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Impakttheorie zur Mondentstehung: Unsinn (Gelesen: 3227 mal)
LinuxfanMarcel
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Düring
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Impakttheorie zur Mondentstehung: Unsinn
03.08.06 um 11:26:29
 
Hallo Leute,
ich beschäftige mich im Moment schwer mit der Entstehung des Mondes, die von allen Forschern bevorzugte Theorie wird "Impakttheorie" genannt und sagt aus, dass die Erde in ihrer Frühphase von einem Marsgroßen Objekt getroffen wurde, dadurch Masse herausschleuderte und so den Mond formte.
Allerdings habe ich einen fatalen EInwand gegen diese Theorie gefunden: Bei einem so gewaltigen Treffer würde die Erde nochmals aufglühen, laut Theorie ist das auch passiert, dadurch verlor die Erde große Teile an leichten Gasen wie Wasserstoff oder Helium, andere Gase konnten sich in Verbindungen wie Wasser(-dampf) halten, doch warum haben wir dann heute auf der Erde noch Edelgase? Wie jeder weiß, gehen Edelgase keine Verbindungen mit anderen Elementen ein bzw. erzeugen nur extrem kurzlebige und instabile Verbindungen, bei einem aufglühen der Erde müssten sie sich dann auch ins Weltall verflüchtigen, zumindest die leichteren wie Helium, Neon oder Argon - Trotzdem ist Argon heute das dritthäufigste Gas in der Atmosphäre - Wie kann das sein?

Gruß,
Marcel
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Nabla
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Re: Impakttheorie zur Mondentstehung: Unsinn
Antwort #1 - 03.08.06 um 14:44:03
 
Also wenn sich Wasserdampf halten konnte, so werden sich wohl auch alle anderen Gase mit Massenzahl größer oder gleich 18
gehalten haben können. Folglich wäre nur Helium in den Weltraum geblasen worden.
Könnte es also sein, daß das heute vorhandene Helium bei Kernzerfällen entstanden ist?
Es gab und gibt auf der Erde ja genug unstabile Kerne die Heliumkerne emitieren.
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LinuxfanMarcel
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Düring
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Re: Impakttheorie zur Mondentstehung: Unsinn
Antwort #2 - 03.08.06 um 15:52:28
 
Hallo Nabla,
eigentlich war mein Anliegen ja mehr das Argon, was du ansprichst, ist der Alpha-Zerfall, mit dem recht viele radioaktive Elemente wie etwa das Uran-Isotp U238 zerfallen und dabei ionisierte Helium-Atome emittieren, die in der "Umwelt" zu normalen Helium rekombinieren können.
Aber wie konnte sich das Argon denn halten? Es ist ein relativ leichtes Gas, und wie du weiß, haben bei dem gleichem Volumen und Druck alle Gase die selbe Masse (laut Avogadro), daran kanns also nicht liegen.

Was ist mit dem Argon?

Gruß,
Marcel
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Nabla
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Re: Impakttheorie zur Mondentstehung: Unsinn
Antwort #3 - 03.08.06 um 16:38:59
 
Neon hat die Massenzahl 20 und Argon hat die Massenzahl 40, Wasserdampf hingegen nur 18.
Wenn sich also Wasserdampf nicht ins Weltall verflüchtigt hat, wieso sollte dann das schwerere
Neon oder Argon dem Gravitationsfeld der Erde entfliehen?
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LinuxfanMarcel
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Düring
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Re: Impakttheorie zur Mondentstehung: Unsinn
Antwort #4 - 04.08.06 um 08:49:02
 
Hallo Nabla,
ich habe nämlich in einem Buch gelesen, dass sich viele Edelgase, vorallem aber Neon ins Weltall verflüchtigen würden. WIe das nun genau ist, ab welcher Masse ein Gas ins Weltall entweichen kann, keine Ahnung, aber wenn sich die Atome mit mehr als 11,2 km/s bewegen, was bei großen Erhitzungen der Fall sein kann, würden sich auch schwerere Gase verflüchtigen, bedenke mal, welche gewaltige Hitze auf einer glühenden Erde vorkommt: Und bei großen Hitzen nimnmt die Dichte des Gases zunehmend ab, deshalb meine weiteren Vermutungen.

Gruß,
Marcel
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Nabla
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Re: Impakttheorie zur Mondentstehung: Unsinn
Antwort #5 - 05.08.06 um 14:46:45
 
Die Dichte eines Gases ist hierbei irrelevant, es kommt lediglich auf die Masse der einzelnen Atome bzw. Moleküle an.
Wenn nun Wasser mit einer Masse von 18u sich nicht verflüchtigen konnte wieso sollte sich dann Neon verflüchtigen obwohl es
20u schwer ist? Das macht keinen Sinn wenn du mich fragst.
Wie heiß wird die Erde denn wohl gewesen sein?
Rechne es dir einfach mal aus wie schnell die jeweiligen Atome/Moleküle waren.
Das kannst du am einfachsten mit dem Gleichverteilungssatz abschätzen:

kinetische Energie pro Freiheitsgrad eines Teilchens = 0,5 x k x T

wobei k die Boltzmannkonstante und T die Temperatur ist.

Da uns hier nur die Impulsfreiheitsgrade interessieren kannst du einfach mit:

kinetische Energie eines Teilchens = 3 x 0,5 x k x T

rechnen.
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