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Vor Weihnachten ist alles teurer gilt nicht mehr (Gelesen: 73 mal)
Hagall
DEFCON 4
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Beiträge: 990
Vor Weihnachten ist alles teurer gilt nicht mehr
11.02.18 um 14:39:55
 
Es war doch immer so, daß man vor Weihnachten wo die Leute unter Kaufzwang stehen keine guten Preise bekam und nach dem Fest dann alles billiger wurde.

Das kann ich nunmehr aber überhaupt nicht feststellen.

Gekauft habe ich vor Weihnachten dieses Jahr
- Spielzeug (vor allem Barbie, Vtech und Carrera)

meistens bei Amazon, Toys Rus und weniger bei Müller und Interspar.

- Beleuchtung versch. Art
- Kleinmöbel

Praktisch alles was ich gekauft habe kostet jetzt 30-100% mehr als zwischen Mitte November und Weihnachten als ich es gekauft hatte.

Dazu muß man sagen, daß ich alle Möglichkeiten billiger zu kaufen auch knallhart nutze. d.h. bei Toys Rus reklamiere ich die Bestpreisgarantie, wenn ein anderer Anbieter etwas plötzlich nach Kauf billiger hat und bei Amazon und Interspar schick ich das Zeug auch zurück wenn sich - bei Amazon meist durch Preissenkung desselben Anbieters Zunge - noch bessere Möglichkeiten ergeben. Der Konsument hat Narrenfreiheit  Laut lachend Besonders hilfreich bei Amazon, daß man alles bis 31.1. zurücksenden kann was man ab November gekauft hat. Wichtig ist nur "Versand durch Amazon" zu kaufen, denn da kostet die Rücksendung auch nichts.

Toys Rus, Müller und Interspar sind eigentlich das ganze Jahr über Wucherläden wo man nichts kauft nur vor Weihnachten kann man dort kaufen, dabei lassen sich oft Doppelrabatte (bei Interspar nur bei entsprechender Dummheit des Personals der Filiale was aber häufig der Fall ist) nutzen d.h. die bereits reduzierte Ware ist nochmal rabattfähig erst dadurch kommt es zu akzeptablen Preisen die man auch später nicht bereut.

Bei Toys Rus muß man in den Geschäften kaufen, denn online sind bei Rabattaktionen dann oft bereits reduzierte Artikel plötzlich "ausverkauft" obwohl sie in jeder Filiale verfügbar sind. Die Rabattideen bei Toys Rus erinnern manchmal schon an strukturierte Finanzprodukte und sind so gestaltet, daß man bei Onlinebestellung oft mangels verfügbarer Produkte immer den Zonk zieht während man in der Filiale aber den maximalen Rabatt zusammenbasteln kann, was in der Regel nur kaum wer macht.

Am 25.12. war der Spaß überall zu Ende und seither durchgehend nur die üblichen Preisschweinereien mit Fakeaktionen. Auf Amazon fällt das besonders auf weil dort Preisänderungen angezeigt werden.

Früher war es doch so, daß nach den Feiertagen das ganze Zeug dann billiger wurde?
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Erutan
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RESISTO

Beiträge: 2395
Re: Vor Weihnachten ist alles teurer gilt nicht mehr
Antwort #1 - 11.02.18 um 22:52:31
 
Das ist so seit 2007. Der Grund ist eine schleichende Deflation. Gerade Technik und Lebensmittel sind davon betroffen; auf höherem Niveau auch Immobilien. Um die Deflation offiziell wegzurechnen gibt es nebenbei auch noch total überteuertes Spielzeug für diejenigen, die eh nicht auf den Preis gucken.

Bei Technik gibt es zudem noch den Innovations-Trick, d.h. ein Nachfolgemodell kommt in immer schnellerem Turnus auf den Markt und Vorgägermodelle sind dann "kostengünstige Auslaufmodelle". Bei Lebensmitteln gibt es die Aldi-Ausrede, d.h. es wird behauptet, die Discounter würden künstlich die Preise drücken, zu Lasten der Industrie und zu Gunsten des Kunden. Tun sie auch aber was war zuerst da, die Not oder der Billigheimer?

Alles Ausreden! Fakt ist, dass wir de facto eine Deflation haben und diese seit 2007 immer weitere Kreise zieht, ohne dass die Medien mal ihren Fokus darauf richten würden. Immer mehr Menschen geht es finanziell immer schlechter. Das allgemeine Konsumverhalten geht eigentlich zurück, wird aber durch immer weiter stagnierende Preise und Sonderangebote aufrecht erhalten. Ein Fernseher kostete während meiner Jugend noch ein ganzes Monatsgehalt. Heute kostet ein vergleichbares Gerät nur noch einen winzigen Bruchteil davon.

Wer heute auf Luxusartikel verzichtet und noch ein normales Einkommen hat, kann so billig leben wie noch nie zuvor. Man merkt es nur nich weil man sich in einer solchen Situation dann eben auch mal den einen oder anderen Luxusartikel gönnt.

Demgegenüber steht das Heer derjenigen, die nicht mehr durchschnittlich verdienen und dieses Heer wird zunehmend größer. Aber auch die können ohne Hunger leben weil eben die Preise so niedrig sind.
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Hagall
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Beiträge: 990
Re: Vor Weihnachten ist alles teurer gilt nicht mehr
Antwort #2 - 12.02.18 um 08:54:47
 
Erutan schrieb am 11.02.18 um 22:52:31:
Um die Deflation offiziell wegzurechnen gibt es nebenbei auch noch total überteuertes Spielzeug für diejenigen, die eh nicht auf den Preis gucken.


Das mit der Deflation sehe ich ähnlich. Allerdings sehe ich Steuern, Lebensmittelwucher, Löhne und auch Mieten als Verursacher künstlicher Inflation.

Das "allgemeine Konsumverhalten" der Lohnsklaven geht wohl zurück, dem stehen jedoch zahllose Miethaie und Vermögende gegenüber die das ausgleichen. Wer 3 Wohnungen vermietet kann nicht leben wie ein Gott, muß aber auch nicht arbeiten und das sind gar nicht so wenige. Und dann nicht zu vergessen Pensionisten die aus dem nichts schöpfen - bzw. aus Steuergeldern da ihre Wucherpensionen nicht finanziert sind. Rechne mal die Pensionisten von einem Aida Schiff weg.............Pensionisten sind höllische Preistreiber weil Gratisgeld gibt sich leicht und ohne nachzudenken aus. Und um die Deflation am unteren Ende aufzufangen gibts ja jetzt 1 Mio Flüchtlinge die wieder auf Kosten der Steuerzahler dort kaufen wo sonst Leute kaufen die immer weniger Geld haben um auch dort die Preise hochzuhalten.

Mit jeder Lohnerhöhung gießt man Benzin in die Preistreiberei denn aufgrund der horrenden Lohnnebenkosten für den Unternehmer müssen die Preise natürlich immer mehr steigen als der Lohn.

Nicht staatlich verursacht und gesteuert ist allerdings das "überteuerte Spielzeug". Die Produktion hat der Staat durch unbezahlbare Löhne und Steuern längst nach China vertrieben. Dort entwickelte sich dann im Laufe der Jahre ein Trend zu immer schlechterer Qualität bei gleichsam steigenden Phantasiepreisen. Das haben Mattel und Co. von den Chinesen gelernt. In China kostet alles wenige Cent oder Dollar. Die Chinesen haben keine Ahnung für was sie das Zeug verkaufen können, weil sie nicht unterscheiden können ob sie sich die Preise beim Diskonter oder beim Wucherer abschauen. So kommt es, daß auf Amazon die Chinesen die dort langsam viele Branchen übernehmen tlw. sehr billig dann aber auch zum x-fachen Preis anschreiben - weil das eben alles nur Phantasiepreise sind und der Zollwert sowieso nur 2 Dollar.

Schuld am total überteuerten Spielzeug sind aber Mattel und Co. die horrende UVPs vorgeben UND Händler bestrafen die diese unterfahren wollen. So sind in der Branche Klauseln üblich, daß man einen hohen Rabatt auf die Einkaufspreise erhält, wenn man nur UVPs anschreibt. Man darf ja keine Händler sperren die das nicht tun - solche Prozesse gingen verloren - daher ging man dazu über Rabatte technisch unmöglich zu machen. Je nach Hersteller werden die vollen Lager die sich aufgrund der fixen Wucherpreise natürlich bilden aber mit 2-3 Jahren Verzögerung dann immer abverkauft so daß z.B. die Neuheiten von 2015 dann 2018 billig zu bekommen sind, so daß der Schein entsteht, es gäbe unabhängige Preise was überhaupt nicht der Fall ist.


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