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Theorie der aufblähenden Erde (Gelesen: 69663 mal)
Thargo
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wer hat die Wahrheit
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #15 - 17.04.06 um 12:01:23
 
Hallo Nabla !

Laut lachend Haha - NEIN !  Wir sind hier nicht im "Star Trek - Club" !  Laut lachend

Mit Protomaterie ( auch genannt Prä-Materie, Protoprakriti... ) meinte ich die Urmaterie, aus der auch die Sonne, sowie die Planeten und auch die Erde + das übrige Universum entstand.
Diese besteht aus einer diffusen Masse von Protonen, Elektronen und anderen Teilchen, dem Baustoff für sogenannte "Feste" Materie.
Nach neuesten Erkenntnissen erzeugt Überdruck die Kernsynthese, was wiederum zur Bildung der einzelnen Elemente ( Periodentafel ) führt.
Es entstehen anorganische Moleküle, sowie organische Moleküle.
Erst in den letzten Jahren kam man mit Hilfe des Hubble-Teleskops und Spektral Analysen an verschiedenen Sternen darauf, das Reste dieser Protomaterie überall noch vorhanden sind, so auch in der Nähe unserer Sonne.
Auch am Rande unseres Systems hat man erst kürzlich Reste der Prämaterie ausmachen können:
Und zwar im sogenannten "Cuyper-Gürtel", dem äußeren Asteroiden-Gürtel zwischen Neptun und Plutobahn.
Dieser Gürtel besteht aus ca. 300 Kleinstplaneten.

Hmmm. Kannst du mit der Drehimpulshaltung Recht haben... ? Zu 100% überzeugt hast du mich nicht.

Natürlich meinte ich die Abkühlung durch Abgabe von Wärmestrahlung! Hab mich vielleicht  zu undeutlich ausgedrückt.

Ein beinahe Gravitationskollaps... die Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Instabilität bei der Bildung von Planeten würde deren Vorhandensein auf ein Minimum reduzieren... + den übrigen Kandidaten eine minimale Kurzlebigkeit bescheren.

Schrumpfen nun die Planeten und fallen sie in sich zusammen oder blähen sie sich auf...? Was dominiert auf Dauer: Die Gravitation im Zentrum oder der Thermische Druck?
Bei einem "gerade mal" würde die Bildung von Planeten zu einem Roulettspiel degradiert - da mußt du mich schon besser überzeugen!

Ja, das ist richtig. Das Erdinnere heizt sich ( zunächst ) durch den immensen Kompressionsdruck auf. Reicht dies aus, um einen Kernschmelzprozess wie im Innern der Sonne zu erzeugen? - Ich weiß es nicht...
Wenn allerdings der Prozess der Kernschmelze mal eingesetzt hat, hört der erst wieder auf, wenn der Brennstoff, also Wasserstoff/Helium verbraucht ist, oder lieg ich da völlig falsch?

Und wenn, dann sorgt womöglich gerade dieser Prozess für eine Hohlraumbildung? Eine kleine Sonne im Innern...? Warum nicht...? Ich persönlich glaube da an eine 80% Wahrscheinlichkeit.

Die "moderne" Schulwissenschafft behauptet mittlerweile ja auch, das sich im Innern ein KERN bewegt...
WAS genau also ist dieser KERN??? ( die Theorie des Eisenkerns ist mittlerweile ebenso veraltet )

WARUM also bläht sich unsere Erde auf? Viele Fakten und Indizien weisen trotz aller Kontroversen darauf hin, das sie das in der Vergangenheit getan hat.

Tja, die umstrittene Frage bleibt die: WO genau befindet sich das Gravitationszentrum? Das konnte bislang noch niemand eindeutig belegen... ...

( Womöglich verlagert sich ja das eigentliche Gravitationszentrum von innen nach außen? )

... und was tut die Gravitation? ( Auch hier teilen sich die Ansichten Vieler... )

Das mußt du mir näher erklären, damit wir das Thema weiterführen können... ...

Viele Grüße und bis denn   Smiley

Thargo






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Nabla
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #16 - 17.04.06 um 13:44:59
 
Thargo schrieb am 17.04.06 um 12:01:23:
Diese besteht aus einer diffusen Masse von Protonen, Elektronen und anderen Teilchen, dem Baustoff für sogenannte "Feste" Materie.


OK das stimmt, die Interstellare Materie besteht hauptsächlich aus Wasserstoff Plasma, der Begriff Protomaterie wird jedoch
soweit ich weiß nur bei Star Trek verwendet, aber das ist egal.

Zitat:
Nach neuesten Erkenntnissen erzeugt Überdruck die Kernsynthese, was wiederum zur Bildung der einzelnen Elemente ( Periodentafel ) führt.
Es entstehen anorganische Moleküle, sowie organische Moleküle.


Das stimmt ebenfalls im Inneren der Sterne werden alle uns bekannten Elemente ausgebrütet und bei der Explosion
von Sternen gelangen sie ins Weltall.
Moleküle sind da allerdings nicht dabei, die können sich erst später bilden wenn es etwas kühler wird.

Zitat:
Erst in den letzten Jahren kam man mit Hilfe des Hubble-Teleskops und Spektral Analysen an verschiedenen Sternen darauf, das
...


Das kann auch sehr gut stimmen, es spricht nix dagegen

Zitat:
Hmmm. Kannst du mit der Drehimpulshaltung Recht haben... ? Zu 100% überzeugt hast du mich nicht.


Drehimpulserhaltung ist ein fundamentales Naturgesetz wie die Impulserhaltung.
Die Drehimpulserhaltung besagt, daß in einem abgeschloßenen System der Drehimpuls erhalten bleibt.
Ein Beispiel aus dem täglichen Leben: setz dich mal auf einen Drehstuhl und versuch dich mal in Rotation
zu verstzen ohne dich irgendwo abzustoßen.
Die Erde kann näherungsweise als abgeschloßenes System betrachtet werden
(sie koppelt zwar durch die Gravitation sehr schwach an die anderen Himmelskörper aber soweit wollen wir unsere
Betrachtungen ja nicht treiben).
Den Drehimpuls den sie bei der Entstehung erhalten hat behält sie bei.
Daraus folgt, daß die Rotationsgeschwindigkeit sich nicht ändert, sofern die Erde ihre Form nicht verändert.
Wenn sie schrumpft rotiert sie schenller, wenn sie sich ausdehnt rotiert sie langsamer.



Zitat:
Ein beinahe Gravitationskollaps... die Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Instabilität bei der Bildung von Planeten würde deren Vorhandensein auf ein Minimum reduzieren... + den übrigen Kandidaten eine minimale Kurzlebigkeit bescheren.

Schrumpfen nun die Planeten und fallen sie in sich zusammen oder blähen sie sich auf...? Was dominiert auf Dauer: Die Gravitation im Zentrum oder der Thermische Druck?
Bei einem "gerade mal" würde die Bildung von Planeten zu einem Roulettspiel degradiert - da mußt du mich schon besser überzeugen!


Nein du hast mich etwas falsch verstanden.  Vielleicht habe ich mich in der Wortwahl etwas vertan.
Unter Gravitationskollaps verstehst du vermutlich das Kollabieren zu einem Schwarzen Loch.
Ich meinte allerdings folgendes: die Grvitation übt eine Kraft zum Massenschwerpunkt aus.
Wenn sich ihr nichts entgegenstellen würde, dann würde jegliche Masse kollarbieren.
Es gibt aber glücklicherweise noch andere Kräfte in der Natur, die der Gravitation die Waage halten,
durch sie werden erst stabile Massenansammlungen ermöglicht.
Im Falle von Planeten sind es der thermische Druck (also Impulsaustausch aufgrund der Temperatur der Masseteilchen)
und die elektrostatische Abstoßung (zwischen den Eletronenhüllen der Atome).
Bei der Erde reichen diese beiden Kräfte aus um einen Gleichgewichtszustand zu erzeugen, bei Sternen zB. sieht es anders aus.

Im Gleichgewicht sind thermischer Druck und gravitativer Druck gleich, das zeichnet ein Gleichgewicht aus.
Würde der tehrmische Druck höher sein so würde sich der Planet ausdehnen und zwar so lange bis er durch seine Expansion zu genüge abgekühlt ist und dem gravitativen Druck gleich ist. Dann hat man wieder ein Gleichgewicht.

Halt jetzt bitte nicht denken: "Na ist doch toll, dann dehnt sich das Ding aus und in der Mitte bleibt ein Hohlraum"

Warum kann das nicht passieren?
Ein Hohlraum ist gefüllt mit Gas. Ein Gas kann bei den hier betrachteten Drücken nur in gasförmiger Phase existieren wenn es eine derartig unvorstellbare Temperatur hat, daß wir es auf jedenfall merken würden.

Zitat:
Ja, das ist richtig. Das Erdinnere heizt sich ( zunächst ) durch den immensen Kompressionsdruck auf. Reicht dies aus, um einen Kernschmelzprozess wie im Innern der Sonne zu erzeugen? - Ich weiß es nicht...


Ich glaube du meinst die Kernfusion.
Ne das reicht nicht aus. Da braucht es schon ca. eine Million mal mehr Masse damit sowas im großen Masstab stattfindet.

Zitat:
Wenn allerdings der Prozess der Kernschmelze mal eingesetzt hat, hört der erst wieder auf, wenn der Brennstoff, also Wasserstoff/Helium verbraucht ist, oder lieg ich da völlig falsch?


Selbst wenn die Kernfusion einsetzt (s.o.) so wird sie nur so lange andauern wie die nötige Temperatur und der nötige Druck verhanden sind.
Was glaubst du denn warum wir immer noch keinen voll funktionsfähigen Fusionsreaktor haben?
Man schließt ein Plasma ein, man heizt es auf, doch sobald die Fusion anfängt, reißt die frei werdende Energie
das Plasma auseinander und die Fusion erlischt wieder.
Genauso würde es auch beid er Erde sein. Der gravitative Druck reicht nicht aus um das Fusionsplasma einzuschließen,
sobald die Fusion losgeht dehnt es sich aus, der Druck nimmt ab es kühlt sich ab und die Fusion erlischt.
Die Gravitation komprimiert das Ganze wieder in der Ausgangszustand un der Spaß kann von vorne losgehen.

Also die Erde würde höchstens pulsieren, tut sie aber nicht oder?



Zitat:
Und wenn, dann sorgt womöglich gerade dieser Prozess für eine Hohlraumbildung? Eine kleine Sonne im Innern...? Warum nicht...? Ich persönlich glaube da an eine 80% Wahrscheinlichkeit.


Um nochmal zum Problem Hohlraum im Inneren zu kommen.
In einem Hohlraum ist Gas oder Vakuum. Beides hat bei den verfügbaren Temperaturen einen relativ gesehen geringen Druck.
Drum herum befindet sich eine Substanz mit einem thermischen Druck der der den gravitativen Druck übersteigt...
Thermischer Druck ist isotrop, also in alle Richtungen gleich.
Das wäre wie eine Vakuumblase im Wasser, sowas schon mal gesehen?
Das gibt es, nur hat die Blase immens kurze Lebensdauer (etwas im Mikrosekunden Bereich).

Eine kliene Sonnen im Inneren?
Wozu sollte sowas gut sein?
Falls in dieser Sonne noch Kernfusion stattfinden soll so, müßte sie ungefähr die Masser unserer normalen Sonne haben.
Das würden wir sicherlich merken.

Zitat:
Die "moderne" Schulwissenschafft behauptet mittlerweile ja auch, das sich im Innern ein KERN bewegt...
WAS genau also ist dieser KERN??? ( die Theorie des Eisenkerns ist mittlerweile ebenso veraltet )


Seismologische Messungen haben gezeigt, daß sich im Erdmittelpunkt ein fester Kern befindet.
Woraus der besteht weiß man nicht, aber aus Messungen der Erdmasse und Dichte vermutet man,
daß hauptsächlich etwas wie Eisen sein könnte, könnte aber auch was anderes mit ähnlicher Dichte sein.

Zitat:
WARUM also bläht sich unsere Erde auf? Viele Fakten und Indizien weisen trotz aller Kontroversen darauf hin, das sie das in der Vergangenheit getan hat.


Nun wenn sie sich auch in der Gegenwart aufbläht so müßen wir uns keinen Kopf wegen der Überbevölkerung machen  Laut lachend
Aber davon hab ich noch nix gehört, deshalb kann ich dazu keine Stellungnahme nehmen.

Zitat:
Tja, die umstrittene Frage bleibt die: WO genau befindet sich das Gravitationszentrum? Das konnte bislang noch niemand eindeutig belegen... ...


Im Massenschwerpunkt, wie der Name schon sagt.
Die Gravitation ist eine isotrope, also eine kugelsymmetrische Kraft.

Zitat:
( Womöglich verlagert sich ja das eigentliche Gravitationszentrum von innen nach außen? )


Die Gravitation geht von jedem einzelnen Masseteilchen aus.
Wie könnte sich bei einem kugelsymmetrischen Körper der Massenschwerpunkt verlagern?

Zitat:
... und was tut die Gravitation? ( Auch hier teilen sich die Ansichten Vieler... )


Es ist zwar vieles noch unklar, aber folgende Sachen stehen auf jeden Fall fest:
1. Masse (also auch Energie) erzeugt und spürt die Gravitation
2. Die Kraftwirkung hängt nur vom Abstand ab, nicht von der Richtung und nimmt mit dem Abstand ab (1/r^2 Abhängigkeit)

Ich hoffe alle Unklarheiten beseitigt zu haben.
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Thargo
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #17 - 23.04.06 um 12:38:51
 
Hallo Nabla 

Augenrollen du hast nicht zufälligerweise daheim an der Wand ein Physik-Diplom hängen...?

... scheinst dich jedenfalls recht gut auszukennen...


... doch all der Schulweisheit zum Trotz bleiben immer noch viel zu viele Fragen offen...


Z.B. laut deiner Aussage auf die Drehimpullserhaltung "... das die Rotationsgeschwindigkeit sich nicht ändert, sofern die Erde ihre Form nichz verändert. Wenn sie schrumpft rotiert sie schneller, wenn sie sich ausdehnt rotiert sie langsamer"

Jetzt ist es aber so, daß laut Erdgeschichte die Tage früher kürzer waren. Daraus folgt zwangsläufig, das der Erdball ehemals viel kleiner war.

Die Hamburger Physiker Jordan & Carey bewiesen, das sich die Erde immer noch minimal ausdehnt, und zwar in 100 Mio Jahren 400 Km.

Sie belegten auch, das vor 400 Mio Jahren die Kontinente nur zu 15% aus dem Ozean ragten und ursprünglich völlig von diesem bedeckt waren, was weltweite Fossilienfunde belegen.
Das Modell einer expandierenden Erde würde den Rückgang des Wassers plausibel erklären.

Wenn jedoch die Erde damals auch nur annähernd so groß war wie heute, hatte sie ein gewaltiges Problem: Pangaea auf der einen Seite vom Globus - auf der anderen Seite...?
Dieser gewaltige Urkontinent hätte laut Aussage vieler Forscher zu einem erheblichen Ungleichgewicht geführt und den Erdball "eiern" lassen. Die Folgen wären wohl mehr als nur katastrophal gewesen...

Auch gab es bislang keinerlei Theorie darüber, welche immense Kraft es fertig brachte, die Kontinentalplatten auseinanderbrechen und stetig davondriften zu lassen.
Eine expandierende Erde würde all dies erklären, auch die Richtung der einzelnen Platten, welche sich wie bei einem sich aufbähenden Luftballon verteilen.

Das heißt aber auch, daß die Kontinentalplatten NICHT wie bisher angenommen auf dem Erdmantel "schwimmen", sondern fester Bestandteil der sich ausdehnenden Kruste sind.

Ein 1994 entdeckter Vulkanschlot in Brasilien bestätigt dies: Der durch den Erdmantel führende Schlot ist seit 120 Mio Jahren fest mit der südamerikanischen Platte verbunden!

Das Erdinnere offenbart sich also keineswegs so, wie es uns gelehrt wurde... 

Seit 1964 wurden ca 60.000 Erdbeben in einer Tiefe von 70 - 600 Km gemessen. 
Laut Geologen ist ein Erdbebenzentrum im halbflüssigem Gestein NICHT möglich! Die dort herrschenden Druckverhältnisse lassen KEINE seismischen Aktivitäten zu!

Also ist die bisherige Annahme, unter der Kruste befände sich nur flüssiges Gestein, FALSCH!

Bereits 1988 stellte ein Geophysiker namens Anderson ( durch Erdbebenwellen ) fest, daß ab einer Tiefe von 400 Km große Mengen desjenigen Gesteins sind, welches auch die Erdkruste bilden!

Die Seismologen Richards&Song belegten 1996, daß sich der Erdkern um 0,4 - 1,8 Grad pro Jahr schneller dreht als die Erdschale.
Die Erdrotation, so R&S, wird minimal aber messbar langsamer. Der Erdkern jedoch ist davon NICHT betroffen.
Dies widerspreche allen bisherigen Annahmen des Aufbaus im Erdinnern. Denn der dortige hohe Druck würde eine solche erhaltende Drehung sofort abbremsen, ja gar nicht erst zustande kommen lassen!

Die Geologen Li&Agee fanden 1996 einen Magmasee unter Kalifornien, auf dessem Grund sich sogenannte "Scabs" ( = Tafeln, Platten ) angesammelt hatten. Sie stellten nach weiteren Messungen fest, daß sich ab einer Tiefe von 700 - 1100 Km das Gestein wieder verfestigt ( !!! ) 

Tatsache ist auch, das ein Erdbeben in einem best. Gebiet der Erde selbst auf der gegenüberliegenden Seite gemessen werden kann, da der Erdball wie ein Glockenkörper "schwingt". 

Ein Glockenkörper aber ist hohl... ...












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Nabla
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #18 - 23.04.06 um 21:39:03
 
Thargo schrieb am 23.04.06 um 12:38:51:
Z.B. laut deiner Aussage auf die Drehimpullserhaltung "... das die Rotationsgeschwindigkeit sich nicht ändert, sofern die Erde ihre Form nichz verändert. Wenn sie schrumpft rotiert sie schneller, wenn sie sich ausdehnt rotiert sie langsamer"

Jetzt ist es aber so, daß laut Erdgeschichte die Tage früher kürzer waren. Daraus folgt zwangsläufig, das der Erdball ehemals viel kleiner war.


Nein nicht zwangläufig.
Dieser Effekt beruht darauf, daß die Erde etwas Drehimpuls mit dem Mond austauscht.
Dieser Vorgang ist aber so schwach, daß Verlangsamung der der Erdrotation auf seh sehr großen Zeitskalen
bemerkbar ist oder mit entsprechend präzisen Messungen.
Irgendwannmal in ferner Zukunft hört die Erde deswegen auf sich zu drehen.


Zitat:
Die Hamburger Physiker Jordan & Carey bewiesen, das sich die Erde immer noch minimal ausdehnt, und zwar in 100 Mio Jahren 400 Km.


Diese Studie kennen ich nicht, aber sie haben höchstens bewiesen, daß sich die Erde in einem gewissen Abschnitt der
Erdgeschichte um 400km/100Mio Jahre ausgedehnt hatte und haben deswegen vermutet, daß dieser Prozess auch weiterhin
stattfindet.
Aber wie gesagt dieser Effekt ist minimal und im Rahmen des Möglichen.

Zitat:
Sie belegten auch, das vor 400 Mio Jahren die Kontinente nur zu 15% aus dem Ozean ragten und ursprünglich völlig von diesem bedeckt waren, was weltweite Fossilienfunde belegen.
Das Modell einer expandierenden Erde würde den Rückgang des Wassers plausibel erklären.


Aber man gerät auch ohne die Theorie der expandierenden Erde nicht in Erklärungsnot.
Bei geringerer durschnittlicher Ozeantiefe, können die Weltmeere bei gleichbleibendem Wasservolumen
mehr Oberfläche einnehmen.
Außerdem ist da noch das Polareis.

Zitat:
Wenn jedoch die Erde damals auch nur annähernd so groß war wie heute, hatte sie ein gewaltiges Problem: Pangaea auf der einen Seite vom Globus - auf der anderen Seite...?
Dieser gewaltige Urkontinent hätte laut Aussage vieler Forscher zu einem erheblichen Ungleichgewicht geführt und den Erdball "eiern" lassen. Die Folgen wären wohl mehr als nur katastrophal gewesen...


Wieso sollte es denn katastrophal sein, wenn die Erde als Kreisel eine Unwucht aufweist?
Sie "eiert" auch heute noch rum, vieleicht nicht so stark wie früher aber für das Leben auf der
Erde ist das doch recht irrelevant.

Zitat:
Auch gab es bislang keinerlei Theorie darüber, welche immense Kraft es fertig brachte, die Kontinentalplatten auseinanderbrechen und stetig davondriften zu lassen.


Nun es gibt eine Theorie, du kennst sie sicher auch aber du glaubst sie nicht.
Ich würde meine Hand auch nicht ins Feuer für die heute gängige Theoie legen, aber
so unglaubwürdig ist sie nicht, sie ist sogar recht schlüßig und viele Befunde sprechen für sie.

Zitat:
Eine expandierende Erde würde all dies erklären, auch die Richtung der einzelnen Platten, welche sich wie bei einem sich aufbähenden Luftballon verteilen.


Das ist ja schön und gut, nur braucht man auch eine schlüßige Theorie, wodurch sich die Erde aufbläht.
Und ich bezweifle, daß man eine finden wird bei der die Entstehung eines Hohlraums möglich ist.

Zitat:
Das Erdinnere offenbart sich also keineswegs so, wie es uns gelehrt wurde...  


So wie man es in der Schule gelehrt gekriegt hat, ganz bestimmt nicht, in der Forschung ist man da schon viel weiter.

Zitat:
Seit 1964 wurden ca 60.000 Erdbeben in einer Tiefe von 70 - 600 Km gemessen.  
Laut Geologen ist ein Erdbebenzentrum im halbflüssigem Gestein NICHT möglich! Die dort herrschenden Druckverhältnisse lassen KEINE seismischen Aktivitäten zu!


Wieso nicht?
Vielleicht waren es irgendwelche Explosionen deren Druckwellen dann gemessen wurden?
Das Erdinnere ist doch recht turbulent, da könnte sowas schon möglich sein.

Zitat:
Also ist die bisherige Annahme, unter der Kruste befände sich nur flüssiges Gestein, FALSCH!


Kann sein, wer weiß.

Zitat:
Bereits 1988 stellte ein Geophysiker namens Anderson ( durch Erdbebenwellen ) fest, daß ab einer Tiefe von 400 Km große Mengen desjenigen Gesteins sind, welches auch die Erdkruste bilden!


Man hat glaube ich noch kein besonders genaues Modell, daß die Phasenübergänge von flüßigem zu festem Gestein
unter solch extremen Bedingungen wie sie im Erdinneren vorherreschen beschreibt.
Also ist es schon möglich, daß sich auch ein paar feste Schichten mehr befinden.
Wenn man keine ordentliche Theorie hat, hat man nur die experimentellen Befunde auf die man sich stützen kann.


Zitat:
Die Seismologen Richards&Song belegten 1996, daß sich der Erdkern um 0,4 - 1,8 Grad pro Jahr schneller dreht als die Erdschale.
Die Erdrotation, so R&S, wird minimal aber messbar langsamer. Der Erdkern jedoch ist davon NICHT betroffen.
Dies widerspreche allen bisherigen Annahmen des Aufbaus im Erdinnern. Denn der dortige hohe Druck würde eine solche erhaltende Drehung sofort abbremsen, ja gar nicht erst zustande kommen lassen!


Die Erdrotation wird kontinuierlich langsamer, der Erdkern hat aber eine beachtliche Trägheit und dreht sich deswegen
ein wenig schneller. Natürlich wird auch die Rotation des Kernes auf Grund von Reibung mit der Zeit langsamer.
Da sehe ich kein Problem.
Vielmehr würde mich interessieren wie die Leute die Rotationsgeschwindigkeit des Erdkerns gemessen haben.


Zitat:
Tatsache ist auch, das ein Erdbeben in einem best. Gebiet der Erde selbst auf der gegenüberliegenden Seite gemessen werden kann, da der Erdball wie ein Glockenkörper "schwingt".  

Ein Glockenkörper aber ist hohl... ...


Na jetzt mal keine Fehlschlüße machen.
Das mit dem Glockenkörper ist ein guter Vergleich um das ganze verständlich zu machen.

Die Sache ist folgende:
Es gibt Raumwellen und Oberflächenwellen. Die Intensität der Raumwellen nimmt mit der 6 Potenz des Abstandes ab,
die Intensität der Oberflächenwellen nimmt mit der 4 Potenz des Abstandes ab.
Deswegen sieht es fast so aus als ob sich die Erdbebenwellen nur auf der Erdoberfläche ausbreiten, da die Raumwellen
bei großen Entfernungen kaum messbare Intensität haben.






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paule
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #19 - 18.02.08 um 22:35:53
 
Hallo,

ich sehe, hier ist schon einige Zeit Ruhe. Nachdem ich die Bilder und Film der sich aufblähenden Erde gesehen habe und insbesonders, wie das alles praktisch nahtlos zusammen passt, habe ich mir überlegt, wie das funktionieren könnte. Es funktioniert und das ohne jegliche exotische Annahmen. Die Masse der Erde "darf" dabei konstant bleiben und eigentlich gibt es gar keine Probleme.

Nur diejenigen, welche von einer "hohlen" Erde samt innerem Leben träumen, muß ich enttäuschen. Das geht genausowenig wie ein Loch an den Polen, wo man versehentlich hineinfallen könnte.

Ich habe alles im Rechner simuliert. D.h., ich habe nach Zuständen gesucht, welche alles natürlich erklären könnten.

Meine Hypothese:

Die Erde (und auch andere Himmelskörper) sind ein Gasball, ähnlich wie ein Fußball oder ein Luftballon. Die Kruste entspricht dabei der Haut und kann im Prinzip "beliebig" dick oder dünn sein. Wie dick sie ist, das könnten durchaus die "üblichen" Dicken sein, welche wir kennen. Also 4km im Meer und vielleicht 50 oder 80 km an den Kontinenten.

Alles wird gehalten durch den Gasdruck im Inneren und das Aufblähen ist nur eine Frage der inneren Wärmeentwicklung.

"Luft" dääähnt sick, wenn sie wärmer wird.

Es kann praktisch für jede Gasart(Mischung) im Inneren stabile Zustände gefunden werden, welche bei jedem Erdradius und jeder Krustendicke Gleichgewicht zeigen. Nur die Kerntemperatur ist dann "etwas" anders.

Geprüft werden kann das Modell über den Wärmefluß durch die Kruste, welche entsprechend etwa 30K/km haben sollte. Wenn man nun noch die Schmelztemperatur am Inneren der Kruste kennt, natürlich unter den entsprechenden Druckbedingungen, kann man ab diesem Punkt weiterrechnen.

Die Gasdichte im Zentrum ist abhängig von der angenommenen Gaszusammensetzung und ich nenne einfach für eine "passende" Kombination eine Gasdichte von ca. 25g/cm³, also über der Dichte von Gold, im Zentrum und eine Temperatur von ca. 25000°C. Dioes gilt für ein mittleres Molekulargewicht von 6.

Bei einer anderen Gaszusammensetzung kann auch die Dichte auf z.B. 100g/cm³ hochgehen, dann ergibt sich aber eine andere Zentrumstemperatur.

Egal, welche Bedingungen man vorgibt, es läßt sich immer alles so hinjonglieren, daß die Masse der Erde konstant bleibt. Der Temperaturgradient in der Kruste wird sich aber ändern. Auch die Gravitationsänderung in Richtung Erdinneres verhält sich hierbei sich so, wie wir es normalerweise messen können (Gravi nimmt zunächst zu).

Nun könnte man auch zur Entstehungsgeschichte vieles sagen. Ich ahne hier nur einmal: Die Erde war anfangs ein normaler Gasball und nach einiger Zeit und auch Temperaturänderung fing in den äußeren kühlen Schichten sich Regen an zu bilden. Nicht Wasserregen sondern Erdkrustenregen.

Dadurch werden die Abstrahlungseigenschaften gegenüber dem reinen Gas vorher sehr stark geändert und "lokal" im Regen werden die weiter außen liegenden Schichten sich ebenfalls abkühlen und kondensieren.

Hierbei und auch davor tritt auch eine gewisse Gasartselektion ein, welche letztendlich bewirkte, das sich "außen" dann irgendwie Wasserdampf bzw. Wasser gebildet hat.

All diese Vorgänge siind sehr komplex und auch wegen der extremen Bedingungen (Drücke, Temp) nicht einfach nachvollziebar und noch schwieriger berechenbar (weil die Zusammenhänge bei diesen Extremzuständen zu wenig bekannt sind).

Als Hinweis denke man nur einmal an z.B. einen Ametyststein, welchen man durchgesägt hat und dann die verschiedenen Gesteinsschichtungen sehen kann, samt den schönen Kristallen, welcher ins Hohle hineinragt.

Dieser Beitrag sollte nur einer kurzen Anregung dienen und erhebt keinen Anspruch auf der Weisheit letzten Stand. Aber ich bin überzeugt, daß das der richtige Weg ist und damit sich alles im Rahmen der normalen Physik und Chemie erklären läßt.
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« Zuletzt geändert: 20.02.08 um 04:49:19 von paule »  

Aufgrund der bundesdeutschen Rechtssprechung, welche Artikel 19 der Menschenrechtskonventionen mißachtet, wird allen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland das Lesen dieses Beitrags untersagt.
 
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #20 - 02.03.08 um 19:09:13
 
Verstehe ich das jetzt richtig ?
Du sagst die Erde ist eine Art Luftballon ?
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #21 - 03.03.08 um 22:48:49
 
Genau. Unterhalb der Kruste ist der Gasdruck dann gerade so, daß die Kruste getragen wird. Richtung Zentrum steigt der natürlich gewaltig an. Ebenso wie die Gasdichte und die Temperatur.

Hier mal ein paar Daten für ein durchgerechnetes Modell:
Krustendicke 40km
Gesteinsdichte 2350 kg/m²
Gasgemisch mittleres Molekulargewicht 6
Adiabatenexponent 1.66
Erdmasse = 5,98e24 kg
Radius wie heute

Ergebnisse:
Temperatur am inneren Krustenrand = 1239°C
Temperaturgradient in Kruste 30,6 K/km
Gasdichte unter Kruste: 441 kg/m³
Gasdruck unter Kruste: 9240 bar

Gasdichte bei 50% Radius: 12500 kg/m³
Gasdruck: 2.3 Mbar
Gastemperatur: 13500°K
39% der Gesamtmasse liegen unterhalb von 50% Radius bis Zentrum

Zentrum
Gasdichte: 26000 kg/m³
Gasdruck: 8.2 Mbar
Gastemperatur: 22500°K

Bei 55% Radius herrscht die größte Beschleunigung mit etwa 15.5 m/s²

Die Daten habe ich entsprechend der Ablesegenauigkeit der Graphik gerundet.
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #22 - 04.03.08 um 17:57:28
 
Das widerspricht den grundlegendsten Erkenntnissen der Thermodynamik.
Ein Gas würde den gesamten vorhandenen Raum homogen ausfüllen.
Der Druck wäre überall gleich groß, gleiches gilt für Temperatur, chemische Zusammensetzung und Dichte.
Ist dies nicht der Fall, handelt es sich schlicht und ergreifend nicht um ein "Gas".

Gruß
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #23 - 04.03.08 um 19:43:39
 
ksk_1 schrieb am 04.03.08 um 17:57:28:
Das widerspricht den grundlegendsten Erkenntnissen der Thermodynamik.
Ein Gas würde den gesamten vorhandenen Raum homogen ausfüllen.
Der Druck wäre überall gleich groß, gleiches gilt für Temperatur, chemische Zusammensetzung und Dichte.
Ist dies nicht der Fall, handelt es sich schlicht und ergreifend nicht um ein "Gas".

Gruß


Vielleicht hast Du nur die Thermodynamik nicht verstanden? Denk mal an die Atmosphäre. Auch hier nimmt das Gas den zur Verfügung stehenden Raum nicht gleichmäßig ein und hat in jeder Höhe eine andere Temperatur, andere Dichte und anderen Druck . Sonst hätten wir nämlich keine Atmosphäre mehr.

Auf jedem Radius bis zum Zentrum herrschen andere Gaszustände, wobei auf jedem Radius auch eine andere Schwerebeschleunigung herrscht. Im Zentrum ist die Schwerebeschleunigung Null.

Die Berechnung all dieser Zusammenhänge kann natürlich zunächst mangels näherer Zustandsdaten nur für gewisse feste Annahmen gerechnet werden. Ich habe eben die ideale Gaszustandsgleichung für ein einatomiges Gas zugrundegelegt. Sicherlich trifft das bei den extremen Zuständen nicht mehr zu, aber es wäre kein Problem, auch andere Gasgesetze unterzubringen oder auch eine Gasartschichtung einzuarbeiten. Das ist alles nur ein Problem der genaueren Kenntnis.

Hier mal ein paar Daten für ein durchgerechnetes Modell bei 55% Erdgröße:
Krustendicke 31.15 km
Gesteinsdichte 2350 kg/m²
Gasgemisch mittleres Molekulargewicht 6
Adiabatenexponent 1.66
Erdmasse = 5,98e24 kg (wie heute)
Radius 55% von heute

Ergebnisse:
Temperatur am inneren Krustenrand = 1239°C
Temperaturgradient in Kruste 47.3 K/km
Gasdichte unter Kruste: 1142 kg/m³
Gasdruck unter Kruste: 23920 bar

Gasdichte bei 50% Radius: 77000 kg/m³
Gasdruck: 27 Mbar
Gastemperatur: 25000°K
43% der Gesamtmasse liegen unterhalb von 50% Radius bis Zentrum 

Zentrum
Gasdichte: 180000 kg/m³
Gasdruck: 107 Mbar
Gastemperatur: 42000°K

Bei 52% Radius herrscht die größte Beschleunigung mit etwa 56 m/s² 

Das mittlere Molekulargewicht habe ich nicht geändert, da die Erdkruste nur ein verschwindend kleiner Teil der Gesamtmasse ist.

Ich habe hierbei die Erdkrustendicke so variiert, daß wieder dieselbe (Schmelz)Temperatur wie im ersten Beispiel herauskommt. Natürlich kenne ich die auch nicht und schon gar nicht bei diesen Druckbedingungen.
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #24 - 04.03.08 um 20:52:20
 
Ich verstehe worauf du mit deinem Vergleich hinaus wilst.
Die Gase in deinem hypothetischen Körper wären durch die zunehmende Stärke der Gravitation gemäß ihrer Dichte um den Massenschwerpunkt der Erde stratifiziert.

Du gehst in deinem Gas von einem mittleren Molekulargewicht von 6 aus.
Nun ist es aber so, dass die Moleküle aus denen die Erdkruste besteht ein WESENTLICH höheres Molekulargewicht haben.
Demzufolge würden sich die festen Bestandteile deines Körpers natürlich nicht als Hülle um den gasförmigen Kern anlagern, sondern im Zentrum des Körpers.
Da sie ja nunmal bei gleichen Druck- und Temperaturbedingungen ein viel höheres Gewicht hätten. Ein Vorgang den man im übrigen bei sämtlichen Himmelskörpern ab einer gewissen Größe beobachten kann.

Dein Vergleich mit der Atmosphäre widerspricht deiner Theorie, denn auch hier sind die festen/schweren Bestandteile unten (nämlich am Boden) gelagert. Außerdem ist die Atmosphäre kein abgeschlossener Raum, was ja eine Grundvoraussetzung für deinen Körper wäre. Der Vergleich hinkt also ganz beträchtlich.

Gruß
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #25 - 04.03.08 um 21:10:59
 
Noch eine Anmerkung vielleicht ....

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wie so ein Körper entstehen soll.
Du schreibst durch die zunehmende Gravitation würden die Gase in deinem Körper, zum Mittelpunkt hin immer mehr verdichtet. Aber ohne die dichten (= schweren) Gase gäbe es ja garkeine starke Gravitation in deinem Körper. Stellt sich also die Frage woher der hohe Druck in deinem Körper kommen soll bzw. was war zuerst da ? Das superdichte Gas oder die hohe Gravitation ?
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #26 - 04.03.08 um 21:36:30
 
ksk_1 schrieb am 04.03.08 um 20:52:20:
Ich verstehe worauf du mit deinem Vergleich hinaus wilst.
Die Gase in deinem hypothetischen Körper wären durch die zunehmende Stärke der Gravitation gemäß ihrer Dichte um den Massenschwerpunkt der Erde stratifiziert.

Es gibt auch noch Diffusion, welcher der Stratifizierung entgegenwirkt. Auch bei unserer Erdatmosphäre gibt es bis rund 20km Höhe (ungefähr) keine Separierungseffekte und wir waten auch nicht in einem CO2-See Smiley
Zitat:
Du gehst in deinem Gas von einem mittleren Molekulargewicht von 6 aus.
Nun ist es aber so, dass die Moleküle aus denen die Erdkruste besteht ein WESENTLICH höheres Molekulargewicht haben.

Die Erdkruste sind lediglich etwa 0,8% der Erdmasse. Ich könnte natürlich auch ein anderes MG nehmen, dann aber stimmt der Temperaturgradient nicht mehr mit dem beobachtetem überein. Schwerere Elemente haben meist auch eine Schmelztemperatur, welche recht hoch liegt. Außen, wo es kälter ist, werden also bevorzugt solche Elemente kondensieren. Es kann also durchaus ganz natürlich sein, daß aus diesem Gasgemisch die "gesteinsartigen" auskondensieren
Zitat:
Demzufolge würden sich die festen Bestandteile deines Körpers natürlich nicht als Hülle um den gasförmigen Kern anlagern, sondern im Zentrum des Körpers.

Wenn es nicht die Diffusion und vielleicht auch etwas vermischende Thermik infolge innerer Wärmeentwicklung gäbe Smiley
Zitat:
Da sie ja nunmal bei gleichen Druck- und Temperaturbedingungen ein viel höheres Gewicht hätten. Ein Vorgang den man im übrigen bei sämtlichen Himmelskörpern ab einer gewissen Größe beobachten kann.

Ich glaube, wir wären schon sehr glücklich, wenn wir bei unserer Erde etwas Beobachten könnten. Alle Beobachtungen werden aber entsprechend irgendwelcher Modellvorstellungen interpretiert.
Zitat:
Dein Vergleich mit der Atmosphäre widerspricht deiner Theorie, denn auch hier sind die festen/schweren Bestandteile unten (nämlich am Boden) gelagert.

Diffusion + Thermik! Solches soll es auch bei der Sonne geben  Smiley
Zitat:
Außerdem ist die Atmosphäre kein abgeschlossener Raum, was ja eine Grundvoraussetzung für deinen Körper wäre. Der Vergleich hinkt also ganz beträchtlich.
Gruß

Ganz und gar nicht. Wenn Du in 100km Höhe um unsere Erde einen Deckel draufmachst, bleiben alle höhenabhängigen Gaszustände voll erhalten.
Mein Modell braucht bisher noch keinen Krückstock.

Zu bedenken ist hierbei auch, daß die Erde sich gewaltig aufgebläht haben muß. Die Kontinentränder beweisen das. Ebenso stellen wir immer noch eine Expansion fest, welche aber nicht mit einer Massenzunahme erklärt werden kann (die diesbezüglichen Phantasievorstellungen mit Neutrino und ähnlichem Schmarrn sind lächerlich).
Man benötigt also einen Mechanismus, welcher bei praktisch gleicher Erdmasse eine Volumenzunahme um rund Faktor 8 erklärt. Dies ist nicht erklärbar, wenn man übliche Festkörpereigenschaften unterstellt. Mit "etwas" Gas läßt sich das ohne esoterische Annahmen vollkommen natürlich erklären.

Als ich anfachs von der expandierenden Erde gehört habe, dachte ich auch, die müssen spinnen. Dann aber, nach ein paar Rechnungen, habe ich gesehen, daß das funktioniert. Das einzig schwierige ist die Vorstellung, was alles dabei passiert, weil wir kein richtiges Gefühl bzw. Erfahrung  z.B. für die Auswirkungen einer variablen Schwerkraft in Vebindung mit solch dicken Strukturen  haben.

Wie gesagt, die Krustenzusammensetzung muß nicht repräsentativ für das Innere sein!

Die Rechnung startet übrigens normalerweise mit einer angenommenen Krustentemperatur und variiert diese solange, bis alle sich daraus ergebenden Gaszustände bis zum Zentrum die Erdmasse ergeben. Je nach Genauigkeit geht das in Meterschritten. Wenn das Zentrum erreicht ist, muß auch die Erdmasse erreicht worden sein. Ansonsten, je nachdem, ob zuwenig oder zuviel Masse noch vorhanden ist, wird die Krustentemperatur entsprechend geändert. Bei einem Fehler von <1e-12 reicht es mir dann.
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #27 - 04.03.08 um 22:06:44
 
ksk_1 schrieb am 04.03.08 um 21:10:59:
Noch eine Anmerkung vielleicht ....

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wie so ein Körper entstehen soll.
Du schreibst durch die zunehmende Gravitation würden die Gase in deinem Körper, zum Mittelpunkt hin immer mehr verdichtet. Aber ohne die dichten (= schweren) Gase gäbe es ja garkeine starke Gravitation in deinem Körper. Stellt sich also die Frage woher der hohe Druck in deinem Körper kommen soll bzw. was war zuerst da ? Das superdichte Gas oder die hohe Gravitation ?

Ich stelle mir zunachst einen festen Steinbrocken vor. Ewta entsprechend unserer Erdkrustenmasse. Drumherum haben wir eine kalte Gaswolke, welche nun an dieses Steinchen gravitativ sich anlagert. Im Prinzip ist die Bildung ähnlich wie bei der Sonne.
Das Steinchen wird hierbei warm und wird seine Wärme zunächst abstrahlen. Das innere Gas kann also trotz hoher Verdichtung noch kühler bleiben. Irgendwann, bei entsprechender Gasmasse udn zwischenzeitlich angelagerter Gesamtmasse wird das Steinchen schmelzen und gar verdmpfen. Ab diesem Moment und noch etws später wird sich das "Steingas" mit dem anderen Gas durch Diffusion und evtl radioaktive Thermik vermischen und dann "sollte" das Steingas  in den äußeren Bereichen kondensierend "Regen" bilden. Hierdurch werden auch die Abstrahlungsverhältnisse sehr stark beeinflußt, was dann letztendlich "irgendwie" zur Bildung der festen Kruste führen sollte.

Diese Vorgänge sind mir noch lange nicht klar, deshalb hier bitte konstruktive Kritik üben Smiley

Dabei sollte man sich durchaus auch einmal an unsere Wolkenbildung samt Schnee   denken und auch daran, daß Gas im Gegensatz zu flüssig oder fest kaum strahlt.

Auch bedenken, daß die Steinbildung nicht am äußeren Gasballrand einsetzen wird sondern einige 100 km tiefer und eine sich bildende Kruste die Abstrahlungsverhältnisse dramatisch ändern wird und das außenlicgende "Restgas" hierbei ebenfalls abkühlt und auch als Regen oder Steinschnee auf die noch ganz dünne und kühlere Kruste herunterschneien/regnen kann. Dabei ändert sich auch die äußere Gaszusammensetzung dramatisch. Chemie gibt es dabei auch noch  Smiley

Ich hoffe, daß ich eine ganz grobe Vorstellung vermitteln konnte.
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #28 - 04.03.08 um 22:27:13
 
Nagut, gesetzt den Fall es wäre alles so abgelaufen.
Was du letzten Endes damit belegen willst, ist doch die Hypothese, dass die Erde sich im Laufe der Zeit ausgedehnt hätte. Oder nicht ?
Warum aber sollte sich ein Körper ausdehnen, dem

1. praktisch keine Masse zugeführt wird (außer geringe Mengen kosmischen Staubs und Meteoriten)
2. Der im Laufe der Zeit langsam aber unwiderlegbar abkühlt ?

Erkaltende Körper dehnen sich nunmal nicht aus, also woher soll die Volumenzunahme kommen ?

Gruß
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Re: Theorie der aufblähenden Erde
Antwort #29 - 04.03.08 um 23:04:43
 
ksk_1 schrieb am 04.03.08 um 22:27:13:
Nagut, gesetzt den Fall es wäre alles so abgelaufen.
Was du letzten Endes damit belegen willst, ist doch die Hypothese, dass die Erde sich im Laufe der Zeit ausgedehnt hätte. Oder nicht ?

Ja, das habe ich doch sehr deutlich gesagt und auch die Beobachtungsgrundlagen hierfür angegeben.
Zitat:
Warum aber sollte sich ein Körper ausdehnen, dem

1. praktisch keine Masse zugeführt wird (außer geringe Mengen kosmischen Staubs und Meteoriten)
2. Der im Laufe der Zeit langsam aber unwiderlegbar abkühlt ?

Erkaltende Körper dehnen sich nunmal nicht aus, also woher soll die Volumenzunahme kommen ?

Ob er unwiderlegbar sich abkühlt dürfte wohl unwiderlegbar eine Hypothese sein.
Abkühlung bedeutet aber keineswegs, daß der Körper sich zusammenziegen müßte. Gehen wir vom 55% Zustand aus und nehmen einfach einmal eine innere radioaktive Wärmequelle an. Eine Temperaturerhöhung erhöht den Druck, was zu einem Aufplatzen der Kruste und damit weiterer Kondensation von Gas im entstehenden Spalt und damit Krustenneubildung führt. Das nun auch etwas expandierte Innengas (Gasverlust durch Krustenneubildung) und Vergrößerung des Innenvolumens wird auch eine geringere Innentemperatur zur Folge haben. So geht es über die Zeit weiter. Ausdehnung trotz laufender Temperatur- und Druckabnahme. 

Dabei muß man auch berücksichtigen, daß die Schwerkraft lokal während der Ausdehnung immer geringer wird.

Bei irgendeiner Größe wird dann Gleichgewicht zw. innerer Wärmeproduktion und äußerem Wärmeverlust eintreten. Ich könnte mir bei den extremen Zuständen im Zentrum (natürlich nichts gegen die Sonne) sogar eine ganz kleine Kernfusion vorstellen.

Auch mit dem Erdmagnetismus dürfte es keine Schwierigkeiten geben. M.E. wird der alleine durch die Rotation der Materie, unabhängig von der Art der Materie verursacht. Das übliche geodynamische Modell ist sicherlich falsch. Die Venus und der Mond besitzen z.B. kein Mangentfeld. Sie rotieren auch nicht. Die Sonne hat einMagnetfeld, obwohl sie sicherlich keinen Eisenkern hat. Aber sie rotiert. Jedes Atömchen dreht sich einmal am Tag um sich selbst und alle in dieselbe Drehrichtung. Das macht den Magnetismus aus.

Nochmal Abkühlung. Angenommen, die innere Wärmeproduktion ist über die Zeit konstant und heute hätte die Erde Endzustand erreicht. Dann müßte früher die Temperatur im Inneren angestiegen sein, weil die Wärmeabgabe über die Kruste geringer gewesen wäre (wegen der kleineren Oberfläche). Aber auch dieser Punkt ist nur durch genaue Rechnung zu diskutieren (ich habe das schon gemacht).
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