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Regelmäßige Nahrungs-Pausen (Gelesen: 559 mal)
Seda33
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Regelmäßige Nahrungs-Pausen
16.07.17 um 11:57:23
 
Ich meine damit nicht das Heilfasten. Das mag zwar sicher sinnvoll sein, wenn man es richtig macht und körperlich fit ist, aber es ist doch mehr oder weniger aufwändig.

Sinnvoller finde ich, wenn man Nahrungs-Pausen in den Alltag integriert. Zwei Varianten habe ich und Kollegen/Bekannte schon erfolgreich ausprobiert.

Unser normaler Ess-Rhythmus ist ja i. d. Regel: Frühstück, Mittagessen, Abendbrot sowie dazwischen noch Zwischenmahlzeiten, wie z. B. Vormittags ein kleiner Snack und am Nachmittag Kaffe + Gebäck.

Die eine Variante ist, dass man nur drei Hauptmahlzeiten zu sich nimmt, bei denen man sich aber so satt essen darf, wie man will. Zwischen den Mahlzeiten muss dann jeweils eine 6-stündige Pause eingelegt werden, in der außer kalorienarme Getränke nichts Essbares zu sich genommen werden darf. Viele haben damit schon erfolgreich abnehmen können.

Die zweite ist, dass man eine Nahrungspause von 14-16 Stunden einlegen soll. Hört sich zwar hoch an, ist es aber eigentlich nicht. Wenn man z. B. Abends zwischen 18 und 19:00 Uhr sein Abendbrot isst und dann erst wieder am nächsten Morgen gegen 09:00 Uhr frühstückt, fällt die Nahrungspause durch die Nachtruhe überhaupt nicht auf. Vor allem an den Wochenenden, wenn man ohnehin länger schläft.

Soll den Vorteil haben, dass Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse (Insulin) usw. sich erholen können und nicht permanent im Einsatz sind. Ich selbst habe es oft erlebt, dass ich vor dem Frühstück viel fitter war und Vieles erledigen konnte. Nach dem Frühstück fiel der Energiepegel sofort wieder runter, und das egal was ich gegessen hatte. Aber das ist sicher bei Jedem unterschiedlich. Deshalb ist die Aussage, man soll nicht ohne Frühstück aus dem Haus gehen, totaler Blödsinn. Jeder Mensch hat andere körperliche Bedürfnisse.
Ausprobieren lohnt sich die Nahrungspause aber auf jeden Fall.

In unserer Konsumgesellschaft wird ja ständig mit irgendwelchen "gesunden" Zwischensnacks geworben und irgendwie hat man schon den Eindruck, man "verhungert", wenn man mehrere Stunden nichts gegessen hat. Was totaler Blödsinn ist  Zwinkernd.


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Hagall
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #1 - 16.07.17 um 14:12:51
 
Wenn das so wäre hätte ich nicht 100kg sondern 70kg.

Alleine aus Faulheit esse ich oft stundenlang nichts d.h. ich beschäftige mich mit etwas und nehme mir nicht die Zeit für eine Pause um was zu essen. 6 Stunden sind da wohl eher Minimum.

In der Nacht komme ich immerhin auf 11-12 Stunden Nahrungspause manchmal durchaus auch länger weil ich kein Frühstück esse wenn ich um ca. 12h aufstehe sondern erst um einiges später am Nachmittag.

Das mit dem Abnehmen funktioniert aber bei mir so gar nicht.
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Seda33
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #2 - 30.07.17 um 11:12:02
 
Na klar kann man das nicht auf Jeden beziehen. Ich denke, es kommt auch auf eine gewisse Regelmäßigkeit an. Aber es gibt ja Leute, die essen pausenlos Zwischensnacks und gönnen dem Körper und dem Verdauungssystem/Bauchspeicheldrüse kaum Pausen. Wenn die sich dann disziplinieren und sich auf drei Mahlzeiten am Tag beschränken, dann werden sie vermutlich schon Gewicht verlieren.

Andererseits sagt man ja auch, dass man zunimmt, wenn man nicht frühstückt, weil der Stoffwechsel erst durch die erste Nahrungsaufnahme am Morgen auf Touren kommt. Aber die Menschen sind alle unterschiedlich. Ich glaube nicht, dass ein Konzept auf alle zutrifft. Auch mit dem Abnehmen und den Diäten ist das so ne Sache. Wenn man sich mehr oder weniger gesund ernährt, wird man automatisch abnehmen.
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Katina
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #3 - 11.08.17 um 14:07:39
 
Nunja, abnehmen wird man nicht automatisch durch eine gesunde Ernährung, sondern ausschließlich durch ein Kaloriendefizit. Das ist in der Theorie auch durch ausschließliches FastFood Essen möglich, nur halt sehr ungesund.
Ich finde es am angenehmsten, viele leichte Mahlzeiten zu essen. So komme ich nie am Tag in ein Tief durch anstrengende Verdauungstätigkeiten.
Da ist aber wirklich jeder sehr unterschiedlich und das ist auch okay so.
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Seda33
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #4 - 13.08.17 um 11:08:53
 
Ja, stimmt. Da muss Jeder eben das für sich am besten Funktionierende herausfinden. Ich glaube auch nicht, dass es eine Diät für alle gibt. Genauso gibt es Menschen, die durch Stress zu- und andere, die davon abnehmen. Ich wollte auch nur eine von vielen Möglichkeiten aufzeigen.
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Katina
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #5 - 29.08.17 um 11:51:14
 
Ohne klugscheißen zu wollen, nehmen Leute auch nur durch Stress zu oder ab, weil sie stressbedingt halt entweder zu viel oder zu wenig essen -> Kalorienüberschuss oder -defizit. Andere Gründe hat es nicht Zwinkernd
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Katina
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #6 - 04.10.17 um 21:12:58
 
Um das Thema nochmal aufzugreifen, habe ich aktuell auch eine Art Fastenkur eingelegt, um den Körper einfach mal wiede richtig zu reinigen, bzw. den Magen-Darm Trakt.
Viel Tee trinken und zusätzlich habe ich mich mal etwas mit Chlorella beschäftigt und beschlossen, es zur Unterstützung mal zu probieren.
Hat jemand damit Erfahrungen? Ich hab mir die Infos hier mal durchgelesen und finde, dass es gut klingt.
https://www.aspermuehle.de/Algen/Chlorella-Algen-Bio/Bio-Chlorella-pyrenoidosa-T...

LG
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Erutan
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RESISTO

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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #7 - 05.10.17 um 11:03:21
 
Katina schrieb am 04.10.17 um 21:12:58:
Um das Thema nochmal aufzugreifen, habe ich aktuell auch eine Art Fastenkur eingelegt, um den Körper einfach mal wiede richtig zu reinigen, bzw. den Magen-Darm Trakt. 


Das hört man immer wieder aber es ist definitiv nicht richtig. Dem Körper lebenswichtige Nährstoff vorzuenthalten hat nichts mit Reinigung zu tun sondern man zwingt den Körper in ein, für ihn stressiges, Notfallprogramm.

Man kann sich allerdingss darüber streiten, ob es sinnvoll ist, sich immer und überall satt zu essen, denn tatsächlich gibt es dieses Notfallprogramm unserers Körpers nur, weil es ursprünglich mal für das nackte Überleben benötigt wurde. Das ist einer der Gründe warum Menschen so schnell Fettreserven anlegen.

Wenn man beispielsweise den Darm zwingt, seine Tätigkeit einzustellen weil man einfach mal keine Nahrung mehr zuführt, kann das u.a. dazu führen, dass sich dort siedelknde Bakterien (Coli), die wir für unsere Verdauung brauchen, absterben und zum Zweiten, dass sich Hefepilze ausbreiten. Beides will man nicht.

Fasten ist ungesund. Sich vollstopfen ist auch ungesund.

Nicht umsonst haben viele Religionen das Fasten als Mittel auserkoren um sich seinem Gott als besonders wohlgefällig zu zeigen. Religionen haben dabei aber nicht die Gesundheit im Blick, sondern das Seelenheil.

Man muss den Körper aber auch nicht von innen reinigen weil er gar nicht erst "schmutzig" wird. Wer menschliche oder tierische Abfallprodukte als Schmutz ansieht, hat ne recht seltsame Sicht der Dinge. Das Leben auf der Erde ist nämlich ein Kreislauf und der Abfall des einen ist der Nährstoff des anderen.

Wenn man das nun allerdings so sieht, dass man dem Körper ja auch ungewollt über die Nahrung Schadstoffe zuführt, der kann doch nicht argumentieren, dass es die Lösung ist, ihm - zusammen mit den Schadstoffen - auch gleich sämtliche Nutzstoffe zu entziehen.
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Ilum
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #8 - 05.10.17 um 16:30:27
 
Sehe ich ähnlich.
Wenn ab und zu ein bis max. zwei Tage gefastet wird ist das vielleicht noch was anderes,
aber für längere Zeit würde ich das auf keinen Fall machen.
Gerade in der heutigen Zeit wo fast alle durch eine permanente Mangelernährung sowieso nicht das bekommen was sie eigentlich benötigen
dem Körper noch zusätzlich diesem Mangel auszusetzen ist schon fahrlässig.
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Katina
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #9 - 05.10.17 um 21:33:13
 
Wow, ausführliche und gute Antwort, vielen Dank dafür.
Ich hätte es von Anfang an aber auch besser definieren sollen, denn eine richtige Fastenzeit soll es auch gar nicht sein, eher mal 3 Tage starker Verzicht mit viel Flüssigkeitzufuhr. Über längerfristige Zeiträume würde ich meinem Körper auch niemals ernsthaft Nährstoffe entziehen. Aber wie du schon sagst, wer nicht unnötig viel reinstopft, der muss auch nicht fasten um es wieder loszuwerden.
Der gesunde Mittelweg ist da die beste Lösung.
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Seda33
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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #10 - 07.10.17 um 07:10:25
 
Kann mir z. B. auch nicht vorstellen, dass dieses Ramadanfasten gesund sein soll. Vor allen Dingen ist da ja auch noch das Trinken verboten. Das soll Gottgewollt sein?? Man stelle sich das mal im Sommer vor. Eigentlich müssten doch viele Leute schon umgekippt sein.
Da sind die Christen doch noch etwas humaner  Zwinkernd.
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Erutan
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RESISTO

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Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #11 - 07.10.17 um 21:32:38
 
Seda33 schrieb am 07.10.17 um 07:10:25:
Kann mir z. B. auch nicht vorstellen, dass dieses Ramadanfasten gesund sein soll. Vor allen Dingen ist da ja auch noch das Trinken verboten. Das soll Gottgewollt sein?? 


Wie gesagt - Religionen haben nicht die Gesundheit im Auge; ganz im Gegenteil. Durch Entbehrungen und persönliches Opfer soll der Gläubige sich gottgefällig zeigen.

Was man heute nur allzu leicht vergisst: Die monotheistischen Religionen sind ja eigentlich alle Endzeitreligionen, die das Dasein am Ende aller Tage anstreben. Populärmopnotheistisch wird einem immer verkauft, man käme ins Paradeis wenn man stirbt aber eigentlich verkünden die Religionen, dass man erst nach dem jüngsten Gericht errettet wird. Dafür wurde im Mittelalter sogar das Fegefeuer erfunden als das Ende dann doch noch nicht so nahe schien. Man brauchte ja einen Wartesaal  Laut lachend Nur Heilige gehen sofort ins Paradies...zumindest im rk. Christentum. Also macht man das alles nicht um gesund zu bleiben, denn wenn man krank ist und stirbt, dann hat man's schneller hinter sich.

(Nur so nebenbei: Echt "toller" Gott, der etwas dagegen hat, dass es einem gut geht).

Seda33 schrieb am 07.10.17 um 07:10:25:
Da sind die Christen doch noch etwas humaner


Da wäre ich mir nicht so sicher. Das Fasten gibt es auch im Christentum. Und es gibt sogar noch extremere Formen des Selbstopfers. Ich erinnere an den Bußgürtel oder die Selbstgeißelung. Und damit haben wir noch lange nicht das Enbde der Fahnenstange erreicht. Einige christliche Sekten, wie die Skoptsy (orthodoxe Christen aus Russland), haben sich kastriert.
Der Scheiterhaufen war eigentlich nicht als Folter oder Strafe gedacht, sondern man glaubte, dass durch diese Qual die Seele gereinigt würde und der Sünder auf diese Weise doch noch in den Himmel käme.
Anders als im Islam gibt es allerdings, außér frömmelnden Omas, kaum noch jemanden, der das Christentum so richtig ernst nimmt. Christentum und Islam haben (zumindest in meinen Augen) vor ein paar hundert Jahren die Rollen getauscht. Zur Zeit der Kreuzzüge waren die Christen verblendete, frömmelnde Blindgläubige mit Messiaskomplex und null Vernuft (Ausnahmen bestätigen die Regel) während die Moslems deutlich fortschrittlicher waren. Es ist beispielsweise verbrieft, dass in islamisch kontrollierten Gebieten des nahen Ostens, jeder unbehelligt seiner Religion nachgehen konnte. Niemand wurde gezwungen, zum Islam überzutreten. Bei den Christen war das damals anders.

Damals fasteten Ritter lange vor einer Schlacht um ihren Gott auf ihrer Seite zu wissen. Vielleicht haben sie ja deshalb verloren....

Irgendwann hat sich das alles ins Gegenteil verkehrt.

Ich denke, das hat mehrere Gründe. Zum einen natürlich den allgemeinen Bildungsstand. Die Moslems um 1000 n.Chr. waren einfach gebildeter als die Christen um 1000 n.Chr. weil die Kirche systematisch alles Wissen ausgemerzt hat. Heute ist das genau anders herum.

Dann geht diese Radikalisierung und Hinwendung zur Religion aber auch mit einer ständigen Bedrohungslage Hand in Hand. Die Religionsfanatiker haben heute leichtes Spiel weil sie die Rolle einer art "Untergrundarmee" einnehmen.
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« Zuletzt geändert: 07.10.17 um 23:16:04 von Erutan »  
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Seda33
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Geschlecht: male
Re: Regelmäßige Nahrungs-Pausen
Antwort #12 - 08.10.17 um 11:50:17
 
Erutan schrieb am 07.10.17 um 21:32:38:
Da wäre ich mir nicht so sicher. Das Fasten gibt es auch im Christentum. Und es gibt sogar noch extremere Formen des Selbstopfers. Ich erinnere an den Bußgürtel oder die Selbstgeißelung. Und damit haben wir noch lange nicht das Enbde der Fahnenstange erreicht. Einige christliche Sekten, wie die Skoptsy (orthodoxe Christen aus Russland), haben sich kastriert.


Igitt!!!

Aber klar, so weit wollte ich natürlich nicht zurückgehen. Ich dachte da eher an die Gegenwart  Laut lachend.

Trotzdem interessant!
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