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Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit (Gelesen: 275 mal)
Hagall
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Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
02.10.17 um 12:34:57
 
Die SPD und die AfD haben vorranging dasselbe Klientel: Einfache Menschen, viele Arbeiter. Die SPD muß in Opposition gehen weil ansonsten bei der nächsten Wahl AfD und SPD ihre % tauschen würden. Ob es was nützt wird sich weisen. In der Partei sitzen nur Sesselkleber und Egoisten keiner davon würde auf tolle Verwaltungsposten verzichten nur um stärkste Oppositionspartei zu sein die haben vielmehr Angst vor dem Hungertod wenn sie so weitermachen würden.
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RESISTO

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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #1 - 02.10.17 um 15:32:46
 
Hagall schrieb am 02.10.17 um 12:34:57:
Die SPD und die AfD haben vorranging dasselbe Klientel


Nein, auf keinen Fall.  Schockiert/Erstaunt Zwei völlig unterschiedliche Grundideologien. Auch wenn Parteien eigentlich nur Verpackung sind in denen letztendlich immer das Gleiche steckt - wer wählen geht, hat das ja noch nicht begriffen und für den sind das zwei völlig aber auch wirklich komplett völlig unterschiedliche Ideologien. Ich kenne niemanden, der auch nur ansatzweise zweischen SPD und AfD schwanken würde. Nicht einmal im Traum. Die "Abtrünnigen" kamen in erster Linie von der CDU und (besonders stark zu spüren) CSU. Von der SPD sind einige zur FDP und andere zu den Linken gewechselt.

Außerdem glaube ich nicht, dass die Abweichler, die jetzt AfD gewählt haben, so Stereotype aus der Arbeiterklasse sind. Ich glaube, dass es viel mehr AfD-Symphatisanten gibt als öffentlich bekundet wird. Wie schon mal vor 4 Jahren (oder waren es 8?) gesagt, ist das wie ein Pendel, das immer von einem Extrem ins andere schwingt.

Ähhmmm...Nachtrag: Vor 8 Jahren war es:
Zitat:
Je stärker die Krise umso stärker schwingt das Pendel aus. Nach dem zu erwartenden Linksruck wäre ein noch deutlicherer Rechtsruck in der darauf folgenden Zeit zu erwarten.
http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1231969775/3#10

Im Moment schwingt es nach rechts. Andernfalls gäbe es gar keine Partei wie die AfD, die dann letztendlich nur die Nichtwähler (die Abwähler) auffangen soll. Es schwingt aber auf breiter Front nach rechts, d.h. auch die vermeintlich Angepassten gehen immer weiter nach rechts. Dabei ist vielen die CDU einfach nicht mehr rechts genug, insbesondere nach dem Flüchtlings-Ding, das von der Presse ja auch ausgiebigst aufgebläht wurde.

Und es waren auch keine Protestwähler wie jetzt unverschämterweise immer behauptet wird, frei nach dem Motto: Die haben das ja gar nicht so gemeint. Sie hatten nur nicht den nötigen Weitblick um die Folgen abzuschätzen. Frechheit, so eine Berichterstattung. War mir schon nach Trump und Brexit aufgefallen.
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« Zuletzt geändert: 02.10.17 um 20:36:04 von Erutan »  
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #2 - 02.10.17 um 21:11:51
 
Erutan schrieb am 02.10.17 um 15:32:46:
Nein, auf keinen Fall.  Schockiert/Erstaunt Zwei völlig unterschiedliche Grundideologien.


Ja. Internationale Sozialisten und nationale Sozialisten. Dasselbe ist es auch in Österreich mit SPÖ und FPÖ. Natürlich gibt es diese Stereotypen so nicht mehr und heute will ja jeder als sozial gelten.

Trotzdem sind sowohl AfD als auch FPÖ mehr sozialistisch als wirtschaftsfreundlich, leider denn beide verstehen es so nicht eine allumfassende volksgemeinschaftliche Partei zu sein und darum werden sie oder haben schon grundsätzlich ein Problem über 30% hinauszuwachsen.
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RESISTO

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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #3 - 02.10.17 um 23:42:28
 
Ilum schrieb am 02.10.17 um 22:07:05:
Ihr, oder Du Hagall, geht wirklich nicht von Wahlfälschung aus, kann ich kaum glauben, da gehört doch schon zu Wahlen dazu.


Ich habe, ehrlich gesagt, bis heute keine belastbaren Beweise dafür gefunden. Und es ist ja auch so, dass die Medienpräsenz und die Koalitionsfreiheit eine plumpe Fälschung überflüssig machen.

Hagall schrieb am 02.10.17 um 21:11:51:
Ja. Internationale Sozialisten und nationale Sozialisten.


Hab' schon mal gesagt, dass nie drin ist was drauf steht. Die DDR war keine demokratische Republik, die Nationalsozialisten waren keine Sozialisten, die CDU ist weder christlich noch demokratisch, die Liberalen sind nicht liberal. Nicht mal die Linken sind links (sie hetzen gegen diejenigen, die ihre Ideologie erfunden haben. Sie nennen die "Elite" Sie haben wohl noch nie nachgesehen wer "Elite" ist).

Fakt ist allerdings folgendes: Die SPD und die Linke setzt sich zu einem Großteil aus Menschen zusammen, die weder von sich aus einen Eintritt in die AfD erwägen würden und die dort auch gar nicht willkommen wären.

Einfacher ausgedrückt würden diese beiden Gruppen sich, zugespitzt, als rote Socken oder (andersherum) Braunhemden beschimpfen.

Da kann die AfD noch so sehr propagieren, dass sie gemäßigt ist. Sie kann das auch ruhig sein und ist es wahrscheinlich auch aber die Ideologie, die hinter ihr steht ist mit der SPD/Linke-Ideologie genauso wenig kompatibel wie eine Apple-Maus mit einem Windows-Rechner. Die AfD ist einzig und alleine da um den erstarkenden Rechtsruck, den die CDU niemals wird nachvollziehen können ohne noch unglaubwürdiger zu erscheinen, mit Wählerstimmen abzufangen.

Das ist eine logische Konsequenz aus der Dauerdemütigung der letzten 70 Jahre. Versteh mich nicht falsch. Ich denke, 99% der AfD-Wähler sind keine Nazis und auch sehr sehr weit davon entfernt. Aber die 3. Generation nun wehrt sich einfach gegen die "Wir sind keine bösen Deutschen, wir sind Weltbürger"-Politik. In anderen Ländern völlig normal, ist es für Deutsche etwas fast schon "Perfides", nur etwas für das eigene Land und das eigene Volk zu wollen. Das ändert sich gerade. Es wird nun weiter in diese Richtung schwingen und dann auch wieder zurück.

Wenn Du sagst, dass beide Parteien einen sozialen Anspruch vorfolgen, so ist es aus Sicht der Wähler allerdings sher so, dass der "typische" SPD-Wähler gerne Freiheit gegen ein möglichst dichtes soziales Netz eintauscht und der AfD-Wähler die Ungerechtigkeiten beid der Arbeitsplatzvergabe und Geldverteilung beseitigen will. Der klassische SPD-Wähler will einen starken Staat, der klassische AfD-Wähler will ein starkes Volk. Letzteres propagiert die FDP übrigens auch  Laut lachend
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #4 - 03.10.17 um 14:34:58
 
Erutan schrieb am 02.10.17 um 23:42:28:
die Nationalsozialisten waren keine Sozialisten,


Wie kommst Du denn darauf?

Sowas steht in heutigen Schulbüchern hat aber nichts mit der Realität zu tun. Die Nationalsozialisten waren nämlich genau das was draufstand nationale Sozialisten.

Fast alle "heutigen" sozialen Errungenschaften wurden zur Zeit des Nationalsozialismus erfunden von Freizeitanlagen für Arbeiter bis zum 1. Mai als Feiertag.

Sie waren ursprünglich sogar so sozialistisch, daß sie arbeitsfreie Einkommen abschaffen und enteignen und umverteilen wollten was nicht mehr sozial sondern schon kommunistisch ist. Davon wurde Abstand genommen weil die Volksgemeinschaft nicht nur aus Arbeitern bestehen kann und eine Machtübernahme so auch nicht möglich gewesen wäre - was heute alle "Rechten" ja gerne übersehen und die ganze Wirtschaftsfeindlichkeit von 1920 übernehmen.

Im Gegensatz zu den heutigen Sozialisten konnten die Nationalsozialisten Lebensmittelwucher verhindern und selbst noch im Krieg die Preisstabilität erhalten.

Wie alle Sozialisten waren sie auch keine Sparmeister sondern haben Ausgaben durch hohe Steuern finanziert - der Unterschied zu heute bestand vor allem darin, daß man sich wenigstens darauf verlassen konnte, daß die Steuergelder nicht für volksfremde Zwecke mißbraucht wurden.
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RESISTO

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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #5 - 04.10.17 um 12:52:03
 
Hagall schrieb am 03.10.17 um 14:34:58:
Die Nationalsozialisten waren nämlich genau das was draufstand nationale Sozialisten.


Sozial - ja
sozialistisch - nein

Der Sozialismus ist (vor allen Dingen zu jener Zeit) eine Ideologie, die auf Marx und Engels zurückgeht und genau das war, was die Nationalsozialisten als Feindbild ansahen.

Hagall schrieb am 03.10.17 um 14:34:58:
Sie waren ursprünglich sogar so sozialistisch, daß sie arbeitsfreie Einkommen abschaffen und enteignen und umverteilen wollten was nicht mehr sozial sondern schon kommunistisch ist. 


Ähm...arbeitsfrei oder doch wohl eher leistungsfrei? Wenn man nämlich leistungsfreie Einkommen kappt, dann erwischt man genau diese Furunkel am Arsch der Gesellschaft, die eine Gesellschaft eh nicht braucht, also etwa Geldverleiher, Zinsnehmer, Immobilienvermieter. Kann mir nicht vorstellen, dass es um arbeitsfreie Einkommen ging und damit gemeint war, dass man nun allen Dienstleistern und Verwaltern den Hahn abdrehen wollte.

Und was die Bodenreform (Enteignung) angeht: Ohne Bodenreform kann man den Zinsnehmern ihr schäbiges Handwerk nicht legen denn sie stecken dann ihr Vermögen in Immobilien und vermieten die dann zu Wucherpreisen. Oder sie kaufen sich in Unternehmen ein. Siehe die Zustände beim Zerfall der Sowjetunion; wie die Maden aus ihren Löchern gekrochen kamen und sich Russland per Geld einverleiben wollten, während ihre versoffene Marionette dazu tanzte....bis Putin damit Schluss gemacht hat.

Das wäre dann aber mehr Gesell als Marx und Engels und sehr weit vom Sozialismus entfernt
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« Zuletzt geändert: 04.10.17 um 13:08:34 von Erutan »  
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #6 - 04.10.17 um 19:55:47
 
Erutan schrieb am 04.10.17 um 12:52:03:
Ähm...arbeitsfrei oder doch wohl eher leistungsfrei?


Parteiprogramm NSDAP: 11. Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens.

Dieser und einige ähnliche Punkte waren der Grund weshalb die NSDAP jahrelang nicht vom Fleck kam, das änderte sich erst als Hitler den Reichen versprach diese Punkte nicht umzusetzen. Und das ist ja der Kardinalirrtum aller die sich heute selbst als rechts sehen und selbst nicht vom Fleck kommen weil sie jeden der nicht Lohnsklave ist automatisch als Parasiten ansehen. Das ist aber eigentlich Kommunismus. 1920 war die Wirtschaftskompetenz der NSDAP so groß als wenn ich heute einen Lagerarbeiter im Supermarkt zum Ölpreis befragen würde.

Erutan schrieb am 04.10.17 um 12:52:03:
Wenn man nämlich leistungsfreie Einkommen kappt, dann erwischt man genau diese Furunkel am Arsch der Gesellschaft, die eine Gesellschaft eh nicht braucht, also etwa Geldverleiher, Zinsnehmer, Immobilienvermieter.


... als sich das änderte verschwand auch Gottfried Feder der avisierte Brecher der Zinsknechtschaft am Abstellgleis. Uns zwar deshalb weil das praktisch so nicht funktioniert und ganz andere üble Nebeneffekte bringt.

Gerade jetzt sehen wir das ja. Denn wir haben jetzt die zinsenlose Gesellschaft. Geldverleiher verdienen nichts, Zinsnehmer bekommen keine Zinsen mehr. Die Menschen haben aber nichts davon weil sie einfach zu blöd sind nur das zu bezahlen was etwas wert ist. Faktum wie wir genau jetzt sehen was vorher noch eine Vermutung sein hätte können ist jetzt bewiesen. Denn die Menschen bezahlen nun mit 0,5% Zinsen einfach für dieselbe Ware das Doppelte als vorher mit 5% Zinsen. Keiner kann sich mehr leisten. Das was vorher der Zinsnehmer verdient hat bekommt nun einfach der Immobilientycoon.

Und der Staat gibt Milliarden für volksfremde Zwecke aus weil er sich fürs Geldleihen von den "Zinsnehmern" auch noch zahlen lässt.

Bei 9% Zinsen hätten wir in Deutschland keine Flüchtlingskrise und keine Umvolkung denn dann wäre diese nicht finanzierbar.

Immobilienvermieter? Das Problem ist auch hier durch die Abschaffung der Zinsen entstanden weil hundertausende Wohnungen nicht mehr vermietet werden weil die Besitzer für die aufgrund der nullzinsenbedingten Preissteigerungen nur noch riskanten und unwirtschaftlichen Mietrendite die Wohnungen lieber leerstehen lassen um verkaufen zu können.

Und gerade bei den Objekten die sich Lohnsklaven also 80% der Bevölkerung leisten können ist das Vermietrisiko enorm und Gesetze die es möglich machen, daß man Leute die keine Miete mehr zahlen und die Wohnung versauen frühestens nach 6 Monaten tatsächlich aus der Wohnung entfernen lassen kann tun ihr übriges damit einem die Lust am vermieten entgeht.

Ich hatte selbst so eine Dame die Wände bunt lackiert, alles verdreckt hat und dann ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist den Kühlschrank usw. mitnehmend die Wohnung verlassen hat. Glücklicherweise hatte die Dame das so nicht vorgeplant und wenigstens die Miete bis dahin bezahlt, so daß ich mit der Kaution noch mit einem blauen Auge und nur geringen Verlusten davonkam.

Dazu muß man sagen, daß ich keine Objekte in Citylagen neben der Uni habe wo man pro Zimmer verlangen kann was normalerweise die ganze Wohnung kostet. In den meisten Gegenden ist es nämlich nicht so leicht zu vermieten und man bekommt eine so geringe Miete, daß man sich schlechte Mieter nicht leisten kann.

Einen relativ hohen Teil machen allerdings Betriebskosten aus weil Hausverwalter mit dem Geld unkritisch um sich werfen oder über Freundesfirmen zu Wucherpreisen warten, reparieren und unsinnigste Umbauten z.B. am Aufzug durchführen wieder rückbauen anders ausführen usw. lassen. Da wäre Handlungsbedarf!


Erutan schrieb am 04.10.17 um 12:52:03:
Und was die Bodenreform (Enteignung) angeht: Ohne Bodenreform kann man den Zinsnehmern ihr schäbiges Handwerk nicht legen denn sie stecken dann ihr Vermögen in Immobilien und vermieten die dann zu Wucherpreisen.


Bei 9% Interbank schon - bei 0% aber eben gerade nicht.

Die Brechung der "Zinsknechtschaft" war eben nicht die Lösung und brachte den Menschen überhaupt nichts und senkte auch nicht die Mieten.

Das schäbige Handwerk geht vom Staat aus der so tut als wäre das Land knapp was überhaupt nicht der Fall ist und fiktive Grundstückspreise als wären sie allesamt Goldminen durch Mißverwaltung überhaupt erst ermöglicht. Jede deutsche Stadt ließe sich problemlos auf die Größe New Yorks und 10 Mio Einwohnern ausbauen jedes Dorf vervierfachen und immer noch wäre Deutschland grün. Es gibt keine Raumnot - die gab es früher nur im Sinne einer Lebensmittelnot die gibts aber heute nicht mehr. In D könnte man auch 300 Mio ernähren und jeder könnte ein Haus haben und es wäre immer noch weitgehend grün und nicht zubetoniert.

Für eine Enteignung bin ich daher sehr wohl aber eine Enteignung von Staat, Kirche, Großgrundbesitzern und eine Aufteilung des Landes an das Volk. Egal ob wir dann 10% oder 0% Zinsen hätten könnte es dann automatisch keinen Mietwucher mehr geben.

Der Grund der nicht mehr leistbaren Immobilien und des Mietwuchers soferne vorhanden sind die sinkenden Zinsen und deren Abschaffung, bei 9% Zinsen würden die Immobilien nicht einmal ein Drittel kosten und logischerweise könnten diese dann auch nicht zum selben Preis wie heute vermietet werden. Hohe Zinsen wären erforderlich um das überhaupt wieder zu normalisieren.

Und genau das hat Hitler spätestens 1932 auch erkannt und darum bleib die Abschaffung der "Zinsknechtschaft" auch aus.

Dasselbe was für Feder gilt gilt natürlich auch für Gesell. Theoretisch und mathematisch haben die schon recht. Aber die Rechnung wird ohne die Blödheit des Volkes gemacht - mit solchen Menschen funktioniert eine zinsenlose Gesellschaft nämlich nicht.

Solange Menschen sich Preise in leistbaren Monatsraten fernab jedes Realwertes aufschwatzen lassen solange sorgt jede Zinssenkung lediglich für höhere Wucherpreise die dann so wie gerade jetzt bei null Zinsen gipfeln. Ein Zinssatz zwischen 5-10% ist da weitaus gesünder.
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RESISTO

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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #7 - 05.10.17 um 09:27:03
 
Kurz vorweg: Wir entfernen und bei dieser Diskussion vom eigfentlichen Thema, der Partei Deutsche Mitte. Das hat eine Eigendynamik entwickelt. Falls Du (Ilum) das willst, trenne die themenfremden Inhalte doch ab und schiebe sie in einen eigenen Thread.

Hagall schrieb am 04.10.17 um 19:55:47:
Zitat:
Ähm...arbeitsfrei oder doch wohl eher leistungsfrei?



Parteiprogramm NSDAP: 11. Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommen


Okay, das ist wohl ein eher unglücklich gewählter Ausdruck für leistungsfrei.

Der Hintergrund ist folgender: Für jedes Einkommen muss Leistung erbracht werden. Wenn es nun also Leute gibt, die ihr Einkommen ohne eigene Leistung erwirtschaften, dann muss diese Leistung von anderen erbracht werden. Dieser Umstand ist mir persönlich auch schon seit Jshrzehnten ein Dorn im Auge und es war wohl auch ein Dorn im Auge des Deutschen Reiches ab NSDAP-Übernahme.

Es gibt nun mehrere Wege, das zu unterbinden aber es gibt leider keinen einfachen Weg und es gibt keinen Weg für einen Staat, der immer noch von außen finanziert wird. Ich kann nicht einerseits sagen, ich nehme dem Zinsnehmer jede Existenzgrundlage und andererseits benötige ich ihn zur Finanzierung meiner Pläne. Ich denke, da lag wohl am ehgesten der Hase im Pfeffer.
Hagall schrieb am 04.10.17 um 19:55:47:
Und das ist ja der Kardinalirrtum aller die sich heute selbst als rechts sehen und selbst nicht vom Fleck kommen weil sie jeden der nicht Lohnsklave ist automatisch als Parasiten ansehen.


Das ist eher der Fehler des Populärkommunismus. Das sind die Parolen mit denen man ein mehrheitlich arbeitendes, armes Volk aus seine Seite bekommt. Fakt ist aber: Jeder, der für sein Einkommen Leistung erbringt, ist raus aus der Nummer. Drin sind nur die leistungslosen Einkommensempfänger. Davon gibt es nicht viele.

Hagall schrieb am 04.10.17 um 19:55:47:
Gerade jetzt sehen wir das ja. Denn wir haben jetzt die zinsenlose Gesellschaft. Geldverleiher verdienen nichts, Zinsnehmer bekommen keine Zinsen mehr.


Ja, das stimmt. Damit beschäftige ich mich seit 2015 nachdem ich ab 2007 behaupte: Das Finanzsystem ist am Ende, es merkt nur heute keiner (mehr) weil es gekonnt überspielt wird. https://www.raumflugcenter.de/2015/05/28/sind-die-zentralbanken-doch-nicht-der-b...

Ich bin ,mehr als damals, der festen Überzeugung, dass es genau so ist. Die riesige Geldumverteilungsmaschinerie ist am Ende weil ihr der Treibstoff ausgegangen ist. Da das vorherzusehen war, hat man so vielen Staaten wie möglich die Währungshoheit entzogen und zwei mächtige Zentralbanken etabliert, die FED und die EZB. Wäre dem nicht so, würden die Staaten seit spätestens 2007 munter Geld nachdrucken, ihre Währungen gegenseitig abwerten und für alle wäre die Lage offensichtlich und deutlich. Es wäre ein Ende mit Schrecken aber es wäre wenigstens ein Ende.

Was man nun aber stattdessen macht, ist ein endloses Siechtum. Dabei muss man nur einmal in die Vorstände der großen Konzerne hochen um zu wissen, dass die nahezu alle kurz vor dem finanziellen Kollaps stehen. Passiert es denn wirklich einmal vor aller Augen, also geht so ein Konzern pleite, dann findet ,man immer schnell andere Gründe. Tatsächlich ist es aber so: Im Wirtschaftskreislauf-Topf, dem Topf aus dem praktisch alles finanziert wird, von dem Löhne und Gehälter bezahlt werden, aus dem Inverstitionen getätigt werden, den wir alle als das Geld kennen von dem wir reden wenn wir Geld sagen....der ist seit 2007 so leer, dass ihm eine einzige weitere Schröpfung durch Zinsnahme sofort das Genick brechen würde. Daher die Null-Zins-Politik. Es ist nicht weiter als ein Erhalten des momentanen Status Quo um nicht jetzt und sofort, unvorbereitet, in den Reset-Zustand zu geraten. Scheinbar hat man sich darauf nicht rechtzeitig vorbereitet. Vielleicht hat auch die Kriegshetze nicht ausgereicht um genug Völker gegeneinander aufzuhetzen. Vielleicht kam aber auch der sogenannte "Arabische Frühling" dazwischen.

Aber:

Auch wenn der Parasit momentan mit neuen Krediten kein Geld verdienen kann - mit vergangenen Krediten kann er es nach wie vor und das reicht völlig aus um als Sklavenpeitsche für die nächsten 10 oder 20 Jahre zu funktionieren. Schuldendienst ist einer der größten Posten des Bundesdeutschen Staatshaushalts (zeitweilig der zweithöchste) und das ist bei anderen Staaten auch nicht anders.

Hagall schrieb am 04.10.17 um 19:55:47:
Die Brechung der "Zinsknechtschaft" war eben nicht die Lösung und brachte den Menschen überhaupt nichts und senkte auch nicht die Mieten.


Natürlich nicht. Siehe letztes Posting. Wer mit Zinsnahme kein Geld mehr machen kann, flüchtet in den Immobilienmarkt. Außerdem ist es völlig undenkbar, dass man den Zins-Parasiten nur auf nationaler Ebene ablehnt. Wenn, dann muss das ein weltweites Phänomen sein. Andernfalls müsste ein Staat völlig autark sein. Nur....man könnte damit beginnen.

Hagall schrieb am 04.10.17 um 19:55:47:
Solange Menschen sich Preise in leistbaren Monatsraten fernab jedes Realwertes aufschwatzen lassen solange sorgt jede Zinssenkung lediglich für höhere Wucherpreise die dann so wie gerade jetzt bei null Zinsen gipfeln.


Diese Dynamik funktioniert in einem Demurrage-System (Gesell) nicht. Der Wucherer würde sich nur selber schaden. Wohl aber würde es so kommen wenn wirkliuch ein leistungsloses Grundeinkommen eingeführt würde. Dann würden die Preise auf breiter Front steigen denn die Händler wüssten, dass die Kunden es zhalen können.
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Hagall
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #8 - 05.10.17 um 22:00:17
 
Erutan schrieb am 05.10.17 um 09:27:03:
und es war wohl auch ein Dorn im Auge des Deutschen Reiches ab NSDAP-Übernahme.


Eben nicht - das ist der feine Unterschied. Es wurde zwar 1920 proklamiert zu einem Zeitpunkt als die Wirtschaftskompetenz der NSDAP etwa dem der heutigen NPD entsprach, bei der Machtübernahme die ja überhaupt nur stattfinden konnte nachdem Hitler zusicherte genau das nicht zu tun war davon dann keine Rede mehr. Hitler ließ das Programm der Partei zwar unverändert - wäre auch schwer gewesen den Schwenk den Normalos zu erklären - , ein Drittel davon war jedoch zur Machtübernahme bereits obsolet und wurde dann nie mehr umgesetzt.

Erutan schrieb am 05.10.17 um 09:27:03:
Das ist eher der Fehler des Populärkommunismus.
Es ist der gemeinsame Nenner von Kommunisten und NPD.


Erutan schrieb am 05.10.17 um 09:27:03:
Jeder, der für sein Einkommen Leistung erbringt, ist raus aus der Nummer. Drin sind nur die leistungslosen Einkommensempfänger. Davon gibt es nicht viele.


Das ist aber ein Irrtum. Denn jeder Sparer und Aktionär ist da drin. Denn all diese Kreise links wie rechts betrachten insbesondere Zinsen und Dividenden nicht als leistungsbasiertes Einkommen. Daß ausgerechnet in Deutschland aufgrund der Regimeschulbildung die Reiche verteufelt nur eine geringe Aktionärsquote existiert ändert daran nichts.

Das Problem ist, daß die Ideologie der Abschaffung der "Zinsknechtschaft" nicht zwischen einer .....bank und einem Anleger der sich an einem Unternehmen beteiligt unterscheidet.

Erutan schrieb am 05.10.17 um 09:27:03:
zwei mächtige Zentralbanken etabliert, die FED und die EZB. Wäre dem nicht so, würden die Staaten seit spätestens 2007 munter Geld nachdrucken, ihre Währungen gegenseitig abwerten


Das ist nicht der Fall. Gerade die Staaten die keine USD und Euros haben tun das nicht. Im Gegenteil - die meisten Staaten werten gehörig auf nur merkt das bei uns keiner weil viele davon in Asien liegen. Es sind gerade FED und EZB - diese ganz besonders - die Geld drucken weil ihre verwöhnte faule Gesellschaft von der man sich ein Dutzend Mal alle 4 Jahre gegen teure Versprechungen Stimmen gekauft hat im Weltmaßstab nicht mehr konkurrenzfähig ist. 

Erutan schrieb am 05.10.17 um 09:27:03:

Dabei muss man nur einmal in die Vorstände der großen Konzerne hochen um zu wissen, dass die nahezu alle kurz vor dem finanziellen Kollaps stehen.


Sehe ich nicht. 90% der Welt sind quasi Ödland - alleine um Polen oder Ungarn aufzubauen könnte man die Weltwirtschaft locker 50 Jahre beschäftigen. Von Affrika will ich gar nicht reden. Wir haben Platz für 100000% Wachstum. Es geht nur so langsam weil dieses Regime die Kosten für alles vollkommen fiktiv ums 10fache aufgeblasen hat um eine stark steigende Anzahl von Deppen (aufgrund Regimeschulen) sowie aufgrund verfehlter Bevölkerungspolitik Pensionisten auf Kosten der Allgemeinheit zu erhalten. Dadurch hat die ganze Eurozone Wucherkosten und wucherlöhne von denen aber keiner was hat weil man für diesen Wucherlohn in dieser Zone ja trotzdem nicht viel bekommt. Die Lösung wäre einfach: Steuern weg, bestimmte Bereiche verstaatlichen und daraus die Ausgaben finanzieren, alle nicht volksbezogenen Ausgaben streichen und plötzlich kann sich jeder 3x so viel leisten auch bei Lohnstopp bis die Konkurrenzfähigkeit wiederhergestellt ist.

Die Konzerne werden die Staaten die sinken verlassen bevor sie untergehen.


Erutan schrieb am 05.10.17 um 09:27:03:
  Im Wirtschaftskreislauf-Topf, dem Topf aus dem praktisch alles finanziert wird, von dem Löhne und Gehälter bezahlt werden, aus dem Inverstitionen getätigt werden, den wir alle als das Geld kennen von dem wir reden wenn wir Geld sagen....der ist seit 2007 so leer,


Ja. Das ist eine typische Folgeerscheinung einer zu langen Demokratiephase. In einer Demokratie summieren sich wegen der ständigen Wahlen über die Jahrzehnte naturgemäß immer realitätsfremdere Ausgaben begleitet von einem gleichsamen Leistungsabbau.

Stell Dir vor Du hast ein Geschäft in dem immer weniger Leute kaufen. Je weniger kaufen desto mehr erhöhst Du die Preise um das auszugleichen. Am Anfang kaufen von 100 nur noch 90 und Du erhöhst die Preise auf 110%. Irgendwann kaufen nur noch 50% und Du bist bereits bei 200% beim Preis. Nach langer Zeit kommen nur noch 10 und Dein Preis hat sich verneunfacht. Es kommt der Tag des letzten Kunden und es 99fachen Preises aber es zieht sich sehr lange bis der Tag kommt. Schön ist das Leben da schon lange nicht mehr aber es ging langeeeeee weiter und weiter und weiter.

Wir sind schon im letzten Zehntel angelangt aber kann sich noch so lange strecken das wir das Ende trotzdem nicht mehr erleben werden.


Erutan schrieb am 05.10.17 um 09:27:03:

Diese Dynamik funktioniert in einem Demurrage-System (Gesell) nicht. Der Wucherer würde sich nur selber schaden.


Nicht unbedingt. Hier werden die Zinsen ja nur durch ein Disagio ersetzt. Die Leute müssen ihr Geld ausgeben und das auch noch sofort um das Disagio zu vermeiden. Die Leute würden Warenlager aufbauen um kein Geld zu besitzen was natürlich erst recht wieder eine Preisspirale auslösen würde. Oder was kann sich der Rotterdamer Diamant.... denn besseres wünschen.   
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FurorTeutonicus
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #9 - 06.10.17 um 08:54:49
 
Zum Thema Finanzsystem fällt mir dieses interessante Video ein.
https://www.youtube.com/watch?v=M4k8ht8ugD4
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #10 - 06.10.17 um 12:33:28
 
FurorTeutonicus schrieb am 06.10.17 um 08:54:49:
Zum Thema Finanzsystem fällt mir dieses interessante Video ein.
https://www.youtube.com/watch?v=M4k8ht8ugD4


Hmmm...ich finde dieses Video ja eigentlich viel besser. Keine Polemik, ein wenig witzig und leicht verständlich. https://www.youtube.com/watch?v=E6gR-G6kVYU

@Hagall Zu dir komme ich später. Muss ja auch mal ein bisschen arbeiten  Laut lachend
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #11 - 06.10.17 um 14:53:57
 
Hagall schrieb am 05.10.17 um 22:00:17:
Zitat:
Erutan schrieb am Gestern um 09:27:03:
und es war wohl auch ein Dorn im Auge des Deutschen Reiches ab NSDAP-Übernahme.



Eben nicht - das ist der feine Unterschied. Es wurde zwar 1920 proklamiert zu einem Zeitpunkt als die Wirtschaftskompetenz der NSDAP etwa dem der heutigen NPD entsprach, bei der Machtübernahme die ja überhaupt nur stattfinden konnte nachdem Hitler zusicherte genau das nicht zu tun war davon dann keine Rede mehr.


Wenn du damit zum Ausdruck bringen willst, dass Hitler genauso ein Verräter und krummer Politiker war wie all seine Amtskollegen bis heute, dann läufst du bei mir offene Türen ein. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie es nicht besser wussten. Dass sie es nicht umsetzten bedeutet nicht, dass sie nicht wussten was Sache ist.
Das ist einer von vielen Gründen warum ich mir die gesamte Politik völlig anders vorstelle. Würde jetzt zu weit führen, das zu erläutern, denn es würde wieder ein neues Tor öffnen aber ich bin mir schon sehr bewusst, dass es in der Politik immer so und niemals anders läuft.#

Aber genauso klar ist für mich auch, dass sie sehr genau wussten, dass dieses Zinssystem, der leistungslose Gelderwerb, dieses Schmarotzertum und Parasitentum erst abgeschafft werden muss bevor man überhaupt irgendetwas anderes in Angriff nehmen kann.
Und wer jetzt sagt: Okay, die haben so gehandelt weil sie die eh alle abmurksen wollten, der ruft auch nem Ertrinkenden zu, er soll den Pool halt leersaufen. Die haben so gehandelt weil sie Macht wollten.

Hagall schrieb am 05.10.17 um 22:00:17:
Das ist aber ein Irrtum. Denn jeder Sparer und Aktionär ist da drin.


Der Sparer wäre in einem modernen Demurragesystem nicht drin. Das Gesell-Modell ist ja sozusagen nur die Blaupause. So simpel funktioniert das natürlixch nicht. Sonst dürfte man ja beispielsweise auch nie krank oder alt werden.
Nein, in einem modernen Demurrage-System ist die Demurrage nicht fix, sondern sie passt sich an.

Und zum Thema Aktien: Wer hat diese Gesellschaftsform eigentlich dermaßen pervertiert? Wer ne Aktie kauft, kauft sich in ein Unternehmen ein. Ende der Fahnenstange. Die AG ist eine Gesellschaftform bei der man nicht für jeden neuen Geschäftpartner zum Notar rennen muss. Mit Aktien zu spekulieren ist pervers. Sollte unmöglich sein. Ohne Leistung aus einem Unternehmen Geld abzuziehen ist pervers.

Hagall schrieb am 05.10.17 um 22:00:17:
Das ist nicht der Fall. Gerade die Staaten die keine USD und Euros haben tun das nicht.


Genau das sagte ich. Sie können es auch nicht denn sie haben keine Währungshoheit. Sie würden es aber tun wenn sie autarke Währungen hätten.

Hagall schrieb am 05.10.17 um 22:00:17:
Sehe ich nicht. 90% der Welt sind quasi Ödland - alleine um Polen oder Ungarn aufzubauen könnte man die Weltwirtschaft locker 50 Jahre beschäftigen. Von Affrika will ich gar nicht reden. Wir haben Platz für 100000% Wachstum. 


Arbeit alleine macht keine Beschäftigung. Es ist bezahlte Arbeit, die Beschäftigung macht. Die Konzerne gehen nicht pleite weil es per se an Arbeit mangeln würde, sondern es mangelt ihnen an Geld. Der Topf ist leer. Ihn jetzt schnell mit nachgedrucktem Geld zu füllen würde eine massive Inflation nach sich ziehen. Natürlich wird stets Geld nachgedruckt und wir haben ja auch eine ganz leichte Inflation aber das ist, gemessen am Bedarf, ein Tropfen in einem Ozean.

Das Grundproblem ist folgendes: Der Zins entzieht dem großen Tiopf an dem wir alle uns laben (finanziell) Geld. Der Topf schrumpft also und mit jedem Schrumpfen wird der Bedarf nach weiteren, größeren Darlehen, größer und größer. Und mit jedem neuen Darlehen wird der Topf kleiner und kleiner. An seinem minimalsten Punkt vor dem absoluten Kollaps sind wir jetzt seit 2007 angekommen. Wird der überschritten, werden Zustände für alle sichtbar, etwa durch Massenentlassungen, zunehmender Obdachlosigkeit, einem geplatzten Sozialsystem. Die großen Unternehmen laufen derzeit allesamt haarscharf am Rand des Abgrunds entlang und verwenden mehr Energie auf die Beschönigung von Quartalszahlen als auf ihre Kerngeschäfte.

Wirklich äußern tut sich das nur wenn man genau hinsieht oder hineinhorcht. Da werden plötzlich jahrzehntealte Teamstrukturen aufgelöst, ganze Chefetagen gestrichen und ehemalige Chefs mit ihren ehemaligen Mitarbeitern gleichgestellt weil damit riesige Lohnkosten eingespart werden können. Da werden Mitarbeiter im Auslandsdienst sich selbst überlassen wenn sie erkranken oder Spesen werden entweder erst nach wochenlangem Mahnen bezahlt oder gleich ganz zurück
gewiesen. Firmenwagen werden plötzlich gebraucht gekauft und das auch nur noch für die obersten Etagen. Außendienstmitarbeitern wird nahegelegt, ihren Privatwagen zu nutzen. Es wird eine Spritumlage angeboten....und und und

Ich spreche hier von weltweit tätigen Mega-Konzernen, von Maschinenbaufirmen, die das eigentlich gar nicht nötig hätten aber gauso handeln. Es bekommt nur niemand mit.

Hagall schrieb am 05.10.17 um 22:00:17:
Ja. Das ist eine typische Folgeerscheinung einer zu langen Demokratiephase. In einer Demokratie summieren sich wegen der ständigen Wahlen über die Jahrzehnte naturgemäß immer realitätsfremdere Ausgaben begleitet von einem gleichsamen Leistungsabbau.


Nein, das ist die weltweite Folge des Zinssystems und einer Politik, die nichts dagegen unternimmt. Das hat mit Demokratie nichts, aber auch rein gar nichts zu tun.

Hagall schrieb am 05.10.17 um 22:00:17:
Stell Dir vor Du hast ein Geschäft in dem immer weniger Leute kaufen. Je weniger kaufen desto mehr erhöhst Du die Preise um das auszugleichen.


Genau anders herum verläuft die Dynamik.

Zu wenig Geld --> Weniger Einkäufe
Weniger Einkäufe --> Preise runter (Deflationsbeginn)
Preise runter --> weniger Gewinn bei gleichem Umsatz
weniger Gewinn --> Entlassung von Mitarbeitern (Beginn der Depression)

Spätetets jetzt haben früher die Staaten gehandelt. Sie haben Geld in Umlauf gebracht. Unbd das geht dann folgendermaßen weiter

Mehr Geld --> Kunden geben viel Geld aus
Kunden kauffreudig --> Preise hoch (Beginn der Inlation)
Preise hoch --> Leute brwuchen mehr Geld
Leute brauchen mehr Geld --> Staat druck mehr Geld
Leute haben mehr Geld --> Leute kaufen mehr
Leute kaufen mehr --> Preise hoch

Der Kreislauf kann - theoretisch - endlos so weiter gehen oder wie mein Opa so schön sagte: "Am Ende war ich Multimillionär und konnte mir nicht einmal ein Brot davon kaufen."

Wir stehen heute aber auch am Rande der Depression. Was die Situation einigermaßen stabil hält ist die vorübergehende Nutzlosmachung des Zinses sowie auch eine fast schon deflationäre Preispolitik, die große Lohnzuwächse überflüssig macht.
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #12 - 06.10.17 um 15:43:37
 
Dieses Thema wurde in dieses Forum von Äußere Erde Allgemeines verschoben von Erutan.
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #13 - 06.10.17 um 16:21:23
 
Erutan schrieb am 06.10.17 um 14:53:57:
Wer ne Aktie kauft, kauft sich in ein Unternehmen ein. Ende der Fahnenstange. Mit Aktien zu spekulieren ist pervers. Sollte unmöglich sein. Ohne Leistung aus einem Unternehmen Geld abzuziehen ist pervers.


Also wer ne Aktien kauft ist dumm und unverschämt? Dumm weil er sie kauft und unverschämt weil er auch noch Dividende will?

Das was Du hier schreibst ist purer Kommunismus denn es stellt jeden wirtschaftlichen Besitz ad absurdum. Was soll denn da pervers sein? Es hat auch nichts mit der Form einer AG zu tun. Auch ein Einzelunternehmen kann man kaufen und es mit Gewinn weiterverkaufen das ist keine Eigenheit von Aktien. Da dürfte man überhaupt keinen Handel mit nichts mehr betreiben - Kommunismus eben wo alles dem Volk gehört und jeder für einen Reifen vom alles arbeiten muß.

Der Unterschied eine AG zu anderen Unternehmensformen hat nichts mit dem Vorstand zu tun, denn einen solchen kann man adäquat in jeder Unternehmensform einrichten. Es hat ausschließlich mit der Finanzierung des Unternehmenszwecks zu tun. Es soll Unternehmenszwecke geben  Augenrollen die ein einzelner nicht alleine finanzieren kann. Und wenn so ein Unternehmen gegen Anteile daran finanziert so soll man dafür dann nicht den zustehenden Gewinnanteil erhalten? Ohne Leistung gibt es auch keine Dividende die kommt ja nicht aus den nichts dafür muß das Unternehmen ja was leisten.


Erutan schrieb am 06.10.17 um 14:53:57:
Genau das sagte ich. Sie können es auch nicht denn sie haben keine Währungshoheit. Sie würden es aber tun wenn sie autarke Währungen hätten.


Wie jetzt? Die Griechen können es nicht WEIL sie den Euro haben oder die Singalesen tun es nicht WEIL Sie keinen Euro haben?


Erutan schrieb am 06.10.17 um 14:53:57:
Der Zins entzieht dem großen Tiopf an dem wir alle uns laben (finanziell) Geld. Der Topf schrumpft also und mit jedem Schrumpfen wird der Bedarf nach weiteren, größeren Darlehen, größer und größer. Und mit jedem neuen Darlehen wird der Topf kleiner und kleiner.


Das gilt aber NUR für den Staat oder Unternehmen die keinerlei Wertschöpfung leisten. Beispielsweise könnten Flüchtlingshilfsorganisationen die nichts von Wert produzieren sich nicht über Darlehen finanzieren.

Ein Fabrik die Schrotflinten zur Abwehr von Einbrechern finanziert kann das aber schon, da sie ja Werte schafft.


Erutan schrieb am 06.10.17 um 14:53:57:
Da werden plötzlich jahrzehntealte Teamstrukturen aufgelöst, ganze Chefetagen gestrichen und ehemalige Chefs mit ihren ehemaligen Mitarbeitern gleichgestellt weil damit riesige Lohnkosten eingespart werden können. Da werden Mitarbeiter im Auslandsdienst sich selbst überlassen wenn sie erkranken oder Spesen werden entweder erst nach wochenlangem Mahnen bezahlt oder gleich ganz zurück


Wenn sie ähnlich viel leisten wie das Regime in dem sie leben und das sie unterstützen dann wird das wohl auch schwer dauerhaft aus privater Hand finanzierbar sein. Und WENN sie jahrzehntelang erfolgreich waren, dann haben sie genug Geld angelegt und sei es in eigenen Aktien daß sie nicht verhundern werden müssen. Haben sie das nicht würde ich meinen man hätte diese Strukturen schon vor Jahrzehnten entfernen sollen.

Erutan schrieb am 06.10.17 um 14:53:57:
von Maschinenbaufirmen, ................. Es bekommt nur niemand mit.


Standort EU nehme ich an. Natürlich bekommt man das mit man wundert sich eher wie man so lange so wirtschaften konnte bzw. wurde dies vom Regime Wahl für Wahl teuer erkauft nur jetzt mit gläsernen Konten, totaler Überwachung, Änderung der Umsatzsteuer usw. usw. ......... kriegt der Unternehmer keine Geschenke mehr vom Regime kann er die Schlaraffenlandarbeitsbedingungen natürlich auch nicht weiter zahlen.


Erutan schrieb am 06.10.17 um 14:53:57:
Genau anders herum verläuft die Dynamik.

Zu wenig Geld --> Weniger Einkäufe
Weniger Einkäufe --> Preise runter (Deflationsbeginn)
Preise runter --> weniger Gewinn bei gleichem Umsatz
weniger Gewinn --> Entlassung von Mitarbeitern (Beginn der Depression)


Dann bist Du er einzige der irgendwo fallende Preise gesehen hat. Das ist die Theorie aber genau das ist ja nicht der Fall. Richtig ist nur, daß die Leute sich weniger leisten können (weil 3% mehr Lohn = 5% mehr Kosten nach 40 Jahren halbiert sich die Kaufkraft) aber die Preise steigen eben trotzdem das muß nicht logisch sein aber es ist die Realität dieses Systems. 
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Re: Das Zinssystem - Ein Furunkel am Arsch der Menschheit
Antwort #14 - 11.10.17 um 11:36:50
 
Ach so - ja. Da war ja noch was. Wenn ichg hierzu jetzt etwas schreibe, dann würde ich mich wiederholen. Es ist alles gesagt worden zu diesem Thema.
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