Zitat:Dazu kommt noch ein kleines unauffälliges Problem: Bulk-Käufe. Es geht nicht jedes Familienmitglied einzeln für sich einkaufen sondern meist wird mehr für mehrere Personen eingekauft, dann wird was vergessen und das bringt einem die Nachbarin mit. Dadurch wird eine nicht unerhebliche Unschärfe erzeugt, insbesondere sobald auch nur ein einziger Verkäufer einen defekten Leser an einer Kasse platziert hat, oder ein Produkt nicht auslesbar ist. Das kann leicht der Fall sein wenn man etwas metallisches kauft, dadurch wird das Feld stark beeinträchtigt.
Anders ausgedrückt: RFID ist eigentlich genauso gefährlich wie die EC Karte. Mehr aber auch nicht. Das was meist hinterherphantasiert wird ist aus unwissenheit oder verfolgungswahn entstanden. Der Aufwand um ein Bewegungs-Profil mit RFID zu erfassen ist hier das beste Beispiel.
Die Unschärfe wird elemeniert durch Suchalgorhytmen in der Relation zu anderen Datenbanken. Wer glaubt alle Datenbanken dieser Welt seien datenschutztechnisch alleinstehen, glaubt auch, dass die Welt eine Scheibe ist. Nachrichtendienste und jedem dem es nützt werden Zugriff dazu bekommen und die Daten verknüpfen, wenn es für Sinn macht, mal davon ab, dass es genug hirnbefreite gibt, die bereitwillig ihr Leben in Datenbanken einpflegen.
Ja es ist ähnlich dem Zusammenhang der Kreditkarten, aber ein nicht unerheblicher Teil der Gesellschaft bevorzugt "zum Glück" noch das Geld als Tauschobjekt und die konnte man bisher nicht zuordnen. Darüber hinaus ist eine totale Überwachung auf alle Einzelpersonen nicht möglich und zum Teil nicht nötig aus Sicht der Informationsgewinnung. Was wichtig ist, ist was unten raus kommt (H. Kohlzitat wie ich mich dafür schäme), also wenn es ein Interesse gibt eine Person und ihre öffentliche Wahrnehmung aus welchem Grund auch immer zu beeinträchtigen. Klar macht RFID erstmal wenig Probleme, aber man darf nicht den Zusammenhang verachten.
Am besten wird das an einem Beispiel deutlich, was nur konstruiert ist:
Jemand der zum Beispiel in einem hohen Amt sich gegen das System ausspricht ist Staatsfeind und muss diskreditiert werden, bevor er seiner Stellung enthoben werden kann, sonst kommt der öffentliche "Unmut". Und es wird erst sichtbar aus der Perspektive von ganz weit oben.
Als die Menschheit anfing nicht mehr rumzuziehen und urban zu werden, tat sie das aus dem Grund, weil es bequemer war, allerding ergab sich dadurch eine örtliche Bestimmtheit von Gütern zu deutsch Reichtum. Der wurde in Folge geschützt erst vor der Natur indem man Häuser baute um Korn drin aufzubewahren. Später mit Mauern um die Gemeinden damit der Besitz vor Neidern anderer Gemeinschaften sicher war (der Mensch ist dem Mensch sein ...). Der Zuspruch des Besitzes erzeugte Eigentum und begründet die Herrschaft, aus der Formalität heraus, dass jemand kurzfristig entscheiden muss, wie man sich schützt (Verteilungskampf beginnt spontan und kann nicht mit Gremien ewig lang ausdiskutiert werden, vor allem in Notsituationen, wenn es zum Beispiel die Verteilung von Lebensmitteln betrifft). Eigentum zu schützen ist also zivilisatorisch ein Bedürfnis für Gemeinschaften der Moderne die Sesshaft zusammen Leben. Im Umkehrschluss ist das Recht auf Eigentum defakto ein Vertrag innerhalb der Gemeinschaft, den sich niemand traut zu brechen ohne sich der Gefahr auszusetzen aus der Gemeisnchaft ausgeschlossen zu werden. Um also jemand hart ans Bein zu pinkeln muss man ihm so zu sagen am besten Nachweisen, das er gegen die gemeinschaftliche Konvention des Eigentums verstößt, den dass kann auch ein Primitivling nachempfinden.
Dafür nimmt man zum Beispiel aktuell ACTA um nachzuweisen, dass er Urheberrechtliches Material sich angeeignet hat. Nun war derjenige im hohen Amt aber "klug" genug augenscheinlich kein solches Vergehen sich nachweisen zu lassen. Also sind elektronsiche Fakten die leicht zu erhaschen im "Verbogenen" sind mal ausgeschlossen. Infolge dessen muss man also auf etwas physisches hinaus. Wenn derjenige also seine Transaktionen nicht mit elektronischem Geld zum Tausch gegen Güter macht, braucht man eine indirekte Variante über den Nachweis von Geld und damit Eigentumsverteilung/übergang zu verfolgen.
Kauft derjenige also nicht mit der EC-Karte seine Kernseife und sein Reinigungsprodukt oder den Kunstdünger für seine kleine autarke Parcelle, muss man ihm den Kauf andersweitig nachweisen, soll er zum Terrorist gemacht werden. Hierfür ist nun RFID im Sinne der Verfolgung des Warenstroms ein schickes Hilfsmittel, weil es den physischen Warenstrom abbildet und in elktronischer Sprache in Datenbanken hinterlegbar macht und damit algorhytmisch auswertbar. Würde er über externe Quellen etwa Geld bekommen und dieses nicht versteuern, jedoch über einen Zeitraum mehr Geld ausgeben durch Warenkauf als er eigentlich öffentlich sichtbar verdient, kann man sugerieren er würde "krumme" Geschäfte machen. Oder er würde Steuern hinterziehen.
In dem Sinne ist RFID nur ein weiteres Mittel also einer der vielen Wege die nach Rom führt. Nur verdeckt durchs Hintertürchen und nicht ersichtlich, weil seinem konkreten Zusammenhang in der realen Welt durch Digitalisierung beraubt.