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Warum sich nichts ändern kann - oder die Sperrminorität der unsichtbaren Reichen (Gelesen: 227 mal)
Hagall
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Beiträge: 1068
Warum sich nichts ändern kann - oder die Sperrminorität der unsichtbaren Reichen
16.03.18 um 21:12:39
 
Es sind sich alle einig: seit Jahrzehnten bekommt man Jahr für Jahr weniger fürs Geld, Sparer werden durch Inflation enteignet, die Regierung schikaniert nur das Volk und wird trotzdem gewählt.

Viele vermuten - klar Wahlbetrug das Regime richtet es sich selbst. Oder es sind die Seilschaften und auserwählten Clubs die nur sich selbst in Machtpositionen zulassen.

Aber kann eine "Elite" von 1-3% wirklich gegen das Volk regieren?

Ich bezweifle das, ich sehe das Problem und den Fehler vielmehr darin was das Volk so für "normal" hält. Jeder der arbeitet glaubt, daß alle anderen das auch tun müssen bzw. nur ganz ganz wenige Reiche die Ausnahmen sind. Und diese arbeitende Bevölkerung versteht natürlich auch nicht warum es Jahr für Jahr schlechter werden kann und wieso es so weitergeht obwohl ja angeblich schon jeder im Bekanntenkreis das alles durchschaut und sich dagegenstellt.

Nun sehen wir einmal genauer hin: Arbeitet wirklich jeder? Nein! Die Quote der Erwerbstätigen liegt in allen westlichen Staaten unter 50%. Natürlich da sind jetzt auch Schüler und Pensionisten dabei aber auch wenn man diese abzieht kommt man trotzdem kaum über 70%. Ein paar Prozenterl sind echte Arbeitslose oder Frauen mit Babys aber:

20% arbeiten eigentlich nichts weil sie nicht müssen

Natürlich weiß jeder, daß es solche Menschen gibt aber es sind weit mehr als die 0-2% die Lohnsklaven so vermuten. Diese 20% sind aber diejenigen die systembedingt - z.B. Mietwucher oder Freihandel - vom System profitieren ohne selbst bewußt Teil des Systems zu sein.

Interessant z.B. in Deutschland eine 100% Korrelation von NPD/AfD usw. "Hochburgen" und hoher Beschäftigtendichte. In Gegenden in denen die Beschäftigtendichte unter 25% ist - auch das gibt es - wählt niemand gegen das System.

Den 20% unzufriedenen Lohnsklaven stehen also genauso viele Reiche gegenüber die Angst vor Veränderungen haben und damit ist ein echter Machtwechsel von vornherein unmöglich auch ohne Wahlen zu manipulieren.

Eigentlich sollte einem ja schon der Verstand sagen, daß wenn 50% der Bevölkerung Mieter sind irgendwo ja auch Vermieter sein müssen und es eben nicht so ist, daß 1% Superreichen alles gehört. Das alles teilt sich auf wesentlich mehr Leute auf nur sind diese Leute auf der Straße genauso wie in Fernsehen und Medien unsichtbar oder nur sehr selten bewußt zu sehen.

Daher die falsche Vorstellung, daß jeder arbeitet und das ganz normal sei. Dabei muß man gar nicht so viele Wohnungen oder Aktien besitzen um dasselbe was Lohnsklaven verdienen auch ohne Arbeit zu bekommen.

Um die Realität zu verstehen müssen Menschen zuerst aufhören von sich oder den eigenen Bekannten in ähnlicher Situation auf alle anderen zu schließen. Das können die meisten aber nicht und was bleibt ist daher nur das Unverständnis der eigenen Situation und die Verwunderung wo denn die überfällige Revolution bleibt.

Das ist übrigens auch die einzige Erklärung mit der sich das Phänomen ständig steigender Preise erklären läßt obwohl die meisten Menschen gleichzeitig in ihrer persönlichen Kaufkraftdeflation leben.
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Hagall
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Re: Warum sich nichts ändern kann - oder die Sperrminorität der unsichtbaren Reichen
Antwort #1 - 17.03.18 um 11:56:57
 
Das ist übrigens auch das Problem das Trump hat. Trump konnte die Wahl - gerade noch - gewinnen in dem er die 20% Unzufriedenen die das Regime satt haben und keine Neger oder Latinos sind sowie weitere 20% - Reiche die die Verwaltungsauswüchse und Willkürbeschränkungen aller Art satt haben und ebenso die Eliten loswerden wollen vereinen konnte.

Viele wundern sich warum jetzt so viele seiner eigenen Unterstützer plötzlich nicht mehr mitmachen wollen und ständig irgendwelche Leute zurücktreten. Man kann das natürlich Eliten, Freimaurern, sonstigen "Auserwählten" usw in die Schuhe schieben ich sehe das Problem aber woanders:

Trump versucht es mit Protektionismus anstatt Leistung, das ist für diejenigen die für Leistung zu blöd sind sicher eine tolle Sache vergrault aber alle anderen die er eigentlich zum regieren braucht.

Darum wurden auch eiligst Ausnahmen für Kanada und Australien zu den neuen Zollideen verkündet. Denn dort sind nämlich typische reiche Amerikaner und Trump Wähler gut investiert und die freuen sich überhaupt nicht über sinkende Gewinne und Dividenden. Die EU hingegen kann man schlachten - kein Amerikaner hält EU Aktien ist auch logisch denn warum sollte man ausgerechnet in der einzigen Region auf der Welt investieren in der noch ineffizienter und unproduktiver gearbeitet wird als es im eigenen Land der Fall ist.  Zunge

Die Revolution kommt in Amerika nicht so recht voran, denn sie ist keine Volksgemeinschaft auf Preisstabilität, Leistung und Konkurrenzfähigkeit aufgebaut sondern igelt sich in eigener Mittelmäßigkeit ein und führt zu Zweifel bei der breiten Masse der unsichtbaren Reichen.
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Erutan
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RESISTO

Beiträge: 2423
Re: Warum sich nichts ändern kann - oder die Sperrminorität der unsichtbaren Reichen
Antwort #2 - 17.03.18 um 16:59:28
 
Ich stimme Dir in weiten Teilen zu aber bei einigen Teilbereichen bin ich anderer Meinung. Zunächst einmal: Hagall schrieb am 16.03.18 um 21:12:39:
Ich bezweifle das, ich sehe das Problem und den Fehler vielmehr darin was das Volk so für "normal" hält. Jeder der arbeitet glaubt, daß alle anderen das auch tun müssen bzw. nur ganz ganz wenige Reiche die Ausnahmen sind. 


Nach meinem Empfinden wird den Arbeitsdrohnen dieser Gesellschaft die Ansicht "implantiert", dass es asozial sei, nicht zu arbeiten. Dabei ist es in ihren Augen umso bedeutsamer je härteer man für sein Geld arbeitet. Wer besonders viel arbeitet ist in die Gesellschaft integriert und äußert diesen Umstand (des besonders harten oder vielen Arbeitens) auch zu jeder Zeit und überall während derjenige, der vergleichsweise wenig für sein Geld tut, ehr dazu neigt, dies zu relativieren. Es ist sehr selten, dass jemand zugibt, sein Geld im Schlaf oder mit leichter Arbeit zu verdienen.

Es ist wervoll und sozial bzw. gesellschaftlich akzeptiert, hart und viel zu arbeiten. Es ist nicht schlimm wenn man dabei wenig verdient, solange man sich mit dem Einkommen über Wasser halten kann. Es ist dagegen nicht sozial und nicht gesellschaftsfähig wenn man nur wenige, leichte Arbeit für das gleiche Einkommen leisten muss und wenn diese Arbeit nicht viel Mühe kostet. Menschen, die etwa von zu Hause arbeiten, müssen deutlich mehr verdienen um die gleiche gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen.

Hagall schrieb am 16.03.18 um 21:12:39:
20% arbeiten eigentlich nichts weil sie nicht müssen


Hast Du eine verifizierbare Quelle für diese Aussage? Das glaube ich nämlich nicht. Es ist schon richtig, dass ca. 20% der Bevölkerung (in Deutschland) nicht arbeitet. Darunter befinden sich jedoch auch viele Empfänger von Grundsicherung, die im Gegenzug finanziell kaum überleben können. Um tatsächlich ohne Arbeit gut leben zu können, bedarf es einiger Grundvoraussetzungen, die ich gerne als "leistungsloses Einkommen" bezeichne. Hierunter fallen in erster Linie Geldverleiher und Vermieter - beides jedoch erst ab einer gewissen Größe. Der Vermieter von zwei oder drei Wohnungen kann von seinen Mieteinnahmen nicht völlig leistungslos leben - ebenso wenig der Kleinanleger. Beide Branchen sind mit einem recht hohen Risiko behaftet und erst risikolos und leistungslos wenn eine gewisse Größe erreicht ist.
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Hagall
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Beiträge: 1068
Re: Warum sich nichts ändern kann - oder die Sperrminorität der unsichtbaren Reichen
Antwort #3 - 17.03.18 um 20:15:25
 
Erutan schrieb am 17.03.18 um 16:59:28:
Nach meinem Empfinden wird den Arbeitsdrohnen dieser Gesellschaft die Ansicht "implantiert", dass es asozial sei, nicht zu arbeiten. Dabei ist es in ihren Augen umso bedeutsamer je härteer man für sein Geld arbeitet. Wer besonders viel arbeitet ist in die Gesellschaft integriert und äußert diesen Umstand (des besonders harten oder vielen Arbeitens) auch zu jeder Zeit und überall während derjenige, der vergleichsweise wenig für sein Geld tut, ehr dazu neigt, dies zu relativieren. Es ist sehr selten, dass jemand zugibt, sein Geld im Schlaf oder mit leichter Arbeit zu verdienen..........


Es ist halt so. Die Arbeiter die täglich ins Dorfgasthaus gehen glauben gerne, daß es in der Gesellschaft keine "Adeligen" gibt, weil sie dort nie welche sehen. Aber es ist eher eine Parallelgesellschaft.

Grundsätzlich ist das schon richtig - besonders in der Masse - ich sehe aber keinen Widerspruch zu meinen Aussagen darin. Tatsächlich schaffen es gerade die die viel arbeiten und wenig verdienen ihr ganzes Leben auf die Arbeit auszurichten und ständig drüber zu reden was auf der Arbeit war und für was anderes haben die auch gar keine Zeit. Die ganzen Sorgen und Alltagsprobleme drehen sich dabei nur um einen miesen Job den diejenigen ein Leben lang nicht ablegen können. Da gehts nur um Miete, Verkehrsmittel um zur Arbeit zu kommen, die Kollegen ............

Bei den Intelligenteren - natürlich eine kleine Minderheit - ist das dann aber nicht mehr ganz so: da ist das Interesse dann doch oft größer als der Neid. Die treten aber auch nicht in Gruppen auf. Die stellen sich vielmehr die Frage wie kommt es, daß ich die ganze Zeit arbeiten muß während der Typ da den ganzen Tag macht was er will.
   
Auch bei Frauen ist das unterschiedlich Frauen mögen sowohl Männer die hart arbeiten als auch solche die aufgrund von Intelligenz nicht viel arbeiten müssen. Frauen wollen lediglich keine Versager die deshalb nichts arbeiten, weil sie für jede Arbeit zu blöd sind.


Erutan schrieb am 17.03.18 um 16:59:28:
Hast Du eine verifizierbare Quelle für diese Aussage? Das glaube ich nämlich nicht.


Nein. Das ist auch schwierig, weil alles getan wird um es in der Statistik nicht so klar auszuweisen. In Österreich ist es aber z.B. so, daß von den 28% Erwerbslosen ex. Schüler und Pensionisten nur 5% Arbeitslose und Mindestsicherungsbezieher sind.

Was ich ganz sicher weiß ist, daß es eine Parallelgesellschaft gibt die sich selbst nicht als solche erkennt und gefühlt gar nicht existiert weil es eben nirgends thematisiert wird. Das ist so als wenn alle Arbeiter in ein Cafe und alle Adeligen in ein anderes gehen und jede Gruppe nur das eine Cafe kennt und nur die Gepflogenheiten und Gewohnheiten der eigenen Gruppe miterlebt. Über den Weg laufen die sich in der Regel überhaupt nicht, wenn dann bestenfalls bei einer Mietübergabe  Zunge

Bevor ich nun ins Schigebiet übersiedelt bin, habe ich in einem Haus gewohnt in dem die Leute sich um Mitternacht  unterhalten haben oder wir waren auf der Dachterasse am Pool. Und da war meine junge 25j naive Nachbarin die mir irgendwas von Shell Anleihen erzählte (was sich als vollkommen anderes Produkt das sie überhaupt nicht verstanden hat herausstellte) und meinte das ist ein lustiges Haus hier sind alle in der Nacht wach und eigentlich geht keiner arbeiten. Es gab da auch keine Kriminalität und keine Flüchtlinge usw. und die Mieten waren mehr als Normalos verdienen. Wenn man jetzt so wie ich keine Lügenpresse konsumiert den Fernseher zuletzt vor 10 Jahren eingeschaltet hatte lebt man in einer ganz anderen Welt.

Ich glaube auch ob man bei den Normalos gesellschaftlich angesehen ist darüber dachten nicht viele nach, weil auch gar keiner Kontakte zu diesen Gesellschaftsschichten hatte, interessanter waren da Fragen wo ich meine Kristallpeitsche her hatte.

Früher dachte ich immer so ein Leben sei selten aber mittlerweile ist mir klar, daß es so selten nicht ist nur sieht es von außen keiner. Andere Leute fahren auf dem Weg von ihren Wohnsilos zur Arbeit vorbei und merken davon gar nichts.

Das ganze Thema ist mir eigentlich gerade jetzt eingefallen, weil mir sowohl die FPÖ Regierung als auch die letzten Trump Aktionen - wobei ich bekanntlich ja beide eigentlich befürworte - ziemlich sauer aufgestoßen sind als ich mir die Auswirkungen auf meine Einnahmen überlegte. Gut Trump hat gleich korrigiert aber trotzdem. Und wenns mir so geht geht es auch einigen anderen so und da sind wir wieder bei der Einleitung warum sich nichts ändern wird, weil eben keiner das schafft was in der Geschichte bisher alleine Adolf Hitler gelungen ist nämlich die 20% unzufriedenen Arbeiter und die 20% Reichen die möglichst in Ruhe gelassen werden wollen in einer Volksgemeinschaft zu vereinen, was auch nur in einem System der Preisstabilität möglich ist und in jeglicher Währungsunion wie es derzeit in der EU der Fall ist überhaupt nicht gelingen kann. 

Denn nur im Klassenkampf kann die 1% Elite mit Hilfe der anderen Reichen die diese Elite genauso verabscheuen wie jeder Arbeiter das Chaos aufrechterhalten das erforderlich ist, um alles zu kontrollieren und zu beherrschen.







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Hagall
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Beiträge: 1068
Re: Warum sich nichts ändern kann - oder die Sperrminorität der unsichtbaren Reichen
Antwort #4 - 11.04.18 um 21:50:20
 
In Deutschland wurde aktuell kürzlich begonnen praktisch widerstandslos Regimekritiker jeder Art von öffentlichen Institutionen, Vereinen, Feuerwehren usw. auszuschließen indem in die Satzungen ein Passus wie "soferne kein Zweifel über die Unterstützung der freiheitlich demokratischen Grundordnung besteht" implementiert wird, so daß jede unangenehme Person umgehend entfernt werden kann.

"Gegen" die freiheitlich demokratische Grundordnung kann schnell jeder sein, der irgendwas das dieses Regime tut kritisiert.  Augenrollen

Gleichzeitig werden nun auch BGH Urteile offen ignoriert um Andersdenkende komplett zu entrechten:

Der Stadtverband Wetzlar der NPD plante für den 24.03.2018 die Durchführung einer Wahlkampfveranstaltung mit musikalischem Rahmenprogramm in der Stadthalle Wetzlar. Die Veranstaltung sollte als Auftakt des Wahlkampfes für die im Herbst stattfindende hessische Landtagswahl fungieren. Geplant waren Redebeiträge mehrerer Redner, wobei dazwischen diverse Musikgruppen spielen sollten. Über einige Monate hinweg zog sich ein Rechtskampf über mehrere Gerichtsinstanzen, da sich die Stadt Wetzlar unbelehrbar gab. Alle Prozesse wurden von der NPD gewonnen. Da sich die Stadtoberen immer noch weigerten und keinen Mietvertrag mit der NPD abschließen wollten, urteilte noch am Samstag Mittag das höchste deutsche Gericht, das Bundesverfassungsgericht, zugunsten der NPD.  Doch auch dieses Urteil wurde von der Stadt nur zur Kenntnis genommen, jedoch aus erkennbar vorgeschobenen Gründen nicht umgesetzt. Man hatte gegenüber der Presse bereits mehrfach geäußert, dass man die NPD Veranstaltung auf keinen Fall stattfinden lassen wolle.

Eine fragwürdige Rolle spielten an diesem Tag die zahlreich in der Stadt vertretenen Einsatzkräfte der Polizei. Obwohl mehrfach von den Anmeldern auf fehlerhaftes Verhalten und Rechtsbrüchiges Verhalten hingewiesen, setzten diese unzählige Repressionsmaßnahmen gegen die Mitglieder und Besucher der noch möglich stattfindenden Veranstaltung um. So wurden Personen bis zu fünf Mal am Tag durchsucht, obwohl diese sich auch im Stadtgebiet und der Umgebung von Wetzlar frei bewegen hätten können. Schließlich war die Parteiveranstaltung von drei Gerichten über mehrere Instanzen genehmigt worden.



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