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Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität (Gelesen: 4153 mal)
Ilum
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Lübeck
Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
07.02.16 um 22:41:44
 
Ich mache mir schon seit meiner Jugend Gedanken woher ich komme, warum ich hier bin und wohin ich gehe.
Ein Thema was damit zusammen hängt ist der freie Wille und die eigene Existenz bzw. Realität und wie weit diese gehen oder ob sie überhaupt existieren.
Hin und wieder habe ich ja im Forum bereits einiges über dieses elementare Thema abgelassen.

Vor kurzem habe ich über Sat-Chit-Ananda ein ausführliches Interview mit Alexander Wagand gesehen das genau diese Thema ausführlich behandelt.
Hab das Interview hier zusammenfassend niedergeschrieben da es sich so besser nachvollziehen läßt wie ich finde. 
Es sowieso schwer genug dies alles in Worte zu fassen gerade weil es paradox erscheint.
Das Interview sollte man sich natürlich trotzdem anhören
Dieses Thema kratzt in Alexanders Darstellung schon am eigenem Ego wenn man sich drauf einläßt,
aber eigentlich nur dann wenn man es oberflächlich betrachtet.

Interview:
https://www.youtube.com/watch?v=xqQUgtJ1BQI

Der freie Wille ist von vornherein schon beschränkt durch Krankheit, Tod und andere Umstände und Begrenzungen.
Beispielsweise kann ein 1,50m großer Mensch kaum ein Handball-Superstar werden.

Wissenschaftler haben herausgefunden das die Entscheidung etwas zu tun bereits meßbar vorhanden bevor man sie sich bewußt macht. Man erklärt sich sozusagen im Nachgang das es die Absicht war etwas zu tun. Es handelt sich hier um eine Zeitdifferenz von Millisekunden.

Selbst wenn das Höhere Selbst in diesem Sinn die Fäden zieht ist man als materieller Mensch eingeschränkt.

Es muß mehr noch die eigene Identität in Frage gestellt werden, das ich als getrenntes Wesen existiere. Die Erfahrung als Mensch in der eigenen Rolle auf diesem Planeten wird normalerweise nicht in Frage gestellt. Sie ist aber nur eine Illusion.
Die eigene Existenz findet gar nicht statt, sie ist ein Erscheinen in einem "Alles Was Ist", in einem großen Zusammenhang ohne Raum und Zeit, was letztendlich als Schöpfergott zu bezeichnen ist (nicht zu verwechseln mit Gott oder den Göttern im AT).
In diesem göttlichen Raum taucht alles auf. Und ein Teil was dort erscheint führt dazu das Identifikation stattfindet, und diese sich anscheinend in einer eigenen Realität wahrnehmen läßt.

Tatsächlich ist man selbst der Raum in dem all das existiert.
Somit sind wir / bin ich ein Teil vom Schöpfer- Gott.
Gleichzeitig erscheine ich in ganz verschiedenen Facetten, allerdings bin ich in diesen unterschiedlichen Facetten nicht ein Aspekt, sondern bin alles.
Die Identifizierung mit dem Aspekthaften (somit also mit sich selbst als Facette in diesem Leben) ist eine Illusion,
da ich alles bin: das Göttliche, seit eh und je.
Die Facette die meint sie kann beeinflussen glaubt sie ist als diese vorhanden. Es ist allerdings nichts vorhanden was außerhalb von dem was "alles was ist" umfaßt sein kann, weiß es nichts außerhalb gibt.
Das was man wirklich ist, die wahre Natur, ist allumfassend, immer und in jeder Form, ohne Anfang und ohne Ende. Die jetzige menschliche Natur präsentiert sich nicht als die wahre Natur.
Das wahre Wesen ist das in dem diese Facetten und Aspekte statt finden und erscheinen.
Gedanke und andere Menschen beispielsweise existieren auch nicht, es gibt nur mich.
Gedanken erscheinen in dem "alles was ist", sie werden als unsere spezifischen Gedanken dargestellt und angenommen.
"in dem was ist" taucht alles auf was ist, alles was es gibt, wie Gedanken und Identifikation.
Es hat aber nichts mit meinem wahren Wesen zu tun. Wir erfüllen es nur mit Bewußtsein, gehen dort hinein und füllen es mit dem was wir in Form von Leben wahrnehmen.
Das ist das was man Leben nennt.

Somit hält eine Identifikation einen in Bewegung, beispielsweise den Drang etwas zu tun damit ich etwas erreiche, damit ein Wert entsteht - was in diesem Sinn absurd ist.
Die Vorstellung aktiv das Leben zu verändern, andere zu verändern, weil ich ja den freien Willen habe, ist nicht real und unnötig. Dies führt zu Verwicklungen, zu Streß usw. weil man gegen ankämpft was ist.
Wenn man seinen Vorstellungen nach etwas verändern zu will, dann hat das immer mit Veränderungen in der Zukunft und in der Vergangenheit zu tun.
Denn alles was ist ist im Jetzt, und im Jetzt können wir nichts ändern.
Im Konflikt zu sein mit "dem was ist"  bringt einen in einen Kampf den man nicht gewinnen kann.
Denn ein kleiner Ausdruck meines wahren Wesens, mein jetziger Aspekt, der nicht mal existiert meint Einfluß zu haben - das ist nicht möglich.
--> Sein nicht Tun.

Der Tod ist die größte Konfrontation mit der Hybris des freien Willen, dieser endet vermeintlich an dieser Stelle.
In anderen Kulturen wird er nicht zur Polarität zum Leben, sondern zur Geburt gesehen, als Durchgangsstation.

Das ganze Universum findet in einem statt.
Dinge erspüren, annehmen, sich nicht damit identifizieren, beobachten. Manches kann so leichter wieder aus dem Leben verschwinden.

Schöpferisches ist auf unser Ebene aus den obigen Gründen direkt nicht möglich.
Auf der nächsten Ebene wird was dort als Aspekt wahrgenommen wird nicht mehr getrennt wahrgenommen von dem was ich eigentlich bin. Damit ist schöpferisches möglich.
Das Schöpferische ist jetzt auch schon da, es findet statt, aber wird von mir anders wahrgenommen wenn ich mich aus meiner identifizierten Rolle heraus beobachte und begreife.


Sat-Chit-Ananda:
https://sat-chit-ananda.org/
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Hagall
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #1 - 07.02.16 um 23:30:52
 
Ilum schrieb am 07.02.16 um 22:41:44:
Die Vorstellung aktiv das Leben zu verändern, andere zu verändern, weil ich ja den freien Willen habe, ist nicht real und unnötig. Dies führt zu Verwicklungen, zu Streß usw. weil man gegen ankämpft was ist.


Würde ich HartzIV kassieren würde ich das nächstes Mal der Betreuerin am Arbeitsamt erklären  Laut lachend

Aber im ernst: freien Willen halte ich auch für Einbildung die eigene Identität aber nicht. Ich glaube an die Vorsehung als Ergebnis dessen das alles was existiert in gegenseitiger Wechselwirkung aufgrund genetischer Bestimmtheit tut.

Entscheidungen werden zwar als frei empfunden sind es aber nicht da eine andere Entschiedung als die getroffene zu treffen praktisch nie möglich ist.




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IloveUbabe
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #2 - 08.02.16 um 20:32:57
 
Hagall schrieb am 07.02.16 um 23:30:52:
Entscheidungen werden zwar als frei empfunden sind es aber nicht da eine andere Entschiedung als die getroffene zu treffen praktisch nie möglich ist.

Das ist wohl so. Aber nichts desto Trotz ist der Ausgang einer Handlung nicht vorhersagbar.

Fallbeispiel: Wenn du einen Künstler bittest ein Objekt aus Ton zu erschaffen, dass eine bestimmte Form haben soll, ist eben nicht vorhersehbar wie der Endzustand sein wird. Sprich es mag zwar klar sein das aufgrund dessen wie der Künstler sein Kunst macht er in Tendenzen aus seinem bisherigen schöpferischen ähnliches kreiert, nichts desto trotz wird etwas neues dabei herauskommen.

Oder um es mal mit "Kunstrichtungen" zu versuchen. Die abstrakte Kunst wie etwa Konstruktivismus gab es im so genannten Mittelalter und zuvor in der Art nicht. Dennoch haben wir sie heute. Da hat sich also etwas geändert. Und diese Änderung ist nur dann möglich wenn es einen Freiheitsgrad jenseits von Vorbestimmung gibt. Sicher kann man auch eine Verkettung annehmen die in winzigen Schritten sich dazu Auswuchs das Künstler immer abstrakter malten - nur erklärt das dann immer noch nicht wie es selbst bei diesen Einzelschritten dazu gekommen ist.

Ich will auch mal noch eben das hier einbringen:
Zitat:
In another similar study, two teams from Australia and Britain did an experiment with face recognition.  They created a photo image with over a hundred faces in it, big ones, small ones, faces within faces etc. then asked people to point out as many faces as they could find within an allotted time.  Because they were so well hidden a control group of several hundred Australians could only see about six to ten faces total.  Then back in England, the other team of researchers showed a group of volunteers the picture on a closed-cable BBC TV station with a narrator pointing out one-by-one every single face.  A few minutes later the Australian team repeated the experiment with several hundred more volunteers ready and waiting.  Amazingly, this time most people were able to find not just a few, but the majority of faces within the allotted time limit!  What could account for this other than some mechanism like Jung’s collective memory or Sheldrake’s morphic resonance?  The typical “DNA” explanation is insufficient.

http://ericdubay.blogspot.de/2013/03/rupert-sheldrake-and-hundredth-monkey.html

Das Experiment zu deutsch. Es geht um Gesichtserkennung. Dazu wurde ein Bild mit vielen darin "versteckten" Gesichtern angefertigt. Es gab eine Kontrollgruppe in Englang als auch Australien . In beiden Ländern ergaben sich zuerst einmal gleich viele Leute die etwa ähnlich viele Gesichter im Bild entdeckten in einer bestimmten Zeit. In der zweiten Stufe wurde in einem geschlossenen BBC TV Sendung das Bild den Zuschauern gezeigt und ein Moderator veranschaulichte nach und nach jedes einzeln darin enthaltenes Gesicht. Ein paar Minuten nachdem die Sendung im britischen Fernsehen gelaufen war wurde das Experiment in Australien mit einer weiteren Kontrollgruppe durchgeführt. Allerdings ergab sich nun das die meisten Menschen in der Lage waren nicht nur ein paar sondern die Mehrheit der Gesichter im Bild zu finden.

Daraus könnte man ableiten, dass es sowas gibt wie Jungs Kollektives Gedächtnis oder aber auch Rupert Sheldrakes morphische Felder. Und träfe dies zu werden unsere Gedanken und Absichten ebenso durch alle anderen beeinflusst. Was natürlich auch in dieser Richtung gegen einen freien Willen spricht. Nichts desto trotz wäre der Wille dann aber dennoch etwas was sich selbst formt und dann in der physischen Welt durch Handlungen manifestiert. Ob wir darauf einfluß nehmen können. k.A. Aber jeder der Suizid begeht erscheint mir dann schon noch irgendwie Herr seiner eigenen Gedankenwelt zu sein. Schließlich hat er selbst über die Zeit den Gedanken vor sich hergetragen sich umzubringen und es dann auch halt in die Tat umgesetzt. Aber nur weil der Selbstmörder das nun tat, tun es nicht auf einmal alle.
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Ilum
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #3 - 08.02.16 um 21:49:46
 
Die Experimente zum kollektiven Gedächtnis kenne ich, es gab mehrere dazu, und immer gab es die Erkenntnis das es eben dieses Gedächtnis gibt. Die Inder haben dieses Phänomen mit der Akashachronik erklärt, das Weltgedächtnis.
Ich denke aber nicht das dies gegen die Theorie spricht von der ich geschrieben habe.
Auch das mit dem Selbstmörder entkräftet sie nicht, man kann dies auch nicht für die Experimente zum kollektiven Gedächtnis  heranziehen. Dabei geht es ja nicht um existenzielle Entscheidungen sondern um etwas neues, zum Teich recht simples.
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Hagall
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #4 - 08.02.16 um 21:52:13
 
Eine Manifestation von Gedanken in der physischen Welt kann durchaus sein ändert aber nichts an derem unfreien Zustandekommen. Auch der Selbstmord ist keine andere Entscheidung als Brot zu essen getroffen wieder in Summe der vorgesehenen Ereignisse.

Es ist nichts anderes als ein Roboter der bei rot steht und bei grün geht der Unterschied ist nur daß ab einer gewissen Komplexität die Handlungsgrundlagen nicht begreifen können und es daher für uns zufällig oder gar von einem Willen getragen aussieht.
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Ockhams Razor
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #5 - 09.02.16 um 10:36:50
 
Lustigerweise halte ich den Freien Willen inzwischen für möglich, sogar wahrscheinlich. Früher war ich mal Determinist  Zwinkernd

Dass ich mit 1,5m nicht Basketballstar werden kann schränkt meinen freien Willen kein bißchen ein, auch der Tod dürfte den freien Willen wohl erst einschränken sobald er eintritt (und je nach Weltanschauung ist auch das fraglich)

Wenn kein Freier Wille existieren sollte wäre auch der Aufruf sich nicht unnötig zu stressen witzlos, oder? Es ist nicht so als ob man eine freie Wahl hätte  Laut lachend
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Hagall
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #6 - 09.02.16 um 20:32:04
 
Ockhams Razor schrieb am 09.02.16 um 10:36:50:
Wenn kein Freier Wille existieren sollte wäre auch der Aufruf sich nicht unnötig zu stressen witzlos, oder? Es ist nicht so als ob man eine freie Wahl hätte  Laut lachend


Mein aber Deine "unfreiwillige" Reaktion auf so einen Aufruf ist natürlich dennoch da. So wie der Aufruf selbst vorhergesehen war ist es auch Deine Reaktion und die Folgen davon. Und weil Dein Verhalten Deine Natur entspricht glaubst Du natürlich, daß sei Dein Wille.
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Ockhams Razor
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #7 - 11.02.16 um 09:09:53
 
Das Problem mit dem Thema ist dass es sinnfrei ist, vergleichbar mit der Frage ob diese ganze Welt nicht nur ein Traum ist und ich in Kürze aufwache.

In einem deterministischen Universum hat niemand eine freie Wahl, wir laufen auf Automatik und sind nicht in der Lage einen Unterschied zu machen. Ist das Universum nicht deterministisch so sind wir in der Lage Entwicklungen zu lenken.

Wir sind also quasi in einem Schrödingers Leben: Entweder wir haben ein freien Willen oder nicht. Die Antwort ist für uns nicht zu erkennen.

In dieser unauflösbaren Frage empfehle ich von einem freien Willen auszugehen: Irrt man sich folgt man lediglich weiter der Programmierung, liegt man aber richtig kann man ein sehr außergewöhnliches Geschenk genießen
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Thagirion
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #8 - 11.02.16 um 11:46:31
 
Es könnte auch sein, dass wir uns einen freien Willen gerade mit dem Glauben daran erschaffen. Dieser Glaube daran wäre dann selbst zwar auch nicht aus freiem Willen entstanden, aber nachdem er einmal da ist, wäre das egal.
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kernspecht
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #9 - 30.01.17 um 00:23:09
 

Die Frage, die man sich in diesem Zusammenhang immer wieder stellen kann ist: Warum leide ich bzw. warum bin ich unzufrieden? Auf dieser Grundlage kann man dann genauer nach den Ursachen forschen. In den allermeisten Fällen wird man erkennen, dass eine Vorstellung die Quelle der Unzufriedenheit ist.


cheers
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Azatoth
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #10 - 30.01.17 um 01:55:18
 
Die Vorstellung, dass man nur mit dem zufrieden sein kann, von dem man sich ausgeschlossen fühlt ? Natürlich kann ein 1,50m Mensch Handball Profi werden wollen. Da ihm dies aber wahrscheinlich verwehrt bleiben wird, wird das nur zu Frust führen, wenn er seine Ziele nicht überdenkt.
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henna
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #11 - 30.01.17 um 18:12:43
 
kernspecht schrieb am 30.01.17 um 00:23:09:
Die Frage, die man sich in diesem Zusammenhang immer wieder stellen kann ist: Warum leide ich bzw. warum bin ich unzufrieden? Auf dieser Grundlage kann man dann genauer nach den Ursachen forschen


DER Meinung bin ich auch.

Nach der URSACHE forschen bedeutet auch: INNENschau betreiben...auch wenn DAS manchmal SEHR schmerzhaft sein KANN. Smiley

Wir wissen -mittlerweile sicher alle/oder die meisten jedenfalls-  Körper/Geist/Seele bilden EINE Einheit.

Es GIBT keine Trennung.

AllesIstEins Smiley

Mir hat die Vorstellung geholfen, mich als WELLE zu sehen. Als WELLE in dem AllesWasIst-Meer. Smiley

MEINE Sicht, die ich anderorts schon so geschrieben habe und deshalb hier reinkopiere:

Ich bin eine "Welle" in diesem AllesWasIst-Meer, die für die Zeitspanne meines irdischen Daseins (in dieser/wie auch in den anderen Inkarnationen) -scheinbar- vom Meer "getrennt" ist, jedoch in Wirklichkeit bleibe ich IMMER "Teil dieses Meeres". Und DAS "muss mir nur bewusst werden".

Frage ist: "Wie gelingt mir das" ?

Im Grunde ja einfach zu beantworten: "Indem ich die Illusion dieser "Getrenntheit" durchschaue und spüre/fühle, dass ich EINS mit ALLEM (in dem Fall, dem Meer) bin.

Und je bewusster ich werde, desto besser gelingt es mir, diese Erkenntnis auch in meinen Alltag zu integrieren.

Es ist egal, welche "Methode" ich wähle, um in diese STILLE zu kommen (da hat sicher jede/r seine "eigenen Favoriten" Zwinkernd ) :

Diese STILLE in MIR zu finden ist wichtig, denn nur SO kann ich meinen inneren Frieden finden und muss mich -nach und nach- nicht mehr mit meinen Mitmenschen "verbal prügeln", mit dem Finger auf sie zeigen: "DU hast Schuld, dass..." . (wenn ich denn ERKANNT habe: Der/die von mir "Angesprochene/schuldig Gesprochene" = ja auch eine "Welle in diesem Meer")

Wenn es mir also gelingt, zu erkennen, dass ich als "Welle EINS mit dem Meer bin" -
ach wie "leicht tue ich mich dann doch -mit der Zeit-", wenn mein ICH keine Grenzen mehr aufbauen und diese verteidigen, wenn ich keine Energie mehr in diesen KAMPF stecken muss, "um mich als separates Wesen zu erfahren."

Es bleibt mir dann einfach MEHR Kraft für die WESENTLICHEN Dinge. Smiley

henna

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henna
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #12 - 30.01.17 um 19:08:58
 
Ilum schrieb am 07.02.16 um 22:41:44:
Ich mache mir schon seit meiner Jugend Gedanken woher ich komme, warum ich hier bin und wohin ich gehe.
Ein Thema was damit zusammen hängt ist der freie Wille und
die eigene Existenz
bzw. Realität und wie weit diese gehen oder ob sie überhaupt existieren.


Aha...ich sehe > noch ein A.Wagandt-"Fan" Zwinkernd

Ich mag seine Tagesenergien (mit Jo Conrad)... nun ja, diese Videos dauern ja meist relativ lang .... ICH schau sie mir dann eben etappenweise an ....

Hier auch noch ein kleines Schmankerl vom Wagandt:

https://www.youtube.com/watch?v=VF5TPlShYeg

-Ein Ausschnitt aus den Tagesenergien 49 von Alexander Wagandt.-

...und auch relativ KURZ Zwinkernd

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Ilum
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #13 - 30.01.17 um 20:17:23
 
henna schrieb am 30.01.17 um 18:12:43:
Ich bin eine "Welle" in diesem AllesWasIst-Meer, die für die Zeitspanne meines irdischen Daseins (in dieser/wie auch in den anderen Inkarnationen) -scheinbar- vom Meer "getrennt" ist, jedoch in Wirklichkeit bleibe ich IMMER "Teil dieses Meeres". Und DAS "muss mir nur bewusst werden".

Das Beispiel mit der Welle finde ich auch gut und nutze es gerne zur Verdeutlichung.


henna schrieb am 30.01.17 um 18:12:43:
Diese STILLE in MIR zu finden ist wichtig, denn nur SO kann ich meinen inneren Frieden finden und muss mich -nach und nach- nicht mehr mit meinen Mitmenschen "verbal prügeln", mit dem Finger auf sie zeigen: "DU hast Schuld, dass..." .

Zusätzlich kann man hier wenn man aufmerksam und offen ist gut an sich selber arbeiten.
In dem Sinn das andere Menschen und entspr. Situationen auf einen zukommen immer ein Spiegel von mir sind.
Der andere kann gar nicht anders als bei mir die Knöpfe zu drücken die Gefühle von Wut, Angst, Trauer usw. auslösen.
Dafür bin ausschließlich ich selbst verantwortlich, wenn ich das erkenne und vielleicht noch über entspr. Werkzeuge verfüge
kann hier viel integriert und gelöst werden.
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Ilum
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Re: Der scheinbar freie Wille und die scheinbar eigene Identität
Antwort #14 - 30.01.17 um 20:31:20
 
henna schrieb am 30.01.17 um 19:08:58:
Aha...ich sehe > noch ein A.Wagandt-"Fan" Ich mag seine Tagesenergien (mit Jo Conrad)... nun ja, diese Videos dauern ja meist relativ lang .... ICH schau sie mir dann eben etappenweise an ....


Ja, wobei ich mich gerade im spirituellem Bereich nicht als Fan von jemandem bezeichne, genauso wie ich in meinem Leben noch nie Vorbilder hatte.
Geht mir beispielsweise mit GOR Rassadin genauso wie mit Alexander.
Denn ganz wichtig: auch wenn es sich noch so stimmig, plausibel anhört und mit der eigenen Wahrnehmung gut übereinstimmt, und wenn wir bei diesen Beiden bleiben, die sicherlich "gut angebunden" sind, es gibt oft noch eine tiefere Wahrheit.
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