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der glaube (Gelesen: 6114 mal)
Uranus32
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Beiträge: 1705
Mark Brandenburg
Geschlecht: male
Re: der glaube
Antwort #30 - 08.01.09 um 21:57:24
 
Du scheinst ja da ne effektive Methode gefunden zu haben. Erinnerst mich irgendwie an die ”Deutsche Verzweiflung” von Heinrich Hoffmann v. Fallersleben.  Augenrollen


Andreas schrieb am 02.01.09 um 19:22:07:
Ich schreibe dies aber als erwachsener. Als Mensch der vom Alter und seiner Intelligenz her soetwas schreiben darf und auch kann. Wie aber steht das dann Deiner Meinung nach mit Kinder ...oder geistig Behinderten Menschen? Fallen jene durchs universumsraster weil sie nicht in der Lage sind für sich Verantwortung zu tragen?


Das klingt jetzt vielleicht hart, aber sie lernen in ihrer Opferrolle gerade wie Verantwortung aussieht bzw. auch aussehen kann. Wir bekommen immer das was wir Selbst erschaffen. Und mit dem Selbst meine ich nicht dieses "Ich", sondern DAS Selbst.

Hier in der 3. Dimension kommen die Konsequenzen unseres handelns oft mit Verzögerung, in der 4. Dimension kommen sie dann immer direkt.

Zitat:
Ich denke da an verhungerde und verdurstende Kinder in der sogenannten (künstlich geschaffenen!) 3. Welt. Sind sie zum verotten verdammt weil sie nicht in der Lage sind sich selbst zu ernähren? Weil sie nun mal nicht in der Lage sind den Bonzensäcken in die Eier zu treten um sich zu holen was ihnen zusteht?


Weil die Angst größer als der Hunger ist!??

Zitat:
Warum lassen wir dann nicht, wenn es nach Deiner Meinung geht geistig Behinderte verrecken.


In vielen heidnischen Kulturen/Religionen dieser Erde gelten diese Menschen als besonders beachtet vom Allvater.
Das ist auch eine der wesentlich Aussagen von dem Film "Rain Man".

Zitat:
Dies ist aber ein Kreislauf der Natur unter den verschiedensten Tierrassen. Wir reden hier aber nur von einer Rasse, dem Menschen. Meines Erachtens müssten wir wie eine Rasse, global reagieren. Ist ein Kind in Afrika, Indien oder sonstwo am verhungern müßte normalerweise ein besitzender Mensch, der die Möglichkeiten hat, einspringen und dieses Kind hochpäppeln bis es wieder laufen kann (um seine Art zu erhalten!!).


Vielen fehlt dazu wohl das rechte Bewußtsein.

Zitat:
Denn, es gibt genug für alle Menschen dieser Erde. Es ist einfach nur alles ungerecht verteilt. Dies hat alles nichts mit natürlicher Auslese zu tun. Macht, Gier, Neid und Korruption... Das verrecken und verotten von Menschen die einfach mal nicht die Möglichkeit haben für sich und ihre Kinder zu sorgen ist ein Produkt menschlicher Perversität. Ein Produkt der Verachtung mit der wir Menschen anderen Menschen gegenübertreten können weil wir dazu in der Lage sind. Die Natur hat uns Möglichkeiten geschaffen die wir Menschen einfach mißbrauchen. Einen Gedanken machen wir uns dabei zu nutze, auch ein Mißbrauch ... wir machen uns den Gedanken der Natur : der Stärkere überlebt zu nutze um das elend anderer Menschen zu rechtfertigen. Tiere folgen ihrem Instinkt. Wir können denken.


Das Tier ist darin gefangen und der Mensch ersteinmal auch, nur er hat nicht nur die Möglichkeit, sondern letztlich auch das Ziel sich daraus zu erheben. Dafür muß man erstmal lernen Mitgefühl (kein Mitleid!) für sich Selbst und somit letztlich für alle zu entwickeln. Viele Philosophen sagen eben, man muß bei sich beginnen wenn man was ändern will.

"Wenn du dich selbst kritisierst oder verurteilst, dann werden auch andere dich kritisieren und verurteilen.

Wenn du dich selbst verletzt, dann werden auch andere dich verletzen. 

Wenn du dich selbst belügst, werden auch andere dich belügen. 

Wenn du dir selbst gegenüber nicht verantwortlich handelst, dann werden auch andere unverantwortlich gegen dich sein. 

Wenn du dich selbst beschuldigst, werden auch andere dich beschuldigen. 

Wenn du nicht auf deine Gefühle achtest, wird niemand auf deine Gefühle achten. 

Wenn du dich selbst liebst, werden auch andere dich lieben. 

Wenn du dich selbst respektierst, werden auch andere dich respektieren. 

Wenn du dir selbst vertraust, dann werden auch andere dir vertrauen.

Wenn du dir selbst gegenüber nachsichtig und verständnisvoll bist, dann werden auch andere dir Verständnis entgegenbringen.
(aus "Leben im Licht" Shatki Gawain)"



Gruß Uranus32!
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Choendron
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Beiträge: 3
Kassel
Re: der glaube
Antwort #31 - 06.02.09 um 19:39:51
 
hallo,

wenn der glaube bloßer glaube ist,
also nicht der überzeugung dient
bleibt der glaube ein versuch
ein suchen

der glaube birgt die hoffnung!
der dank,
wenn die hoffnung sich aus dem glauben heraus erfüllt,
führt zweifellos zu einem noch "tieferen" glauben .....

der glaube der sich in der religion offenbart
gründet sich aus erinnerungen ~ visionen ~  offenbarungen ~


ist es nicht die erinnerung
die uns metapysisch
in die göttlichkeit erheben wird aus der wir stammen?

ist es nicht die erinnerung
die uns einweiht
und uns miteinander verbindet?


ist es auch die überzeugung
aus der heraus wir handeln ~ hoffen~ wünschen ~  ???

lernen wir uns wieder zu entdecken
werden wir erinnern



in diesem sinne

~ jedem sein Tempel ~



viele grüße

Choendron
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Uranus32
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Beiträge: 1705
Mark Brandenburg
Geschlecht: male
Re: der glaube
Antwort #32 - 17.02.09 um 14:22:03
 
Choendron schrieb am 06.02.09 um 19:39:51:
ist es nicht die erinnerung
die uns metapysisch
in die göttlichkeit erheben wird aus der wir stammen?


Die Erinnerung ist es die zum Ich-Gefühl und somit zur Ich-Identität führt. Und dieses Ich ist das Einzige was uns von unser Göttlichkeit abhält. In der Meditation (egal ob bewußt oder unbewußt) löst sich das Ich auf und man nähert sich seiner Göttlichkeit.

Zitat:
ist es nicht die erinnerung
die uns einweiht
und uns miteinander verbindet?


Ja, es sind mythische Bilder aus unserem Inneren die uns Einweihen.

Zitat:
ist es auch die überzeugung
aus der heraus wir handeln ~ hoffen~ wünschen ~  ???


Mitunter schon.


Gruß!
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« Zuletzt geändert: 17.02.09 um 19:07:37 von Uranus32 »  

 
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Re: der glaube
Antwort #33 - 17.05.09 um 11:03:54
 
Ich sehe eine Orientierungslosigkeit und die Angst zu vertrauen. Die Kirchen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass es soweit gekommen ist, wenn man zum Beispiel die Geschichte der Päpste betrachtet. Viele Menschen schustern sich einen Glauben zusammen, der aus vielen Einflüssen besteht. Halbwissen, Esoterik, christliche und nicht christliche Einflüsse werden zu einem Bild zusammengefügt, dass man verstehen kann.
Die Suche nach dem Sinn, woher komme ich wohin gehe ich, was ist der Sinn meiner Existenz.
Doch wer sich seinen Glauben aussucht, wer nur das nimmt, was er akzeptieren kann, ist auf dem falschen Weg.
Gott allein entscheidet ob man glaubt und Gott allein entscheidet wer glaubt. Es ist wie „verliebt sein“, der Glaube überkommt einen und man fühlt es.

Sure 3:6
Er ist es, Der dir das Buch herabgesandt hat. Darin sind eindeutig klare Verse - sie sind die Grundlage des Buches - und andere, die verschieden zu deuten sind. Doch diejenigen, in deren Herzen (Neigung zur) Abkehr ist, folgen dem, was darin verschieden zu deuten ist, um Zwietracht herbeizuführen und Deutelei zu suchen, (indem sie) nach ihrer abwegigen Deutung trachten. Aber niemand kennt ihre Deutung außer Allah. Diejenigen aber, die ein tiefbegründetes Wissen haben, sagen: "Wir glauben wahrlich daran. Alles ist von unserem Herrn." Doch niemand bedenkt dies außer den Einsichtigen.
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