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Datierungsmethoden (Gelesen: 1552 mal)
Azatoth
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Datierungsmethoden
28.03.11 um 18:32:59
 
Hallo,

kann mir jemand von euch erklären ob und wie Metall- und Steine bestimmt werden, die von Menschenhand bearbeitet wurden ?
Nach meinen Stand, kann man Metalle und Gesteine nicht im historischen Rahmen bestimmen, sondern nur über Jahrmillionen oder Jahrmilliarden. Und was letztendlich nichts darüber aussagt, wann sie von Menschenhand bearbeitet wurden.
Selbst ein hergestelltes Metallobjekt kann ja noch weit älter sein als die Beschriftung usw.
Von Gesteinen weiss ich, dass sie über Umwege bestimmt werden, nach den Schichten in denen sie gefunden wurden.
Kann mir dazu jemand kurz und knapp was sagen ?
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sequencer23
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #1 - 29.03.11 um 01:20:58
 
Auch in nicht-organische Stoffe kann biogener Kohlenstoff und damit Radiokohlenstoff gelangen, beispielsweise in geschmolzene Metalle oder mit anderen thermischen Verfahren gewonnene Werkstoffe. Das 14C-Alter zeigt dann den Zeitpunkt der Herstellung an, evtl. zuzüglich des Alters des verwendeten organischen Kohlenstoffs.

Durch den radioaktiven Zerfall nimmt die Menge von 14C mit der Zeit ab. Nach 10 Halbwertszeiten, das sind ca. 57.300 Jahre, liegt der Anteil unterhalb der Nachweisgrenze. Die Radiokohlenstoffmethode ist daher nur für jüngere Proben anwendbar. Für die Altersbestimmung erdgeschichtlicher Fossilien z. B. in Bernstein, Braunkohle, Steinkohle oder Diamanten, ist sie unbrauchbar.

---wiki

für metallobjekte, die durch verarbeitung entstanden sind könnte das gehen...

hast du ein artefakt gefunden?^^
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Azatoth
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #2 - 29.03.11 um 02:07:28
 
Erst mal danke für die Infos.
Nein ich habe nichts gefunden. Es geht um die gefundenen Silberrollen von Qumran mit der Mose Inschrift, die angeblich aus dem 7. Jahrhundert vor Christus stammen sollen.
Davon wird u.A. *hier* berichtet (etwa in der Mitte - "Ältester Bibeltext entdeckt!". Was ich Weiteres dazu fand, offenbarte auch nicht viel mehr, ausser, dass irgendwelche Spezialisten das Alter irgendwie ermittelt hätten.
Vielleicht gehts ja über die Tinte oder mit was immer die Dinger beschriftet wurden, wird ja nirgendwo gesagt. Das Metall kann ja deutlich älter sein, als die Schrift darauf.
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sequencer23
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #3 - 29.03.11 um 23:46:14
 
naja, die verwendeten metalle sind sicherlich viel älter, als die rollen selbst. die c14 methode würde in diesem fall das datum der herstellung der silberrollen relativ genau feststellen.

sie bestehen aus 99% silber mit 1% kupfer. mann berechnet anhand des radioaktiven zerfalls der kohlenstoffatome die bei der verarbeitung beigemengt wurden.

gab es nicht auch papierrollen, die in qumran in tongefässen gefunden wurden?
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Azatoth
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #4 - 30.03.11 um 05:06:32
 
Ich weiss nicht genau, wie du auf Kohlenstoff kommst.
Kanns mir nur denken, dass er indirekt über den Schmelzvorgang (Holz zum Anheizen) in das Material gelangt, bei dem Silber aus Kupfererz gewonnen wird.
Seh ich das richtig ?

Zitat:
gab es nicht auch papierrollen, die in qumran in tongefässen gefunden wurden?
Ja, hauptsächlich. Aber davon ist keine so alt, dass es was Besonderes ist. Dass die Silberrollen auf 700 vor Christus datiert werden, ist deswegen besonders, weil bibelkritische Theologen und Geschichtsforscher glauben, dass die Bücher Mose während oder nach der babylonischen Gefangenschaft geschrieben bzw. erfunden wurden, welche ja erst ca. 200 Jahre später endete.
Diese Silberrolle beweist zumindest, dass der Name JHWH (mit HERR übersetzt) schon davor in Gebrauch war. Auch ist es unwahrscheinlich, dass um diesen einen Vers auf der Rolle, irgendwann später die biblische Geschichte herum konstruiert wurde, denn dazu hätten die Schreiber nicht nur von der Rolle wissen müssen, sondern auch davon ausgehen müssen, dass sie irgendwann gefunden, analysiert und von Bedeutung sein wird usw. Das wäre aber wirklich extrem weit her geholt.
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werjo
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #5 - 30.03.11 um 14:52:20
 
glaube er verwechselt das mit Stahl wo Kohlenstoff beigemengt wird. Glaube net das bei Silber ausreichend Kohlenstoff vorhanden wird um eine Radiocarbonanalyse zu machen. Ich weiß auch nicht ob es bei Stahl wirklich funktioniert.

Es gibt zwar eingeschlossene Kohlenstoffatome die bei Verhüttung im Metall eingeschlossen werden aber die Anteile reichen für eine herkömmliche Radiocarbonanalyse in der Regel nicht aus.

Man kann angeblich die Proben im Teilchenbeschleuniger aufgereiten indem man gezielt die eingeschlossenen Kohlenstoffatome extrahiert. Aber da muss man mal eben Cern buchen und ich glaub das ist etwas teuer.

Bei sowas verlässt man sich dann eher auf Beifunde oder andere relative Methoden zur Datierung.
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Azatoth
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #6 - 30.03.11 um 22:43:23
 
Die Altersbestimmung fand spätestens im Jahre 2003 statt. War Cern da schon in Betrieb ?
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werjo
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #7 - 30.03.11 um 22:48:41
 
Ich glaube net das sich irgend ne Uni oder gar private Archäologen die Kosten leisten kann irgendwo nen Teilchenbeschleuniger zu buchen. Hab auch nur am Rande mitbekommen das es so möglich sein soll Radiocarbondatieren zu machen, wenn nur Spuren von Kohlenstoff vorhanden sind. Denke also net das die das auf die weise gemacht haben.
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Azatoth
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #8 - 30.03.11 um 23:23:32
 
Blöd ist ja, dass man überhaupt über das Wie spekulieren muss. In der Seite die ich verlinkt habe, steht ja, dass deutsche Theologen das Alter bezweifelten, und erst darauf hin diese genaue Untersuchung stattgefunden haben soll. Wenn man es schon ganz genau wissen will, ist es doch seltsam, wenn man anschliessend mit den Methoden so knausrig ist.
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sequencer23
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #9 - 31.03.11 um 00:54:23
 
@werjo: Zitat:
Aber da muss man mal eben Cern buchen...


nope.

heutzutage wird die sogenannte AMS methode verwendet, weil hiermit geringste mengen eines materials analysiert werden können (1mg).

hierbei kommt zwar ein beschleuniger zum einsatz, aber sicher nicht cern.^^

hier mehr dazu: http://home.arcor.de/elj-regelsbach/c14/files/ams.htm
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werjo
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Re: Datierungsmethoden
Antwort #10 - 31.03.11 um 01:10:32
 
das mit cern war auch nur ne übertreibung. Dort hatte man aber so wie ichs gelesen hat die technik entwickelt. Der Kostenfaktor bleibt aber immer noch. Aber gut zu wissen wies genau funktioniert. Mit Massenspektrometern hatte ich schon mal zu tun. Hatte net gewusst das man da noch nen Teilchenbeschleuniger drannhängen kann.
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