Was Schule wirklich ist, wird deutlich, wenn man beleuchtet, was sie "auf gar keinen Fall" zu sein behauptet.
Zitat:Das Recht zur Errichtung von Schulen in freier Trägerschaft wird durch Artikel 7 Absatz 4 des Grundgesetzes ausdrücklich gewährleistet. Der hohe Rang der Gewährleistung (Art. 7 GG zählt zu den Grund- und Menschenrechten) resultiert aus der Erfahrung im Nationalsozialismus. Um eine Gleichschaltung der Bildung zu vermeiden, wird das Bestandsrecht von Schulen in freier Trägerschaft garantiert.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/PrivatschuleIch übersetze das mal weil der wichtigste Teil fehlt: Die jetzige Form der Schulpflicht wurde 1933 eingeführt, da man Schule als wichtiges Propagandainstrument erkannte.
Schule diente in erster Linie nicht der Bildung, sondern der politischen Gleic hschaltung der nächsten Generation durch Anerziehung bestimmter Eigenschaften (Hörigkeit gegenüber "Höhergestellten", widerspruchsloses Empfangen gewisser "Weisheiten" etc.)
Angeblich will man dies nun aber ganz ganz doll vermeiden.
Wie sehr das "gelingt" (bzw. wie ernst zu nehmen dieser "Vorsatz" ist), erkennt man auf der gleichen Seite etwas später:
Zitat:Wenn Privatschulen anerkannte Abschlüsse (zum Beispiel Abitur, Realschulabschluss, Wirtschaftsschulabschluss) vergeben wollen und/oder durch ihren Besuch die Schulpflicht erfüllt werden soll, dann handelt es sich um Ersatzschulen, deren Besuch den Besuch einer entsprechenden staatlichen Schule ersetzt. Ersatzschulen bedürfen einer eigenen staatlichen Anerkennung oder Genehmigung und sind der staatlichen Aufsicht unterworfen.
Wenn wir also die Gleichschaltung bzw. den politischen Mißbrauch von Schule als zu verhinderndes Element betrachten (was ja behauptet wird), dann sehen wir, daß der einzige Unterschied zwischen einer Privatschule unter staatlicher Kontrolle und einer staatlichen Schule in Wirklichkeit einzig darin liegt, woher die, zum Betrieb der Schule notwendigen Gelder kommen. Und der Rest ist pure Augenwischerei. Daraus folgert, daß das Regime eben nicht auf diese Propaganda-, und Umerziehungsanstalt verzichten will oder kann.
Ich weiß was das heißt und daß es ganau so umgesetzt wird. Ich war selber auf einer Privatschule ab der achten Klasse. Etwa einmal im Monat sbegutachten "Beamte" den Unterricht und wachen darüber, daß auch an Privatschulen Gehirnwäsche betrieben wird. Meine supertolle Schule hat das nicht mitgemacht....und wurde geschlossen.
Schule ist primär keine Bildungseinrichtung, sondern ein Umerziehungslager - eine Möglichkeit für den "Staat", gezielt Einfluß auf die Erziehung und somit Denkweise der Kinder zu nehmen.
Darauf ist Schule auch schon rein äußerlich bzw. vom Aufbau her ausgelegt. Große Klassen behindern das eigentliche Lernen, begünstigen aber die Gehirnwäsche.
Aus der Praxis kann ich auch nichts anderes berichten. Meine Tochter geht jetzt in die dritte Klasse. Was sie in den 2 1/2 Jahren gelernt hat, hat sie von meiner Frau und mir gelernt. In der Schule lernt sie so gut wie nichts, was auch auf die anderen Schüler zutrifft. Im Prinzip dienen Hausaufgaben nur dem einen Zweck, nämlich dem, daß sich Eltern die Zeit nehmen, den Stoff mit ihren Kindern durchzukauen. Wer dazu keine Zwit hat und sich keine Nachhilfe leisten kann - tja, dessen Kindern ist der schulische Weg bereits vorbestimmt.
Ich habe es schon tausend mal gesagt und sage es gerne wieder: In eine Demokratie gehört ein Recht auf Bildung und keinesfalls ein Zwang zur Schule.
Ich hatte dfas Beispiel Schulpflicht gewählt, weil es sehr gut die angessprochenen, miesen Prinzipien zeigt, nach denen Politik vorgeht. Schulzwang kennt hauptsächlich ein Argument: Bildung, Bildungsarmut und Bildungsnotstand. Daß die Schule diesen gar nicht bekämpft, wird gar nicht gesehen und auch nicht publiziert.
Gerne werden bildungsarme Zeiten als Paradebeispiel für Zeiten ohne Schule angeführt. Dabei "vergißt" man immer, daß es auch Zeiten und Orte mit hohem Bildungsstand - ganz ohne Schulzwang - gab und die Bildungsarmut (etwa im europäischen Mittelalter) eine gezielt forcierte Eigenschaft war, die nicht auf fehlende Schulpflicht zurückzuführen war.
Ein weiteres "bildungsarmes Paradebeispiel" wird auch immer wieder gerne in Form der Dritte-Welt-Staaten angeführt. Dabei hatten die vor der Zeit der Kolonianisierung ein extrem hohes Bildungsniveau. So lernte beispielsweise jedes nicht nur Kind was zum Überleben notwendig war, sondern auch gleich mehrere Dialekte (etwa gleichbedeutend mit mehreren Frendsprachen), die teilweise extrem kompliziert waren.
"Bildungsarm" sind diese Völker nur, wenn wir unsere "Bildung" als non puls ultra ansehen.
Das ist ungefähr so, als würden Marsianer kommen und den menschlichen Bildungsstand daranb messen, ob sie Marsianisch kann, oder nicht.
@werjo
Zitat:Simples Beispiel: 1+1=2 wahr oder falsch?
Hier wurde meines Wissens noch nie das Fundament der Mathematik angezweifelt.
Aber mal eine andere Frage: Der Mensch hat sich evolutionär aus dem Affen entwickelt. Richtig oder falsch?
Schwarze Löcher sind existierende Überreste großer Sterne. Richtig oder falsch?
Oder mal ein bißchen Gehirnwäsche:
Einstein war einer der größten Denker seiner Zeit. Richtig oder falsch?