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Amazon - günstig kaufen - und die Kontrolle des Welthandels (Gelesen: 274 mal)
Hagall
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Amazon - günstig kaufen - und die Kontrolle des Welthandels
14.07.17 um 16:25:45
 
Meine Meinung zu Amazon - verbieten und durch eine idente für alle kostenlose staatliche Plattform ersetzen - hat sich nicht geändert. Nur das wird wohl kaum geschehen. Ein Riesenfehler war es nie im Leben Amazon Aktien besessen zu haben denn immer denkt man sie sind schon zu teuer.

Nun bin ich mir ziemlich sicher, daß Amazon den Welthandel mit Konsumgütern vollkommen kontrollieren wird - vielleicht von China abgesehen. ebay hingegen wird verkümmern und Fetzenhändler wie Zalando und Co werden verschwinden. Lange Zeit dachte ich Amazon wird die Milliardenverbrennung durch deren ruinöse Kundenpolitik nicht überstehen doch da lag ich falsch.

[b]Amazon ist nicht mehr aufzuhalten[/b]

Eigentlich hätte ich es mir denken können weiß ich doch selbst am besten, daß 85% der Konsumenten Volltrottel sind die man locker abzocken kann.

Amazon ist es gelungen trotz der unverändert ruinösen Kundenkulanz die Gewinnzone zu erreichen und wird diese durch Kontrolle des weltweiten Konsumgüterhandels weiter ausbauen können. Niemand wird das verhindern weil sich niemand anders einen derartigen Verlust durch Versand- und Reklamationskosten leisten kann. Und die Konsumenten werden es nicht verhindern, weil Sie noch 10-15 Jahre lang glauben werden Amazon sei günstig obwohl das meistens gar nicht mehr der Fall ist.

Im Grunde genommen hat Amazon dasselbe getan was ich früher in Nischenmärkten tat. Zuerst saubillig verkaufen wie es sich sonst keiner leisten kann, damit jeder Robin Hood sieht und dann die Preise saftig erhöhen und noch jahrelang vom alten Ruf profitieren - weil die Menschen eben zu blöd sind es zu realisieren.

[b]Was macht Amazon also genau?[/b]

Amazon läßt erstmal jeden anbieten und erhält dadurch Verkaufsstatistiken und weiß nun genau was die Leute kaufen. Und alles was die Leute kaufen bietet Amazon dann umgehend selbst Verkauf und Versand durch Amazon an zum selben Preis wie die in Echtzeit verfolgten Bestpreise der Konkurrenz. Amazon ist nicht billig und versucht den Kunden keinesfalls gute Preise zu bieten. Amazon verkauft so teuer wie möglich aber eben nicht teurer als jegliche Konkurrenten. Nur: Amazon versendet gratis und bietet die Deppengarantie erstattet bei Reklamationen auch ein Jahr später problemlos den vollen Kaufpreis oder gewährt wegen lächerlicher Mängel nochmal bis zu 20% Abzug. Das kostet Millionen aber Amazon ist in allen Branchen tätig und bietet alle Sachen die Menschen auf der Welt in großen Stückzahlen kaufen früher oder später selbst an. Darum kann sich Amazon und sonst niemand diese Kosten leisten.

[b]Ein Anbieter für alles was man im Leben braucht[/b]

Amazon ist bereits ein alles was ich im Leben brauche Anbieter - nur Autos fehlen noch. Musik, Filme, Unterhaltung, Lebensmittel alles gibt es schon bei Amazon. Musik und Filme streamen ist gegen Prime Mitgliedschaft die Amazon derzeit aggressivst jedem Menschen auf der Welt aufdrängen will praktisch kostenlos. Mit Prime Mitgliedschaft kann man sich auch einen Schraubenzieher um 2,- gratis nach Hause senden lassen. Und Füchse melden jeden Monat einfach ein neues Amazon Konto an und haben so Prime sogar permanent gratis. Noch nimmt Amazon das in Kauf man kann unlimitiert Konten eröffnen und immer mit derselben Kreditkarte zahlen. Smarte Kunden kosten halt was aber immer noch besser als sie würden woanders kaufen. Denn zusehen wie jemand woanders kauft ist das was für Amazon gar nicht geht. Egal was es koste das zu verhindern.

Prime day - teurer Müll - besonders in Deutschland. Gerade eben wurden beim Prime Day 100.000 Produkte - praktisch alle Medien berichteten und bekamen keinen Cent dafür - angeboten. Auch wenn die Tricks Rabatte vom UVP und nicht vom vorherigen Verkaufspreis anzugeben auch die Dummen schon durchschauen - sie kaufens trotzdem. Auffallend war: die Angebote auf .de waren die schlechtesten und fast immer von billiger Qualität. Bei einer Sortierung nach Preis war man z.B. auf .de am Ende der ersten Seite schon bei 70,- bei .fr aber bei 170,-. Das heißt in D wurden fast keine hochwertigen Produkte angeboten in F weitaus mehr. Es gibt bei Amazon je nach Land andere Angebote UND Preise man kann aber wenn man klug genug ist tlw. von allen Amazon Seiten bestellen. Die Preisunterschiede können 100% und mehr sein!

Phantasie für die Aktie? Ja, weil Amazon gibt es erst in einigen Ländern wirklich Amazon will aber die ganze Welt da ist noch ganz viel Wachstumspotential. Und die lokale Anbieter auch in Milliardenmärkten werden sich die Amazon Kundenpolitik nirgends auf der Welt leisten können.

[b]Wie konnte das passieren?[/b]

Wer ist schuld? War Bezos wirklich nur viel klüger als alle in Europa? Oder verwüstet und versalzt das EU Regime das Europa seit 1945 wütet alles daß hier nichts mehr wachsen kann? Wieso hat eigentlich nicht Quelle den Weltmarkt übernommen sondern pleite geschrieben und ist Amazon aus dem nichts Universalanbieter der Welt geworden? Warum kommt aus Europa überhaupt nichts Großes mehr hervor seit 1945?

[b]Beispiele wie Amazon Geld macht und/oder Märkte übernimmt:[/b]

https://www.amazon.de/Royal-Canin-Urinary-Cat-LP/dp/B005NZJXUU/

Urinary Katzenfutter 9Kg Sack. Dieses Futter gab vor wenigen Jahren noch nur beim Tierarzt zu Wucherpreisen um die 70,- Auch heute noch schreiben das viele an. Dann gab es das Futter plötzlich bei Anbietern wie MedicAnimal und es kostete nur mehr 60,- und Versand war gratis sogar aus England. Dann hatte jeder Onlinezoohändler das Futter. Und jetzt kostet es 49,99 bei Amazon der Preis stammt von Zooplus, dort kann man mit Trick Neukundenkonto und Gutschein den Preis nochmal auf 45,- drücken sowas macht Amazon dann nicht mehr bzw. kann die Preisüberwachung von Amazon Gutscheincodes wohl nicht identifizieren und verarbeiten. PS: Die Händlerpreisspanne bei Royal Canin ist 100% falls jemand zu Listenpreisen verkauft. Man kann sich also ausrechnen was Amazon das bringt und wie die Umsätze bei allen anderen schrumpfen. 

[b]Blurays billig bei Amazon?[/b]

Amazon lebt vom Ruf Buch- und Musikhändler zu sein weil das ja der Ursprung war. Und natürlich unterstellt man automatisch, daß Amazon hier wohl immer die besten Preise haben würde. Nun habe ich seit vielen vielen Jahren keine Bluray mehr gekauft (gibt ja meist bessere Möglichkeiten) allerdings wollte ich schon lange endlich den Ring des Nibelungen von Richard Wagner so hören wie meine Dolby Atmos Anlage das kann. Zumindest also in 7.1. Nun ist es überraschenderweise so, daß es nach ausführlicher Recherche genau EINE Aufnahme auf der ganzen Welt gibt die wirklich 7.1. ist.

https://www.amazon.de/Richard-Wagner-Nibelungen-Blu-ray-Limited/dp/B00424NWIW

Amazon schreibt 99,38 an. Wer Amazon blind vertraut ist hier der Dumme. Billiger wird es schon bei Drittanbietern auf Amazon: ein griechischer Händler bietet ca. 79,- inkl Versand   Augenrollen

Es wird klar hier sollte man weiter recherchieren. Vielleicht auch als Tip für andere will ich ausführlicher darauf eingehen wie sowas geht:

1. Stufe:

Im Folgenden finde ich das Bluray Set um 65,- bei JPC. Sogar Wuchermediamarkt schreibt 69,- an. Daraus schließe ich sofort da muß noch weit mehr gehen.

2. Stufe

Ein - ohne große Erwartung - Blick auf ebay es ist 2h früh und ich finde schnell ein Angebot um 55,- inkl. Versand. Ich will nicht weiter suchen und das kaufen aber mit einem anderen Account öffne den anderen Browser und .......... Artikel ist nicht mehr verfügbar. Echt jetzt? Tatsächlich hat mit das Set das schon ein paar Tage online war um 2h früh jemand vor der Nase weggekauft. Kein Scherz.

3. Stufe

Ich tobe suche nach Gutscheinen für JPC um dort mit dem Preis runterzukommen finde einen ADAC 6,- Gutschein "Mitgliedsnummer eingeben". Sowas hab ich nicht - aber bestimmt haben ein paar Deppen ihre ADAC Karte fotografiert und ins Internet gestellt. Also Nummer gefunden und eingegeben - kommt ein Fenster zur Registrierung. Gut registrier ich mich und dann kommt - leider ist unsere Kooperation mit ADAC beendet Zunge Und das sagen die NACH der Registrierung! 65,- zahl ich auf keinen Fall mehr also weiter.

4. Stufe

Ich ändere die Suchparameter weil dieses Set leider in Shops sehr unterschiedlich beschrieben sein kann. Es kommt ein Link von thalia. Thalia wann war ich da das letzte Mal vor 10 Jahren? Davon erwarte ich mir gar nichts wer würde dort einen besseren Preis vermuten? Wie erwartet ist bei thalia die Beschreibung - praktisch nicht vorhanden daher auch schwer zu finden. Aber thalia schreibt 59,- an. Die Überraschung schlechthin. Und weil das noch nicht reicht kommt nach wenigen Sekunden rechts ein Banner geflogen auf dem -12% steht. Ich wills anklicken und es huscht nach unten davon  hä? Also reload Seite und Banner gefangen. Ich geb also den Code für 12% Rabatt ein funktioniert. Mißtrauisch will ich den Shop trotzdem nochmal genau checken und lol oben taucht plötzlich ein -15% Gutscheincode auf. Das sind mehr als 12% also den alten Gutschein entfernen und...........wollen Sie den gespeicherten Gutschein verwenden. Option: JA - und aus.  Zunge Wollen die mich pflanzen? Also cookies gelöscht cache gelöscht und alles neu und -15% Code eingegeben. Es geht doch.

5. Stufe

statt die 99,- bei Amazon prime jetzt noch 51,- bezahlt  Laut lachend

Daran kann man sich auch ausmalen was Amazon verdient wenn so ein prime-schwachmat da einfach draufklickt...............

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Erutan
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RESISTO

Beiträge: 2278
Re: Amazon - günstig kaufen - und die Kontrolle des Welthandels
Antwort #1 - 17.07.17 um 15:17:08
 
Ich stimme Dir in fast jedem Punkt zu. Dass Amazon seine Händlershops eigentlich nur betreibt um kostenlos Marktforschung betreiben zu können und dann die gut laufenden Produkte selber anzubieten, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Darüber regen sich ganze Heerscharen ehemaliger und (Noch)händler auf.

Aber es gibt auch (noch) Teilbereiche, die Amazon nicht abdeckt. Produkte, die sich online designen lassen, etwa T-Shirts, Kaffeetassen etc. wie sie von Spreadshirt oder Shirtinator angeboten werden, gibt es bei Amazon (noch) nicht. Glücklicherweise, denn die Entwicklung und Einrichtung solcher Designer macht einen Großteil meines täglich Brots aus.
Ich frage mich derzeit, woran das wohl liegen mag, denn technisch ist so etwas sehr leicht umzusetzen.

In einem einzigen Punkt kann ich Dir aber nicht zustimmen: Amazon wird wohl eher nicht den Weltmarkt (und auch nicht den westlichen Markt) völlig übernehmen. Sein größter Konkurrent AliBaba ist bereits dabei, Amazon zu überholen. AliBabas größter Vorteil: Eine noch weitaus vollständige Produktpalette und direkter Zugriff auf günstige Ware aus China, die sich bisher nur Containerweise importieren ließ.

Warum AliBaba hierzulande noch nicht an Amazon vorbei gezogen ist, ist relativ einfach: AliBaba wird in hiesigen Medien kaum erwähnt und die Transportkosten sind für viele Produkte auch noch nicht wirklich angemessen. Aber das wird sich in den nächsten 2-3 Jahren wahrscheinlich radikal ändern. Und dann ist Amazon genau so schlagartig tot wie seinerzeit Ricardo von eBay platt gemacht wurde oder wie MySpace von Facebook.

China ist das neue Amerika.

Und: Ich warte selnsüchtig darauf, denn Amazon ist nur für Kunden ein Traum; für Anbieter aller Art (Händler, Verklage, Autoren) ist Amazon ein wahrer Alptraum.
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Hagall
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Beiträge: 936
Re: Amazon - günstig kaufen - und die Kontrolle des Welthandels
Antwort #2 - 17.07.17 um 19:07:34
 
Erutan schrieb am 17.07.17 um 15:17:08:
Ich frage mich derzeit, woran das wohl liegen mag, denn technisch ist so etwas sehr leicht umzusetzen.


Der logistische Aufwand ein individuell angefertigtes Produkt in den Versandkanal zu bringen ist wohl noch zu hoch. Man muß lauter Einzelstücke direkt vom Drucker versenden. Und die Bedruckung kann wohl auch nicht ganz aufsichtsfrei erfolgen.

Erutan schrieb am 17.07.17 um 15:17:08:
In einem einzigen Punkt kann ich Dir aber nicht zustimmen: Amazon wird wohl eher nicht den Weltmarkt (und auch nicht den westlichen Markt) völlig übernehmen. Sein größter Konkurrent AliBaba ist bereits dabei, Amazon zu überholen.


Das sehe ich überhaupt nicht. Das fängt schon dabei an, daß ich die Konkurrenz nicht sehe.

Alibaba ist ein Großhandelsportal man kann dort so einfach einmal gar nichts kaufen man muß erst mühsam Preisanfragen erstellen. Formale Papierln vom Staat braucht man dazu freilich nicht. Die Preise die dann angeboten werden sind meistens nicht gut man muß dann erst hart verhandeln um vielleicht einen akzeptablen Preis zu erhalten. Dann ist man aber weitgehend rechtlos wenn irgendwas schiefgeht oder die Qualität nicht stimmt. Man ist auf Kulanz angewiesen.

Vergleichbar mit Amazon ist nicht Alibaba sondern Aliexpress.

Dort kann man manche!!! Sachen günstig bekommen aber die Auswahl ist auf typische China Produktschienen begrenzt. Z.b. die Xenonlampen die Amazon in 100facher Variante zwischen 10-50,- Teuro verhökert kosten dort nur 4-20,- inkl. Versand von China. Daran sieht man wieder was Amazon verdient.

Bei Aliexpress kommt die Ware nach 3-6 Wochen an - wenn man Gratisversand oder billigen Versand will. Wenns schneller gehen soll kommen schnell 50,- oder mehr dazu.

Bei Aliexpress kann man nicht 10 Stück bestellen und 1x Versand bezahlen. Das System ist so eingerichtet, daß bei jedem Artikel die dazu angeschriebenen Versandkosten berechnet werden auch dann wenn man 10 Artikel beim selben Anbieter bestellt und der das in einem Paket versendet.

Bei Aliexpress kann man nur gut kaufen was unter 20,- excl. Versand kostet sonst drohen Einfuhrsteuern und Zoll und typisch EU noch schlimme Zollstellungsgebühr. Vorteil ist aber um 20,- bekommt man dort schon jede menge brauchbare Artikel. Man muß aber jeden einzeln versenden lassen was gut funktioniert keinesfalls Bestellungen zusammenfassen weil die Versandkosten dadurch NICHT niedriger werden der Zollwert aber zu hoch wird.

Manchmal gehen natürlich auch teurere Sachen problemlos durch den Zoll. Die Chinesen geben in der Regel keinen Wert an und verkleben voll. In der EU gibts ja jetzt schon Regimelakaien die fordern die 20,- Freigrenze aufzuheben weil sies nicht kontrollieren können. Dies hätte zur Folge, daß gerade die günstigen Sachen nicht mehr bestellt werden können weil wenn etwas z.B. 20,- Euro kostet kommen dann nicht nur 4,- Einfuhr dazu (immer noch zollfrei) sondern auch 18,- oä. Zollstellungsgebühr. Man zahlt dann also 42,- statt 20,- oder so eine Xenonlampe würde statt 4,- dann 23,- kosten. EU Schweinereien halt.

Aliexpress ist teuer wenn man den tatsächlichen Warenwert in China ansetzt. Manche Chinesen bringen eine Palette dies oder das nach Hamburg oder Amsterdam und verkaufen es dann auf ebay weitaus billiger. Gerade Lasergravierer und so Bedruckmaschinen für Tassen und Tshirts gibt es auf ebay aus China Produktion zum Schleuderpreis. Auf Aliexpress kann man sowas - 20 -200kg nicht kaufen da kostet der Versand mehr als das ganze Gerät auf ebay mit Versand. Ich habe überlegt sowas zu kaufen darum kenne ich diese Geräte jetzt alle und weiß was es da gibt und was es wo kostet. Die CE ist meist reine Phantasie das ist wie im wilden Westen. Trotzdem kostet ein guter China Lasergravierer 2000,- und der EU Gravierer der etwas besser ist 15.000,-. Ein Chinese schifft eine Palette nach Europa und hofft, daß es durch den Zoll kommt oder besticht denselben oder was auch immer.

Ich kaufe einiges auf Aliexpress und suche immer auch dort z.b. gerade ein Mikrofon für eine Steadycam das Original von Rode als Minimikro kostet 50,- bei Amazon wo Amazon hier wieder vorne liegt. Bei Aliexpress bekommt man ident aussehende Mikros ohne Angabe technischer Daten die aber nicht von Rode sind um 35,-. Ich bezweifle nun, daß die 35,- der bessere Deal sind.

Aliexpress ist ein Ramschladen, nicht nur der Ruf sondern es ist so. Es mag schon sein, daß das in Asien besser funzt als Amazon aber über Asien hinaus sehe ich da auf viele viele Jahre nicht sehr viel. Bis die so weit sind bekommen sie dann in die EU nichts mehr herein ohne in jedem Land eine Repräsentanz zu haben und hier so viele Aufschläge zu zahlen, daß ein Transport aus China nicht mehr wirtschaftlich machbar ist.

Bis jetzt ist alles was ich bei Aliexpress bestellt habe auch angekommen, Zollprobleme gab es nie. Qualität tlw. schlecht und Beschreibung manchmal falsch. Auf jeden Fall eine ganz andere Produktklasse als Amazon.

Was Aliexpress falsch macht ist halt die typische Chinesenmentalität Schrott so teuer als möglich anzubieten. Man weiß daß ein Kinderspielzeug (das auch aus China kommt) in der EU 50,- kostet und bietet dann auf Aliexpress ein ähnliches schlechterer Qualität das keine 10,- wert ist um 40,- an. Das reicht aber ganz sicher nicht um irgendwelche Marktanteile zu gewinnen. Die müßten wirklich zu Chinapreisen verkaufen für 3 Jahre dann hätten sie den Ruf mit dem man Amazon Kunden abwerben kann.

Wenn Du tatsächlich typische Markenprodukte auf Aliirgendwas billiger gefunden hast als auf Amazon bitte um Beispiele. Ich finde dort immer nur Chinakopien die etwas billiger sind aber noch weit weniger wert.

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Seda33
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Re: Amazon - günstig kaufen - und die Kontrolle des Welthandels
Antwort #3 - 03.09.17 um 12:01:13
 
Ihr mögt ja mit allem schon Recht haben, aber es geht ja nicht immer nur um den Preis. Mir geht es hauptsächlich um das vielfältige Angebot, bzw. die Angebote, die es in unseren Läden kaum noch gibt. Sehr oft habe ich Produkte dort gefunden, nach denen ich sowohl in den Ladengeschäften und auch im Internet vergeblich gesucht habe. Viele Dinge müssen die Händler in den Läden selbst bestellen und die Wartezeit ist dort wesentlich länger und ich muss es dann noch umständlich abholen, falls es denn überhaupt ankommt. Und dann geht es ja auch um die Kundenkulanz und die problemlose Abwicklung. Die ist auch nicht überall so gut geregelt.

China ist für mich absolut keine Alternative. Die haben keine eigenen Produktionsideen, die kopieren nur und die Ware ist mit Chemie, Krankheitserreger und Giftstoffen enorm belastet. Verstehe sowieso nicht, wieso ein Hype gegen das Amerikanische Handelsabkommen gemacht wird, aber gleichzeitig schon seit gefühlter Ewigkeit belastete Waren/Rohstoffe aus China importiert werden und Abkommen bestehen, ohne dass Jemand was dagegen einwendet. Da sind die Standards in Amerika wesentlich besser. Im Gegenteil, dort sind sogar viele Stoffe verboten (z. B. Aspartan), die bei uns in Deutschland als unbedenklich gelten.

Ich stimme zu, dass kleine und mittlere Unternehmen von Amazon völlig unter Druck gesetzt werden. Eine Möglichkeit, die ich gelegentlich schon praktiziert habe ist, dass ich mir das Produkt ausgesucht habe, die Händleradresse aufgeschrieben und anschließend direkt beim Händler statt bei Amazon gekauft habe. Aber wie gesagt, es geht mir dabei nicht um den Preis.
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Re: Amazon - günstig kaufen - und die Kontrolle des Welthandels
Antwort #4 - 03.09.17 um 15:11:49
 
Seda33 schrieb am 03.09.17 um 12:01:13:
Ihr mögt ja mit allem schon Recht haben, aber es geht ja nicht immer nur um den Preis. ....


Amazon hat auch selten den günstigsten Preis wie schon oben beschrieben. Es ist der Service - wo sonst kannst Du einen Artikel nach 12 Monaten mit einer fadenscheinigen Begründung gegen vollen Kaufpreisersatz zurückgeben?

Und vor allem Marketplace - das ist der Joker überhaupt. Dort gibt es meist den besten Preis für angeblich gebrauchte Produkte die meist neu sind UND man kann den Artikel jederzeit mit der erwähnter fadenscheinigen Begründung reklamieren und bekommt immer das Geld zurück.

Und dann gibts noch ganz andere Kundenkaliber die reklamieren alles was sie nicht unterschreiben als nicht angekommen und haben auch einen Blick dafür welche kleinen Dinger auch bei höherem Wert ohne Tracking verschickt werden. Es soll Schmucksammler geben denen passiert das bei jeder 3. Bestellung und Amazon toleriert es und bietet jedes Mal nochmaligen Versand oder volle Erstattung an.

Andere Händler trauen sich mittlerweile nichts über 25,- ohne Einschreiben zu versenden................außer bei Banküberweisung wo der Kunde dann klagen müßte wenn sich der Händler tot stellt. Was schon wieder für Amazon spricht denn wenn wirklich was verschwindet hat man nicht nur Recht wie bei allen anderen Anbietern auch sondern bekommt es auch.

Seda33 schrieb am 03.09.17 um 12:01:13:
dass ich mir das Produkt ausgesucht habe, die Händleradresse aufgeschrieben und anschließend direkt beim Händler statt bei Amazon gekauft habe.


Und hast Du den Händler auf die 15-30% Amazon Provision hingewiesen und einen Rabatt bei Direktkauf verlangt?

Ansonsten wäre es eher dumm denn in dem Moment wo Du über Amazon kaufst oder auch nur mit Amazon Pay auf einer Händlerseite bezahlst bist Du der Kundenkönig. Wenn Du beim Händler direkt kaufst bist Du Bittsteller und noch schlimmer kaufst Du es ohne online Bestellung direkt in einem Geschäft verzichtest Du auch noch auf fast sämtliche Rechte. Absolutes no go!

Geschäftsinhaber argumentieren gerne, daß sie einen höheren Aufwand haben und daher nicht zu "Onlinepreisen" verkaufen können. Dem halte ich regelmäßig entgegen, daß ich beim Kauf im Geschäft auf 2-4 Wochen Rückgaberecht gegen Kaufpreiserstattung sowie 1-2 Jahre unkomplizierte Geld-zurück Rekalamtionsmöglichkeit wie bei Amazon gehandhabt verzichte und daher diesen Verzicht in Form eines anständigen Rabattes auf den Onlinepreis abgegolten haben will. Tut natürlich keiner - vielleicht könnens manche auch nicht aber so ist halt das Leben dann sollens halt zusperren und eine Regierung wählen die Amazon verbietet.

Als Käufer sollte man nie vergessen: im Geschäft muß es billiger sein, weil man dort beim Kauf auf wichtige Rechte verzichtet und das sollte man auch bei jeder Gelegenheit so argumentieren. Man hat zudem noch Fahrtkosten die ja auch nicht abgezogen werden.


Seda33 schrieb am 03.09.17 um 12:01:13:
Die haben keine eigenen Produktionsideen, die kopieren nur


Das stimmt nicht ganz. Beispielsweise erzeugen sie Kinderautos die mehr Features haben und besser sind als alle anderen - und natürlich auch billiger.

Und die beste Ausführung kann man zwar in China, USA, Indien (3. Welt!), Neuseeland usw. kaufen aber NICHT in der EU. Nicht weils verboten wäre sondern weil die EU Abzocker nur billige Varianten importieren weil die dümmlichen EU Bürger gar nicht wissen was es alles für Unterschiede gibt und es eh nicht merken.

Das Auto das ich will kann ich nicht kaufen weil es keiner nach Europa verschickt - 300 Stück in China bestellen lasse ich mal als Ausweg unberücksichtigt. Nur in Holland gibt es das Auto aber auch nicht in der Farbe die ich will.

In Amazon und ebay (außer USA) tummeln sich leider die Abzocker die Autos in billigster Ausstattung zu optisch billigen Preisen verkaufen jedoch ist der Preisabschlag im Vergleich zu den fehlenden Features lächerlich.

Bei Kinderautos gibt es beim selben Modelle
- unterschiedl. Sitze
- unterschiedl. Reifen
- unterschiedl. Motoren
- unterschiedl. Batterien
- unterschiedl. MP3 oder MP4 player
- mit oder ohne Abstandssensoren
- unterschiedl. Farben nur Plastik ODER lackiert
- unterschiedl. LED Ausstattung

das muß man erstmal wissen denn auf den ersten Blick schauen die gleich aus bzw. die noch größere Sauerei ist, daß Händler Autos mit Features abbilden die dann gar nicht dabei sind. Und die Käuferdeppen schreiben dann in den Bewertungen "leider keine dreifarbigen LEDs wie auf der Abbildung. Schade." (aber ich bin so blöd und lass es mir halt gefallen). Wenn mir sowas passiert knallt der Sektkorken denn das heißt 20-100% Kaufpreis zurück je nachdem wie einsichtig der Händler reagiert. Rückabwicklung ablehnen und auf Erfüllung oder Kaufpreisabschlag bestehen.

Und die zwei Händler in D die besonders minderwertige Ausstattung anbieten versuchen die Leute auch noch ums Ohr zu hauen in dem Sie groß schreiben "in dieser Ausstattung NUR BEI UNS". Damit glauben dumme Leute es handle sich wohl um eine besonders umfangreiche Ausstattung doch in Wahrheit bedeutet es niemand sonst hat alle Extras weggelassen lol

Die USA sind ein Paradies: leistbare Steuern, keine Meinungsgesetze, mehr Auswahl, um 30% niedrigere Preise die EU ist eigentlich außer für Leute die absolut nichts besitzen die Hölle auf Erden. Darum will hier auch nur rein was weniger hat wie die Affen am Baum.




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Re: Amazon - günstig kaufen - und die Kontrolle des Welthandels
Antwort #5 - 03.09.17 um 15:32:08
 
Hagall schrieb am 03.09.17 um 15:11:49:
Als Käufer sollte man nie vergessen: im Geschäft muß es billiger sein, weil man dort beim Kauf auf wichtige Rechte verzichtet und das sollte man auch bei jeder Gelegenheit so argumentieren. Man hat zudem noch Fahrtkosten die ja auch nicht abgezogen werden.


Danke für den Tipp! Aus dieser Sicht habe ich es noch nicht betrachtet  Durchgedreht. Aber es stimmt. Es ist nicht immer der Online-Handel Schuld, wenn Geschäfte schließen müssen. Deutschland ist wirklich eine Service-Wüste und es ist selten genug, wenn man Geschäfte findet, die sich bemühen und Verkäufer, die überhaupt eine Ahnung von dem haben, was sie verkaufen.
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