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Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen? (Gelesen: 4208 mal)
Comander1956
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Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
27.08.09 um 13:21:10
 
Hallo,
schon sehr lange brennt mir dieses Thema unter den Nägeln. Je älter ich werde, desto mehr erkenne ich, in was für einer ungerechten Welt ich lebe.
Dabei darf ich für mich selbst gar nicht klagen, denn ich lebe in einem Land welches verglichen mit anderen Ländern geradzu paradiesisch ist.
Der weitaus größte Anteil der Menschheit weiß nicht mal ob er Heute oder Morgen etwas zu Essen bekommt.
Wie hat es Heiner Geissler noch formuliert: " Die 5000 reichsten Familien besitzen 2 Drittel des Weltvermögesns. Der Rest besitzt wenig oder garnichts"
Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Heiner Geissler, aber was seine Sicht über die Welt und den Kapitalismus angeht, liegen wir auf der gleichen Wellenlänge.
Mit welchem Recht besitzen Menschen Milliardenvermögen überhaupt? Weil sie, sie geerbt  oder sie selbst geschaffen haben?
Demnach müßte fast jeder Arbeiter und Angestellte ebenfalls Reich sein.
Seien wir mal ehrlich, in Wirklichkeit gehört der ganze Reichtum der gesamten Menschheit. Denn zum großen Teil ist dieser auch durch Ausbeutung niedriger Völker entstanden.
Sorry nein, ich bin kein Kommunist! Allerdings auch kein Anhänger des Kapitalismus. Denn dieser führt uns früher oder später in den Untergang. Eher früher wenn es so weitergeht. Denn nehmen wir mal als Beispiel die heutige Wirtschaftskrise. Haben die Menschen, vor allem die Banker und Manager etwas daraus gelernt. Nein haben sie nicht, sie machen genauso weiter wie vorher.
Macht ja auch nichts die Talsohle ist erreicht, es kann nur wieder aufwärtsgehen. Also fängt man an eine neue Geldblase aufzubauen.
Dabei handelt es sich bei diesen Unsummen  um reine Fantasieprodukte. Denn real haben sie niemals existiert.
Bestand früher in den meisten westlichen Ländern das Guthaben eines Landes aus Goldreserven und Wirtschaftskraft.
So wird heute fast nur noch mit Fantasieprodukten spekuliert. Und das einzigste was dabei zählt ist der schnelle Gewinn.
Es ist fast als würde die globale Wirtschaft Monopoly spielen, nur mit dem Unterschied das es im Spiel noch Regeln gibt.
Wenn ich heute schreibe, dann stimmt das nicht ganz, denn schon im vergangenen Jahrhundert platzte eine so eine Spekulationsblase und brachte der Welt die erste große Weltwirtschaftskrise.
Wenn wir dabei an unser eigenes Land denken, gab es damals eine sehr große Arbeitlosigkeit und auch eine gewaltige Inflation. Damals zahlte man z.B. für ein Brot 1 Million Reichstaler Laut lachend.
Diese Krise gab dann der jungen demokratischen Republick (Weimarer Republick) den Gnadenstoß. Und ein kleiner unbedeutender Mann mit seiner Partei ergriff seine Chance und wir wissen Alle was danach folgte.
Diese Gefahr besteht zwar heute nicht mehr. Jedoch bekommen auch heute in der Krise die extrem Rechten wieder regen Zulauf.
Auch wenn hier in Deutschland sich die Arbeitslosenzahlen trotz Krise kaum erhöht haben, heißt das nicht, dass es dabei bleibt Zwinkernd.

Und nun stehen in ein paar Wochen die Bundestagswahlen an. Aber egal welche Partei und welcher Bundeskanzler gewinnt, es wird sich kaum etwas ändern. Zumindest nicht zum Positiven.

So nun habe ich genug um den heißen Brei herumgeschrieben. Was wir wirklich brauchen ist ein komplett neues Wirtschaftssystem. Und zwar Weltweit.
Die Menscheit steht jetzt gerade zu Beginn des 21. Jahhunderst vor großen Herausforderungen.
Da ist die Klimaerwärmung. Kurze Erklärung Klimaveränderungen, hat es seit bestehen der Menschheit und auch davor gegeben. Was wir jedoch durch unsere Industrie, Verkehr und Energieerzeugung ausgelöst haben ist, das die Klimaveränderungen schneller voranschreiten.
In sofern ist es eigentlich schon Fünf nach Zwölf. Und solange sich die großen Industriestaaten noch um das veraltete Kioto Protokoll streiten und Länder wie China und Indien überhaupt nichts für das Klima tun, wird sich nichts ändern.

Was wirklich Not tut, ist eine Weltregierung. Richtig gelesen die Menschheit ist nur durch eine weltumfassende Diktatur noch zu retten.
Und zwar eine Weltregierung, die sich aus sämtlichen Ländern der Erde zusammensetzt. Und die auch die alleinige militärische Gewalt besitzt.
Weiter brauchen wir ein Wirtschaftssystem welches ohne Gewinn und Verlust funktioniert.
Um es ganz platt zu sagen man arbeitet, ohne Geld dafür zu erhalten. Ich weiß jetzt denken die Meisten ich bin total durchgeknallt hä?.
Aber anders kann es kein gerechtes System geben. Mit welchen Recht verdient ein Manager das fast 100fache eines Arbeiters? Weil er weniger Freizeit hat und ständig am Telefon hängt und auf Konferenzen rumssitzt? Oder noch extremer, warum muß in Indien eine Näherin für knapp 10 Euro in einer 7 Tage Woche 12 Stunden am Tag arbeiten. Dafür würden wir nicht mal aus dem Bett aufstehen.
Und bitte nicht antworten, weil die Lebenserhaltungskosten in Indien so niedrig sind. Aber wie müssen diese Menschen denn auch leben. In deren Unterkünfte (wenn man sie so nennen kann) würden wir nicht mal umsonst einziehen.
Das ist eine schreiende Ungerechtigkeit Schockiert/Erstaunt. Und was meint ihr wie lange lassen sich diese Menschen noch von uns so ausbeuten? Nur damit wir unsere T-Shirt,s für 2 Euro (das Stck.) kaufen können!

Leider ist diese neue Weltordnung nicht auf meinem Mist gewachsen. Sie stammt vom Star Trek Erfinder Gene Roddenberry.
In  seiner zukünftigen Star Trek Welt lassen sich Projekte wie Sternenschiffe oder gewaltige Raumstationen nicht mehr mit Geld bezahlen. Das hat  dieser kluge Mann in den 1960iger Jahren schon erkannt. Die Enterprise allein würde nach heutiger Schätzung allein schon mehrere Billionen Euro kosten. Würde ich die Entwicklung mit einbeziehen ginge es schon in die Trillionen. Soviel "Schotter" gibt es nicht mal auf dem gesamten Planeten Laut lachend!

Stellt euch doch einfach mal  eine Welt ohne Geld vor. Zwinkernd

Ohne Geld gibt es keinen Hunger mehr auf der Welt. Weil es auch für die 6 Milliarden Menschen noch genug Nahrungsquellen gibt. Es gäbe auch kein Energieproblem. Da es nur noch um die Technologie und die nötigen Rohstoffe ginge. Wir hätten wir schon lange weltweit unsere Energie aus Solarkraftwerken aus den Wüsten bezogen.
Überhaupt wäre unser Fortschritt viel größer als heute, da er nicht subventioniert werden muß. Die Medizin wäre weiter , das Verkehrswesen (es gäbe nur noch Elektrofahrzeuge), die Raumfahrt, wir wären schon lange auf dem Mars und würden dort eine Station unterhalten. Und auf dem Mond wäre ein Teil der Industrie verlagert worden usw.
Das wir alles dieses noch nicht haben liegt nicht an unserer Technologie sondern allein am Geld.

Wieviele Krankenhäuser und Schulen werden nicht gebaut weil sie halt Geld kosten Griesgrämig.

Die Kehrseite wäre, es gäbe keine Porsche mehr, keine Yachten, keine Villen und schon gar keine Privatjets mehr.
Einfach ausgedrückt der Luxus wäre passe! Nie wieder sone Sch..ß TV Sendungen "Wie die Schönen und die Reichen"!

Aber ich befürchte dies Alles wird leider nur eine Utopie bleiben.
Dann glaube ich jedoch, das die Menschheit kaum das 22. Jahrhundert noch erleben wird. Oder mit den Worten von Einstein auf die Frage, womit die Menschen im 3. Weltkrieg kämpfen werden? Er hat geantwortet er wüßte es nicht, aber danach würden sich die Menschen wieder mit Käulen bekriegen.
Ich finde dem ist nichts weiter hinzuzufügen.
Gruß,
Richard



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Arkas
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #1 - 27.08.09 um 14:39:25
 
Hast natürlich Recht mit Deiner Zustandsbeschreibung.

Nur paar Anmerkungen:

1. Reichtum fällt nicht vom Himmel, die reichen Staaten und Personen waren eben besser darin, Wohlstand anzuhäufen. Der Mensch ist zwar kein Tier, aber so ganz können wir den Kampf ums Überleben, in dem der besser angepasste überlebt auch nicht wegleugnen.
Aber rein theoretisch könnten natürlich diese oberen 5.000 locker was abgeben, ohne dass sie das überhaupt merken würden.
Nur zu weit treiben darf man es nicht, sonst schaltet man die intelligenten und fähigen Leute ja völlig aus, wenn man ihnen immer gleich alles weg nimmt, was sie mehr erarbeiten als andere.


2. Unser Problem ist das Geldsystem und die Tatsache, dass Verluste nicht von dem getragen werden der sie verursacht, sondern immer häufiger von allen Menschen, während Gewinne nur in private Taschen fließen.
Das alles widerspricht der ursprünglichen Idee vom Kapitalismus total - klar, der Kapitalismus hat sich irgendwie dazu entwickelt, aber grundsätzlich hat das völlig freie kaufen und verkaufen jahrtausende lang bestens funktioniert. Das war Kapitalismus, da gabs keine wirtschaftlichen Probleme, höchstens durch höhere Gewalt mal schlechten Ernten oder Kriege etc..
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« Zuletzt geändert: 28.08.09 um 05:49:54 von Arkas »  
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Arkas
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #2 - 27.08.09 um 14:45:30
 
Nun zur Lösung:

Ich behaupte eine freie Marktwirtschaft mit echtem Geld (nicht diese kreditbasierte Betrugsmaschine wie wir sie haben) könnte weltweit funktionieren. Die Weltregierung müsste nur das Anhäufen von allzu großen Vermögen verhindern, womit auch die schnellere Entwicklung von Technologie möglich wäre.

Glaub also nicht, dass dazu ein System wie von Dir vorgestellt bzw. wie aus Star Trek unbedingt nötig wäre, wobei das auch klappen würde.

Großes Aber:
Ich geh davon aus, dass wir in den nächsten 10 Jahren sowieso einen großen Wandel erleben, der maßgeblich von den mächtigsten Leuten auf diesem Planeten eingeleitet wird.
Wer da genau was macht ist egal, diese ganzen hochdetaillierten "Verschwörungstheorien" können zwar interessant sein, aber das ist jetzt nicht wichtig.
Unser Finanzsystem bricht gerade zusammen, wenn wir Pech haben reißt es viel mit sich in den Abgrund.
Man könnte es von vorne starten, aber das ist höchstwahrscheinlich nicht geplant, ich rechne durchaus damit, das so etwas wie eine neue Weltordnung geplant ist, egal wie die aussieht, jedenfalls nicht mehr so chaotisch wie die heutige Welt - also mehr Sicherheit aber weniger Freiheit in manchen Bereichen, Details egal. Die kommt nicht von heute auf morgen, aber die Krise wird ein sehr großer und wichtiger Schritt in diese Richtung sein.


Passiert nichts dergleichen würde die Welt erstmal weiterlaufen wie bisher.
Aber dann käme der Kollaps auch in nicht allzu ferner Zukunft.
Das Problem stellt dabei nicht die Versorgung mit Nahrungsmitteln dar, der Hunger von heute ist tatsächlich nur ein Verteilungsproblem. Wasser wird zwar mancherorts auch knapp, aber auch das könnte gelöst werden. Selbst der generellen Umweltverschmutzung, der Klimaerwärmung und ähnlichen Problemen könnten wir was entgegensetzen.

Nur einem Problem nicht: Raummangel

hä?

Ja, der Mensch braucht nämlich außer was zu essen auch Bewegungsfreiheit. Wieviel aber? So genau weiß ich das auch nicht, aber die Ballungsgebiete der Welt - dazu zählen quasi alle Industriestaaten und dort auch der ländliche Raum sind definitiv zu dicht besiedelt.
Eine Unmenge der Probleme der heutigen Zivilisation ist auf diesen Raummangel zurückzuführen. Bspw. so gut wie alle Stress bedingten Krankheiten, die kommen nicht daher weil wir in großen Häusern leben und Autos fahren (im Gegensatz zu kerngesunden Dschungelbewohnern) sondern weil wir einfach gesagt zu dicht aufeinander hocken und uns deshalb alle gegenseitig irre machen.

Nicht umsonst lassen sich die gesellschaftlichen Phänomene im alten Rom und ähnlichen großen Städten der Vergangenheit eins zu eins auf heute übertragen. Dabei ging diese Überbevölkerung immer dem Untergang von Kulturen voraus, obwohl es genug Nahrung, genug Menschen, genug von allem gab.
Aber nicht nur das, selbst Tiere die bei genug Futter auf engstem Raum gehalten werden verändern ihr Verhalten in etwa so wie der Mensch sich verändert hat, kurios aber Realität!

Ich kann diese These hier nicht so umfassend darstellen, zu wenig Raum, äh Platz  Laut lachend.


Solange also die Bevölkerungsdichte so groß ist, hilft es uns nichts, wenn wir all die anderen Probleme lösen, der Niedergang geht solange weiter, bis er auf die Geburtenrate drückt (bei uns bereits deutlich sichtbar) und sich dadurch ein Gleichgewicht wieder herstellt. Leider geht das meist nicht glimpflich ab, sondern endet eher im Chaos, in Gewalt oder bestenfalls nur kulturellem Abstieg.


Fazit: Die nächsten 10/20 Jahre passiert sowieso "einiges" (leider geht das vermutlich nicht ohne viel Gewalt vor sich) so dass sich die von Dir völlig korrekt beschriebenen Probleme in 20 Jahren vielleicht schon ganz anders oder gar nicht mehr darstellen.

Würde nichts passieren käme das Überbevölkerungsproblem auf uns zu. Dem könnte man nur mit Maßnahmen etwas entgegensetzen die heute total verpöhnt und quasi nicht durchsetzbar sind (Geburtenkontrolle etc.).
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« Zuletzt geändert: 27.08.09 um 15:07:45 von Arkas »  
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Comander1956
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #3 - 27.08.09 um 19:02:15
 
Hallo Arkas,

danke erstmal für deine Zustimmung.

Zitat:
1. Reichtum fällt noch vom Himmel, die reichen Staaten und Personen waren eben besser darin, Wohlstand anzuhäufen. Der Mensch ist zwar kein Tier, aber so ganz können wir den Kampf ums Überleben, in dem der besser angepasste überlebt auch nicht wegleugnen.
Aber rein theoretisch könnten natürlich diese oberen 5.000 locker was abgeben, ohne dass sie das überhaupt merken würden.
Nur zu weit treiben darf man es nicht, sonst schaltet man die intelligenten und fähigen Leute ja völlig aus, wenn man ihnen immer gleich alles weg nimmt, was sie mehr erarbeiten als andere.


Sorry, ich meinte nicht 5000 Personen, sondern ganze Familien.
Stimmt du spielst da auf Darwin an der Stärkere setzt sich durch. Auf eine primitive Zivilisation bezogen stimme ich dir da voll zu.
Aber für eine Hochtechnologie Gesellschaft, die dabei ist auch noch den Raum zu erobern, ist es viel komplizierter. Hier muß mehr der Starke Rücksicht auf den Schwächeren nehmen.
Und warum unbedingt muß Leistung immer mit Geld belohnt werden?
Was sagt noch mal Jean Luc Picard in Der erste Kontakt auf die Frage wie er bezahlt wird: "Bei uns gibt es kein Geld mehr, wir arbeiten um uns selbst zuvervollkommen."
Wo ist da das Problem? Nur wir Menschen heute können uns nicht vorstellen, das alle Menschen quasi die selben Privilegien geniessen, obwohl sie qualitativ unterschiedliche Arbeiten verrichten.
Obwohl es auch in der utopischen Star Trek Gesellschaft Unterschiede gibt. Diese äußern sich aber nicht in materiellen Besitz, sondern beziehen sich auf den jeweiligen Dienstgrad.
Aber so eine Zivilisation lässt sich nicht in eine Demokratie verwirklichen. Jedoch würde die Diktatur nicht einem Einzelnen, oder einer Gruppe zu Gute kommen, sondern der gesamten Menschheit.
Ich glaube an der heutigen Misere ist das Geld und die damit verbundene Macht, die Wurzel allen Übels.

Zitat:
Ich behaupte eine freie Marktwirtschaft mit echtem Geld (nicht diese kreditbasierte Betrugsmaschine wie wir sie haben) könnte weltweit funktionieren. Die Weltregierung müsste nur das Anhäufen von allzu großen Vermögen verhindern, womit auch die schnellere Entwicklung von Technologie möglich wäre.


Entschuldige, aber gerade die freie Marktwirtschaft sorgt ja dafür das z.B. eine Näherin in Indien für einen Hungerlohn arbeiten muß.

Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich lachen, wenn man bei uns behauptet, wir haben ja eine soziale Marktwirtschaft Lippen versiegelt.
Was ist denn bitte schön sozial an unserer Marktwirtschaft. Zum Beispiel genieße ich zwar als Behinderter 50%  erhöhten Kündigungsschutz, aber wenn die Firmenleitung mich kündigen will dann kann sie das auch. Dann zahlen sie halt ein paar Euro mehr an Abfindung. Wovon ich jedoch nicht viel habe, das dies gleich auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird. Sehr sozial. Und was ist mit den Managern und Bankern, die bekommen Summen in Millionenhöhe. Da braucht man nicht mal zum Arbeitsamt zu gehen, selbst wenn diese Milionen dann nicht an den Fiskus vorbeigeschummelt werden.

Sicher auch in Vergangenheit gab es Marktwirtschaft, aber Reichtum nur für ganz Wenige. Länder wie Afrika wurden zur Zeit der großen Seemächte England, Spanien und Frankreich nur ausgebeutet.
Und für Sklaven brauchte man weder Lohn noch Sozialabgaben zahlen. Sozusagen für jeden Unternehmer der ideale Arbeitnehmer. Etwas entschärft haben wir dieses System auch noch heute in Deutschland. Ich spreche von der Leiharbeit. Ich zitiere aus Shakespeare: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen".

Du sprichst auch den Raum an, den ein Mensch benötigt. Gerade um dieses Problem in Zukunft zu lösen brauchen wir eine plantare-, aber auch stellare Raumfahrt.
Da siehst du selber wie wichtig die Raumfahrt eigentlich ist Zwinkernd.
Es geht nicht darum mal zum Mond oder zum Mars zu fliegen und dann stolz da seine Fahne zu hissen.
Es geht um Lebensraum. Auch da ist Star Trek wieder Wegweisend. "Riker" sagt im 24. Jahrhundert leben 2 Millionen Menschen allein auf dem Mond. Sicher noch reine Fantasie Laut lachend.

Da ich aber trotz meines fantastischen Vorschlags das Geld abzuschaffen, auch Realist bin. Ist so eine Gesellschafft wie bei Star Trek nur durch eine vorangegangene globale Katastrophe realisierbar.
In Star Trek selber ist das ein begrenzter Atomkrieg, der trotzdem 100derte von Millionen Menschenleben fordert.  Dies könnte aber auch ein Astroideneinschlag sein. Wichtig ist das diese Katastrophe  die überlebende Menschheit eint.
Und wenn dann noch die ersten außerirdischen Besucher auf der Erde (auch wie in Der erste Kontakt), "die Vulkanier" sind, dann habe ich für die Zukunft der Menschheit keine Sorge mehr.
Für deine freie Marktwirtschafft gibt es auch bei Star Trek Wesen, die dieser geradezu exzensiv folgen. Das sind die "Ferengi" die würden glatt den gesamten Planeten Erde verscherbeln, von der eigenen Großmutter gar nicht zu reden Laut lachend.
Gruß,
Richard
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« Zuletzt geändert: 27.08.09 um 22:41:55 von Comander1956 »  
 
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Arkas
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #4 - 28.08.09 um 08:14:09
 
Zitat:
Stimmt du spielst da auf Darwin an der Stärkere setzt sich durch. Auf eine primitive Zivilisation bezogen stimme ich dir da voll zu.
Aber für eine Hochtechnologie Gesellschaft, die dabei ist auch noch den Raum zu erobern, ist es viel komplizierter. Hier muß mehr der Starke Rücksicht auf den Schwächeren nehmen.


Einfache Frage: Wozu?

Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Sozialdarwinist oder Eugeniker, aber ich glaube der Mensch kann sich den Naturgesetzen nicht entziehen.
Dazu gehört eben auch, dass sich bei der Fortpflanzung manche durchsetzen und andere nicht. Gäbe es keine Auslese hätte der Mensch nie diese Höhe erreicht.


Zitat:
Entschuldige, aber gerade die freie Marktwirtschaft sorgt ja dafür das z.B. eine Näherin in Indien für einen Hungerlohn arbeiten muß.

Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich lachen, wenn man bei uns behauptet, wir haben ja eine soziale Marktwirtschaft .
Was ist denn bitte schön sozial an unserer Marktwirtschaft. Zum Beispiel genieße ich zwar als Behinderter 50%  erhöhten Kündigungsschutz, aber wenn die Firmenleitung mich kündigen will dann kann sie das auch. Dann zahlen sie halt ein paar Euro mehr an Abfindung. Wovon ich jedoch nicht viel habe, das dies gleich auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird. Sehr sozial. Und was ist mit den Managern und Bankern, die bekommen Summen in Millionenhöhe. Da braucht man nicht mal zum Arbeitsamt zu gehen, selbst wenn diese Milionen dann nicht an den Fiskus vorbeigeschummelt werden.


Naja, ich glaube, das mit der Näherin liegt eher am Geld- und Finanzsystem, wäre das komplett anders wäre diese Frau vielleicht eine ganz normale Schneiderin für die Leute in ihrem Dorf und würde als Handwerkerin mittelmäßig verdienen - nur so ein Gedanke, ist halt Theorie, weil wir diese Art von Marktwirtschaft wie ich sie meine nicht haben, wir haben eigentlich nur versteckte Sklaverei, das ist was ganz anderes.

Das Geld dass die Manager kassieren bekommen sie von den Firmeneigentümern. Wenn diese Leute so dämlich sind und ihr Eigentum so zum Fenster hinauswerfen kann keiner was dran machen. Dich hindert auch niemand, beim Frisör 150 Euro zu bezahlen satt 15.

[Der Grund für die Millionenlöhne ist aber natürlich nicht Dummheit der Firmeneigentümer. Solche Gehälter gibt es meist nur in Großbetrieben, die einfach systematisch ausgepresst werden (Heuschrecken). Sowohl Eigentümer wie Management haben kein Interesse an der Firma an sich, sie arbeiten nur gemeinsam daran, in kurzer Zeit soviel Geld wie möglich rauszuholen, da bekommen natürlich auch die Manager ihren Teil ab. Aber das nur am Rande.]

Natürlich stimmt das Verhältnis zu den Löhnen der einfachen Angestellten nicht. Aber da frag ich mich doch, warum diese Arbeiter nichts dagegen unternehmen? Was spricht denn dagegen eine Lohnsteigerung von 20% zu fordern? Sofern dafür nur die Gehälter für das Management gekürzt werden müssten wäre da für die Firma ja auch kein finanzieller Verlust.
Da wird gesagt dass das einfach nicht geht. Wenn etwas angeblich "einfach nicht geht" dann ist das meistens der beste Beweis dafür, dass es sogar sehr einfach ginge.
Aber heute geht es natürlich wirklich nicht mehr, es ist zu spät, man hätte bereits vor Jahrzehnten dem entgegen wirken müssen, aber es ist nicht passiert. Natürlich sind die Führungen der Gewerkschaften auch "gekauft" und wenn mal irgendwo ein Idealist aufgetaucht ist, der nicht mitspielen wollte wurde man mit dem schon fertig.
Der Durchschnittsbürger war schlichtweg nicht in der Lage - hart ausgedrückt zu dämlich - dieses Spiel zu durchschauen. Du schreibst ja selbst, dass bei Dir die Erkenntnis erst mit den Jahren kam, soll nicht heißen dass Du früher dämlich warst, ganz im Gegenteil, der Betrug ist ja ziemlich geschickt und die große Masse hat es heute noch nicht verstanden. Wobei in letzter Zeit natürlich deutlich mehr Leute aufwachen.

Insofern sind wir also einer Meinung.


Du hast ja eigentlich auch Recht, was die Marktwirtschaft betrifft. Unser heutiges Geld- und Finanzsystem hat diesen Betrug aber ganz enorm begünstigt, ohne FIAT-Money und Kreditgeld wäre das in dem Ausmaß binnen 100 Jahren nicht möglich gewesen.
Aber auch die "natürliche Marktwirtschaft" der vergangenen Jahrhunderte und Jahrtausende hat - da hast Du völlig Recht - auch ohne unser Geldsystem enormen Reichtum und enorme Armut ermöglicht.

Will man das verhindern müsste also ein gewisser Ausgleich her, entweder man schafft das Geld komplett ab, oder man regelt es über Steuern oder ähnliches.


Zur Frage mit dem Lebensraum:
Klar, wir können uns noch weiter ausdehnen, bloß irgendwann stoßen wir vermutlich an die Grenzen anderer Zivilisationen und dann müssen wir unsere Überbevölkerungsproblem doch wieder selber lösen.

Gegen Überbevölkerung gibt es Mittel. Krieg zum Beispiel. Ok, wollen wir nicht, geht immer so viel kaputt, ist brutal.
Dann bleibt aber nur eines, die Fortpflanzung begrenzen. Wenn wir also feststellen, dass wir das Maximum erreicht haben (egal wo das genau liegt) dann darf ab dem Zeitpunkt jeder Mensch im Schnitt nur noch 2 Kinder haben. Fein.

Darf jetzt jeder zwei haben, oder sollten manche vielleicht 4 und ein anderer dafür gar keins haben?

Anderer Ausweg wäre Menschen gleich nur noch gezielt "künstlich" zu erzeugen und das Erbgut eben so zu verändern, damit was vernünftiges dabei heraus kommt. Wollen wir das? Irgendwie auch nicht so wirklich oder?



Fazit: Es gibt keine einfachen Lösungen. Wir können nur immer wieder Versuche unternehmen. Unternehmen wir aber gar nichts regelt die Natur das Problem irgendwann von alleine mit Gewalt und wir müssten tragischerweise hoffen, dass es schnell passiert, denn wenn wir noch ein paar hundert Jahre dahinsiechen verlieren wir unsere technologische Stufe und fangen dann wieder im Mittelalter an.
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« Zuletzt geändert: 28.08.09 um 08:34:47 von Arkas »  
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #5 - 28.08.09 um 11:48:05
 
Zitat:
" Die 5000 reichsten Familien besitzen 2 Drittel des Weltvermögesns. Der Rest besitzt wenig oder garnichts"


Ich gehöre zwar nicht zu diesen 5000 aber deswegen geht es mir nicht schlecht, ich besitze auch nicht wenig oder gar nichts. Mir und euch auch geht es besser als der großen Mehrheit der Menschen.

Zitat:
Ich behaupte eine freie Marktwirtschaft mit echtem Geld (nicht diese kreditbasierte Betrugsmaschine wie wir sie haben) könnte weltweit funktionieren


Das denke ich auch, besonders weil es keine praktikable Alternative gibt. Alles andere hat versagt, der Sozialismus/Kommunismus ist auf ganzer Linie gescheitert. Ein System ohne Geld gab es bei den roten Khmer - auch nicht gerade eine Erfolgsgeschichte.

Geld ist nicht schlecht, die Gier der Menschen macht erst ein Problem draus. Den Bänkern die Schuld zu geben halte ich deswegen für kurzsichtig, denn wer hat nicht sein Geld zu Bank getragen und es möglichst rentabel angelegt?

Zitat:
(im Gegensatz zu kerngesunden Dschungelbewohnern)


Und weil die so kerngesund sind, habe die auch eine höhere Lebenserwartung. Die Lebenserwartung eines Menschen im ländlich geprägten Europa des Mittelalters lag bei 35 Jahren. Wir haben auch mehr Krankheiten, weil wir mehr davon überleben und einfach mit ihnen leben können.
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Ich glaube nicht an den Mond, das ist die Rückseite von der Sonne.
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #6 - 28.08.09 um 12:15:48
 
Hallo Arkas,
deine Aussagen beziehen sich noch sehr auf das heutige Weltbild. Aber dieses wird sich in einer zukünftigen Welt verändern müssen. Und wir müssen jetzt und in der nächsten Generation damit anfangen.  Nach meiner Meinung müssen bis spätestens 2050 die Weichen für eine neue Gesellschafftsform gestellt sein.
Natürlich geht dies alles nur Schritt für Schritt. Und es wäre jetzt die Zeit den ersten Schritt zu machen.
Das wäre für mich der UNO mehr Macht zu geben. Rußland und China mit in die Nato aufnehmen um somit später sämtliche militärische Macht der UNO zu übergeben. Was bedeudet, dass es dann auch keine Supermacht USA mehr geben wird. Somit schafft man die Voraussetzungen für eine spätere Weltregierung. Dann eine Verstaatlichung der Banken Weltweit. Abschaffung der Börse, aller Aktien und jeglicher Spekulationsgeschäfte.
Damit würde dann vorerst nur noch ein ganz normales Handelssystem verbleiben.
Letztendlich dann Abschaffung des Geldes und Enteignung sämtlichen materiellen Reichtums. Dazu gehören Privatflugzeuge, Yachten, Grundstücke, Villen usw.
Sämtliche verbliebenen Energiequellen und Rohstoffe gehören keinem einzelnen Land mehr, sondern der gesamten Menschheit.
Und ganz wichtig eine weltweit einzig gültige Verfassung. Am besten auf der Bassis der Westeuropäischen- und der US Verfassung. Wo unteranderm auch ein weltweites Verbot der Todesstrafe verankert wird.
Große Probleme sehe ich da bei den gesamten islamischen Ländern. Aber wer sich weigert wird von der Weltregierung dazu gezwungen, auch mit militärischer Macht.
Die Menschheit muß sich einfach weiterentwickeln wenn sie überleben will. Ich selber werde das sowieso nicht mehr erleben.
Aber sollte sie es tatsälich schaffen, dann wird unsere Spezies noch sehr lange existieren und auch einen Teil des Weltall bevölkern können. Und ich habe es schon mal geschrieben. Durch die Raumfahrt wird das Thema Überbevölkerung von allein gelöst. Und das wir heute immer noch mit einem lahmen Spaceshuttle um die Erde herum kriechen, liegt zum größtenteil am fehlenden Kapital.
Allein das Apollo-Programm hat damals schon Millarden verschlungen.
Allein um die Raumfahrt voranzutreiben ist es ein geldloses System dringend nötig.

Ich bin nicht gegen die Naturgesätze, wie könnte ich auch. Aber ich glaube das der Mensch in der Zukunft die Naturgesetze beeinflussen kann. Und die Evolution schreitet ständig voran. Das werden wir auch in Zukunft nicht beeinflussen können.
Du hast geschrieben "Wozu sollen die Starken den Schwächern helfen?"
Ganz einfach, weil wir sie zu den Schwachen gemacht haben. Schon damals zur Zeit der Kreuzzüge hat es angefangen. Da hat man Ritterheere ausgeschickt um angeblich den "Ungläubigen" dem Glauben zu bringen. In Wahrheit ging es um Eroberung und Ausbeutung. Das Ganze wurde dann in den Jahrhunderten der großen Seemächte noch ausgebaut. Und besteht noch Heute.
Warum produzieren europäische Firmen so gerne in Ländern der dritten Welt. Weil dort die Löhne und Nebenkosten sehr niedrig sind. Zum anderen gibt es dort auch kaum so etwas wie Gewerkschaften.
Das haben auch seit einigen Jahrzehnten die asiatischen Länder erkannt. Die nach und nach den westlichen Industrieländern den Umsatz abgraben. Erst kam Japan, dann Korea und nun China.

Man muß sich aber auch im klaren sein, dass eine Welt ohne Geld auch viele Einschränkungen bringt. Vor allem für die Nachkommen der jetzt Reichen und Wohlhabenden. Keine Rolex mehr und auch keinen Elektroporsche Zwinkernd. Denn diese Güter werden nicht mehr hergestellt werden.
Es bleibt natürlich auch die Gefahr das die Menschen dann denken werden, warum soll ich arbeiten, wenn ich doch alles umsonst bekomme. Jedoch sehe ich dieses Risiko nur am Anfang dieser neuen Gesellschafft. Danach wird man die Arbeit für sich als positiven Zeitvertreib entdecken. Auch nur so kann System ohne Geld funktionieren. Was dabei auch positiv sein wird. Die Arbeiter der Zukunft (soweit sie nicht durch Roboter ersetzt werden), werden nicht mehr unter so einem Leistungsdruck schaffen müssen, wie heute noch.
Denn Angebot und Nachfrage wird es nicht mehr geben.Denn eine wahllose Herstellung von Produkten wäre in so einer Welt nur Vergeudung von Rohstoffen. Es wird zu  einer weltweiten Planwirtschafft kommen. Es wird nur das produziert und angebaut, was auch benötigt wird. Nur schade das die ehemaligen DDR Funktionäre das nicht mehr erleben können Laut lachend.
Die absoluten Gewinner werden Länder der dritten Welt sein.

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass  außerirdische Zivilisationen mit Hochtechnologie so ein System haben. Denn wie sollten sie sonst diese Stufe erreicht haben.
Gruß,
Richard


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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #7 - 28.08.09 um 12:55:59
 
Highjump schrieb:
Zitat:
Das denke ich auch, besonders weil es keine praktikable Alternative gibt. Alles andere hat versagt, der Sozialismus/Kommunismus ist auf ganzer Linie gescheitert. Ein System ohne Geld gab es bei den roten Khmer - auch nicht gerade eine Erfolgsgeschichte.


Solange man ein geldloses Wirtschaftssystem auf einzelne Länder beschränkt, kann es auch nicht funktionieren.
Bezieht man es aber auf den gesamten Planeten, ist es das ideale Werkzeug Armut und Hunger auszumerzen.
Aber ohne eine Weltregierung ist so etwas niemals durchsetzbar. Und nach der heutigen Weltpolitik zu urteilen sehe ich ein Weltregierung noch in sehr, sehr weiter Ferne. Wie ich schon geschrieben habe, es brauchte einen gewaltigen Einschnitt, der die gesamte Menschheit vereinigt.
Eine freie Marktwirtschaft dagegen wird immer wieder zu solchen Auswüchsen, wie in der Gegenwart führen. Außerdem sind die zukünftigen Projekte mit Geld nicht mehr finanzierbar. Siehe weltweite Energieversorgung ohne Schadstoffe.
Ich bleibe dabei die zukünftigen Generationen werden sich vom Geld verabschieden müssen. Oder die Menschheit geht unter weil sie ihre Rettung nicht finanzieren kann. Habe ja mal spasseshaler geschätzt was ein Raumschiff der "Enterprise" Klasse nach heutigen Maßstäben kosten würde. Das wären mit Entwicklungskosten cirka ein paar Trillionen Euro. Wie willst du die bezahlen?
Allerdings gibt es hier ein gewichtiges Gegenargument. Zum Beispiel hätte man im 18. Jahrhundert(HMS Enterprise 1774 ) einen Flugzeugträger mit dem gleichen Namen auch nicht finanzieren können.
Somit wäre es möglich für die Zukunft immer wieder neue Währungen einzuführen.
Deshalb glaube ich das  Hauptargument für eine geldlose Zivilisation ist die Vermeidung von Arm und Reich. Und das sich ohne Geld viel einfacher große Projekte bewerkstelligen lassen.
Denke nur an unser kleines Deutschland. Wie viele wichtige Projekte werden nicht ausgeführt, weil einfach kein Geld dafür vorhanden ist.
Und da liegt die Lösung sicher nicht in einer freien Marktwirtschaft.
Gruß,
Richard
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Beiträge: 1336
Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #8 - 28.08.09 um 13:46:40
 
Du hast schon Recht, ohne eine stark Weltregierung kommt in den nächsten 100 Jahren eine Chaos-Phase auf uns zu. Da weiß kein Mensch, was dabei herauskommt, schlimmstenfalls eben ein totaler Krieg, den nur wenige überleben die dann erstmal wieder auf sehr niedriger technologischer Stufe neu anfangen müssen.


Mal eine kleine Zwischenfrage:
Dir ist schon klar, dass es auf dieser Welt gewisse Eliten gibt, die höchstwahrscheinlich genau solche One-World-Ideen verwirklichen wollen und dabei höchstwahrscheinlich auch über Leichen gehen werden, weil es mit bedeutend weniger Menschen viel einfacher ist, so ein System neu aufzubauen?
Die benutzen dieselben Argumente wie Du.


Nochmal zu den Naturgesetzen:
Der Mensch kann sie nicht aufheben, aber umgehen, bspw. wenn er fliegt usw..

Aber eine Gesellschaftsform, die den Menschen dazu zwingt sich anders zu verhalten als es seiner Natur entspricht kann auch sehr schädlich sein.
Die gesamte Entwicklungsgeschichte der Menschheit war bisher von Wettbewerb geprägt. Ohne Wettbewerb keine Höchstleistungen.

Du verlangst von den Menschen sich anzustrengen, obwohl sie weder Nutzen für sich selbst, noch für ihre Kinder oder nahen Verwandten haben, ja nichtmal für ihren Stamm oder ihr Volk, sondern eben für alle Menschen. Damit wird der Wettbewerbsgedanke innerhalb der Menschheit komplett ausgeschalten.
Die Idee, die Spezies insgesamt voranzubringen ist zwar für uns nicht komplett neu, aber in evolutionären Maßstäben gesehen natürlich schon, sowas gab es bisher noch nicht.
Das hat nichts mit einer Umgewöhnungsphase zu tun, das ist nichts was man nur den Kindern beibringen muss und schon klappts, das ist eine 180° Kehrtwende und Ablehnung von Millionen von Jahren Evolution.

Kurz gesagt: Wenn das mal gut geht!

Zu den Schwachen:
Wir haben niemanden schwach gemacht, die anderen waren von Anfang an schwach, weshalb Europa ja die Welt mehr oder weniger unterwerfen konnte.
Man kann natürlich sagen das sei moralisch verwerflich, aber man kann genauso gut sagen, dass das völlig normal ist.

Zur Überbevölkerung:
Das Universum mag so groß sein wie es will, selbst wenn wir noch 100 Planeten dazu bekämen ist das Spiel eben dann aus, wenn die 100 voll sind, ist egal wann das passiert.
Natürlich zieht der Mensch weiter solange es geht, so wurde die ganze Welt besiedelt. Aber irgendwann ist Schluss und dann muss man sich eben Gedanken machen wie man das Wachstum beendet.
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Arkas
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #9 - 28.08.09 um 13:57:26
 
@ Highjump

Zitat:
Und weil die so kerngesund sind, habe die auch eine höhere Lebenserwartung. Die Lebenserwartung eines Menschen im ländlich geprägten Europa des Mittelalters lag bei 35 Jahren. Wir haben auch mehr Krankheiten, weil wir mehr davon überleben und einfach mit ihnen leben können.


Versteh ich nicht ganz, widersprichst Du mir da? Du wirst doch zugeben müssen, dass unsere "Zivilisationskrankheiten" ständig schlimmer werden.
Kaum ein Mensch ist heute noch vollständig gesund, unsere technologische Entwicklung geht voran, aber körperlich verfallen wir immer mehr, das liegt nicht nur an der Pharmaindustrie sondern auch an der Überbevölkerung.


@ Commander1956

Wir haben keine Auswüchse der freien Marktwirtschaft sondern wir haben Auswüchse des Finanzsystems. Unser ganzes Geld- und Finanzsystem basiert einzig und allein auf Ausbeutung von über 90% der Weltbevölkerung, dazu gehören wir alle, selbst Menschen mit einem Millionenvermögen gehören teilweise zu den Verlierern, wenn sie sich dumm anstellen und einiges an Steuern bezahlen.
Es wird so unglaublich viel Leistung abgeschöpft, dass sich damit locker alles möglich bezahlen lassen würde, dazu muss nur dieser Mechanismus weg und der liegt allein im Geldsystem begründet.

Zitat:
Wie ich schon geschrieben habe, es brauchte einen gewaltigen Einschnitt, der die gesamte Menschheit vereinigt.


Klar braucht es den, ist ja genau der Plan, der kommt in den nächsten 10 Jahren, es fängt gerade mit der Wirtschaftskrise an, die ja mehr oder weniger planmäßig herbeigeführt wurde.
Da packt man jetzt noch einen dritten Weltkrieg oben drauf und dann kommt das dumme Volk angekrochen und bettelt nach der Neuen Weltordnung.
Dann müssen diese Verbrecher ihre Pläne nur noch aus der Schublade ziehen und schon ist sie da, die weltweite Diktatur.
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HighJump
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #10 - 28.08.09 um 14:17:13
 
Zitat:
Solange man ein geldloses Wirtschaftssystem auf einzelne Länder beschränkt, kann es auch nicht funktionieren.


Eine Weltregierung ist tendenziell undemokratisch - das wäre so als würde man den Teufel mit dem Bezelbub austreiben.

Zitat:
Eine freie Marktwirtschaft dagegen wird immer wieder zu solchen Auswüchsen, wie in der Gegenwart führen.


Nicht wenn man sie reglementiert. China hat weniger unter der Krise zu leiden, dort ist das Ende der Krise bereits ausgerufen. In China gehören die Banken dem Staat.

Zitat:
Habe ja mal spasseshaler geschätzt was ein Raumschiff der "Enterprise" Klasse nach heutigen Maßstäben kosten würde. Das wären mit Entwicklungskosten cirka ein paar Trillionen Euro. Wie willst du die bezahlen?


Was würden denn deine Bauarbeiter bekommen? Warum sollten sie arbeiten, schwere Arbeiten verrichten?

Zitat:
Deshalb glaube ich das  Hauptargument für eine geldlose Zivilisation ist die Vermeidung von Arm und Reich. Und das sich ohne Geld viel einfacher große Projekte bewerkstelligen lassen.


Ist jemand mit einem Haus nicht reicher als jemand in einem Plattenbau?
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #11 - 28.08.09 um 19:11:38
 
Hallo HighJump,

Zitat:
Eine Weltregierung ist tendenziell undemokratisch - das wäre so als würde man den Teufel mit dem Bezelbub austreiben.


Richtig aber zum Wohl der Allgemeinheit und nicht wie bei vergangenen und heutigen Diktaturen nur für eine Person oder einer Gruppe. Außerdem würde diese Regierung aus Vertretern sämtlicher Länder bestehen.

Zitat:
Nicht wenn man sie reglementiert. China hat weniger unter der Krise zu leiden, dort ist das Ende der Krise bereits ausgerufen. In China gehören die Banken dem Staat.


Wie willst du das in einer freien Marktwirtschaft reglementieren? Wir haben eine soziale Marktwirtschaft und nicht mal bei der funktioniert das.
Da können wir ja noch etwas von den Chinesen lernen, außer gut zu kopieren Laut lachend.

Zitat:
Was würden denn deine Bauarbeiter bekommen? Warum sollten sie arbeiten, schwere Arbeiten verrichten?


Also erstmal werden die Menschen in der Zukunft kaum noch körperlich schwer arbeiten müssen. Der Bauarbeiter, der den ganzen Tag Steine schleppt findest du dann nur noch im Museum Laut lachend.

Die Menschen werden wenn es kein Geld mehr für ihre Leistung gibt,  ihren "Lohn" an dem Dienst  der Allgemeinheit finden.

Zitat:
Ist jemand mit einem Haus nicht reicher als jemand in einem Plattenbau?


Wer sagt denn das es in der Zukunft überhaupt noch das heutige "Einfamilienhaus geben wird Zwinkernd.

Gruß,
Richard





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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #12 - 28.08.09 um 20:18:44
 
Hallo Arkas,

du bist ein fleißiger Schreiber.

Zitat:
Mal eine kleine Zwischenfrage:
Dir ist schon klar, dass es auf dieser Welt gewisse Eliten gibt, die höchstwahrscheinlich genau solche One-World-Ideen verwirklichen wollen und dabei höchstwahrscheinlich auch über Leichen gehen werden, weil es mit bedeutend weniger Menschen viel einfacher ist, so ein System neu aufzubauen?
Die benutzen dieselben Argumente wie Du.


Ja leider gibt es Eliten und es werden auch immer wieder neue herangezüchtet. Ich dagegen bin absolut gegen elitäre Gruppierungen.

Nur das hinter "meiner" (Star Trek) Idee das Wohl der gesamten Menschheit steht. Ich wünsche mir für die Zukunft, das die Menschen endlich erkennen, dass sie alle gleich sind. Egal welcher Hautfarbe, Geschlecht oder Religion. Und vor allem eine Welt ohne Arm und Reich!

Zitat:
Nochmal zu den Naturgesetzen:
Der Mensch kann sie nicht aufheben, aber umgehen, bspw. wenn er fliegt usw..


Genau man kann die Naturgesetze umgehen. Deshalb wird in der Zukunft die Lichtgeschwindigkeit auch umgangen werden können.
Es gibt schon heute zahreiche Physiker die daran arbeiten.

Zitat:
Aber eine Gesellschaftsform, die den Menschen dazu zwingt sich anders zu verhalten als es seiner Natur entspricht kann auch sehr schädlich sein.


Da hast du sehr wahrscheinlich recht.

Zitat:
Die gesamte Entwicklungsgeschichte der Menschheit war bisher von Wettbewerb geprägt. Ohne Wettbewerb keine Höchstleistungen.


Vielleicht gibt es dann eine andere Form des Wettbewerbs. Es ist ja nicht das konkurieren was wegfällt, sondern nur die Entlohnung im materiellen Sinne von Geld.
Man kannauch geistig entlohnt, und so auch zum forschen und zur Leistung angespornt werden.

Zitat:
Du verlangst von den Menschen sich anzustrengen, obwohl sie weder Nutzen für sich selbst, noch für ihre Kinder oder nahen Verwandten haben, ja nichtmal für ihren Stamm oder ihr Volk, sondern eben für alle Menschen. Damit wird der Wettbewerbsgedanke innerhalb der Menschheit komplett ausgeschalten.


Falsch sie haben ja ihren Nutzen daraus. Jeder Mensch ist Teil eines großen Ganzen und leistet mit seiner Arbeit seinen Anteil daran.
Es werden keinem in der Zukunft wie in "Die Zeitmaschine" von H:G: Wells die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
Das Bewußtsein zur Arbeit und der Entlohnung dafür wird sich lediglich verändern müssen. Das Einzigste was  tatsächlich wegfällt ist das Geld.
Also den Wettbewerb wird es weiter geben nur in einer anderen Form.
Aber Niemand wird sich mehr daran bereichern können.

Zitat:
Die Idee, die Spezies insgesamt voranzubringen ist zwar für uns nicht komplett neu, aber in evolutionären Maßstäben gesehen natürlich schon, sowas gab es bisher noch nicht.
Das hat nichts mit einer Umgewöhnungsphase zu tun, das ist nichts was man nur den Kindern beibringen muss und schon klappts, das ist eine 180° Kehrtwende und Ablehnung von Millionen von Jahren Evolution.


Es wird garantiert keine Kehrtwende von der Evolution geben. Warum auch! Nur das Bewußtsein über den Sinn und die Werte des Lebens werden sich ändern müssen.

Zitat:
Wir haben niemanden schwach gemacht, die anderen waren von Anfang an schwach, weshalb Europa ja die Welt mehr oder weniger unterwerfen konnte.
Man kann natürlich sagen das sei moralisch verwerflich, aber man kann genauso gut sagen, dass das völlig normal ist.


Also sind wir Europäer die sogenannten Alphatierchen Zwinkernd. Und die anderen Länder und Menschen waren und sind schwach. Früher hat man dafür auch den Begriff "Untermenschen" verwendet.
In einer zukünftigen Welt sollte es aber keine Schwachen mehr geben.


Zitat:
Das Universum mag so groß sein wie es will, selbst wenn wir noch 100 Planeten dazu bekämen ist das Spiel eben dann aus, wenn die 100 voll sind, ist egal wann das passiert.


Oh, bis dahin ist sehr, sehr viel Zeit vergangen. Und das Universum ist wirklich gewaltig. Der Durchmesser vom bekannten All liegt bei ca. 400 Milliarden Lichtjahren. Und noch expandiert das Universum weiter.

Zitat:
Natürlich zieht der Mensch weiter solange es geht, so wurde die ganze Welt besiedelt. Aber irgendwann ist Schluss und dann muss man sich eben Gedanken machen wie man das Wachstum beendet.


Das dürfte frühestens in einer Milliarde Jahre der Fall sein. Wenn es dann noch irgendwelche Überbleibsel unserer Spezies gibt. Dürften diese Wesen schon lange körperlos sein. Wie das Sternenkind in 2001 von Arthur C.Clarke und Stanley Kubrick. Damit wäre dann vermutlich die letzte Evolutionsstufe und die Unsterblichkeit erreicht. Und diese währt dann solange wie das Universum existiert.
Gruß,
Richard
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Arkas
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #13 - 29.08.09 um 09:41:45
 
Ok, ich stimme Dir bei fast allem zu.

Aber:
Das mit dem Erkennen, dass wir alle gleich sind funktioniert selbst heute trotz massiver Propaganda nicht - warum wohl?
Weil KEIN Mensch einem anderen gleicht.

Äußerlichkeiten und den ganzen Rassenquatsch lassen wir mal beiseite, darum gehts nicht.

Aber Du wirst zustimmen müssen, dass Menschen unterschiedliche geistige und körperliche Fähigkeiten haben. Die körperlichen sind heute nicht mehr ganz so wichtig.
Wenn sich die Menschheit weiterentwickeln soll braucht sie dafür viele Menschen mit gut ausgeprägten geistigen Fähigkeiten. Neue Erfindungen kauft man nicht mit Geld. Die größten Erfindungen sind nicht von Menschen gemacht worden, denen der Staat ihr Leben finanziert hat damit sie in Ruhe nachdenken konnten.
Geholfen hätte ihnen das sicherlich, aber jemand der zu dämlich ist sowas wie ein UFO zu erfinden der ist auch dann noch zu dämlich wenn ich ihm sage er soll 8 Stunden am Tag nur darüber nachdenken wie das klappt und er braucht sich um sonst nichts zu kümmern.


In unserer heutigen Gesellschaft werden die Schwachen extrem gefördert, weshalb sie auch deutlich mehr Nachwuchs haben.
Das ist direkte Folge der Überbevölkerung. Das Gleichheitsdenken entspringt nur der "Masse" denn eine Masse von Menschen will gleich sein, instinktiv, Individualisten, Typen mit Ecken und Kanten werden gnadenlos verdrängt. Genauso wie diejenigen mit höherer Intelligenz, die Masse duldet es nicht, wenn jemand besser ist, deshalb muss alles nivelliert werden, deshalb muss man Gesamtschulen einführen und das Niveau soweit senken bis der Dümmste mitkommt und der Klügste wahnsinnig wird und aufgibt.

Wenn das so weiter geht bricht diese Zivilisation zusammen weil zu wenig Menschen da sein werden die die wichtigen Aufgaben übernehmen können. Dieser Zusammenbruch führt zum Chaos in dem die Bevölkerung massiv reduziert wird - ein natürlicher Vorgang, der sich leicht belegen lässt.


Ein System ohne Geld und materielle Reichtümer zu schaffen kann schwer sein, aber nicht unlösbar. Solange man dabei darauf achtet, dass geistige Fähigkeiten dort wo sie vorhanden sind gefördert werden anstatt nur die Dümmsten zu hegen und zu pflegen.

Ich weiß das klingt hart, aber das ist das Gesetz des Lebens.
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Re: Geht unsere Zivilisation ihrem Ende entgegen?
Antwort #14 - 29.08.09 um 12:35:02
 
@Commander

Zitat:
Richtig aber zum Wohl der Allgemeinheit und nicht wie bei vergangenen und heutigen Diktaturen nur für eine Person oder einer Gruppe. Außerdem würde diese Regierung aus Vertretern sämtlicher Länder bestehen.


Je nachdem wann so eine Regierung etabliert wird, können 3,5 Milliarden Menschen über das Schicksal von 3,3 Milliarden Menschen bestimmen, basierend auf heutigen Zahlen. Das ist meiner Meinung nicht mehr demokratisch, sondern die Diktatur der Mehrheit. Die Bevölkerung von Asien könnten über das Schicksal von Europa entscheiden.

Zitat:
Wie willst du das in einer freien Marktwirtschaft reglementieren? Wir haben eine soziale Marktwirtschaft und nicht mal bei der funktioniert das.


In dem sich die Staaten auf bestimmte Regeln einigen, die z.B. hochriskante Geschäfte verbieten. Insiderhandel ist auch so gut wie überall illegal. Eine Banken auf sich, die von Staat ausgeht und nicht von den Bänkern selber.

Zitat:
Also erstmal werden die Menschen in der Zukunft kaum noch körperlich schwer arbeiten müssen. Der Bauarbeiter, der den ganzen Tag Steine schleppt findest du dann nur noch im Museum .


Es wird immer jemanden geben, der körperlich Arbeiten muss und will . Bestimmte Berufe erfordern qualitativ gute Handarbeit und einen menschlichen Geist. Tischler z.B. und selbst Familie Picard betreibt manuellen Weinanbau.

Was ist mit den Menschen, die keine geistige Arbeit verrichten können, die wenigsten sind Akademiker?

Zitat:
Die Menschen werden wenn es kein Geld mehr für ihre Leistung gibt,  ihren "Lohn" an dem Dienst  der Allgemeinheit finden.


Und wenn ich nicht arbeiten will, dann arbeite ich nicht, habe aber den gleichen Lebensstandard, wie derjenige, der ein Mittel gegen Krebs entdeckt hat, bekomme die gleichen Luxusgüter?

Zitat:
Wer sagt denn das es in der Zukunft überhaupt noch das heutige "Einfamilienhaus geben wird .


Du selber, denn der Mensch ist nun mal ein Familientier - es entspricht seiner Natur.

@Arkas

Zitat:
Versteh ich nicht ganz, widersprichst Du mir da? Du wirst doch zugeben müssen, dass unsere "Zivilisationskrankheiten" ständig schlimmer werden.
Kaum ein Mensch ist heute noch vollständig gesund, unsere technologische Entwicklung geht voran, aber körperlich verfallen wir immer mehr, das liegt nicht nur an der Pharmaindustrie sondern auch an der Überbevölkerung.



Klar tue ich das. Währen Urwaldbewohner so kerngesund, würde sie auch länger leben. Viele unserer Zivilisationskrankheiten tauchen erst auf, weil wir so lange leben und weil wir lange überleben auch wenn wir krank sind. Vor 200 Jahren hatten die Menschen noch kaum Alzheimer, weil sie eben selten so alt wurden. Jede Krankheit, die zu einem Arbeitsausfall geführt hat, war potentiell in ihren Folgeerscheinungen tödlich. Wer damals einen Bandscheibenvorfall gehabt hat, kam ernsthaft in Bedrängnis, heute gehört er schon zum guten Ton. Natürlich haben wir auch andere Krankheiten, aber doch nicht aufgrund von Überbevölkerung, sondern das sich unsere Lebensweise geändert hat. Überbevölkerung halte ich für einen Mythos und um mal den Verschwörungstheoretiker in mir zu wecken: Totalitäre Regime bevorzugen vergleichsweise kleinere Bevökerungsgruppen, die sind leichter zu handhaben und weniger gefährlich für sie. Nicht umsonst wird gemutmaßt, dass durch die Schweinegrippe AIDS und Co die Weltbevölkerung reduziert werden soll.




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« Zuletzt geändert: 29.08.09 um 14:55:17 von HighJump »  

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