grunde nur real was am Anfang ist, und das ist aber nicht, sondern wird noch.
Also das, was war wird erst sein, und das was wird war nie.


Man nehme ein Feuerzeug(dieses ist unser Universum), dessen Sinn ist es, eine Flamme zu errichten.
Die Flamme des Feuerzeuges ist also kein zufall, sonder absicht.
Das Feuerzeug selbst aber, erzeugt beim drehen des Feuersteines lauter kleine Funken(unsere Seelen).
Die Menge, größe und bewegung dieser Funken sind Zufall.
Einer dieser Funken aber wird zur Flamme!
Was ist dann mit diesem, er ist aus der Sicht des Feuerzeuges ein Zufall, wird aber dadurch, daß er zur Flamme wird, ein absichtliches Produkt durch ein höheres Gesetz, dem Bediener, welcher eine Flamme zu erzeugen wünschte.

Nun, unser Universum erzeugt so einiges, doch auch dieses wird EINES zum vorschein bringen, was zum Gegensatz allem anderen wird.
Die Ausnahme, welche die Regel bestimmt.
Somit wird die für gewöhnlich als Zufall geltende ausnahme zum erwünschten Sinn, und alles andere zu Zufälligen nebenprodukten.
Das Universum, ein Aparat, der soviele Zufallsprodukte entwirft, bis Zufällig mal das gewünschte dazwischen ist!?!



@ Uranus32

Nun, ich würde sagen es gibt da denn einen Weg, der immer wieder neu anfangen läßt;
Das wäre von innen nach außen und außen nach innen oder von niedersten zum höchsten und höchsten zum niedersten, also der typische Kreislauf.
Dann gibt es da aber noch einen sehr gut versteckten weg, denn er soll (aus der sicht gewisser gieriger) nicht vom Menschen gegangen werden um die wahrscheinlichkeit für diese Gewissen zu erhöhen, es("das Ziel des Weges") zu erreichen.
Diese gewissen sorgen nun dafür, daß sich der Mensch in diese "realität" verstrickt, sorgen zudem dafür, daß der Mensch mit fortschrittsdrang, fortschreiten kann, nur leider in die richtung, welche dem Kreislauf folgt.

ABER!!! Ja, da gibt es noch ein großes aber, -diese Gewissen, werden nie dort ankommen können, dies ist so sicher wie deren Amen in der Kirche.
Diese gehen nähmlich nochmal einen anderen Weg, ohne es zu merken oder verstehen zu können (sowie der Mensch nicht die Welt versteht).
Deren Weg nähmlich führt sie in die Gegensätze, d.h. sie gehen in einer hälfte, einer von zwei seiten von dem auf, wo sie so gierig hinstreben.

Das "Ziel" des mittleren Weges aber, wird nur erreicht durch das bemühen, die anderen dort hinzuführen!
Und wenn es denn von jemand erreicht ist, also jemand dort hingeführt wurde (so wie man Säät, so erntet man [bemühen andere zu führen]), so werden die beiden Gegensätze, also das Ziel der Gewissen, zu seinen Seiten und unterliegen voll seinem Willen. -Die Strafe dafür, das Volk versklavt und Kontrolliert zu haben. (so wie man Säät, so erntet man)


Ich wünsche euch allen mit diesen Worten die Welt ein wenig erleuchtet zu haben.
Bin zumindest selbst ein wenig überrumpelt von der "durchschlags-"Kraft dieser Worte.

Mit freundlichsten Grüßen, Prema Yoni Viraha
Zum Seitenanfang
 

IM NAMEN DER ROSE

Meine Farbe ist rot;
Meine Füllung ist gelb;
Meine Fesseln sind grün;
Meine Fantasien sind blau.

(c) HCFatLiveDE (google mich) http://youtube.de/hausfriedenthal
Homepage HCFatLiveDE HCFatLiveDE (google mich) streit4URight HCFatLiveDE 275296559  
IP gespeichert
 
dark_knight13
DEFCON 4
*****
Offline



Beiträge: 837
Hamburg
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #12 - 01.10.04 um 22:11:16
 
Hallo!
Ich werde mich mal etwas in Wortklauberei verlieren, nicht bös gemeint, aber hier sind einige Aussagen, die ich, u.a. wegen ihrer qualität (ohne damei werten zu wollen), einzelnd kommentieren möchte.

Zitat:
Es kann ohnehin nie schaden irgendetwas wieder-durchzukauen und wieder und wieder...

Stimmt, denn wer suchet, der findet und wer nicht findet, der suche weiter und er wird finden.

Nochmal kurz zur "Realität":
Ich meinte die durch uns (wir, die wir auf der Erde leben und sie mit unseren Sinnen wahrnehmen und deshalb als Realität empfinden) empfundene Realität, nicht das, was wirklich real ist (darum die Anführungstriche).

Zum Feuerzeugbeispiel:
Die Funken des Feuerzeuges entstehen nicht zufällig. Die Entstehung folgt festen Gesetzmäßigkeiten, nur sind diese Formeln so komplex, daß man sie nie wird aufstellen oder sogar berechnen können, also nennen wir das ganze Chaostheorie oder schlicht Zufall.

Zitat:
Dann gibt es da aber noch einen sehr gut versteckten weg, denn er soll (aus der sicht gewisser gieriger) nicht vom Menschen gegangen werden um die wahrscheinlichkeit für diese Gewissen zu erhöhen, es("das Ziel des Weges") zu erreichen.

Ich glaube, daß u.a. Jesus deshalb nur in Gleichnissen (der versteckte Weg) gesprochen hat, wohl auch deshalb, damit sie es nicht bemerken und das Wissen weitergetragen wird. Sehe das also genauso, aber könnte es nicht auch sein, daß diejenigen, die darum wissen, dieses Wissen verbergen, um die Unwissenden dauerhaft zu versklaven und sich als ihre Herren aufspielen wollen? Sich also die Knechte des Herrn während seiner Abwehsenheit die Knechte zu Knechten machen?

Zitat:
ABER!!! Ja, da gibt es noch ein großes aber, -diese Gewissen, werden nie dort ankommen können, dies ist so sicher wie deren Amen in der Kirche.
Diese gehen nähmlich nochmal einen anderen Weg, ohne es zu merken oder verstehen zu können (sowie der Mensch nicht die Welt versteht).
Deren Weg nähmlich führt sie in die Gegensätze, d.h. sie gehen in einer hälfte, einer von zwei seiten von dem auf, wo sie so gierig hinstreben.

Ich glaube schon, daß sie dort ankommen werden, sie brauchen nur länger; er wird sich um jedes Schaf seiner Herde kümmern und wenn er das geringte unter ihnen gefunden hat, so wird ihn das am meisten erfreuen und sie werden alle den selben Lohn erhalten, egal wann sie angefangen haben, in seinem Weinberg zu arbeiten.

Zitat:
Das "Ziel" des mittleren Weges aber, wird nur erreicht durch das bemühen, die anderen dort hinzuführen!
Und wenn es denn von jemand erreicht ist, also jemand dort hingeführt wurde (so wie man Säät, so erntet man [bemühen andere zu führen]), so werden die beiden Gegensätze, also das Ziel der Gewissen, zu seinen Seiten und unterliegen voll seinem Willen. -Die Strafe dafür, das Volk versklavt und Kontrolliert zu haben. (so wie man Säät, so erntet man)

Du kannst den Weg auch gehen, wenn du ihn nicht kennst, aber du kannst anderen helfen den Weg zu gehen. Es gibt keine Strafe, es gibt keine Schuld, Jesus starb für alle Schuld und alle Sünde, er wollte damit sagen, daß es sie nie gab. Das was wir machen, machen wir, weil wir es machen sollen. Seid wie die Kinder, seid unschuldig, verzeih ihnen, damit sie sich keine Schuldgefühle machen und du dich davon lösen kannst, denn Schuldgefühle binden. (Das soll jetzt kein Freibrief für alle möglichen Taten sein, Hirn solte man schon benutzen  Schockiert/Erstaunt Zwinkernd)

bis denn!
dark knight13
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
HCFatLiveDE
DEFCON 3
****
Offline


schwarzes Loch

Beiträge: 199
Daheim
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #13 - 02.10.04 um 16:07:31
 
@dark_knight13

Ideal, wirklich Ideal!!!  Durchgedreht
Zitat:
Ich werde mich mal etwas in Wortklauberei verlieren, nicht bös gemeint, aber hier sind einige Aussagen, die ich, u.a. wegen ihrer qualität (ohne damei werten zu wollen), einzelnd kommentieren möchte.

Das Ergebniss ist wie es nicht besser sein könnte,
...einfach die Perfekte ergänzung - oh, die ausschlaggebende.

Wie Blitz und Donner fällt mir dazu ein.


MfG, PWF
Zum Seitenanfang
 

IM NAMEN DER ROSE

Meine Farbe ist rot;
Meine Füllung ist gelb;
Meine Fesseln sind grün;
Meine Fantasien sind blau.

(c) HCFatLiveDE (google mich) http://youtube.de/hausfriedenthal
Homepage HCFatLiveDE HCFatLiveDE (google mich) streit4URight HCFatLiveDE 275296559  
IP gespeichert
 
Uranus32
DEFCON 4
*****
Offline


Das Ganze ist mehr als /> /> die Summe seiner
Teile! /> />

Beiträge: 1705
Mark Brandenburg
Geschlecht: male
Re: Freier Wille oder doch alles Bestimmt?
Antwort #14 - 03.10.04 um 14:25:11
 
Zitat:
Könnte es hier auch sein, daß auch das Wann und Wie durch unseren Entwicklungstand bestimmt wird? Also wir dann neue Dinge lernen, wenn wir "bereit" dazu sind und auf eine Art und Weise, die ebenfalls durch unseren Bereitschaftsgrad bestimmt wird?

Um das nochmal etwas anders auszudrücken: wenn es einen dauerhaften Weg zum Licht gibt, so muß es doch auch einen dauerhaften Weg in die Dunkelheit geben, oder nicht?


Ja, unser Entwickelungstand ist sozusagen die Meßlatte. Also unsere Bereitschaft die Bedeutung gewisser Ereignisse zu erfassen und darauf angemessen zu reagieren. Denn nichts was geschieht ist bedeutungslos. Alles enthält eine Botschaft für uns.

Diesen Weg nennt man Satanismus. Und deswegen werden auch schwarze Messen abgehalten und die Bindung zu intensievieren.

Gruß Uranus32!
Zum Seitenanfang
 

 
IP gespeichert
 
Seiten: 1 2 3 
Thema versenden Drucken