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Menschheit lebt ab jetzt auf Pump (Gelesen: 133 mal)
Salid
DEFCON 3
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Beiträge: 288
Menschheit lebt ab jetzt auf Pump
01.08.17 um 19:32:23
 

http://n-tv.de/19962753


Menschheit lebt ab jetzt auf Pump

Ein geräumter und für eine Palmöl-Plantage vorbereiteter Landstrich bei Rokan Hulu (Indonesien).
(Foto: dpa)
"Earth Overshoot Day": Die Menschheit hat ihre für dieses Jahr verfügbaren Ressourcen bereits verbraucht. Der Welterschöpfungstag rückt stetig weiter nach vorn und ist sechs Tage eher erreicht als im Vorjahr. Deutschland für sich genommen war schon im April so weit.

            

Ab dem 2. August hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Das teilte die Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) in Berlin mit. Damit ist der "Welterschöpfungstag" (Englisch: Earth Overshoot Day) um sechs Tage nach vorn gerutscht, denn 2016 reichten die Ressourcen noch bis zum 8. August; im Jahr 2015 war dieser Tag "erst" am 13. August erreicht. Für den Rest des Jahres lebt die Menschheit somit von den stillen Reserven der Erde.
Deutschland allein hatte seine Natur-Ressourcen rechnerisch sogar schon am 24. April aufgebraucht. Dass der Überlastungstag weltweit erst Monate später erreicht wird, liegt am niedrigeren Verbrauch der Entwicklungs- und Schwellenländer; das drückt den Durchschnittswert.
Mehrere Planeten nötig
Die Berechnungen der Forschungsorganisation Global Footprint Network zum "Overshoot Day" gehen auf das Konzept des "Ökologischen Fußabdrucks" zurück, der ausweist, wie viel Fläche benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse inklusive der Energieversorgung zu gewährleisten. Lebte die Menschheit unverändert weiter wie bisher, benötigen wir bis zum Jahr 2030 zwei Planeten, um unseren Bedarf an Nahrung und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Bis zum Jahr 2050 wären es knapp drei. 1961 benötigte die Menschheit hingegen nur zwei Drittel der weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen.

ERdueberlastung- Oder Welterschoepfungstag
Grundlage für die Berechnungen ist der ökologische Fußabdruck. Darin spiegelt sich wider, wie stark der Mensch das Ökosystem beansprucht, um etwa Energie, Nahrung und Holz zu gewinnen. Die Analysen des "Global Footprint Networks" messen den Verbrauch an natürlichen Ressourcen und die Ressourcenkapazität von Nationen über Jahre hinweg. Anhand der Daten - etwa 15.000 Datenpunkte pro Jahr und Land - wird seit 1961 bereits der "Fußabdruck" von mittlerweile mehr als 200 Nationen ermittelt.
Er wird berechnet, indem gegenübergestellt wird, was genau verbraucht und wie viel CO2 von einer Nation ausgestoßen wird. Verbrauch und Ausstoß erfordern produktive Bereiche wie etwa Ackerland für Nahrung und etwa Waldflächen, um CO2 aufzunehmen und wieder aus der Atmosphäre zu entfernen. Diese Werte werden in "globale Hektar" übertragen. Die Summe an Fläche, die benötigt wird, um dem Ressourcenverbrauch und dem CO2-Ausstoß zu entsprechen, ergibt den ökologischen Fußabdruck.


Quelle: nTV
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