IloveUbabe schrieb am 13.04.12 um 11:17:43:Die Regierung der USA ist vertraglich gebunden zur Errichtung des Staats Israel und daraus abgeleitet auch dessen Erhalt, sonst müssten sie ihn ja wieder schaffen. Siehe auch Balour Erklärung.
Das hatte ich ja gar nicht bestritten. Nur wären die USA alleine dazu gar nicht in der Lage und sind es zunehmend immer weniger. Mir geht es darum, daß deutlich wird, daß es nicht nur um die USA geht, sondern um einen großen Teil der Welt.
IloveUbabe schrieb am 13.04.12 um 11:17:43:Insoweit bleibt den Amerikanern gar nichts anderes übrig, als ihre schützende Hand über Israel zu halten, sofern sie nicht bindende Zusagen brechen wollen.
Ich weiß, daß international grundsätzlich andere Regeln gelten, als als nationalen Ebenen. Meist gelten gar keine Regeln. Die nationalen Regeln beinahe aller Staaten dieser Erde kennen jedoch so etwas wie Nichtigkeitsklauseln bei Verträgen. Das bedeutet, daß man bestimmte Regeln nicht einhalten muß, selbst wenn sie im Vertrag stehen und man den Vertrag unterzeichnet hat. Manche Nichtigkeit in Verträgen kann auch das gesamte Vertragswerk gefährden bzw. unwirksam machen.
Eine Nichtigkeit ist u.a. dann gegeben, wenn die Erfüllung einer Vertragsklausel zwingend mit einer Strraftat einher ginge. Dazu gehört auch, daß ich etwas verspreche oder vertraglich zusichere, das mir gar nicht gehört oder daß ich mir erst völkerrechtswidrig (und dieses Gesetz ist eine der wenigen, tatsächlichen Regeln internationaler Gesetzgebung) aneignen müßte.
Die USA könnten also sehr wohl von jeglichen Verträgen dieser Art zurück treten. Sie könnten das selbst dann, wenn es sich um einen rechtgültigen Vertrag handeln würde. Die USA haben schon andere Verträge gebrochen und was sollte ihnen außerdem geschehen?
Sollte die FED ihnen den Geldhahn zudrehen? Die USA könnten sich auch dieser Institution entledigen.
Worauf ich hinaus will: Die USA handeln meiner Ansicht nach nicht deshalb so wie sie handeln, weil sie sich dazu vertraglich verpflichtet sehen, sondern aus der Überzeugung ihrer Politiker heraus. Und jene Politiker gibt es nicht nur in den USA, sondern auch in England, in Frankreich, in Porugal, in Deutschland, in Kanada, in Australien, in Neuseeland, in...in...in...die Liste würde die Anzahl zulässiger Zeichen sprengen.
IloveUbabe schrieb am 13.04.12 um 11:17:43: Der Staat ist nicht "legitim" aus der Bevölkerung der Region entstanden sondern ein völkerrechtliches Konstrukt, dass von anderen Staaten anerkannt wurde (bzw. deren Regierungen also nicht unbedingt den Bevölkerungen).
Das ist aber jetzt nichts Ungewöhnliches. Ich erinnere mich, daß sich beim ersten Jugoslawienkrieg (Serbien gegen Kroatien), viele Staaten auch beeilten, die Teile Serbien und Kroatien als zukünftig eigenständige Staaten anzuerkennen und somit zu legitimieren. Da wurde das Volk auch nicht gefragt.
Im Falle Israels kommt nur hinzu, daß die dort angestammte Bevölkerung durch die "Staatsgründung" vertrieben wurde und eine art Apartheitsregime etabliert wurde, das logischerweise nicht im Frieden enden kann, zumal Israel umgeben ist von den "Freunden" derer, die durch den Staat Israel zu Schaden kamen und kommen.
In dem Moment, wo sich die israelfreundlichen Politiker von Israel (und da reichen die USA nicht aus) abwenden, ist dieser Staat Geschichte. Er wird innerhalb eines Tages geschluckt und es würde Frieden herrschen und Ruhe einkehren.
Doch damit es dazu kommen kann muß es erst einmal möglich sein, die Politiker, die dieses Apartheitsregime weltweit unterstützen, abzusetzen.