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Hilfsorganisation gründen? (Gelesen: 1589 mal)
Dagobert
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Hilfsorganisation gründen?
26.08.11 um 22:02:41
 
Würd mich mal interessieren was ihr so von Organisationen haltet???

Mir persönlich wäre ja schon in den Sinn gekommen eine Organisation zu gründen, allerdings hab ich damit null erfahrung.

Vielleicht hat von euch ja jemand erfahrung damit
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« Zuletzt geändert: 27.08.11 um 22:55:16 von Arkas »  
 
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FurorTeutonicus
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Re: Organisationen
Antwort #1 - 27.08.11 um 01:04:19
 
Zitat:
Würd mich mal interessieren was ihr so von Organisationen haltet???

Von welchen Organisationen redest du?

Zitat:
Mir persönlich wäre ja schon in den Sinn gekommen eine Organisation zu gründen, allerdings hab ich damit null erfahrung.

Hälst dich ja ziemlich bedeckt, um was geht es in dieser Organisation die du gedenkst zu gründen?

Aber zur eigentlichen Frage, Erfahrungen kann ich dir leider keine mitteilen.
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Dagobert
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Re: Organisationen
Antwort #2 - 27.08.11 um 10:30:29
 
Ich mein Hilfsorganisationen

Es gibt zwar schon viele davon, aber leider sind meiner Meinung sollte man die meisten davon nicht zu unterstützen.

Ja was ich gern gründen würde??
In erster Linie will ich Kindern, Jugendlichen, Fraun und Asylwerbern unter die Arme greifen, was auch noch dazu kommt wäre, Eltern von geistig und/oder körperlich behinderten Kindern oder generell Leute die durchs sozial Netzwerk gefallen sind......was ja immer mehr werden.

Finanzieren sollte sich die ganze sache selbst.
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IloveUbabe
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Re: Organisationen
Antwort #3 - 27.08.11 um 21:28:22
 
mMn brauchst du da nichts neues zu Gründen.

Schau dich doch erstmal um nach Vereinen in deiner Region, z.B. beim Vereinsregister. Nach einem Tauschring oder karitativen Einrichtungen wie etwa Suppenküchen, Kleiderspende, Hilfswerkstätten oder Volkshochschulen,.. die meisten davon sind Regional verankert mit geringe Strukturellem Überbau. Wenn du Sachwertspenden machst, kannst du sie Zweckbestimmt abgeben. Wenn du also den bedürftigen Mitmenschen um dich helfen willst, musst du das Rad nicht unbedingt neu erfinden.

Im übrigen würde ich davon abstand nehmen Asylbewerbern unter die Arme zu greifen, da diese eh staatlich komplett versorgt werden, und wohl am wenigsten Hilfe benötigen, im Vergleich zu Kindern oder anderen Mitbürgern. Jeder Hartzer bekommt weniger Unterstützung als Migranten, ist einfach so, weil die `nen pol. Bonus haben, den leider auch einige überdeutlich ausnutzen.
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Ilum
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Re: Organisationen
Antwort #4 - 27.08.11 um 21:58:04
 
Kinder helfen die noch nicht auf eigenen Beinen stehen OK,
Eltern von geistig und/oder körperlich behinderten Kindern auch OK denke ich.

Aber denk dran unser sozi Netz ist ziemlich eng gestrickt, da fallen nicht viele durch.

Asylbewerber sollte man besser von vornhinein abweisen, sie sind fast immer nur eine Belastung
für unsere Gesellschaft die wir uns nicht leisten können und sollten, sie werden dazu oft zu Straftätern,
passen auch nicht in unsere (noch vorhandene) Kultur.

Wir wäre es mit der Unterstützung von geburt her deutschen Staatsbürgern, die ein Leben lang gearbeitet und i.d. Rentenkasse eingezahlt haben, und plötzlich durch irgendwelche Umstände arbeitslos sind und kurz vor dem nichts stehen?

Man sollte sich besser auf nur eine Art von Hilfsbedürftigen unterstützen, sonds wirds auf vielerlei Art unübersichtlich
und zu komplex.

Selbtfinanzierung ist natürlich optimal, die Frage ist nur wie, zumindest wird gerade i.d. Anfangszeit eine Menge
Kapital nötig sein.

Und IloveUbabe hat recht, es gibt bereits viele dieser Organisationen, und darunter sind bestimmt so manche
die nicht nur in die eigene Tasche wirtschaften.

Auf jeden Fall ist ein mächtiger Haufen Idealismus und Standkraft nötig wenn man so etwas wirklich durchziehen will.
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Dagobert
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Re: Organisationen
Antwort #5 - 27.08.11 um 22:16:29
 
Ja ich bin aus Österreich, und mit den Asylwerbern sieht es da gar nicht so gut aus,.....leider.

Ja sowas wie a Süppenküche hätt i sowieso vor.

im großen und ganzen such ich irgendwas was wurzeln schlägt, und was nicht darauf aus ist möglichst viel spendengelder zu sammeln.

Wie eine soziale Organisation wo möglichst wenig geld im spiel ist...jeder gibt was er kann

leider kann ichs noch nicht so genau erklären



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IloveUbabe
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Re: Organisationen
Antwort #6 - 27.08.11 um 22:33:52
 
Ilum schrieb am 27.08.11 um 21:58:04:
Asylbewerber sollte man besser von vornhinein abweisen, sie sind fast immer nur eine Belastung
für unsere Gesellschaft die wir uns nicht leisten können und sollten, sie werden dazu oft zu Straftätern,
passen auch nicht in unsere (noch vorhandene) Kultur. 

Nunja,... das sollte man schon etwas differenzierter Betrachten.

Asylbewerber werden ja nur unter bestimmten Gründen akzeptiert, besteht der Grund wie etwa Bürgerkrieg, oder pol. Verfolgung im Herkunftsland nicht mehr, sollten sie zurückkehren, tun sie aber meistens nicht und bleiben im sozialen Netz hängen. Nur die wenigsten bauen sich eine eigene Existenz auf, weil das zum einen schwer ist und zum anderen es ihnen auch leicht gemacht wird mit der Staatsunterstüzung so über die Runden zu kommen, wobei diese Form der Unterstützung meist sehr viel mehr Wohlstand bedeutet, als was sie in ihrer Heimat hatten. Das ist ja meist auch der Grund warum diejenigen die aus Asylgründen her kommen sich nur relativ schwer die neuen Kultur aneignen. Asylbewerber sollte man auch nicht mit wirtschafts Migranten ala Gastarbeiter oder illegalen Einwanderern verwechseln. Politisch verfolgte, sind zumeist auch "gebildete" Leute, die sich eher anpassen als tumpe Nüße, weil sie die Lage in der sie sich befinden eher für sich positiv aktiv gestalten wollen, als passiv abwartend darauf reagieren, wie es weiter geht.


Dagobert schrieb am 27.08.11 um 22:16:29:
Ja ich bin aus Österreich, und mit den Asylwerbern sieht es da gar nicht so gut aus,.....leider.

Ja sowas wie a Süppenküche hätt i sowieso vor.

im großen und ganzen such ich irgendwas was wurzeln schlägt, und was nicht darauf aus ist möglichst viel spendengelder zu sammeln.

Wie eine soziale Organisation wo möglichst wenig geld im spiel ist...jeder gibt was er kann

leider kann ichs noch nicht so genau erklären

Das wichtigste wäre wohl erstmal in der Nachbarschaft dich umzuschauen, in wie weit da Interesse besteht an einer solchen Aktion mitzuarbeiten,.. zusammen kommen da wohl mehr Ideen bei rum als allein. Und wenn ihr euch dann dazu durchringt so etwas aufzubauen, dann solltet ihr euch vielleicht erstmal Tips besorgen von schon existierenden Vereinen. Ich schätze mal auch Suppenküchen werden Internetauftritte haben Zwinkernd Notfalls mal beim ÖRK anfragen, die werden sicherlich auch weiterhelfen können.
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Dagobert
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Re: Organisationen
Antwort #7 - 27.08.11 um 22:51:47
 
Ja ich glaub auch das einfach mal ein herumfragen unter bekannten und Nachbarn das beste sein wird......Danke erstmal

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Arkas
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Re: Hilfsorganisation gründen?
Antwort #8 - 27.08.11 um 23:02:10
 
Hab den Titel angepasst, damit man gleich weiß worums geht.

Ich würde in solchen Zeiten Hilfe möglichst direkt anbringen Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarschaft. In der Regel muss man gar nicht so lange suchen bis man jemanden findet, der einen braucht.

Armen Menschen Geld hinterher zu werfen hat keinen Sinn, egal ob Cash oder Sachspende, es sei denn die Person ist wirklich völlig hilflos und das unverschuldet. In anderen Fällen nährt man mit "Hilfe" leider nur die Unfähigkeit sich selbst zu helfen. Das fängt an bei Mittagessen in der Schule für Kinder deren Mütter zu dämlich sind ein Butterbrot zu schmieren und ein paar Nudeln in die Pfanne zu hauen und hört in Afrika auf wo die Menschen vergessen haben wie sie früher mal Landwirtschaft betrieben haben.

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Fabs
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Re: Hilfsorganisation gründen?
Antwort #9 - 28.08.11 um 16:15:36
 
von den komenataren zum thema asylbewerber halte ich mich jetzt erstmal raus.
Zitat:
Das fängt an bei Mittagessen in der Schule für Kinder deren Mütter zu dämlich sind ein Butterbrot zu schmieren und ein paar Nudeln in die Pfanne zu hauen und hört in Afrika auf wo die Menschen vergessen haben wie sie früher mal Landwirtschaft betrieben haben.
beim ersten satz von dir Arkas stimme ich dir auch voll und ganz zu, ich arbeite in der sozielarbeit und merke nur zu gut wieviele junge eltern einfach zu dumm sind sich um ihre kinder angebracht zu kümmern und diese zu versorgen, aber den letzten satz von dir verstehe ich irgend wie nicht ganz und hätte den jetzt so auch nicht unbedingt von dir erwartet. wie kommste darauf? ich glaube weniger das die ernährungs probleme in afrika mit verlernten landwirtschaftlichen praktiken zu tun haben.

lieben gruß

Fabs
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Arkas
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Re: Hilfsorganisation gründen?
Antwort #10 - 28.08.11 um 17:59:29
 
Teilweise ist das der Fall, weil man von der traditionellen Landwirtschaft (=Selbstversorgung) auf die industrielle Version umgestiegen ist, also mit Dünger, Insektengift usw.. Das wurde den Menschen dort natürlich mehr oder weniger aufgedrängt, von wegen alles viel leichter blablabla. Das hat aber aus unterschiedlichen Gründen nicht funktioniert, zu wenig Erfahrung, zu wenig Kapital um schlechte Ernten zu überstehen usw..

Der Hauptgrund ist es nicht, da hast Du Recht. Das ist das Bevölkerungswachstum von ca. 100 Millionen auf 1 Milliarde in nur etwa 100 Jahren das ebenfalls nur durch das Eingreifen der Europäer verursacht wurde.
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IloveUbabe
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Re: Hilfsorganisation gründen?
Antwort #11 - 29.08.11 um 03:28:25
 
Arkas schrieb am 28.08.11 um 17:59:29:
Teilweise ist das der Fall, weil man von der traditionellen Landwirtschaft (=Selbstversorgung) auf die industrielle Version umgestiegen ist, also mit Dünger, Insektengift usw.. Das wurde den Menschen dort natürlich mehr oder weniger aufgedrängt, von wegen alles viel leichter blablabla. Das hat aber aus unterschiedlichen Gründen nicht funktioniert, zu wenig Erfahrung, zu wenig Kapital um schlechte Ernten zu überstehen usw..

Das stimmt nicht wirklich. Mit dem Kolonialismus der dann überging in den Imperialismus, ist der Lebensstandard in allen Kolonien gestiegen, bei vielen vor allem dort wo produktiv durch die gleichzeitig stattfindende Industrialisierung der Abbau von Ressourcen einherging. Allerdings ging das in Afrika weniger mit Mechanisierung und dann Automatisierung einher, sondern wurde Großteils über das Humanressourcen geleistet. Um das wiederum zu versorgen wurde die Landwirtschaft umgestellt und die Lebensmittelproduktion stark in ihrer Produktivität gesteigert.
Das Problem Afrikas besteht nunmehr darin, dass dann man eine solch große Anzahl an Menschen auch mit Infrastruktur und Verwaltung unterstützen muss um so etwas aufrecht zu erhalten. In nahezu allen Kolonien außer den deutschen wurde darüber hinaus so gut wie nicht ausgebildet in Sachen Verwaltung und Infrastrukturmaßnahmen, weil es vor allem die Briten und Franzosen nicht für nötig erachteten, sondern man setzte vorwiegend nur eigene Landsleute in die Struktur in der Verwaltung ein.
Mit der Unabhängigkeit, haben sich dann die meisten afrikanischen Staaten erst mal dem Unterdrückungssystem entledigt, also alle Zeichen der Verwaltung zerstört und die damit verbundene Infrastruktur. Und weil so wenig Bildung vorhanden war, kam es in der Folge schnell zur Unterversorgung der stark angewachsenen Bevölkerung deren Geburtenrate ja immer noch überdurchschnittlich ist. Wenn man jetzt noch mit einbezieht, das die Afrikaner zum Großteil als Regierungsform nur Herrschaft qua Diktatur kennen ist klar, dass die nicht ein System aufbauen, dass auf eine Verteilung der Ressourcen aufgebaut ist sondern darauf die Kontrolle über die Produktion zu bündeln, was indirekt die Mehrheit der Menschen ausschließt. Dies wiederum benötigt Zwang zur Unterdrückung in Form von Waffen, was auch die Hauptausgaben wiederspiegelt der meisten afrikanischen Staaten. Und schon hat man die Katastrophe.

Also unterm Strich nichts mit aufgedrängt, sondern nicht bereit das errichtete weiterzuführen.
Nichts mit zu wenig Erfahrung, viele Afrikaner haben auf Farmen gearbeitet, die Weißen wurden enteignet, aber die Farmen weiterzuführen waren sie nicht nur kaum in der Lage wegen zu wenig Bildung. Das dann wie in Südafrika beispielsweise die Regierung darüber hinaus Ungelernten Felder zur Bewirtschaftung gibt und diese den Boden binnen weniger Jahre vollkommen auslaugen veranschaulicht dann nur die Spitze des Eisbergs.

Aus dieser Trettmühle fällt nur ein kleiner Teil afrikanischer Staaten raus. Algerien durch seine starken "Verwobenheit" zu Frankreich und der übernahme des Bevölkerungsüberschuß nach Frankreich, was dort wiederum zu erheblichen Problemen führt. Südafrika durch die sehr lange "Beherrschung durch Weiße" und den gleichzeitig vergleichsweise hohen Industrialisierungsgrad und der vielen erschloßenen Rohstoffe wie auch in Botsuana. Libyen durch seinen Petro-Dollar-Komunismus unter M. Gaddafi und der Umverteilung der Gewinne auf die Bevölkerung sowie massive Infrastruktur Investition +Schaffung von Bildungsangebot. Marroko und Ägypten, Kenia sowie Tansania wegen des starken Tourismus und Länder die nicht ihre Infrastruktur zerklopft haben wie etwa Namibia.

http://de.wikipedia.org/wiki/Human_Development_Index

Zitat:
Der Hauptgrund ist es nicht, da hast Du Recht. Das ist das Bevölkerungswachstum von ca. 100 Millionen auf 1 Milliarde in nur etwa 100 Jahren das ebenfalls nur durch das Eingreifen der Europäer verursacht wurde.

warum das von Europäern vor allem in den letzten Jahrzehnten verursacht sein soll, ist mir ein Rätsel.
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Seda33
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Re: Hilfsorganisation gründen?
Antwort #12 - 30.08.11 um 09:17:10
 
Hallo Dagobert, das mit den Hilfsorganisationen ist ein sehr interessantes, aber auch unheimlich vielseitiges Thema.
Wichtig ist es, das du dir selbst klar wirst, was du konkret unterstützen willst und wie viel du bereit bist, an Zeit oder finanzieller Mittel zu investieren. Ich gebe Arkas und IloveUbabe Recht, dass es ratsam ist, sich zunächst bei etablierten karitativen Einrichtungen zu informieren. Hier besteht fast überall die Möglichkeit, unverbindlich zunächst über Ehrenamt etwas in die Materie "reinzuschnuppern". Aber auch im Umfeld muss man sicher nicht lange suchen, um auf privater Ebene Hilfsbedürftige zu finden. Allerdings kann man als "Neuling" in diesem Bereich auch viele Fehler machen.
Ich arbeite selbst in dieser "Branche" und habe auch ehrenamtlich in der Wohnungslosenhilfe mitgeholfen. Allerdings musste ich feststellen, dass man als "Einsteiger" sehr schnell auch de-illusioniert werden kann, wenn man nicht gut vorbereitet ist. Die gut gemeinte Hilfe wird leider nicht immer so angenommen, wie man es erwartet.

Beispiel: Mein Mann und ich hatten mehreren Wohnungslosen unter erheblichem persönlichen Einsatz Wohnungen/Appartements vermittelt und halfen ihnen auch bei deren Einrichtung. Kurze Zeit später dann die Ernüchterung: Die Wohnungslosen hatten ihre Behausungen an Drogenabhängige und Kleinkriminelle  "untervermietet" und lebten von den Mieteinnahmen weiterhin fröhlich auf der Straße weiter, während die ARGE die Miete bezahlte. - Tja, so kann es blauäugigen Anfängern ergehen ..
Manchmal wird oft übersehen, dass es nicht nur auf materielle oder finanzielle Mittel alleine ankommt. Das soziale Umfeld und eine sinnvolle Beschäftigung sind mindestens genauso wichtig. Im Nachhinein war es auch völlig logisch: Die Wohnungslosen hatten zwar ein Dach über dem Kopf, aber waren isoliert, denn die einzigen sozialen Kontakte, die sie besaßen, befanden sich nach wie vor auf der Straße. Man sieht, Geld alleine kann das Problem nicht lösen, obwohl alle das denken.

So hat inzwischen auch eine karitative Einrichtung den langfristigen Sinn der selbst betriebenen Suppenküchen kritisch hinterfragt. Es stellt sich die Frage, ob man mit Einrichtungen wie Lebensmittelausgaben, Suppenküchen oder Sozialkaufhäusern die Armut nicht noch weiter verfestigt. Dem Staat kann das nur Recht sein, denn der zieht sich somit immer weiter aus der Verantwortung zurück und verlässt sich auf Hilfsorganisationen oder Ehrenamtler.

Einer der Hauptgründe für diese Zustände liegt m. E. auch darin, dass unsere Regierung ihre Fürsorgepflicht fast ausschließlich auf Banken und Konzerne reduziert und deren Raubrittertum toleriert, anstatt diese für das Gemeinwohl des Volkes zu aktivieren. Letztendlich werden durch diese Verantwortungslosig- und Gleichgültigkeit gegenüber der Bevölkerung immer mehr Menschen "herangezüchtet", die nicht mehr in der Lage sind, ihren Lebensalltag selbständig zu bewältigen, geschweige denn, die eigenen Kinder zu erziehen. Langeweile und Perspektivlosigkeit sind, so glaube ich, das größte Übel. Hilfe zur Selbsthilfe hilft mehr, als nur das Geld spenden!

Du siehst, Dagobert, es gibt sehr viel zu tun, nicht nur in Afrika sondern auch vor der eigenen Haustüre. Ich wünsche dir viel Erfolg!

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Arkas
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Re: Hilfsorganisation gründen?
Antwort #13 - 30.08.11 um 20:03:27
 
@ IloveUbabe

Hab ich das nicht so geschrieben?  Laut lachend

Der erste Fehler war es, die Afrikaner nicht schrittweise auf Selbstverwaltung vorzubereiten, da hast Du völlig Recht. Mir gehts dabei weniger darum wer woran mehr Schuld hat, es geht nur darum Ursache und Wirkung zu erkennen.

Zitat:
warum das von Europäern vor allem in den letzten Jahrzehnten verursacht sein soll, ist mir ein Rätsel.


Hätten die Europäer nicht bei jeder Hungersnot geholfen sondern einfach mal ein paar Leute verhungern lassen, dann hätte sich die Bevölkerung und auch das Bevölkerungswachstum schon irgendwann an die Leistungsfähigkeit der dortigen Landwirtschaft angepasst.
Es macht doch keinen Sinn, einem Kind das Leben zu retten, damit es in 20 Jahren selber wieder 5 Kinder in die Welt setzt die dann natürlich wieder alle hungern.

@ Seda33

Zitat:
Einer der Hauptgründe für diese Zustände liegt m. E. auch darin, dass unsere Regierung ihre Fürsorgepflicht fast ausschließlich auf Banken und Konzerne reduziert und deren Raubrittertum toleriert, anstatt diese für das Gemeinwohl des Volkes zu aktivieren. Letztendlich werden durch diese Verantwortungslosig- und Gleichgültigkeit gegenüber der Bevölkerung immer mehr Menschen "herangezüchtet", die nicht mehr in der Lage sind, ihren Lebensalltag selbständig zu bewältigen, geschweige denn, die eigenen Kinder zu erziehen. Langeweile und Perspektivlosigkeit sind, so glaube ich, das größte Übel.


Diese unfähigen Menschen werden nicht dadurch herangezüchtet, dass der Staat sich Ihnen gegenüber gleichgültig verhält (tut er nicht, es muss keiner verhungern) sondern eben gerade durch die Unterstützung dieser Leute durch den Staat.



Wer in diesem Land arbeiten, seine Kinder vernünftig erziehen will und gleichzeitig auch noch ein wenig sparen will um fürs Alter/ für die Kinder etwas Vermögen anzuhäufen, der kann sich bei einem Durchschnittseinkommen nur 1-2 Kinder leisten. Werden es mehr muss man Abstriche machen.
Sicher, es gibt auch Grossfamilien die funktionieren ohne dass die Kinder verwahrlosen, aber das sind Einzelfälle in denen die Eltern einfach überdurchschnittlich viel leisten, der Durchschnitt bleibt dann eben lieber bei 1-2 Kindern stehen um nur ja nicht arm zu werden.

Diejenigen also, die dieses Land am Laufen halten und für sich selber und ihre Kinder eine materielle Grundlage für die Zukunft schaffen wollen bekommen eher wenige Kinder.

Wer aber schon Hartz4 ist und generell keine leistungsorientierte Einstellung zum Leben hat, für den ist ein weiteres Kind eben gerade keine Belastung und vor allem kein Armutsrisiko, weil der Staat ja für jedes weitere Kind zahlt.
Daher bekommen solche Leute mehr Kinder als die anderen. Diese Kinder wiederum sind natürlich von Anfang an gefährdet, genauso zu werden wie ihre Eltern und bei den meisten passiert das auch.

Dieser Trend verstärkt sich also immer weiter, während es in den 50ern und 60ern wohl nur relativ wenige Leute gab, die gleichzeitig arm und total unfähig waren sind es heute erschreckend viele.
Die einzige Ursache ist, dass diese Menschen keine negativen Konsequenzen mehr aus Ihrem Handeln erfahren. Einmal unten angekommen ist eben alles egal.


Die Lösung kann ja wohl nicht sein, den Menschen die arbeiten und sich nur 1-2 Kinder "leisten" Geld weg zu nehmen und es denen zu geben die erstens nichts tun und zweitens ihre Kinder nichtmal richtig erziehen. Das ist höchst ungerecht und verstärkt letzten Endes nur den Trend, weil der Staat natürlich selbst mit Unmengen von Geld nicht fähig ist, den Unfug auszugleichen, den diese Leute mit ihren Kindern treiben.


Zitat:
Hilfe zur Selbsthilfe hilft mehr, als nur das Geld spenden!


Geld für Menschen in Deutschland zu spenden hat überhaupt keinen Sinn, von seltenen wirklich aussergewöhnlichen Notlagen mal abgesehen.

Bevor ich einem Obdachlosen 5 € spende lass ich ihn doch lieber für 5 € meinen Rasen mähen. Für mich ist der Vorteil, dass ich jemandem helfen konnte der Geld braucht und gleichzeitig noch etwas dafür bekomme. Für ihn ist der Vorteil, dass er Geld bekommt und gleichzeitig eine Beschäftigung hat, sich an Arbeiten gewöhnt und die Erfahrung macht, dass er tatsächlich etwas tun kann um sich selbst zu helfen, dass er tatsächlich irgendwo gebraucht wird.
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Dagobert
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Beiträge: 95
Re: Hilfsorganisation gründen?
Antwort #14 - 30.08.11 um 20:04:58
 
@seda33

Ja ich meine das wir das ähnlich sehn, und dein Beispiel find i sehr interessant, zwar blöd wenns die passiert ist aber doch sich sehr interessant zu beobachten.....

Seda33 schrieb am 30.08.11 um 09:17:10:
So hat inzwischen auch eine karitative Einrichtung den langfristigen Sinn der selbst betriebenen Suppenküchen kritisch hinterfragt. Es stellt sich die Frage, ob man mit Einrichtungen wie Lebensmittelausgaben, Suppenküchen oder Sozialkaufhäusern die Armut nicht noch weiter verfestigt. Dem Staat kann das nur Recht sein, denn der zieht sich somit immer weiter aus der Verantwortung zurück und verlässt sich auf Hilfsorganisationen oder Ehrenamtler.


Find ich jetzt auch interessant und seh das auch so, aber wenn neben Suppenküchen und Sozialkaufhäusern noch Hilfeleistungen und Information angeboten wird wie man sich selbst helfen kann ohne hilfe in anspruch nehmen zu müssen.
Wäre vielleicht auch ein interessanter Punkt wo man ansetzten kann.

Seda33 schrieb am 30.08.11 um 09:17:10:
Langeweile und Perspektivlosigkeit sind, so glaube ich, das größte Übel. Hilfe zur Selbsthilfe hilft mehr, als nur das Geld spenden!


Naja eben Geld löst da keine Probleme, wenn das nur kurzfristig.

Doch is interessant, danke!
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