Moin!
Zitat:Staatsgebiet: Da wären noch die Behauptungen das es bespielsweise in Südamerika und Tibet Reichsgebiet gibt - als Bestandteil des "Letzen Bataillon´s". Wenn dem so ist, kann man davon ausgehen, das es auch ein Staatsvolk gibt - wenn die deutsche Bevölkerung der BRD nicht schon dazu zählen sollte.
1. Problem: Behauptung.
Es wäre auch schön, wenn die Ernst-Thälmann-Insel deutsches Staatsgebiet wäre, aber auch das ist nur eine Behauptung und damit völlig bedeutungslos.
2. Problem: internationale Anerkennung, ohne die ist sowieso gar nichts und wir kommen wieder zu Punkt 1 zurück, ohne die internationale Anerkennung bleiben es Behauptungen.
Zitat:Staatsgewalt: Da gibt es Behauptungen Adolf Hitler hätte sich rechtzeitig abgesetzt und hätte den Krieg überlebt und die Leiche die man fand wäre die eines Doppelgängers
Ebenfalls eine Behauptung und damit völlig irrelevant.
Zitat:Hitler ernannte Dönitz testamentarisch zu seinem Nachfolger als Reichspräsident; die rechtliche Basis dafür ist umstritten, u. a. da es nicht mehr zu einer von der Verfassung für das Amt des Reichspräsidenten vorgeschriebenen Wahl gekommen ist. Zum Zeitpunkt von Hitlers Suizid am 30. April 1945 befindet sich Dönitz in Plön, wo ihn auch Hitlers Ernennungstelegramm erreicht.
Was soll daran denn umstritten sein? Wenn ein Präsident stirbt, übernimmt natürlich der Vize die Regierungsgewalt und oft ist dafür nichtmal eine Wahl nötig, erst recht nicht in einer Notlage. Und ein Land, das kurz vor der militärischen Niederlage steht befindet sich in einer Notlage, da kann man nicht einfach mal den Reichstag zusammenrufen und über die Nachfolge abstimmen.
Das würde heutzutage in einer Notlage nicht anders gehandhabt, denn in so einer Situation ist es wichtig zu handeln, nicht zu debattieren.
Legitimiert wird hinterher, nur gab es das für die Betreffenden in diesem Fall halt nicht.
Zitat:Es folgte die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 7. Mai in Reims und am 8. Mai in Berlin-Karlshorst (oftmals fälschlicherweise als „Kapitulation Deutschlands“ bezeichnet), aus der aber aufgrund ihrer Natur als rein militärischer Kapitulation keine Folgen für die Rechtslage des Deutschen Reiches erwuchsen.
Das ist wirklich nur noch alberne Haarspalterei, so albern wie ein Staat ohne Gebiet und Volk.
Aber was ich immer noch nicht verstehe, was erhofft man sich denn bitteschön vom Reich, was sollte sich dann denn ändern? Glauben einige Leute wirklich, daß man sich dann aus allen internationalen Verträgen zurückziehen könnte (was man auch so kann, wenn man nur will und bereit ist, die Konsequenzen zu tragen)?
Oder glaubt ihr immer noch das Märchen von der fehlenden Souveränität?
Nur mal zur Info: nicht souverän war die alte Bundesrepublik, die galt bis zu ihrem Ende auch als besetzt, alles Vertraglich geregelt.
Seit '90 befinden wir uns aber alle in einer neuen Bundesrepublik, die einfach nur so wie die Alte heißt, aber volle Souveränität genießt. Denn das war der Vertrag, sobald die Besatzungszonen wieder vereint sind und der neue Staat ausgerufen ist, erhält er auch wieder seine Souveränität und ist seit dem nicht mehr besetzt. Die Amerikaner und Briten sind aus vertraglichen Gründen noch hier, nicht weil sie das Recht dazu haben. Wir lassen uns das jetzt bezahlen, sicher zu Freundschaftskonditionen, aber auch nicht umsonst.
Und was wird dauernd unter Staat verstanden? Ein Staat ist kein leeres Gebilde, es ist die Gesamtheit aller seiner Bürger in definierten Grenzen und das ist bei der Bundesrepublik der Fall. Während das Deutsche Reich mit der Aufteilung in die Besatzungszonen aufgehöhrt hat als zusammenhängender Staat zu existieren. So wie Frankreich mit der Niederlage '40 aufgehöhrt hatte als Staat zu existieren, oder warum wohl nannten die sich dann Freifranzosen und nicht einfach Franzosen? Ganz einfach, weil Frankreich zu der Zeit nicht existierte, es hatte Kapituliert und wurde neu gestaltet. Hätten sie sich nur Franzosen genannt, wären sie rein rechtlich Partisanen gewesen.
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Andreas schrieb am 20.08.07 um 23:31:18:Allerdings fehlt mir da noch der Friedensvertrag und die Streichung der Feindstaatenklausel für Deutschland.
Ist '90 mit der Gründung des neuen Staates automatisch passiert. Und da die neue BRD sich nie im Krieg mit den Alliierten befand, war auch kein Friedensvertrag nötig.
Das sind alles juristische Spitzfindigkeiten, weil sich unsere Staatsmacher (Kohl und Konsorten) so um einiges gedrückt haben, aber im Endeffekt hat es das selbe Ergebnis.
Kurz gesagt, der Weg hätte glücklicher und für so manch einen verständlicher sein können, aber das Ergebnis ist identisch, ein souväräner, eigenständiger Staat, mit Namen Bundesrepublik Deutschland.
bis denn!
dark knight13