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Thule und Hyperborea (Gelesen: 4113 mal)
alvaricus
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Thule und Hyperborea
06.12.04 um 16:57:53
 
Moin...
Das sagenhafte Thule oder Hyperborea ist eventuell falsch gedeutet worden..
Boreas ist nach Herodot (400 v Chr) ein genau zu lokalisierender Fluss = Dnjepr, der als Schifffahrtsweg Nordischer Stämme (mittlerweise durch Funde nachgewiesen, bis vor kurzem noch durch die Archäologie verweigert) zum Handel im Altertum benutzt wurde... Es gab eine Landbrücke im Norden zu den in die Ostsee führenden Fluß Daugava. Für Herodot war der nördlichste, ihm bekannte Stamm, der der Schwarzmäntel.. wahrscheinlich ein Baltischer Stamm aus der heutigen Region Kiew.. Die Gefilde jenseits des Flusses Boreas, aus denen die unbekannten Handelsleute kamen, wurden einfach pauschal Hyperborea genannt (Übersetzt) Jenseits des Boreas (Flusses). Nahe der Quelle des Don, der ebenfalls in das Schwarze Meer fliesst, liegt eine der ältesten Städte Russlands "Tula", welche sich ebenfalls nördlich der den antiken Griechen bekannten Gefilde (also in Hyperborea
oder nahe der Boreasquelle) befindet.... Der Zusatz Ultima Thule, der zu der Insel Thule führte stammt nicht von den Griechen, sondern von Phyteas aus Massilia (Marseille) der als Römer einer 1000 Jahren alten Sage nachging und bis nach Norwegen segelte und wahrscheinlich die Shetland Inseln für die nördlichsten bewohnten Inseln hielt. Also bleibt für den Begriff Hyperborea nur die Deutung: Alles nördlicher als die ins Schwarze Meer führenden Flüsse. Und mit Thule war eventuell nur die sich dort befindene Stadt Tula im Quellgebiet des Don gemeint...
Gruß
Alvaricus
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Uranus32
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Re: Thule und Hyperborea
Antwort #1 - 06.12.04 um 18:55:51
 
Hallo!

Ehrlich gesagt, ich kann diese Vermutungen nicht ganz nachvollziehen. Nicht zuletzt wurden doch im 3. Reich Forschungen in dieser Richtung gemacht und Expiditionen gestartet.
Die Wikinger gerieten in dieses Land, wenn sie auf dem Weg nach Grönland vom Kurs abkamen. Das psst irgendwie nicht ganz zusammen.

Gruß Uranus32!
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alvaricus
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Re: Thule und Hyperborea
Antwort #2 - 07.12.04 um 09:40:34
 
@uranus32:
die Eso-Kreise aus dem 3. Reich haben ohne Zweifel nach dem Thule des Nordens gesucht und die "Griechische Mythologie" für sich verwerten wollen, doch es ist bekannt das dieser kleine Kreis mit damals großem Einfluß eine Menge Symbole (Bsp. Hakenkreuz/Swastika)aus verschiedensten Kulturen benutzte um diese für sich verwerten zu können, ohne Rücksicht auf historische Echtheit oder Bezug zur eigenen Geschichte! Der Nutzen stand im Vordergrund. Die sog. Naziführung hatte andere Aufträge und Ziele als es manchem heute scheint... es waren "nicht" Ziele die unserem Land zu Gute kommen sollten, daher fügte man auch wahllos Widersprüchliches zusammen... Der dunkelhaarige bzw dunkeläugige und eher klein gewachsene Hitler favorisierte den blondhaarigen, blondäugigen großen "angeblichen" Deutschen. Diese Identität spaltendene Aussage fördert eher Zwietracht als Eintracht in einem Volke... und dieses Sammelsurium an kuriosen Entscheidungen, Aussagen oder Zielen könnte ich jetzt Seiten um Seiten fortsetzten....
Zu den Wikingern: Sie verfuhren sich und kamen vom Weg ab... Mal landeten Sie auf Island, mal auf Grönland, mal im Polarmeer und eben auch in Nordamerika bis hinunter nach Neuengland. Aber die Wikinger erzählen nur von einem milden fruchtbaren Land, nicht von Hyperborea. Man bedenke: Das Klima war damals milder. Vor 1000 Jahren war es im Sommer auf Grönland mild, in England so mild, dass bis Mittelengland Wein angebaut wurde. Somit kamen die Wikinger auch in heute kalte Länder die damals ein milderes und fruchtbareres Klima aufwiesen. Die Wikinger siedelten sogar in Grönland an und auch in Nordamerika! (Schade um Kolumbus: Obwohl es wird ja immer noch Kolumbus als Entdecker gepriesen und das obwohl man sich die Wikingersiedlungen in Neufundland ansehen kann..)
Gruß
Alvaricus
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Uranus32
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Mark Brandenburg
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Re: Thule und Hyperborea
Antwort #3 - 07.12.04 um 19:54:57
 
Hallo!

>>(Schade um Kolumbus: Obwohl es wird ja immer noch Kolumbus als Entdecker gepriesen und das obwohl man sich die Wikingersiedlungen in Neufundland ansehen kann..) <<

Die Wikinger haben ja auch kaum Einfluß auf die Kultur der amerikanischen Völker gehabt. Desweiteren hat Thor Heyerdahl ja auch Kontakte zwischen Ägypten und Südamerika nachgewiesen. Ich denke wenn man weitersucht, dann wird das mit Kolumbus immer unbedeutender.
Kolumbus wird hier eindeutig als Symbol missbraucht. Damit sollen die Schandtaten gerechtfertigt werden, die die Europäer diesem Kontinent brachten.

Zurück zum Thema. Von Thule wurden auch von großen kulturellen Errungenschaften berichtet. Ich glaube nicht das man diese zu dieser Zeit in der Ukraine oder in Rußland vorfand.

Gruß Uranus32!
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alvaricus
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Re: Thule und Hyperborea
Antwort #4 - 08.12.04 um 11:58:32
 
@Uranus32
ich glaube, dass die kulturellen Errungenschaften damals anders als heute bewertet wurden und Tula ein schon damals wichtiger Handelsplatz / Stadt der dort lebenden Menschen war...  wenn halt nur diese Stadt als größerer Ort in jener Gegend bekannt war und Wikinger aus dem Ostseeraum die durchziehenden Handelsleute waren. Dann war für die Griechen einfach nicht bekannt, dass in Tula noch im Bärenfell herum gestreunt wurde und in Südschweden nicht... Sie sahen nur, dass hochwertige Handelsgüter aus dem unbekannten Bereich ohne geografischer Zuordnung heran kamen...
Gruß
Alvaricus
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Atlanter
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Re: Thule und Hyperborea
Antwort #5 - 08.12.04 um 12:15:52
 
Alvaricus, woher nimmst Du Dein "Wissen"? Soweit ich informiert bin:

Der Überlieferung zufolge waren die Hyperboreer in der griechischen Mythologie ein Volk, das weit im Norden Griechenlands liegen soll. Ihr Land, Hyperborea ("jenseits des Nordwindes") geheißen, war vollkommen. Die Sonne schien rumd um die Uhr, Apollon verbrachte den Winter dort und Theseus und Perseus besuchten die Hyperboreer.

Laut Herodot (4.13) lebten sie hinter den Arimaspen und wurden von Aristeas besucht, der ein heute verlorenes Hexameter-Gedicht über sie verfasst hat.

Es gab große Mengen an Gold, die von Greifen bewacht wurden.

Abaris und Ilithyia sind Hyperboreer.

Boreas war in der griechischen Mythologie der Nordwind. Er war der Sohn von Astraios und Eos. Boreas wurde zusammen mit seinen Brüdern Euros, Notos und Zephyros verehrt. In der Regel wurde er als geflügelter alter Mann mit wildem Haar- und Bartwuchs dargestellt. Der Sage nach kommt er aus dem Skythenland (vom ukrainischen Borysthenes) und hat so seinen Namen erhalten.
Weil er vorzugsweise im Winter weht, ist Boreas auch das Synonym für einen kalten Nordwind. Als Athen vom persischen König Xerxes angegriffen wurde, betete das Volk zu Boreas. Er schickte starke Winde, in denen 400 persische Schiffe sanken.

Boreas entführte Oreithyia, eine athenische Königstochter. Mit ihr zeugte er zwei Söhne, die Boreaden, und zwei Töchter.

Außerdem zeugte Boreas zwölf Fohlen, von denen man sagte, sie könnten über ein Kornfeld laufen, ohne die Halme zu knicken.

Die Griechen glaubten, das Boreas in Thrakien lebte. Herodot und Plinius beschreiben beide das Land Hyperborea ("jenseits des Nordwinds"), in dem die Menschen bis ins hohe Alter in vollständigem Glück leben.

Fazit: Hyperborea kann nicht dort liegen, wo Du meinst. Den das ist ein rauhes Gebiet, indem kein Mensch bis ins hohe Alter glücklich leben kann. Ausserdem entstehen die kalten Nordwinde eher durch ein Tief über Grönland / Nordsee.
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Uranus32
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Re: Thule und Hyperborea
Antwort #6 - 08.12.04 um 13:42:14
 
Zitat:

, in dem die Menschen bis ins hohe Alter in vollständigem Glück leben.


Das meine ich mich mit großen kulturellen Errungenschaften! Die angesprochene immerscheinende Sonne findet man in Tula auch nicht vor; kam in den Berrichten über Thule aber vor.

Gruß Uranus32!
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alvaricus
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Re: Thule und Hyperborea
Antwort #7 - 08.12.04 um 16:44:53
 
@atlanter:
ich fange an zu trennen:Du schreibst Zitat:
Der Sage nach kommt er aus dem Skythenland (vom ukrainischen Borysthenes)
Genau das schreibe ich auch... die Trennung sollte erfolgen zwischen der Göttersagenwelt und der Realwelt der damaligen Zeit. Der Bezug zur Innenwelt geht nicht verloren Zitat:
Die Sonne schien rumd um die Uhr
+ Zitat:
in dem die Menschen bis ins hohe Alter in vollständigem Glück leben.
, jedoch bezieht sich der Bezug nur auf die Göttersagenwelt aus einer Epoche deren zeitlichen Bezug die antiken Griechen nicht mehr herstellen konnten. Will heißen: Es blieb aus der Sagenwelt der antiken Griechen nur die Angabe im Norden, jenseits des Nordwindes, immer scheinende Sonne und hohe Alter... siehe auch aus:http://www.erdexpansion.de/leseproben.htm Zitat:
Bei den Griechen der Antike war die Vorstellung von einem Land im Innern unserer Erde eine durchaus geläufige. In verschiedensten Erzählungen aus der Antike ist da die Rede von einem traumhaft schönen Land jenseits des Nordwindes. Dieses Land, in welchem der griechische Gott Apollon seinen Winter verbrachte, wurde Land der Hyperboreer genannt und findet bis in die Römerzeit immer wieder Erwähnung. Die Vielgötterwelt der Griechen, könnte hier ebenso als eine historische Fehldeutung gesehen werden, indem die Griechen der Antike Personen der Vorzeit in den Götterstatus beförderten, ganz wie es auch mit der Edda geschah. Es gibt hier sogar durchaus Parallelen zu der Götterwelt in der Edda. Denn es steht geschrieben, dass Zeus mit der Leto, einer Riesin, einen Sohn zeugte. Dieser Sohn Apollon galt bei den Griechen als Kampfesgott, Todesgott und Sender der Pest. Er wurde auch sinnbildlich mit einem Wolf gleichgestellt. In der Edda zeugte der Gott Loki mit einer Riesin den Todesboten und Wolf Fenrir. Dieser Vergleich mag weit hergeholt erscheinen, aber stellt zumindest eine Parallele zu jener Welt der Mythologie dar. Das Land der Hyperboreer war für die Griechen der Antike ein Reich, in dem immer die Sonne scheint, die Menschen glücklich sind und ein unglaublich hohes Alter erreichen.

Doch ich versuche hier nur zu trennen: Die antiken Griechen vermengten den Sagenstoff mit der Richtungsangabe Nord und verwendeten einen geografischen Bezug hyper boreas = hinter dem Boreasflussgebiet als Pauschalnamen, der auch für die den Griechen nahezu unbekannten Baltischen, Ukrainischen, Lettischen oder Germanischen Stämmen herhalten musste... Wenn also, wie bei Herodot beschrieben, 2 Stammesfürstentöchter nach Griechenland geschickt wurden, dann kamen Sie, der Beschreibung nach aus den Germanischen Gefilden, für die der Name Hyperborea herhielt...
Zum Nordwind: Er weht, und das bisweilen kräftig übers Schwarze Meer hinweg, so wie der Mistral die Rhone herunter und bringt die Kälte bis nach Griechenland denn die Schiffe von Xerxes sanken bei Griechenland...
Also abschliesssend: Hyperborea = Sagenhaftes Land möglicherweise im Innern der Erde und Hyperborea gleich Pauschalbegriff für alles nördlicher als den antiken Griechen bekannt.... hier wurde einfach nur verquickt und es bleibt jetzt nur noch herauszufinden wie Apollon selbst, der sicherlich kein Gott sondern ein Mensch ohne damals mehr historisch nachvollziehbaren Bezug war, selbst diese Gefilde genannt haben mag..
Gruß
Alvaricus
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