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antika (Gelesen: 16621 mal)
IloveUbabe
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Re: antika
Antwort #30 - 13.09.15 um 19:08:07
 
Ich hab da einen Teil des Inhalts des Clips in Bezug gesetzt. Ob man das nun für wahrhaftig hält, muss man halt selber einen Schluss sich draus machen.

Azatoth schrieb am 13.09.15 um 17:55:12:
Das Buch Henoch und das Buch der Jubiläen sind aber kein Teil der Bibel. Waren es auch nie. Was in der Bibel über Nephilim steht lässt sich ganz nüchtern und realisitisch betrachten.

Was war halt zuerst da. ISt die Bibel eine zusammengetragene Textsammlung oder das Wort Gottes. Die Überschneidung ist ja das interessante. Wenn man es als eine Quelle sieht, ist es die selbe Geschichte nur abgewandelt. Sind es verschiedene Quellen wären es unabhängige Aussagen zum selben Sachverhalt die ähnliches wiedergeben.

Azatoth schrieb am 13.09.15 um 17:55:12:
Die seltsam scheinenden Gestalten auf Assyrischen Abbildungen sind wahrscheinlich Affen. Für Menschen aus Mesopotamien waren diese völlig fremdartig und es geht bei den Darstellungen ja um Kriegsbeute aus fernen Ländern (in dem Fall wahrscheinlich Ägypten). Es gibt noch mehr Bilder, wo das deutlicher zu sehen ist.

...

Dazu gibts halt verschiedene Auffassungen. Die Deutung als Affen mag hinkommen. Wobei dann fraglich ist, warum der Elefant sehr realistisch abgebildet wurde, aber die Affen nicht - bzw auf der Schulter ja aber so "ungestalt" neben dem Elefant. Was die Bekanntheit angeht - Kann man spekulieren. Heimisch sind Affen im nahen Osten wohl nicht "mehr". Aber Indien liegt halt nun auch nicht so weit entfernt. Ich würde das wissen um Tiere nicht so fern sehen. Exotische Tiere wie Löwen usw. wurden auf die Wappen gemalt und gesehen haben wird wohl kaum einer Löwen selbst auf dem Zug nach Jerusalem in den Kreuzzügen. Mal davon ab gab es ja durchaus spätestens zur Zeit der Ägypter Handel bis in die entlegensten Orte (Bernstein von der Ostsee). Sprich abgekapseltes Denken, weil nicht heimisch = unbekannt, hält nicht hinreichend stand.
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kernspecht
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Re: antika
Antwort #31 - 13.09.15 um 21:26:22
 

Eines der bekanntesten Szenen aus der Bibelgeschichte wäre: David kämpft gegen den Riesen Goliath.
Möglicherweise ist das aber nur ein Gleichnis für einen hoffnungslos überlegenen Feind, der trotzdem besiegt werden kann...

Kann man sagen: Nephelim = Riesen, oder ist das zu einfach gedacht? Muss man diese sich als physische Wesen vorstellen?

Wie IloveUbabe bereits erwähnt hat, gab es ja Berührungspunkte in kultureller Hinsicht von Ägypten bis nach

Skandinavien. Daher lesen wir auch in der nordischen Mythologie, der Edda z.B. von Riesen.

Das ist natürlich nur ein schwaches Indiz, aber mal angenommen, es hätte solche Wesen in grauer Vorzeit tatsächlich gegeben, so erklärte sich evtl die Errichtung einiger seltsamer, monumentaler Bauwerke der Antike (die mit tonnenschweren Steinen aus völlig anderen, teilweise hunderte Kilometer entfernten Regionen) an bestimmten Stellen errichtet wurden.
Ob nun in Ägypten, oder in der monolithische Kultur des Nordens, an der Westküste des Atlantiks bis runter nach Cordoba.


cheers
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Re: antika
Antwort #32 - 13.09.15 um 23:58:05
 
kernspecht schrieb am 13.09.15 um 21:26:22:
Kann man sagen: Nephelim = Riesen, oder ist das zu einfach gedacht? Muss man diese sich als physische Wesen vorstellen?

Also so wie ich das verstanden habe ist alles was von der Kreation Gottes durch die gefallenen Engel verderbt wurde zu Nephilim geworden. Auf gut deutsch entartet. Riesen zählen da zweifellos drunter, aber auch anderes was heute wohl im Reich der Mythen liegt wird da drin sein. Sprich das ganze Ensemble aus Herr der Ringe könnte man sich hineindenken. Zumindest ist das die Meinung diese Bibelschwingers aus dem englischen Video. Von daher warum nicht. Die Odysee und anderes berichtet von Wesen die unserer Geist sich ausdenken mag. Aber warum soll es nur ein Produkt des Geistes gewesen sein.

kernspecht schrieb am 13.09.15 um 21:26:22:
Wie IloveUbabe bereits erwähnt hat, gab es ja Berührungspunkte in kultureller Hinsicht von Ägypten bis nach

Skandinavien. Daher lesen wir auch in der nordischen Mythologie, der Edda z.B. von Riesen.

Die Berührung der Kulturen oder besser gesagt der Wissensaustausch steht für mich außer Frage. Was die Übernahme von Mythologie angeht - warum nicht.

kernspecht schrieb am 13.09.15 um 21:26:22:
Das ist natürlich nur ein schwaches Indiz, aber mal angenommen, es hätte solche Wesen in grauer Vorzeit tatsächlich gegeben, so erklärte sich evtl die Errichtung einiger seltsamer, monumentaler Bauwerke der Antike (die mit tonnenschweren Steinen aus völlig anderen, teilweise hunderte Kilometer entfernten Regionen) an bestimmten Stellen errichtet wurden.
Ob nun in Ägypten, oder in der monolithische Kultur des Nordens, an der Westküste des Atlantiks bis runter nach Cordoba.

Selbst wenn "Riesen" beim Baum mitwirkten, so ist die Genauigkeitsfrage und die Frage nach der Komplexität damit nicht ausgeräumt. Es muss da eine Fertigungsgüte gegeben haben die außer Reichweite der heutigen Zeit liegt in der dafür beanspruchten Zeit.
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Re: antika
Antwort #33 - 14.09.15 um 00:16:43
 
IloveUbabe schrieb am 13.09.15 um 23:58:05:
Kann man sagen: Nephelim = Riesen, oder ist das zu einfach gedacht? Muss man diese sich als physische Wesen vorstellen?Also so wie ich das verstanden habe ist alles was von der Kreation Gottes durch die gefallenen Engel verderbt wurde zu Nephilim geworden. Auf gut deutsch entartet. Riesen zählen da zweifellos drunter, aber auch anderes was heute wohl im Reich der Mythen liegt wird da drin sein. Sprich das ganze Ensemble aus Herr der Ringe könnte man sich hineindenken. Zumindest ist das die Meinung diese Bibelschwingers aus dem englischen Video. Von daher warum nicht. Die Odysee und anderes berichtet von Wesen die unserer Geist sich ausdenken mag. Aber warum soll es nur ein Produkt des Geistes gewesen sein.


Schon richtig, nur müsste es in dem Fall dann auch historische Überbleibsel geben, alles was man hat, sind aktuell "Dinosauriersekelette".

Wobei keineswegs klar ist: Riesen müssen Menschenähnlich ausgesehen haben.

Genausowenig wie Dämonen oder deren äquivalent, die Engel/Cherubim unbedingt menschlich aussehen müssen...


cheers
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Re: antika
Antwort #34 - 14.09.15 um 00:25:04
 
kernspecht schrieb am 14.09.15 um 00:16:43:
Schon richtig, nur müsste es in dem Fall dann auch historische Überbleibsel geben, alles was man hat, sind aktuell "Dinosauriersekelette".

Es gibt ne Menge Fake-Skelette. Die Frage ist wie viele echte Skelette wurde so zu Fakeskeletten gemacht. Allein was an Artefakten in Museen liegt, wozu es wenn überhaupt mal ne kleinere Erwähnung in Regionalzeitungen gegeben haben könnte, und dann verschwand. Nicht zuletzt halt ich das für das verwerflichste am Menschen, das sie ihre eigenen Relikte zerstören wie in der heutigen Zeit die Moslems und im Mittelalter die Christen bei den Einheimischen in Amerika und so weiter.

kernspecht schrieb am 14.09.15 um 00:16:43:
Wobei keineswegs klar ist: Riesen müssen Menschenähnlich ausgesehen haben.

Humm. Nö. Also nicht mißverstehen. Wir denken sie würden menschlich ausgesehen haben, weil es uns nahliegt uns selbst als Maß der Dinge zu sehen und extrapolieren daraus das wenn menschliche Frauen Teil der Gleichung wären sollten Riesen so sein. Aber letztlich ist genau das halt nicht gesagt nicht bei der quasi nicht Beschreibbarkeit von Engeln. Also eine immer Regel gibts da eigentlich nicht. Das ist wie das Teilen durch Null - hat man an sich mit normaler Mathematik auch keine Chance ne Lösung zu erhalten.

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Re: antika
Antwort #35 - 14.09.15 um 01:04:09
 
In diesem Zusammenhang folgendes:
Sue, Dinosaurier Nr. 13

Der Dokumentarfilm erzählt von dem erbitterten Kampf um ein rund 65 Millionen Jahre altes, wissenschaftlich unschätzbar wertvolles Tyrannosaurus-Skelett. Ein Team um zwei Paläontologen entdeckte die Skelettteile im August 1990 in den Badlands von South Dakota. Zwei Jahre später begannen die zehn Jahre dauernden Auseinandersetzungen um die Eigentumsrechte.

Völlig unerwartet beschlagnahmten das FBI und die amerikanische Nationalgarde zwei Jahre später den Tyrannosaurier Sue. Damit begann ein erbitterter, jahrelanger Streit um die Besitzrechte an dem Fund. Unter Beteiligung der US-Regierung, großer Museen, von Indianern und wetteifernden Paläontologen entspann sich ein Kampf zwischen David und Goliath, bei dem den Wissenschaftlern, die Sue gefunden hatten, die Rolle des David zukam.

Peter Larson und sein Team kämpften um ihren Dinosaurier und wehrten sich verzweifelt gegen die Einschüchterungsversuche der Regierung. Der Konflikt dauerte zehn Jahre, und an seinem Ende sahen die Forscher nicht nur ihren Fund in Gefahr, sondern sie mussten plötzlich vor Gericht um ihre eigene Freiheit kämpfen.

http://www.arte.tv/guide/de/058831-000/sue-dinosaurier-nr-13

Jetzt kann man sich natürlich mal fragen, warum sofort das FBI dort auftaucht und alles sofort konfisziert!? Als müsste dort irgendein Staatsgeheimnis bewahrt werden, wovon die Öffentlichkeit nichts mitbekommen soll.

Und zwar sind die mit 35! FBI-Agenten dort angerückt, laut der Doku. Das deutet irgendwie darauf hin, dass dieser Fund dort schon auf einer Prio-Liste dieser Staatsbehörde gestanden haben muss, aus welchen Gründen auch immer...
denn sonst hätte man nur 1-2 Agenten hingeschickt, um mal zu gucken, was da los ist.

Mir persönlich gehen Dinosaurierthemen eigentlich eher auf die Nerven. Da ist zu vieles verklärt, und es gab zu viel Hollywood für meinen Geschmack.

Dennoch und grade deswegen könnte evtl doch mehr dahinter stecken, als man gemeinhin so glaubt...


cheers
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« Zuletzt geändert: 14.09.15 um 01:36:19 von kernspecht »  

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Re: antika
Antwort #36 - 14.09.15 um 06:56:36
 
IloveUbabe schrieb am 13.09.15 um 19:08:07:
Was war halt zuerst da. ISt die Bibel eine zusammengetragene Textsammlung oder das Wort Gottes. Die Überschneidung ist ja das interessante. Wenn man es als eine Quelle sieht, ist es die selbe Geschichte nur abgewandelt. Sind es verschiedene Quellen wären es unabhängige Aussagen zum selben Sachverhalt die ähnliches wiedergeben.
Die apokryphen Texte sind sicher nicht älter als der uns heute bekannte Kanon des AT, der in dieser Form auch im Judentum schon immer gültig war. Das Judentum korrespondierte da ganz bestimmt nicht mit irgendwelchen Christen und deren Konzilen.

Die letzte Schrift des AT ist das Buch des Propheten Malaechi, was auch im Talmud bestätigt wird :
Zitat:
"Our Rabbis taught: Since the death of the last prophets, Haggai, Zechariah and Malachai, the Holy Spirit [of prophetic inspiration] departed from Israel; yet they were still able to avail themselves of the Bath-kol."

Quelle : Talmud - Seder Nezikin - Sanhedrin 11a


Vollständige Schriften der genannten Apokryphen gibt es nur in äthiopischer Sprache und die Exemplare stammen aus dem Mittelalter. Die Qumran Funde beweisen imho gar nichts, da es nur Fragmente sind. Kann man sich hier anschauen : http://www.deadseascrolls.org.il/explore-the-archive/search#q=%27enoch%27+AND+sc...
http://www.deadseascrolls.org.il/explore-the-archive/search#q=%27jubilees%27+AND...

Aber auch bei den Datierung bin ich skeptisch, da das Alter des Schreibmaterials überhaupt nichts aussagt.  Ich hab hier unbenutztes Papier und Tinte im Regal welche schon vor über 20 Jahren gekauft wurden und immer noch funktionieren. Das Kaufdatum sagt aber auch nichts aus, da dir Resourcen aus denen es hergestellt wurde noch viel älter sind.

Ziemlich am Anfang des Buch Henoch steht ja eine Aussage die so ähnlich auch im Judasbrief des NT vorkommt und im Text selber Henoch zugeschrieben wird.

Zitat:
"Siehe, der Herr ist gekommen inmitten seiner heiligen Tausende, Gericht auszuführen wider alle und völlig zu überführen alle ihre Gottlosen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten Worten, welche gottlose Sünder wider ihn geredet haben"

Quelle : Elberfelder Bibel , Brief des Judas - Vers 14-15


Zitat:
"siehe, er kommt mit Myriaden Heiliger, um über alle Gericht zu halten, und er wird die Gottlosen vernichten und alles Fleisch zurechtweisen wegen all der gottlosen Werke, die die gottlosen Sünder begangen, und wegen all der heftigen Reden, die sie gesprochen, und wegen all dessen, was sie über ihn Übles geredet haben."

Quelle : http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/michael.luetge/Himmelsr.html


Das dumme ist nur, dass der Text des NT griechisch ist und die Qumran Fragmente vom Buch Henoch sind aramäisch. Ein paar unwesentliche griechische Fragmente soll es wohl geben, aber die sind auf der Webseite nicht aufgeführt unter "greek".

Auf der Wiki Seite zum Äthiopischen Henoch Buch wird angegeben, dass neben weiteren auch griechische Fragmente existieren. Diese haben aber nichts mit den Qumran Funden zu tun. Diese Texte stammen aus dem Mittelalter (Einleitung in das Alte Testament auf Codex Palopolitanus 817 klicken)

Der entsprechende Text des Codex Palopolitanus ist hier in Vers 9 einsehbar.

Man vergleiche das mit dem griechischen Text aus dem Judasbrief :
Zitat:
14 προεφητευσεν δε και τουτοις εβδομος απο αδαμ ενωχ λεγων "ιδου ηλθεν κυριος εν αγιαις μυριασιν αυτου
15 ποιησαι κρισιν κατα παντων και ελεγξαι παντας τους ασεβεις αυτων περι παντων των εργων ασεβειας αυτων ων ησεβησαν και περι παντων των σκληρων ων ελαλησαν κατ αυτου αμαρτωλοι ασεβεις"


Obwohl die Aussage weitgehend gleich ist, handelt es sich hier nicht um ein Zitat. Das sagt der Schreiber des Judasbrief ja auch gar nicht. Er sagt auch nicht, dass er sich auf eine bekannte Schrift bezieht. Wohl aber kennzeichnet er Henoch als Prophet, da er weissagte (prophezeite). Typisch für Propheten des AT war es vor dem Gericht über die Gottlosen zu warnen. Die Aussage im Judasbrief ist demgemäß so allgemein gehalten, dass er die für Propheten typische Warnbotschaft nur auf Henoch übertrug und daraus eine mögliche Warnung konstruierte. Die Ereignisse vor der Sintflut waren ihm ja durch das Buch Genesis bekannt. Da braucht es kein überliefertes Buch Henoch um sich selbst zusammen zu reimen was der mit Gott wandelnde Henoch über seine Generation gesagt haben könnte.

Am wahrscheinlichsten ist es daher, dass das Buch Henoch um die bekannten Aussagen des Bibelkanons herum gedichtet wurde, weil die Person Henoch und sein frühes Verschwinden schon immer Fragen offen ließen und ein Bedürfnis für Spekulationen weckte.

Zitat:
Dazu gibts halt verschiedene Auffassungen. Die Deutung als Affen mag hinkommen. Wobei dann fraglich ist, warum der Elefant sehr realistisch abgebildet wurde, aber die Affen nicht - bzw auf der Schulter ja aber so "ungestalt" neben dem Elefant. Was die Bekanntheit angeht - Kann man spekulieren. Heimisch sind Affen im nahen Osten wohl nicht "mehr". Aber Indien liegt halt nun auch nicht so weit entfernt. Ich würde das wissen um Tiere nicht so fern sehen. Exotische Tiere wie Löwen usw. wurden auf die Wappen gemalt und gesehen haben wird wohl kaum einer Löwen selbst auf dem Zug nach Jerusalem in den Kreuzzügen. Mal davon ab gab es ja durchaus spätestens zur Zeit der Ägypter Handel bis in die entlegensten Orte (Bernstein von der Ostsee). Sprich abgekapseltes Denken, weil nicht heimisch = unbekannt, hält nicht hinreichend stand.

So realisitisch sehen die Elefanten nun auch nicht aus. Ich denke weder Affen noch Elefanten waren völlig unbekannt. Elefanten kannte man aus Indien wahrscheinlich schon als Kriegselefanten. Aber diese und jene exotischen Tiere kannte man damals nicht wie wir heute die Tiere kennen. Wir sehen sie im TV, haben Lexikas und können in den Zoo gehen. Für uns sind die Anblicke nichts besonderes. Damals schon. Und daher verwundern mich verzerrte Darstellungen nicht.

Die dargestellten Scenen werden die Bildhauer nur aus dem Gedächnis heraus angefertigt haben. Falls überhaupt. Vielleicht haben sie selbst die Tiere nie gesehen, weil sie Künstler statt Soldaten waren. Unwahrscheinlich, dass sie während des Raubzuges live dabei in Stein meißelten.
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Azatoth
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Re: antika
Antwort #37 - 14.09.15 um 07:26:15
 
IloveUbabe schrieb am 13.09.15 um 23:58:05:
kernspecht schrieb am 13.09.15 um 21:26:22:
Kann man sagen: Nephelim = Riesen, oder ist das zu einfach gedacht? Muss man diese sich als physische Wesen vorstellen?

Also so wie ich das verstanden habe ist alles was von der Kreation Gottes durch die gefallenen Engel verderbt wurde zu Nephilim geworden. Auf gut deutsch entartet. Riesen zählen da zweifellos drunter, aber auch anderes was heute wohl im Reich der Mythen liegt wird da drin sein. Sprich das ganze Ensemble aus Herr der Ringe könnte man sich hineindenken. Zumindest ist das die Meinung diese Bibelschwingers aus dem englischen Video. Von daher warum nicht. Die Odysee und anderes berichtet von Wesen die unserer Geist sich ausdenken mag. Aber warum soll es nur ein Produkt des Geistes gewesen sein.

Also es ist eigentlich anders rum. Dieser ganze Fantasykram wie z.B. von Tolkiens Mittelerde und seinen Götterwesen basiert doch gerade eben auf diesen katholisch/heidnischen Mythen. Er war ja auch selber Christ und ließ sich von den Mythen inspirieren die ja auch heute noch in christlichen Kreisen verbreitet und ernsthaft geglaubt werden.

Das hebräische Wort Nephilim hat einfach die Grundbedeutung von fallen, runterfallen, auf dem Schlachtfeld fallen, aber auch von abfallen im Sinne von fremdgehen oder überlaufen. Da gibts ne Stelle bei Jeremia :

Zitat:
Jeremia 38:19 Da antwortete der König Zedekia dem Jeremia: «Ich fürchte die Juden, die zu den Chaldäern übergelaufen sind; man könnte mich ihnen ausliefern, daß sie mich verspotten!»


Könnt ihr hier hebräisch/englisch interlinear vergleichen : http://www.scripture4all.org/OnlineInterlinear/OTpdf/jer38.pdf

Die Söhne Gottes (Jesus wird ja auch als Sohn Gottes bezeichnet), sind halt vom Glauben abgefallen und benutzten ihre Fähigkeiten nicht mehr zum Wohle der Menschen, sondern nur noch zur Befriedigung eigener Bedürfnisse. Luther übersetzte damals Nephilim mit Tyrannen. An körperlich übergroße Wesen dachte er gar nicht. In der Septuaginta wir der Begriff Nephilim mit Gigantes übersetzt, aber bei diesem Wort dürfen wir nicht griechische Mythologisch denken, denn auch dort wird das Wort in der früheren Zeit nicht benutzt um Körpergröße auszudrücken. Erst später kommt es in diesem Zusammenhang benutzt und wird dann auch zum Synonym dafür. Die eigentliche Bedeutung war gewaltig oder rauh. Die Nephilim/Gigantes sind genau so wenig körperlich riesig wie Alexander der Große es war. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Charaktereigenschaft.

In 4. Mose 13, 25-33 haben wir genau den gleichen Fall. Wobei man hier beachten muss, dass der Text sagt, dass gewisse Kundschafter nur falsche Gerüchte über eine angebliche Übermacht im Lande Kanaan vebreiten. Aber selbst wenn man den Text im hebräischen genau liest, steht dort nichts von Riesen. Die deutschen Übersetzungen versuchen das aber mit besonderer Betonung sogar noch hervor zu heben, um diese Ansicht zu unterstützen, weil der hebräische Text dafür selbst nicht ausreichend ist.

Das gerade aus der Wüste gekommen Volk Israel steht nun vor den Toren mächtiger Kulturen und kam sich einfach nur mickrig vor, weil sie selbst fast nichts hatten ausser dem was sie am Leibe trugen. Zudem wohnten die Bewohner Kanaans oft noch auf hohen Bergen und waren stolz und hochmütig.

Also Riesen hin oder her, aber mit antiken Texten lässt sich das nicht beweisen wenn man genau hin schaut.
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Re: antika
Antwort #38 - 14.09.15 um 18:40:11
 
Azatoth wie ich schon schrieb sind die Ursprünge der Schriften nicht klärbar. Wer da abgeschrieben hat oder in wie weit sie aufeinander aufbauend entstanden sind. Das liegt im Dunkel. Es ist auch letztlich egal. Man hat effektiv nur zwei Möglichkeiten. Man tut es als Humbug ab oder glaubt daran.

Ja Tolkien hat seine "Phantasie-Welt" mit Wesen bevölkert die unterschiedlichsten Mythologien entspringen. Es ging mir eher darum aufzuzeigen, dass es eine Vorstellung von vielen Wesen gibt und eben da wird halt einiges zusammengetragen. Letzlich ist auch hier die Frage nach ausgedacht oder real. Die Frage muss halt jeder selbst für sich beantworten. Das wir Tolkin als Fantasie Geschichte handhaben besagt ja eben nicht das die Wesen auch nur Fantasie sind.

Azatoth schrieb am 14.09.15 um 07:26:15:
Die Söhne Gottes (Jesus wird ja auch als Sohn Gottes bezeichnet), sind halt vom Glauben abgefallen und benutzten ihre Fähigkeiten nicht mehr zum Wohle der Menschen, sondern nur noch zur Befriedigung eigener Bedürfnisse. Luther übersetzte damals Nephilim mit Tyrannen. An körperlich übergroße Wesen dachte er gar nicht. In der Septuaginta wir der Begriff Nephilim mit Gigantes übersetzt, aber bei diesem Wort dürfen wir nicht griechische Mythologisch denken, denn auch dort wird das Wort in der früheren Zeit nicht benutzt um Körpergröße auszudrücken. Erst später kommt es in diesem Zusammenhang benutzt und wird dann auch zum Synonym dafür. Die eigentliche Bedeutung war gewaltig oder rauh. Die Nephilim/Gigantes sind genau so wenig körperlich riesig wie Alexander der Große es war. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Charaktereigenschaft.

...

Also Riesen hin oder her, aber mit antiken Texten lässt sich das nicht beweisen wenn man genau hin schaut.

Was sagst du dann eigentlich zu der Geschichte von Goliath und David?
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Re: antika
Antwort #39 - 16.09.15 um 16:42:42
 
ich muss mal Quereinsteigen, verschiedene Thematiken bringen mich auf folgende Idee:

Unabhängig von den Bieblischen geschehnissen wa der Ort vor der angeblichen "Flut" nicht die Erde.
Der Krieg zwischen den ..( sorry ich brings noch durcheinander und nehme einfach) Gott und Teufel, wurde auf dem "Mars"? ausgetragen und vernichtete diesen fast.. aufgrund der Unbewohnbarkeit haben wir nun die Flüchtlinge der Alten zeit..

nur so nebenbei, ich les mir mal den Rest von euch durch Durchgedreht

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Salid
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Re: antika
Antwort #40 - 17.09.15 um 00:28:06
 
Oh weh, die Geister die du riefst werter Kernspecht Zwinkernd

am besten, oder besser gesagt lässt es mich schaudern diese ganze thematik zu durchdringen. Danke fürs graben Die Daten wurden zur aufarbeitung an den Reader gesendet^^

das sieht nach wochenlanger Lesearbeit aus - zu all dem Überdruss habe ich noch das Spiel "The Talos Principle begonnen" Hier geleitet Elohim zu dutzenden selbst "Denkende" Wesen durch den Garten nachdem Die Menschheit ausstarb..

Woher kommt denn das Bitte:
Die Zerstörung des Horusgeises in der -Moment stand nicht da- aber es muss die Chäops Pyramiede sein?!

und dann der Satz:

Hier zeigt sich, dass die von den Menschenzüchtern
begonnene 'Neuinszenierung der Geschichte' nicht
zu Ende,
sondern eine noch laufende Handlung ist!

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Re: antika
Antwort #41 - 17.09.15 um 07:53:18
 
IloveUbabe schrieb am 14.09.15 um 18:40:11:
Was sagst du dann eigentlich zu der Geschichte von Goliath und David?

Dass Goliath ein ziemlicher Brocken war, sagt der Text für mich unzweifelhaft. Das kann man der Wortwahl verschiedener Stellen vergleichen wenn von Goliaths Statur die Rede ist (1. Samuel 17,4) und Sauls Statur (1. Samuel 16,2 ; 1. Samuel 16,7) und der Maße der Arche (1. Mose 6,15).

Er war zwar groß, aber das hat noch nichts mit einem Geschlecht von Riesen zu tun. Beweisen möchten manche das gern, weil ja gesagt wird, dass Goliath ein Gathiter war und in Gath noch Kinder Enaks verblieben wie in Josua 11,22 beschrieben wird. Die Kinder Enaks wiederum werden ja in 4. Mose 13,33 mit Nephilim in Zusammenhang gebracht. Das kann Vieles bedeuten. Eine Abstammung des Geblüts von den Nephilim vor der Flut kann kaum gemeint sein, da diese ja spätestens in der Flut zu Grunde gingen. Der hebräische Ausdruck "ein Kind/Sohn des..." wird vielfältig benutzt, wie z.b. bei Davids Empörung "Kind/Sohn des Todes" (2. Samuel 12,5).

Wenn die Israeliten sich in 4. Mose 13,33 wie Heuschrecken vorkamen, muss das auch nicht auf die Größe bezogen sein. Das wäre ja nur ein Zirkelschluss weil die Übersetzer die Vokabeln in den Versen davor schon auf Körpergröße bezogen.

In 3.Mose 11,22 werden 4 Unterarten von einer bestimmten Gewürmart beschrieben. Die erste davon ist die Heuschrecke wie sie auch bei der Plage in Ägypten auftrat. Von dieser wird in Sprüche 30,27 gesagt, dass sie keinen König über sich haben. Die vierte Unterart ist das Wort was auch in 4. Mose 13,33 vorkommt. Es könnte also z.B. auch bedeuten, dass die Israeliten sich gegenüber den Kanaanitern bzw. den Söhnen Enaks wie ein regierungsloser Haufen von Streuern vor kam, der keine prachtvolle Kultur aufzuweisen hat. Und das war ja auch tatsächlich noch so als sie grade aus der Wüste kamen. Man sollte den Text mal nicht nur als literarische Fiktion auf Papier betrachten, sondern versuchen sich in die Menschen, wie sie dort im Kontext beschrieben sind, hineinzuversetzen.
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Re: antika
Antwort #42 - 17.09.15 um 22:41:58
 
Azatoth schrieb am 17.09.15 um 07:53:18:
dass Goliath ein Gathiter war und in Gath noch Kinder Enaks verblieben wie in Josua 11,22 beschrieben wird. Die Kinder Enaks wiederum werden ja in 4. Mose 13,33 mit Nephilim in Zusammenhang gebracht. 


Enak = Henoch? semantisch ja recht ähnlich...
Oder könnte Enak etwas mit dem von Erutan bezeichneten Enli/Enki - Konflikt zu tun haben?

Kann man die Gathiter geographisch und ethnisch zuordnen? Wer waren die??


cheers
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Re: antika
Antwort #43 - 18.09.15 um 10:06:10
 
kernspecht schrieb am 17.09.15 um 22:41:58:
Enak = Henoch? semantisch ja recht ähnlich...
Von den hebräischen Konsonanten her sind die beiden Namen völlig unterschiedlich.
Henoch = חנוך
Enak = ענק

Im anderen Kontext kommt ענק nur 4 mal vor im Zusammenhang mit Hals und bedeutet daher wahrscheinlich Kette, Amulett oder Geschmeide.


Zitat:
Oder könnte Enak etwas mit dem von Erutan bezeichneten Enli/Enki - Konflikt zu tun haben?
Eher nicht. Dazu hätten die Namen zu unterschiedliche Bedeutungen. Die Bibel sagt fast nichts über Enak. Ich vermute mal, dass dies gar keine Person war, sondern der Ausdruck Söhne Enaks ähnlich benutzt wird wie z.b. Kind des Todes.


Zitat:
Kann man die Gathiter geographisch und ethnisch zuordnen? Wer waren die??
In der Bibel wird Gath in der Küstenregion angesiedelt und das gehörte zum Reich der Philister. Die Gebiete werden immer nach Personen benannt und Gath war einer der 5 Fürsten der Philister (Josua 13,3).
Die Philister sind Nachkommen von Hams Sohn Mizraim (der hebräische Name für Ägypten) (1. Mose 10,6 & 13-14)
Die Philister sind die Palästinenser. Zumindest etymologisch Zwinkernd
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Re: antika
Antwort #44 - 18.09.15 um 17:10:15
 
...

Könnte Inanna (sumerisch) dann eine Nephelim/Riesin gewesen sein?


Es müsste auch erstmal klar werden, ob, wenn man von den Nephelim redet, wir hierbei über physische

Kreaturen nachdenken oder ob es sich hierbei um rein metaphysische/geistige Gestalten handelt.

Dann kann man in die jeweiligen Richtungen weitere Betrachtungen und Untersuchungen anstellen.

Anderenfalls wird alles irgendwie zu sehr vermixt und Dinge werden schwammig und nicht mehr genau definierbar.


cheers
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« Zuletzt geändert: 18.09.15 um 18:32:39 von kernspecht »  

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